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#Post#: 1386--------------------------------------------------
Khorchide kurz vorm Abschuss
DIR By: KarlMartell
Date: April 13, 2013, 9:35 pm
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Auch der zweite Islam-Professor in Münster ist nun zum Abschuss
freigegeben. Die Kosten übernimmt wieder der Steuerzahler, da
der Mann ja unkündbar ist. Wer wird nun der dritte? Und wie
lange lassen wir uns dieses Spielchen noch gefallen?
Islam: Schura-Vorsitzender Altıner wehrt sich gegen
Salafismus-Vorwurf
Deutsch Türkische Nachrichten | Veröffentlicht: 13.04.13,
18:42
Der Vorsitzende der Schura Niedersachsen Avni Altıner wehrt
sich gegen den Salafismus-Vorwurf des österreichischen
Islamwissenschaftlers Mouhanad Khorchide. Khorchide unterstellt
Altıner ein „lebensfeindliches Verständnis“ des Islam. Doch
vergangenes Jahr verlieh die niedersächsische Landeshauptstadt
Hannover Altıner einen Ehrenpreis. Grund: Sein Einsatz für
Respekt, Toleranz und Verständnis zwischen den Religionen. Nun
äußert sich der Schura-Vorsitzende in einer Stellungnahme.
Mouhanad Khorchide unterstellt mir in einem Interview, das vor
Kurzem auf der Online-Plattform www.islam.de abgedruckt wurde,
ein „lebensfeindliches Verständnis“ des Islam zu propagieren und
im Sinne der Salafisten zu polarisieren. Ich wollte -so
Khorchide- gemeinsam mit den Salafisten nicht, dass der Islam
mit Barmherzigkeit in Verbindung gebracht wird und hätte
behauptet, dass die theologischen Thesen von Khorchide
meilenweit von der muslimischen Basis entfernt seien.
Zu diesen Vorwürfen und Unterstellungen nehme ich folgendermaßen
Stellung: Bis auf den letzten Punkt entspricht nichts von dem
weder meiner persönlichen Position, noch der meiner
Religionsgemeinschaft, der Schura Niedersachsen. Dies sind
einseitige Unterstellungen und befremdliche Vorwürfe eines
Hochschullehrers, der anscheinend nur sich selbst und seine
Theologie für lebensfreundlich hält. Wer jedoch den „Spaß am
Leben“, wie es Khorchide selbst formuliert, gegen islamische
Grundwerte und Normen definieren möchte und dadurch die Religion
zur Beliebigkeit degradieren will, muss dies offen bekunden. Ich
habe so wenig mit den Salafisten zu tun, wie die Theologie von
Khorchide selbst mit dem islamischen Mainstream und der
muslimischen Basis in Deutschland zu tun hat.
Von einem Beamten, der mit staatlichen Geldern finanziert wird
und glaubt islamische Theologie zu betreiben, wäre jedoch zu
erwarten, dass er die islamischen Glaubensgrundsätze beachtet,
wenn er die künftigen Lehrkräfte für den islamischen
Religionsunterricht und die Imame (allgemeiner
Religionsbedienstete) für die Moscheegemeinden ausbilden möchte.
Dies ist keine Zumutung und auch keine Positionierung gegen die
Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit, sondern eine
Selbstverständlichkeit im weltanschaulich-neutralen Staat. Denn
seine unseren Glaubensüberzeugungen widersprechenden normativen
Hypothesen kann er im universitären Rahmen sehr wohl auch in der
Islam- oder Religionswissenschaft lehren und darlegen, womit wir
keinerlei Probleme hätten. Wer jedoch A sagt muss auch B sagen,
der Anspruch islamische Theologen auszubilden, geht mit dem
Wagnis einher sich nicht nur auf die Glaubensgrundsätze der
Muslime einzulassen, sondern diese auch zu verinnerlichen und zu
teilen. Seine randständigen Positionen als den unverfälschten
Islam im wahrsten Sinne des Wortes zu verkaufen und die
Repräsentanten der islamischen Religionsgemeinschaften als
lebensfeindlich zu deklarieren, übertrifft jede Form von
Dreistigkeit. Nicht nur ich selbst, sondern viele andere
exponierte Vertreter der Muslime in Deutschland haben sich von
den Positionen Khorchides distanziert und diese kritisiert.
Neben Ditib Nord, haben sich Vertreter von Schura Hamburg und
auch Ditib Hessen ausdrücklich von seinen Thesen abgegrenzt und
ihr Befremden zum Ausdruck gebracht. Auch Ditib-Sprecher Bekir
Alboga hat diese Thesen verurteilt und sich sehr irritiert
darüber gezeigt. Da Khorchide jede Kritik an seinem
veröffentlichten Buch als unislamisch und unwissenschaftlich
bezeichnet, möchte ich klarstellen, dass ich hier lediglich auf
die von ihm veröffentlichten und mit großem Wohlwollen der
nichtmuslimischen deutschsprachigen Presse unterstützten
Positionen lediglich reagiere und hierzu Position beziehe. Er
durfte in den wichtigsten Presseorganen dieses Landes in der
nichtmuslimischen Öffentlichkeit massiv für sein Buch werben und
wurde hierbei systematisch und gut organisiert unterstützt.
