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#Post#: 1572--------------------------------------------------
„Benutzt das Schwert“
DIR By: KarlMartell
Date: May 26, 2013, 9:17 am
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GROSSBRITANNIEN
„Benutzt das Schwert“
Woher kommt der Hass der Mörder von Woolwich? Der radikale
Prediger Anjem Choudary kannte einen der Täter – und ist
stolz, einen „großen Einfluss“ auf dessen Leben gehabt zu haben.
Anjem Choudary angelt sich noch
eine Dose Red Bull aus dem Kühlregal,
bevor er über den Mann mit
den blutverschmierten Händen und dem
Metzgerbeil redet, seinen Bekannten.
Choudary nennt es nicht Mord, was vorige
Woche in London geschehen ist, sondern
„die Operation vom Mittwoch“.
Er trägt ein dunkles Gewand und einen
Bart bis zur Brust, als er sich an den Tisch
eines Cafés im Nordosten der Stadt setzt.
Die Zeitungen schreiben über ihn, er sei
ein Mann, der Hass verbreite. Mitte der
neunziger Jahre gründete Choudary den
inzwischen verbotenen islamistischen
Verein al-Muhajiroun, den später auch
Michael Adebolajo regelmäßig besuchte.
Jener Mann mit dem Beil, der vorige
Woche einen britischen Soldaten zerstückelte,
so brutal und so öffentlich, dass
ganz Britannien für eine Schocksekunde
stillzustehen schien.
Sie kannten sich gut, Choudary und
Adebolajo. Wenn Choudary in den Jahren
zwischen 2005 und 2011 eine Demon -
stration organisierte, war Adebolajo häufig
dabei. Meistens ging es um den Krieg
in Afghanistan oder im Irak, den „Kreuzzug
der Ungläubigen“ gegen die Muslime,
wie sie sagten. In BBC-Aufnahmen von
2007 tauchen Choudary und Adebolajo
zusammen bei einem Protest vor einer
Londoner Polizeiwache auf. Choudary
brüllt in ein Megafon. Adebolajo trägt ein
weißes Gewand, sein Blick ist ernst.
Über fünf Jahre trafen sich die beiden
Männer regelmäßig, hin und wieder hörte
Adebolajo den Predigten Choudarys zu.
„Ein angenehmer, stiller Typ“ sei er gewesen,
als er ihn kennenlernte, sagt Choudary.
Er sei überrascht gewesen, als er
ihn am Mittwoch im Fernsehen wiedergesehen
habe.
Da stand der angenehme und stille Michael
Adebolajo, 28, zusammen mit seinem
Freund Michael Adebowale, 22, auf
einer Straße in Woolwich im Südosten
Londons und hielt ein Metzgerbeil und
ein Küchenmesser umklammert. Seine
Hände waren voller Blut. Um ihn herum
standen Passanten, die mit ihrem Mobiltelefon
filmten. Weiter hinten lag der leblose
Körper des Soldaten Lee Rigby, 25,
Infanterist und Trommler der Palastgarde.
„Der einzige Grund, warum wir diesen
Mann umgebracht haben, ist, dass jeden
Tag Muslime durch britische Soldaten
sterben“, schrie Adebolajo in eine Kamera.
Es war ein trüber Mittwochnachmittag,
an dem der Terror nach Großbritannien
zurückkehrte.
Als einige Minuten nach dem Mord das
erste Polizeifahrzeug eintrifft, stürmen
die Täter auf den Wagen los. Die Polizisten
feuern achtmal. Adebolajo und Adebowale
liegen jetzt mit Schussverletzungen
in verschiedenen Krankenhäusern; es
heißt, ihr Zustand sei stabil.
Die britischen Geheimdienste und die
Polizei untersuchen nun fieberhaft, wie
es zu dem Anschlag kommen konnte. Ob
er professionell geplant war oder eine
spontane Tat; ob die beiden einem Terrornetzwerk
angehören oder selbständig
gehandelt haben; wie sie radikalisiert
wurden und von wem. Und es stellen sich
wieder einmal die gleichen Fragen wie
bei den beiden Attentätern von Boston:
Wie kann es sein, dass zwei junge Männer,
aufgewachsen in Großbritannien, einen
solchen Hass entwickeln?
