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#Post#: 1474--------------------------------------------------
Alternative für Deutschland (AfD)
DIR By: Kuddel_D
Date: April 24, 2013, 9:47 am
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Nein das ist keine Wahlwerbung sondern soll einfach nur eine
Info über den (für unsere Politik typischen) Streit sein, den
ein Hinterbänkler des Europparlaments mit Olaf Henkel vom Zaun
gebrochen hat. Klar war, dass diese neu gegründete Partei die
Etablierten das Fürchten lehren würde, und die Verunglimpfungen
ließen denn auch nicht lange auf sich warten. Da schreibt ein
Werner Langen (CDU) einer Frau Zimmermann (ich vermute mal das
ist ne Journalistin) eine eMail in der er die AfD und ihre
Mitglieder, allen voran auch Olaf Henkel, verunglimpft. Die
Antwort des sprachlich eloquenten Herrn Henkel liest sich
überaus interessant:
Liebe Mitstreiter,
um Ihnen ein Beispiel für den Umgang eines Abgeordneten des
Europäischen Parlaments mit der Alternative für Deutschland“
(AfD) und der Wahrheit zu geben, lasse ich Sie eine Mail von
Werner Langen (MdEP) und meine Antwort lesen. Beides spricht für
sich selbst. Ich wäre Ihnen für eine möglichst breite Verteilung
dankbar.
Viele Grüße
Ihr Hans-Olaf Henkel
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Sehr geehrter Frau Zimmermann,
die AfD-Mitglieder haben keine Perspektive für Deutschland in
der EU und in der globalisierten Welt. Sie wollen uns in die
internationale Isolierung, Wohlstandsverzicht und
Arbeitsplatzabbau treiben auf der Grundlage besserwisserischer
Professorengutachten, Altherrenstammtischen und rechtsradikaler
Parolen. Danke!
Mit freundlichen Grüßen
Werner Langen
PS: Mit den Professoren Hankel (Helaba: 2 Mrd. DM
Spekulationsverlust) und Henkel (IBM-Manager und nicht
wiedergewählter BDI-Präsident) ist fürwahr kein Staat zu machen!
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Danke, Herr Langen, für Ihre Meinungsäußerung, die mir
zugetragen worden ist.
Vielleicht sollten Sie sich mal mit Argumenten und nicht nur mit
Ihren Vorurteilen befassen?
Zur “globalisierten Welt”: die Politik der Euroretter führt
zwangsläufig zur Einebnung der Produktivitätsunterschiede in der
Eurozone. Da es der „Süden“ nicht schafft, die im Fiskalpakt
versprochenen Ziele zu erreichen, muss nun Deutschland einen
Teil seiner Vorteile abbauen. Dadurch kann der Euro zwar
gerettet werden, die Wettbewerbsfähigkeit in der Eurozone wird
zwangsläufig verschlechtert. Vielleicht befassen Sie sich mal
mit den Fakten: während die Wirtschaft dieses Jahr weltweit um
ca 2,7% wächst, schrumpft sie in der Eurozone. Auch Deutschlands
Wachstumsaussichten wurden gerade auf 0,8% reduziert. Mit über
19 Millionen Arbeitslosen hat die Eurozone gerade einen neuen
historischen Höchststand erreicht, Tendenz: steigend. Als
ehemaliger Europa-Chef eines weltweit operierenden Unternehmens,
der über die Hälfte seines Lebens in allen Teilen der Welt
zugebracht hat, brauchen Sie mir von der Bank eines
Europaabgeordneten die Welt nicht zu erklären.
Zur internationalen Isolierung: Noch nie war Deutschland in
Europa so isoliert wie heute. Vor der Krise waren wir die
beliebteste Nation in Griechenland, heute sind wir dort die am
meisten verhasste. Das deutsch-französische Verhältnis war nach
dem Krieg noch nie so schlecht wie heute. Dies sagt Ihnen ein
Commandeur der Legion d’Honneur mit einem Zweiten Wohnsitz in
Frankreich.
Wohlstandsverzicht: Genau auf diesen müssen sich die Länder in
der Eurozone jetzt einstellen. Siehe oben. Haben Sie sich mal
die Frage gestellt, warum von den Nichteuroländern neben den
beiden baltischen Ländern nur noch die rumänische Bevölkerung
den Euro will?
Arbeitsplatzabbau: Siehe oben, inzwischen sind 56% der
spanischen Jugendlichen und 26% der französischen jungen Leute
ohne Arbeit. Warum? Auch weil der Euro zu „schwer“ für den Süden
geworden ist und diesen Ländern eine Abwertung und damit eine
Verbesserung Ihrer Wettbewerbsfäigkeit verbaut ist.