Selbst das Bundesforschungsministerium wirbt mit seinem Namen
deutschlandweit auf Plakaten und baut ihn damit offenkundig als
modernen, aufgeklärten Theologen bewusst auf. Von einer
neutralen Positionierung der nichtmuslimischen Medien und
staatlichen Stellen in Bezug auf rein religiöse Glaubensdiskurse
ist hier wenig zu verspüren und Khorchide kann sicherlich keine
fehlende Unterstützung für seine Thesen durch die Medien
beklagen.
Im Gegenteil, selbst die Reaktionen der nichtmuslimischen
Pressevertreter (Qantara, TAZ, Deutschlandfunk etc.) auf einen
theologischen Diskurs zwischen den Muslimen (Reaktion der Ditib
Nord, Schura Hamburg, Ditib Hessen versus Khorchide) war massiv
parteiergreifend für Khorchide. Zudem veröffentlicht man ein
Buch um seine Gedanken zu verbreiten und damit hat man nicht nur
positive Rückmeldungen von Vertretern der Nichtmuslime oder
säkularer Kulturmuslime zu erwarten, sondern muss im
öffentlichen Diskurs auch mit Kritik von bekennenden und
praktizierenden Muslimen und ihrer Religionsgemeinschaften
rechnen.
Unsere Aufgabe als Vertreter eben dieser islamischen
Religionsgemeinschaften ist es gerade diese Entwicklungen an
staatlichen Hochschulen kritisch zu begleiten um einen
Staatsislam im Zuge der universitären Ausbildung zu verhindern
und dem weltanschaulich neutralen Staat, der durch die
Universitäten agiert, seine Grenzen im theologischen Bereich
aufzuzeigen. Jede Politisierung der Theologie durch die
Hintertür lehnen wir strikt ab und werden uns hiergegen mit
rechtsstaatlichen Mitteln wehren. Hochschullehrer sind
verwaltungstechnisch den Universitätsrektoren untergestellt, die
wiederum nicht nur durch das Wissenschaftsministerium finanziert
werden, sondern auch als oberstem Dienstherren diesen
unterstehen.
Der Staat ist nach den Vorgaben des Grundgesetzes nicht
berechtigt über Hochschullehrer, die Beamte des Staates sind,
Glaubensüberzeugungen von Religionsgemeinschaften zu
konstituieren oder diese einseitig gegen ihren ausdrücklichen
Willen paternalistisch weiter zu entwickeln. Alles andere würde
zu einer Staatskirche führen, was unserem Grundgesetz eindeutig
widerspricht.
Meinungsvielfalt in einem bestimmten Rahmen wurde im Islam immer
durchaus positiv bewertet. Die von nahezu allen sunnitischen,
schiitischen, mutazilitischen etc. Gelehrten geteilten
Glaubensüberzeugungen jedoch als salafistisch zu bezeichnen
(vgl. beispielsweise s.216-217 in seinem Buch) und dadurch
diskreditieren zu wollen, entspricht weder einem differenzierten
wissenschaftlichen Umgang, noch ist dies guter muslimischer
Brauch. Mir persönlich als Anhänger der mystisch geprägten
Nurculuk-Bewegung eine Nähe zum Salafismus vorzuwerfen, zeugt
gleichzeitig von jedweder Unkenntnis der islamischen Bewegungen
in Deutschland. Dies bedaure ich umso mehr, da Prof. Khorchide
Leiter eines Zentrums für Islamische Theologie an einer
bedeutenden deutschen Universität ist und den Unterschied
zwischen der Nurculuk-Bewegung und dem Salafismus kennen sollte.
Mehrfach hat sich die Schura Niedersachsen, wie auch ich selbst
öffentlich von dem Salafismus distanziert und diesen kritisiert.
Gegenüber der salafistischen Theologie habe ich ähnliche
Bedenken, wie ich sie gegenüber den Thesen von Khorchide
ebenfalls habe. Da Khorchide mittlerweile sehr gut in der
deutschen Presselandschaft vernetzt ist, hätte er wenigstens
diese Meldungen zur Kenntnis nehmen können, bevor er mir über
die konservative Schiene eine Nähe zum Salafismus vorwirft.
Zudem vertritt die Schura Niedersachsen in diesem Bundesland
seit fast 15 Jahren -mit Ausnahme der Salafisten- unabhängig von
ethnischer und konfessioneller Zugehörigkeit oder Rechtsschule
beinahe alle Moschee-Gemeinden außer den Ditib-Gemeinden, die
eigenständig organisiert sind.