Das Leben des Michael Adebolajo
wirkt nicht so, als wäre es auf den Mord
hin ausgelaufen. Seine Familie stammt aus
Nigeria, sein Vater arbeitet als Pfleger,
seine Mutter ist Hausfrau. Beide Eltern
sind fromme Christen. Der Sohn hat einen
britischen Pass, die meisten seiner
Facebook-Kontakte haben typisch britische
Namen. Und er studierte an der
Greenwich University, wo er Adebowale
kennenlernte, auch dessen Familie
stammt aus Nigeria, auch er hat einen
britischen Pass, auch er ist
konvertiert.
Die Sicherheitsbehörden
durchsuchen Häuser überall
im Land, sichern Beweise
und befragen Freunde und
Verwandte der beiden mutmaßlichen
Täter. Gleichzeitig
kommen Pannen und Versäumnisse
ans Licht. Denn
offenbar waren Adebolajo
und sein Komplize dem Inlandsgeheimdienst
MI5 seit
Jahren als radikale Islamisten
bekannt. Einer der beiden
Männer wollte vor einigen
Jahren sogar nach Somalia
reisen, wohl um sich den
Islamisten von al-Schabab
anzuschließen. Auch das
wussten die Behörden offenbar.
Sie scheinen die beiden
trotzdem nicht als Risiko
ernst genommen zu haben.
Ein Mann mit einem Beil.
Dieses Bild werden die Briten
so schnell nicht vergessen.
Das Attentat macht
schlagartig deutlich, wie
groß die Gefahr ist, die dem
Land noch immer von
gewaltbereiten Islamisten
droht. Seit den Anschlägen
im Sommer 2005 auf Londoner
Busse und U-Bahnen
nimmt die Polizei regelmäßig
Terrorverdächtige fest.
Gleichzeitig zeigt der
Mord von Woolwich, dass
alle Überwachungsversuche
zwecklos sind, wenn zwei
junge Männer einen brutalen
Plan beschließen. Wenn man
sich aber mit Leuten unterhält,
die Michael Adebolajo
kannten, wird deutlich, wie
überraschend offen und öffentlich er seine
radikalen Ansichten verbreiten konnte.
Anjem Choudary sagt, er habe Adebolajo
zuletzt vor ungefähr zwei Jahren gesehen.
Adebolajo nannte sich damals bereits
Mudschahid, Krieger, und kleidete
sich in lange, helle Gewänder. Irgendwann
fing Adebolajo an, den Koran auswendig
zu lernen. Er selbst habe „einen
großen Einfluss“ auf dessen Leben gehabt,
sagt Choudary. Er wirkt jetzt stolz.
Um 2003 herum schloss sich Adebolajo
der Gruppe al-Muhajiroun an, kurz nachdem
er vom Christentum zum Islam konvertiert
war. Ihr Anführer war Omar Bakri
Mohammed, ein syrischer Einwanderer.
Er gilt als radikaler Islamist, der seine Gefolgsleute
zum Dschihad anstachelt. 2006
soll er von seinem Exil in Beirut aus zu
Gewalt gegen „den Feind“ aufgerufen
haben, aus seiner Sicht sind das vor allem
Briten und Amerikaner. „Wenn ihr sie
trefft, schneidet ihre Kehlen durch. Benutzt
das Schwert und trennt die Köpfe
der Feinde ab“, sagte Omar Bakri damals,
der inzwischen nicht mehr nach Großbritannien
einreisen darf. Es klingt wie eine
Anleitung zu dem Mord von Woolwich.
Kein Wunder, dass Omar Bakri Michael
Adebolajo vergangene Woche sofort als
„mutig“ bezeichnete. Mit dem Islam könne
dessen Tat gerechtfertigt werden, weil
Adebolajo „keine Zivilisten angegriffen
hat, sondern einen Soldaten“. In London
habe Adebolajo ihm religiöse Fragen gestellt,
sagte Omar Bakri weiter. „Er war
neugierig.“ Ob er Adebolajo beeinflusst
habe, wisse er jedoch nicht.
Anjem Choudary sagt, er sei Omar
Bakris rechte Hand gewesen. Gemeinsam
wollten sie muslimische Jugendliche im
gesamten Land gegen die Politik der britischen
Regierung aufbringen, sie auf die
Straßen treiben.
Wenn man ihn fragt, wie er England
verändern wolle, lächelt Choudary sanft.