Besserwisserische Professoren: Sie befinden sich in interessaner
Gesellschaft: Professorenschelte gibt es seit Goebbels. Auch
Schröder („Der Professor aus Heidelberg“) und Steinbrück
(„Professor Unsinn“ über Professor Hans-Werner Sinn) griffen zu
dieser Notbremse, weil sie den Argumenten der Professoren nichts
entgegensetzen konnten. Als ehemaliger Präsident der
Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried-Wilhelm-Leibniz mit
Verantwortung für ca 13.000 Forscherinnen und Forschern in
(fast) allen Wissenschaftsdisziplinen weiß ich, was deutsche
Professoren leisten. Da sich in dieser Gemeinschaft auch alle
von Bund und Ländern finanzierten Wirtschaftsforschungsinstitute
befinden (IfO, DIW usw.) weiß ich es über diese ganz besonders.
Ein Professor muss normalerweise eine Diplomarbeit schreiben,
promovieren (im Gegensatz zu einigen Ihrer Kollegen nicht durch
Plagiieren) und habilitieren, nach Lektüre Ihrer Zuschrift ist
mir klar, dass anscheinend jeder Hanswurst Politiker werden
kann.
Altherrenstammtische: Wo stehen die Stammtische? Bitte, lesen
Sie noch einmal Ihre Mail, dann wissen Sie, dass er wohl mitten
in Ihrem Parlament stehen muss. Und was haben Sie gegen ältere
Menschen, einmal ganz davon abgesehen, dass die Umgebung von
Herrn Lucke einiges jünger ist als der Durchschnitt der
Wählerinnen und Wähler?
Rechtsradikale Parolen: Können Sie mir eine nennnen? Dass z.B.
das Asylrecht liberalisiert werden muss (steht im Programm) ist
„rechtsradikal“? Das ist nicht einmal „rechts“! Dass wir eine
Zuwanderung á lá Kanada brauchen ist „rechtsradikal“? Dass die
AfD für ein friedliches, wettbewerbsfähiges Europa und für die
Fortentwicklung E.U. ist, ist „rechtsradikal“?
Schließlich behaupten Sie, ich sei als „BDI – Präsident nicht
wiedergewählt worden“ und erwecken fälschlicherweise den
Eindruck, ich hätte mich vergeblich um eine Wiederwahl bemüht.
Eine normale Amtszeit beim BDI ist 2 Jahre und kann auf weitere
2 Jahre verlängert werden. Nur in extremen Ausnahmefällen ist
eine dritte Amtszeit möglich. Ich war 6 Jahre im Amt und hätte
gar nicht wieder kandidieren können. Alle meine Nachfolger (3)
waren 4 Jahre im Amt.
Leider ist die von Ihnen angewandte Methode der Verunglimpfung
politischer Gegner in Ihrer Umgebung inzwischen Gang und Gäbe.
Schon deshalb brauchen wir die „Alternative für Deutschland“
(AfD). Die Mitstreiter heben sich bewusst von Ihresgleichen
durch Klarheit, Sachlichkeit, Wahrheit und Fairness ab.
Die Bürgerinnen und Bürger haben von Leuten, die mit dem
kostbaren Gut der Wahrheit so sparsam wie Sie umgehen, immer
öfter die Nase voll.
Ich werde mir erlauben Ihre „Argumente“ gegen die AfD und meine
Entgegnung einem sehr großen Kreis in Wissenschaft, Wirtschaft,
Medien und Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Olaf Henkel
Werter Herr Henkel,
es war mir ein Vergnügen, Ihrem Wunsch nach breiter Verteilung
nachzukommen!
MfG
Kuddel
#Post#: 1475--------------------------------------------------
Re: Alternative für Deutschland (AfD)
DIR By: KarlMartell
Date: April 24, 2013, 10:25 am
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Dieser Werner Langen ist CDU-MdEP seit fast 20 Jahren. Während
dieser Zeit hat er, Mitglied der Wein-Bruderschaft,
wahrscheinlich sein Gehirn zersoffen, denn früher war er
durchaus in der Lage, Diplom-Volkswirt zu werden und zu
promovieren (Vroniplag mal Info bitte).
So ein doofes Statement kann nur bei der dritten Flasche
zustande kommen.
#Post#: 1479--------------------------------------------------
Re: Alternative für Deutschland (AfD)
DIR By: NoReligionEver
Date: April 24, 2013, 7:09 pm
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Leider dürfen wir beide ja nich wählen, aber den Henkel mag ich,
weil er auch unangenehme Wahrheiten auf den Tisch legt. WTF ist
die Freiheit???
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