Um was geht es genau bei meiner Kritik? Warum distanziere ich
mich von seinen Hypothesen? Ich habe vor Monaten in einem
Interview gesagt, dass Khorchide mit diesem Buch die Erwartungen
der Residenzgesellschaft bedient und mit viel Zuspruch der
Nichtmuslime rechnen darf, seine Hypothesen jedoch meilenweit
von der muslimischen Basis entfernt sind. Folgende Textstellen
aus seinem eigenen Buch belegen in der gebotenen Kürze seine
marginalen islamisch-theologischen Positionen, die ich nicht nur
ablehne, sondern auch für höchst problematisch mit Blick auf die
Entwicklung der islamischen Theologie in dieser Gründungsphase
an staatlichen Universitäten erachte.
Die islamische Theologie ist in Deutschland noch ein zartes
Pflänzchen zugleicht gibt es auf muslimischer Seite große
Vorbehalte und Bedenken gegen diese universitäre Ausbildung, die
wir als islamische Religionsgemeinschaften täglich zu entkräften
versuchen. Hervorheben möchte ich auch folgendes: Für eine
authentische und glaubwürdige Entwicklung der islamischen
Theologie in einer christlich und säkular verfassten
Gesellschaft, in der die Muslime eine kleine Minderheit sind,
empfinde ich für mindestens so besorgniserregend, wie diese
wissenschaftlich eingekleideten Glaubensüberzeugungen von
Khorchide, die externe, bevormundende Einmischung von
Nichtmuslimen in diesen rein religiösen Diskurs.
Nach Khorchide ist beispielsweise Gott im christlichen Duktus
nichts anderes als die Liebe und Barmherzigkeit per se S.199
Damit reduziert er Gott auf ein niedliches, harmloses Wesen und
relativiert, ja negiert zahlreiche eindeutige weitere strafende
und ausgleichende Attribute, Eigenschaften und Namen Allahs, die
der Selbstbeschreibung Gottes und seines Propheten in Koran und
Sunna entsprechen. „Unter den Menschen gibt es manch einen, der
ohne Wissen über Gott zu haben, über ihn streitet und dem
aufrührerischen Teufel folgt.“ Koran 22/3 Im folgenden
Textabschnitt möchte ich mit unmissverständlichen und klaren
Zitaten aus dem Buch von Khorchide seine Standpunkte skizzieren,
damit jeder Leser sich sein eigenes Bild machen und Urteil
bilden kann.
Glaube und Gottesvorstellungen nach Khorchide: Nach Khorchide
sind Glaubenszugehörigkeiten billige Überschriften und
Etikettierungen, die für das Jenseits unbedeutend sind.
Muslime sollen sich Gott nicht unterwerfen und ihm dienen, da
dies nur ein restriktiver Diktator verlangen könne. Jeder Muslim
soll selbst individuell entscheiden, ob und wie er eine
Beziehung zu Gott aufbaut und diesen dann eigenständig
verantworten. Gott in Gehorsam zu dienen schalte nach Khorchide
die Vernunft ab und verdamme den Menschen zur Unmündigkeit. Der
Mensch sei aber zu mehr berufen, als zum Knecht (ibada, türkisch
kulluk) sein. Diese vereinfachenden Thesen alleine widersprechen
den Glaubensüberzeugungen sämtlicher Madahib. „Ich fragte mich
nach dem Sinn und Zweck von Religion. Was will Gott von uns
Menschen eigentlich? Und was will dieser Gott für sich? Warum
überhaupt das Ganze? Wie kann es sein, dass dieser Gott
Menschen, die ungerecht sind und andere Menschen abfällig
behandeln, ins Paradies eingehen lässt, andere aber, die gerecht
sind und andere Menschen respektvoll behandeln, für immer in die
Hölle verbannt? Weil sie die falsche Überschrift tragen?! Weil
sie sich nicht Muslime nennen?!
Geht es Gott wirklich nur um Überschriften?! Geht es Gott
wirklich nur darum, dass an ihn geglaubt wird? Geht es ihm
darum, dass nur auf eine bestimmte Art und Weise an ihn geglaubt
wird? Geht es Gott also um sich selbst? Braucht er uns, um von
uns angebetet zu werden, hat er uns deshalb erschaffen? Wer sich
ihm also unterwirft, den belohnt er mit dem Paradies, und wer
sich ihm nicht unterwirft, dem zeigt er im Jenseits, wer das
letzte Wort hat, wer der Chef ist? Geht es Gott wirklich darum,
seine Macht zu demonstrieren? Ist Gott wirklich so klein? Ich
kam zu der Antwort: Mit Sicherheit nicht! Gott ist kein
Diktator, kein Mubarak oder Gaddafi. Gott ist in sich
vollkommen.“ S.25 „Die Beziehung des Menschen zu Gott wird auf
eine Dimension reduziert, nämlich die des Gehorsams. Gehorsame
werden für ihren Gehorsam belohnt, Ungehorsame entsprechend
bestraft.