Seine Ansichten hat er schon häufig dargelegt,
auch im Fernsehen. Er wolle landesweit
die Scharia einführen, Alkohol
und Glücksspiel verbieten. Und, natürlich,
die Monarchie abschaffen. Den Buckingham-
Palast will er in eine Moschee
umwandeln. Choudary sieht im Dschihad
ein Mittel zur Verteidigung des Islam. Die
Attentäter vom 11. September 2001 hat
er gepriesen, und auch die Londoner Terroristen
von 2005 wollte er nicht verurteilen.
Nachdem Osama Bin Laden getötet
worden war, rief er in London zu einem
Totengebet auf. Heute organisiert Choudary
noch immer Kundgebungen und
Protestmärsche für den Widerstand in
Syrien oder gegen Guantanamo. Vor dem
Attentat in Woolwich schrieb er auf Twitter,
die Tornados in den USA seien die
Antwort Gottes auf die Unterdrückung
von Muslimen.
Ein Freund Choudarys tritt an den
Tisch, er nennt sich Mohammed. Auch er
trägt ein schwarzes Gewand. Mohammed
hat beste Laune. „Das ganze Land hat
jetzt Angst“, sagt er fröhlich. Michael
Adebolajo habe er vor ein paar Wochen
zufällig getroffen. „Man hat ihm aber
nichts angemerkt.“
Die grausamen Bilder der beiden Täter,
die eben einen Menschen zerhackten, haben
die Emotionen im Land hochschlagen
lassen. Noch am Mittwochabend versammelten
sich mindestens 60 mit Skimasken
vermummte Rechtsextremisten
der English Defence League vor einem
Pub in Woolwich. Die aggressive und
extrem gewaltbereite Gruppe, gegründet
2009, hält immer wieder Protestmärsche
ab und demonstriert gegen die vermeintliche
Islamisierung Großbritanniens. Inzwischen
wehren sich die Islamisten gegen
die Rechtsextremen. Mit dem Mord
ist die Gefahr einer Eskalation gestiegen.
Erst Ende April erklärten sich sechs
Männer aus Birmingham für schuldig, ein
Attentat auf die English Defence League
geplant zu haben. Die Männer waren im
Sommer des vergangenen Jahres mit zwei
abgesägten Schrotflinten, Messern und
einem selbstgebauten Sprengsatz zu einer
Demo der Rechtsradikalen gefahren. Im
Gepäck hatten sie auch ein Bekennerschreiben,
adressiert an Königin und Premierminister,
in dem es hieß: „Heute ist
ein Tag der Rache.“ Die Polizei wurde
nur durch Zufall auf die Männer aufmerksam
und konnte sie rechtzeitig stoppen.
Anjem Choudary hat das Café inzwischen
verlassen, dafür spricht Mohammed
weiter. Er beobachte die English
Defence League schon lange. Wenn die
Rechtsextremisten jetzt, nach dem Anschlag,
den Aufstand gegen die Muslime
probten, sagt Mohammed, würden sie
eine passende Antwort erhalten. „Dann
gibt es Krieg in diesem Land.“
DER SPIEGEL 22/2013, S.90-92
#Post#: 1603--------------------------------------------------
Re: „Benutzt das Schwert“
DIR By: Kater Karlo
Date: June 10, 2013, 9:04 am
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Der Iran- und Özoguz-Freund Gerhard Wisnewski schreibt bei
Kopp-News, dass diese "Schlachtung" in Woolwich wohl eine
Filmszene war und versucht, das zu belegen:
HTML http://info.kopp-verlag.de//hintergruende/europa/gerhard-wisnewski/soldatenmord-in-london-passanten-sprachen-von-filmszene-.html;jsessionid=16CEA902B2A18F96594C9BBBF30C4EA4
Fatima Ö. schreibt im Muslim Markt, sie hatte schon lange das
Gefühl, dass da etwas nicht stimmte.
Die Hinrichtungen im Iran sind auch nur Filmszenen.
#Post#: 1606--------------------------------------------------
Re: „Benutzt das Schwert“
DIR By: KarlMartell
Date: June 10, 2013, 5:08 pm
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Psssssst....... Wisniewski ist ein U-Boot der Station. In seinem
neuen Buch wird er beweisen, dass der Islam eine Fälschung ist.
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