Die Fähigkeit des Menschen, sein Leben selbst in die Hand zu
nehmen, Gotteserfahrungen zu machen und diese zu reflektieren,
eine individuelle Beziehung zu Gott aufzubauen, eine eigene
Religiosität zu entwickeln und diese selbst zu verantworten, für
sich selbst zu entscheiden, wie er sein Leben entwerfen und auf
Gott individuell ausrichten will – all das wird ignoriert und
unterdrückt. Wäre es aber nicht unfair von Gott, uns eine
Vernunft zu geben, die verstehen will, die viele Fragen hat und
vieles hinterfragen will, die dem folgen will, was ihr
einleuchtet, was sie nachvollziehen kann – aber zugleich von uns
zu erwarten, diese Vernunft zu unterdrücken? Ist dann Vernunft
eine Falle, die Gott dem Menschen gestellt hat, um zu sehen, ob
er sich für das blinde Gehorchen oder das kritische Reflektieren
entscheidet? Spielt Gott die Vernunft gegen sich selbst aus?
Ist die Vernunft der Hauptfeind des Menschen? Ist das
menschliche Leben ein einziger Kampf gegen die eigene Vernunft?
Sind diejenigen Sieger, die sich für Gott und gegen die Vernunft
entschieden haben, und die Verlierer, die sich zur Vernunft und
gegen Gott gewandt haben?! Viele Gelehrte spielen Gott gegen die
Vernunft aus. Sie stellen die Menschen vor die Wahl: entweder
Gott oder die Vernunft. Diese Position wird weder Gott noch der
Vernunft gerecht. Beide gehen dadurch verloren. Aus Gott wird
ein selbstsüchtiger Diktator, und die Vernunft wird
ausgeschaltet.“ S.74-75. „Viele Muslime projizieren ihre
Vorstellung von einem mächtigen Familienoberhaupt oder von einem
archaischen Stammesvater, dem man unhinterfragt gehorchen und
sich unterwerfen muss, auf ihre Vorstellung von Gott. Demnach
gestaltet sich die Gott-Mensch-Beziehung als Beziehung zwischen
einem Herrn und seinem Knecht. Der Herr braucht seinen Knecht,
er ist auf seine Dienste angewiesen, um seine Herrlichkeit
genießen zu können. Will aber Gott wirklich, dass Menschen ihm
dienen? Braucht er unseren Dienst?
Diese Vorstellung eines restriktiven Diktators, dem es nicht um
die Interessen seines Volkes geht, unterscheidet sich kaum von
der Vorstellung eines restriktiven Diktators, dem es nicht um
die Interessen seines Volkes geht, sondern um die Unterwerfung
der Menschen unter seinen Willen. Der Mensch ist unmündig, er
ist auf die Instruktionen Gottes angewiesen. Der Koran und die
prophetische Tradition werden in dieser Sichtweise als
Instruktionen Gottes wahrgenommen, die Gott dem Menschen
verkündet, da dieser nicht in der Lage sei, von sich aus zu
erkennen, was gut und was schlecht für ihn ist.
Der Koran und die Sunna (prophetische Tradition) sind demnach
eine Art Bedienungsanleitung für das Funktionieren des
Menschen.“ S.73 „Manche Gelehrte interpretieren die islamische
Religion so, als ginge es lediglich um die Verherrlichung
Gottes. Sie berufen sich auf folgenden koranischen Vers: „Ich
habe den Menschen erschaffen und den Dschinn (ein Geistwesen)
nur deshalb erschaffen, damit sie mir dienen“.(Koran 51/56)
Dieses Verständnis von Religion kollidiert jedoch mit dem
Verständnis, dass Gott den Menschen bedingungslos aus seiner
Barmherzigkeit erschaffen hat, um seine Liebe mitzuteilen… .“
S.114
Jenseitsvorstellungen nach Khorchide: Nach Khorchide sind die
Höllen- und Paradiesvorstellungen des Korans kontextgebundene,
historisch geprägte Aussagen, die die unterentwickelten Menschen
im 7.Jahrhundert ansprechen. S.62-63 Mündigen Muslimen gehe es
„nicht um eine opportunistische Haltung, die lediglich darauf
zielt, die eigene Haut vor dem Höllenfeuer zu retten (…)“,
sondern um die Gemeinschaft mit Gott. S.218 Allen andere
unterstellt er Selbstanbetung. „Man belügt sich selbst, wenn man
behauptet, man verehre Gott durch Beten und Fasten, man aber in
Wirklichkeit nur in ein Paradies voller materieller Vergnügungen
kommen möchte.“ S.62 Geschickt schreibt er die verbreitete
Wahrnehmung des Jenseits unter Muslimen neben den Mutaziliten
lediglich den Aschariten zu, spricht bewusst nicht von den
Sunniten und meint anscheinend dadurch verheimlichen zu können,
dass seine Position zudem weder dem sunnitischen noch dem
schiitischen Jenseitsglauben entspricht.
Im Grunde widerspricht er damit dem Jenseitsbekenntnis aller
bekannten islamischen Strömungen einschließlich der der Ahl
as-Sunna, der Schia und der Mutazila etc. „Der Ansatz, den ich
hier vorstellen möchte, sieht im Jenseits -anders als die
Aschariten oder Mutaziliten tun- nicht nur ein Gericht, dessen
Ziel es ist, Gerechtigkeit wiederherzustellen, sondern darüber
hinaus eine Phase der Transformation, mit der die Menschen zur
ewigen Glückseligkeit , also in die Gemeinschaft mit Gott
gelangen, indem sie Gottes Barmherzigkeit in ihrer absoluten
Vollkommenheit erfahren und erleben. (…) Gott hat großes
Interesse daran, seine ursprüngliche Intention bei der Schöpfung
–nämlich Mitliebende zu haben, die er in seine Gemeinschaft
einschließt.“
S.50 „Die Hölle ist demnach kein Ort der Bestrafung oder der
Rache Gottes, sondern steht symbolisch für das Leid und die
Qualen, die der Mensch im Laufe dieses Transformationsprozesses
erlebt. Dabei begegnet er einerseits der unendlichen
Barmherzigkeit und Liebe Gottes. Dies versetzt ihn in Scham und
Demut, da ihm bewusst wird, dass er in seinem Leben Nein zu
dieser Liebe und Barmherzigkeit gesagt hat.“ S.50-51
„Der Versuch, das Jenseits als Ort der Vervollkommnung und
Transformation des Menschen zu verstehen, soll keineswegs das
wortwörtliche Verständnis von Paradies und Hölle als von
tatsächlich existierenden Orten ersetzen, sondern denjenigen ein
weiteres Interpretationsangebot bieten, die nicht aus Angst vor
einer Bestrafung bzw. Hoffnung auf eine Belohnung Gutes tun und
das Schlechte vermeiden, sondern, die bestrebt sind, sich in
ihrem Menschsein zu vervollkommnen und selbstlos Gutes zu tun.
Weiter zu Teil 2.
#Post#: 1387--------------------------------------------------
Re: Khorchide kurz vorm Abschuss
DIR By: KarlMartell
Date: April 13, 2013, 9:36 pm
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Fortsetzung:
Eine Lesart des Jenseits als Ort der Transformation macht den
Menschen ein Angebot, Gott nicht als Richter zu erfahren,
sondern ihn in seiner vollkommenen Barmherzigkeit zu erkennen.
Wer sich aber nur dann bzw. besser in der Lage sieht, das Gute
zu tun und sich vom Bösen abzuwenden, wenn er sich von einer
jenseitigen Strafe bedroht fühlt bzw. auf eine Belohnung im
Sinne materieller Vergnügung hofft, dem steht das Angebot, das
Paradies und die Hölle als tatsächlich existierende Orte im
materiellen Sinne zu verstehen, nach wie vor offen.“ S.56
Religionsverständnis nach Khorchide: Der Autor stellt das ganze
Konzept der Rolle und Aufgabe von Religion und der Welt als Ort
der Prüfung auf den Kopf. Nach islamischem Glauben sendet Gott
Propheten mit Büchern (religiösen Vorschriften) um die Menschen
zum rechten Weg zu leiten. Gläubige Menschen sollen diese
Glaubensüberzeugungen teilen und bestätigen und die Gebote,
Verbote, Werte etc. akzeptieren und praktizieren. Nach Khorchide
aber sei es eine „naive Vorstellung“ zu glauben, dass Gott
Instruktionen schicke, „um zu sehen, wer sich an sie hält und
wer nicht, um dann diejenigen, die ihm gehorchen, zu belohnen
und sich an den Ungehorsamen zu rächen. Diese Vorstellung wird
Gott in keiner Weise gerecht. Sie macht aus ihm einen Diktator,
der nur auf Gehorsam aus ist, der verherrlicht werden will und
nach Selbstbestätigung sucht. Die Beziehung zu solch einem
`Diktator-Gott` kann nur auf Angst basieren.“
S.63-64 „Der Gedanke Gott habe die Menschen erschaffen, weil er
verherrlicht oder angebetet werden wolle, macht aus Gott einen
von Minderwertigkeitsgefühlen geplagten, egoistischen
`Diktator`, der auf der Suche nach sich selbst ist. Das ist dann
aber nicht mehr Gott.“ S.70 „Es geht beim Gottesdienst somit
nicht um Gott, sondern um seine Schöpfung. Man dient Gott, indem
man seiner Schöpfung dient.“ S.115
Glaubensverständnis und das Jenseits für Nichtmuslime nach
Khorchide: Nach Khorchide spielt es für das Jenseits keine
Rolle, welcher Religion jemand zugehörig ist oder welche
Glaubensüberzeugung er teilt. Im Grunde ist die
Glaubensüberzeugung eines Menschen relativ unbedeutend, da es
nach Khorchide alleine auf das Handeln ankommt. Jeder barmherzig
und liebevoll handelnde Mensch ist als Medium Gottes Muslim,
auch wenn er explizit formuliert nicht an Gott glaubt. Hierbei
handelt es sich nicht um ein -wie von ihm behauptet- aus dem
Zusammenhang gerissenes Zitat, vielmehr zieht sich dieser
Gedankenstrang konsequent durch das ganze Buch.
„Und wer den Glauben leugnet, dessen Werk-Handlung-Tat ist
zunichte geworden. und im Jenseits gehört er zu den Verlierern.“
Koran 5/5. „Der Gerichtstag als Ort der Abrechnung mit den
‚Ungläubigen‘ lässt hier auf der Erde ein Gefälle zwischen
Muslimen und Nichtmuslimen entstehen. Muslime und Nichtmuslime
können sich nach der Vorstellung der traditionalistischen
islamischen Theologie nicht auf Augenhöhe begegnen, da,
unabhängig von ihren jeweiligen Handlungen, heute schon
feststeht, wer der ‚Gewinner‘ und wer der ‚Verlierer‘ sein wird.
Gott aber interessiert sich nicht für Überschriften wie
‚Muslim‘, Christ‘, ‚Jude‘, ‚gläubig‘, ‚ungläubig‘ usw., Gott
geht es um den Menschen selbst, um seine Vervollkommnung, damit
er ihn für sich, für seine ewige Gemeinschaft gewinnen und ihn
in sie aufnehmen kann.
Entscheidend dabei ist, ob der Mensch dieses Angebot annimmt
oder nicht. Die Hölle ist nichts anderes als der Zustand, in dem
sich derjenige befindet, der Nein zu Liebe und Barmherzigkeit,
der Nein zur Gottesgemeinschaft sagt.“ S.57-58
„Die Vorstellung vom Gerichtstag als Ort der Offenbarung der
Barmherzigkeit Gottes und der Wahrheit des Menschen selbst
bietet hingegen keine Grundlage für ein derartiges Machtgefälle
zwischen den Menschen. Der Gerichtstag im Sinne einer
Offenbarung der Barmherzigkeit Gottes soll uns nicht in
Schrecken versetzen, sondern uns hoffen lassen –und zwar alle,
egal WELCHER RELIGION ODER WELTANSCHAUUNG WIR FOLGEN. Gott will
letztendlich alle in seine Gemeinschaft aufnehmen, bis auf
diejenigen, die Nein zu seiner Liebe und Barmherzigkeit, Nein zu
seiner Gemeinschaft sagen. Er ist wie der liebende Vater oder
die liebende Mutter, die ihren Kindern alles Liebe der Welt
wünschen.“
S.59-60 „Einige sagen: „Ich strenge mich die ganze Zeit an,
vermeide diesen oder jenen Genuss im Leben, und am Ende ist Gott
zu mir genauso barmherzig, wie zu denen, die alles genossen
haben?!“ Dieses Argument bringt eine gewisse Unzufriedenheit mit
zum Ausdruck: Man empfindet es als Last, nicht zu sündigen, man
ist nicht ganz davon überzeugt, der Verzicht auf Sünden kommt
nicht von Herzen. Ein Freund von mir, der in einem arabischen
Land als muslimischer Gelehrter arbeitet, erzählte mir von einem
Engländer, der mit sechzig Jahren den Islam annehmen wollte. Er
ging zu einem Imam und fragte ihn, ob er den Islam annehmen
könne. Der Imam verneint dies.
Der Engländer war sehr enttäuscht und kam nach langer
Verzweiflung zu meinem Freund und stellte ihm dieselbe Frage.
Mein Freund sagte ihm, natürlich könne er sofort zum Islam
übertreten. Als mein Freund den Imam zur Rede stellte, sagte
dieser: „Der Mann ist sechzig Jahre alt, er hat alles im Leben
genossen, schöne Mädchen, Alkohol, und nun soll er mit mir ins
Paradies kommen, der ich nichts davon gehabt habe, was er
lebenslang genossen hat?! Das geht nicht!“ S.67-68 Salafisten
und alle extremistischen Muslime gelten bei Khorchide nämlich
als Kafir, die Nein zur Liebe und Barmherzigkeit Gottes sagen
und damit direkt in die Hölle kommen. „Gerade Salafisten und
andere Fundamentalisten und Extremisten, die im Namen ihres
Glaubens Hass und Unfrieden auf Erden verbreiten, sind nichts
anderes als kafirun.“ S.91
„Der Mensch ist ein Medium der Verwirklichung göttlicher Liebe
und Barmherzigkeit durch sein freies handeln. Gott und Mensch
arbeiten Seite an Seite, um Liebe und Barmherzigkeit als gelebte
Wirklichkeit zu gestalten. (…) Der Mensch, die die Einladung
Gottes zu Liebe und Barmherzigkeit annimmt und bereit ist, ein
Medium der Verwirklichung göttlicher Intention zu sein, ist ein
Muslim. Islam ist die Annahme der Liebe und Barmherzigkeit
Gottes.“ S.85
„Ich möchte versuchen, eine Vorstellung vom Islam jenseits eines
dogmatischen Verständnisses zu vermitteln, in dem es lediglich
um die Frage nach den richtigen Glaubenssätzen geht.
Fundamentalisten haben sich in der Frage verloren, woran ein
Muslim glauben muss, und ihre Liste beschränkt sich keineswegs
auf die sechs Glaubensgrundsätze (Gott, Engel, Bücher,
Propheten, Wiederauferstehung und Vorherbestimmung), sondern es
kommen noch viele Glaubenssätze dazu, wie der Glaube an die
Rechtschaffenheit aller Gefährten des Propheten, der Glaube an
die Fürbitte des Propheten am Tag des Gerichts, der Glaube an
eine Brücke, die über die Hölle geht, der Glaube an die Schau
Gottes im Jenseits, der Glaube an die Existenz einer Waage am
Tag des Gerichts usw.“ S.86
„Der traditionellen islamischen Lehre nach muss sich jeder
Muslim und jede Muslimin zu den islamischen Glaubensgrundsätzen
bekennen. Diese bilden die so genannte islamische `Aqida.“ S.209
„Ein Verständnis von Glückseligkeit, das diese lediglich von den
richtigen Glaubenssätzen abhängig macht, hat sich bis heute mehr
oder weniger umfassend durchgesetzt. Dieses Verständnis steht
jedoch im Widerspruch zu den koranischen Aussagen.“ S.211
„Die Verwirklichung von Gottes Liebe und Barmherzigkeit auf der
Erde verliert ihre zentrale Bedeutung, wenn wir den Islam auf
Glaubenssätze oder auf das Glaubensbekenntnis reduzieren. Nach
der oben dargestellten Definition des Islam ist jeder, der sich
zu Liebe und Barmherzigkeit bekennt und dies durch sein Handeln
bezeugt, ein Muslim, AUCH WENN ER NICHT AN GOTT GLAUBT, denn
Gott geht es nicht um die Überschriften `gläubig` oder
`nichtgläubig`. Gott sucht nach Menschen, durch die er seine
Intention, Liebe und Barmherzigkeit, verwirklichen kann;
Menschen, die bereit sind, seine Angebote anzunehmen und zu
verwirklichen. Und umgekehrt ist jeder, der meint, an Gott zu
glauben, jedoch Liebe und Barmherzigkeit nicht durch sein
Handeln bezeugt, kein Muslim.“ S.87-88
Khorchide ist nicht nur mutig bei der Kritik der
Glaubensgrundsätze der Muslime, vielmehr wirft er ihnen vor den
Islam im Grunde seit Muawiya falsch verstanden und ausgehöhlt zu
haben. Lediglich die Fassade der Religion des Propheten sei
heute übrig geblieben. „Von dem Islam Muhammads“ sei „heute
kaum etwas geblieben.“ S.212. Schließlich etikettiert er mehr
oder weniger die praktizierte Form des Islam in Deutschland mit
konservativ und setzt diesen dem Salafismus gleich. „Wie konnte
es passieren, dass sich einige dieser Positionen nicht nur in
salafistischen Milieus verbreitet haben, sondern auch in anderen
islamischen Kreisen, die man heute als „konservativ“
bezeichnet?! Ich wundere mich immer wieder über Muslime, die
darauf beharren, dass Gott im Islam nicht der absolut
Barmherzige ist, sondern auch der zornige und der bestrafende
Gott sei,, während der „liebende“ Gott der christliche Gott
sei.“ S.216-217
Für jemanden der das Glaubensbekenntnis hybridisiert und
normativ diesen auf das barmherzige Verhalten verlagert,
gleichzeitig die Höllenstrafen de facto negiert und
verniedlicht, argumentiert er in dieser Kausalkette folgerichtig
und plausibel. Und auch in diesem Gedankengang schließt sich nun
der Kreis, da er mich persönlich zuvor auf www.islam.de als
konservativen Vertreter des Islam den Salafisten gleichgestellt
hatte, die er ja bekanntlich als kafir bezeichnet. Gleichzeitig
braucht man nach unserem Autor kein Muslim im herkömmlichen Sinn
zu sein, um ins Paradies und in die „Gemeinschaft Gottes“ zu
kommen. Das Paradies des Koran steht nach Khorchide auch allen
Christen, Atheisten etc. zu, nur nicht den Salafisten und allen
ihnen gleichgestellten bösen konservativen Muslimen.
Abschließende Bewertungen Ein Buch mit solch gewagten Thesen zu
verfassen, verlangt von jedem Autor eine klare Vertiefung in die
islamische Theologie und viel intensivere Auseinandersetzung mit
der reichhaltigen islamischen Wissenschaftstradition voraus, als
dies in diesem Buch geboten wird. Diesem Wunsch liegt freilich
der Gedanke zu Grunde, dass auch diese Kompetenzen bei dem Autor
vorhanden sind. Schließlich betont Khorchide immer wieder, dass
er sein Buch als islamischer Theologe schreibt und ist bei
seiner Kritik an die Muslime auch kein bisschen bescheiden oder
demütig. An dieser Stelle wäre nach der wissenschaftlichen
Qualifikation von Prof. Khorchide zu fragen. Soweit ich
informiert bin, hat er weder einen Master, noch eine
Dissertation im Bereich der islamischen Theologie.
Beide Abschlüsse hat er im Bereich der Soziologie und
Wirtschaftswissenschaften der Universität Wien zu Themen des
islamischen Religionsunterrichts und der Integration erlangt.
Die Suche nach einer Habilitation ist ebenfalls eine ganze
Fehlanzeige. Lediglich über einen B.A. Fernstudium einer
Universität in Beirut verfügt unser Autor. Zudem hat Dr.
Khorchide keine Professur im Bereich der Kerndisziplinen der
islamischen Theologie, sondern der islamischen
Religionspädagogik an der Universität Münster.
Wenn jemand mit diesen Abschlüssen und solch einer bescheidenen
theologischen Ausbildung, so weitreichende Thesen in der
Gründungsphase der islamischen Theologie in Deutschland
aufzustellen vermag, stellt sich bei mir die Frage: Wie kommt
das? Woher dieser Übermut und diese Selbstüberhebung? Wo bleibt
die von ihm in seinem Werk viel gepredigte menschliche
Bescheidenheit und die wissenschaftliche Mäßigung?
Einzig der Fußnotenapparat in seinem Buch ist mehr als
bescheiden. Von einem Beamten, der auch mit den Steuergeldern
der Muslime finanziert wird, hätte ich mehr Takt und vor allem
noch mehr wissenschaftliche Tiefgründigkeit für eine solche
revolutionäre, humanistische und aufgeklärte Theologie -so
jedenfalls die unbescheidene Selbstzuschreibung Khorchides-
erwartet. Jeder kann glauben, was er möchte.
In diesem Land besteht Gott sei Dank im Gegensatz zu manch einem
islamisch bezeichneten Staat die Religionsfreiheit. Jeder kann
auch zu religiösen Positionen jede Meinung vertreten und
wissenschaftlich zu begründen versuchen, hier gilt die Meinungs-
und Wissenschaftsfreiheit. Unislamische Glaubensüberzeugungen
mit der Autorität und der Würde eines Professorentitels an einer
Universität und der Unterstützung von nichtmuslimischen
Vertretern der Medien als islamisch zu etikettieren und dies den
Muslimen als den wahren Islam aufdrücken zu wollen, kann und
werde ich jedoch nicht akzeptieren.
Extremistische und gewaltverherrlichende Positionen werden wir
ebenso konsequent verurteilen, wie auch bevormundende sogenannte
Liberalisierungs- und Verniedlichungstendenzen des Islam durch
Beamte des Staates, die den Islam tatsächlich aushöhlen und
hybridisieren. Zum Abschluss möchte ich Prof. Khorchide mit
seinen eigenen Worten aufrufen darüber nachzudenken, inwieweit
das von ihm in seinem Buch favorisierte Verständnis von Glaube,
Gott, Jenseits und Religion noch islamisch ist, und inwiefern
dies eine einseitige Aufgabe religiöser Überzeugungen zugunsten
der Hingabe an den Zeitgeist darstellt.
„Es wäre ja mehr als schade, wenn man sein Leben lang einen Gott
anbetet, der sich am Ende als eine Projektion herausstellt und
mit Gott selbst so gut wie nichts zu tun hat. Dann hat man
eigentlich alles verloren, und alles ist dann umsonst gewesen:
Man hat sich das ganze Leben nur um sich selbst gedreht und mehr
oder weniger seine eigene Vorstellung angebetet: „Sollen wir
euch Menschen sagen, wer die größten Verlierer sind? Das sind
diejenigen, deren Eifer umsonst war, während sie glaubten, das
Richtige zu tun.“ S.145
Avni Altıner
Vorsitzender der Schura-Niedersachsen
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