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#Post#: 1256--------------------------------------------------
Was hat die Türkische-Gemeinde vom NPD-Verbot?
DIR By: Kater Karlo
Date: March 25, 2013, 5:43 am
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Das unsägliche Hetzblatt Turkishpress.de ist wieder online.
Wie ich finde, gehen sie hier eindeutig zu weit:
Was hat die türkische Gemeinde vom NPD-Verbot? Gar Nichts!
Welche Vorteile hat die türkische Gemeinde in Deutschland, wenn
die NPD verboten wird? Weder verschwindet der Rechtsextremismus
in Deutschland noch die Vorurteile in den Köpfen der Deutschen.
Stattdessen wäre eine andere Maßnahme viel sinnvoller.
von Kamuran Sezer 1
Mit der Ankündigung des FDP-Vorsitzenden, Philipp Rösler, sich
gegen ein NPD-Verbotsverfahren durch die Bundesregierung zu
stellen, hat er eine erneute Diskussion über den Umgang mit der
rechtsextremistischen NPD ausgelöst. Schnell wurde sein
gemeinsamer Vorstoß mit den anderen FDP-Bundesministerinnen und
-ministern, zum Teil sehr scharf aber auch überzogen,
kritisiert: Manche Karikaturisten im Lande haben den aus Vietnam
stammenden FDP-Chef als einen “Kameraden” der Neonazis
dargestellt, die ihm für seinen Einsatz danken. Auch in der
türkischen Gemeinde ist die ablehnende Haltung der FDP gegenüber
einem Verbot der NPD auf Kritik und Unverständnis gestoßen. Aber
- wieso eigentlich!?
Denn das NPD-Verbot verbessert nicht die unmittelbare
Sicherheitslage der türkischen Gemeinde in Deutschland vor
rechtsextremistischen Übergriffen. Auch wird mit dem Verbot der
NPD die Mehrheitsgesellschaft, in deren Mitte sich in den
vergangenen Jahren Xenophobie und Islamophobie verbreitet hat,
in Sachen Vielfalt und Toleranz gegenüber der türkischen
Gemeinde nicht einsichtiger. Eine rechtsextremistische
Organisation zu verbieten ist lediglich eine Schönheitskorrektur
einer Gesellschaft, die sich eigentlich ernsthaft mit Xenophobie
und Islamophobie auseinandersetzen müsste.
Gerade die türkische Gemeinde in Deutschland müsste doch am
Besten wissen, wie unnütz und wirkungslos Parteiverbote sind.
Die “Saadet Partisi” von heute, die der Milli Görüs-Bewegung
zugeordnet wird, ist aus der verbotene “Fazilet Partisi”
hervorgegangen, die wiederum aus der davor verbotenen “Refah
Partisi”, die wiederum ihren Ursprung aus der ebenfalls
verbotenen “Milli Selamet Partisi” hat. Die kurdische Partei
“BDP” ging aus dem verbotenen “DTP” hervor, die wiederum aus der
“DTH” hervorgegangen ist. Im Übrigen - die BDP setzt sich aus
unabhängigen kurdischen Parlamentariern zusammen, die ihre
Wahlkreise direkt gewonnen haben, und sich nach Einzug in das
türkische Parlament als Fraktion zusammengeschlossen haben. So
hat die BDP den Verbot einer weiteren kurdischen Partei in der
Türkei umgangen.
Der politische Diskurs ist die bedeutendste Waffe im Kampf gegen
Extremismen
Insofern ist das NPD-Verbot eine dumme Idee! Dies gilt umso
mehr, weil eine gut funktionierende Demokratie nicht auf
Verboten sondern auf einer wehrhaften Gesellschaft aufbaut,
deren Mitglieder und Institutionen sich extremistischen
Tendenzen entgegenstellen. Dabei ist das geschriebene wie
gesprochene Wort weitaus wichtiger als Verbote von Gruppen und
Organisationen, die von politischen und juristischen Eliten
ausgerufen werden.
Will man den Rechtsextremismus, der in die Seele der türkischen
Gemeinde in Deutschland tiefe Narbe gerissen hat, ernsthaft
bekämpfen, dann sollte das Verbot seiner Organisationen das
allerletzte Mittel der Demokratie sein. Statt des Verbots
schlägt die FDP unter anderem die Reform der
Sicherheitsstrukturen vor: “Und wir müssen die Lehren aus den
Verbrechen des NSU ziehen und die Sicherheitsstrukturen
reformieren. Damit wir rechtsextreme Umtriebe frühzeitig
erkennen und konsequent verfolgen können.”
[
HTML http://www.fdp.de/files/1463/Flugblatt_NPD-Verbot.pdf]
Ja! Eine
Reform der Sicherheitsstrukturen wäre nicht nur wirkungsvoller
als jedes Verbot, es wäre auch der richtige Schritt, um die
deutsche Demokratie wieder zu stärken.
Ein Beamter erfüllt mich mit mehr Sorgen als ein Neonazi
Und es muss mehr geschehen! Die größte Gefahr für die türkische
Gemeinde in Deutschland ist nicht am Rande der deutschen
Gesellschaft zu finden, sondern in ihrer Mitte! Ich wurde in
meinem Leben ein oder zwei Mal von Neonazis unangenehm bedrängt.
Aber Beamte, die mir nicht die richtigen Unterlagen gereicht
haben, Vermieter, die plötzlich mitteilten, dass die Wohnung
anderweitig vergeben wurde, Personalentscheider, die mich für
mein gutes Deutsch gelobt haben, haben mir mehr geschadet als
jeder Fausthieb und Tritt eines Neonazis tun könnte.
Wenn die türkische Gemeinde den Rechtstexremismus in Deutschland
ernsthaft bekämpfen will, dann ist der Ruf nach einem
Parteiverbot ein Kurzsichtiger. Vielmehr muss sie den Weg der
Konfrontation und des politischen Diskurses gehen. Sie muss
politischen Druck und mit ihrem vorhandenen Kapital Einfluss auf
die politische und ökonomische Elite dieses Landes ausüben. Und
viel wichtiger: Jede und jeder wahlberechtigte Türkin und Türke
in diesem Land besitzt das Wertvollste, die in einer echten
Demokratie existieren könnte: eine Stimme, nach der die Parteien
mit Blick auf die Land- und Bundestagswahlen gieren.
Ein Experiment wagen: Bitte wählen Sie dieses Jahr nicht die
SPD!
Sie glauben mir nicht und winken ab!? Dann lassen Sie uns
gemeinsam ein Experiment wagen: Teilen Sie ihrem Umfeld aber
besonders der SPD in ihrem Wohnort mit, dass sie bei diesen
Bundestagswahlen dieses Jahr nicht die SPD wählen werden, sofern
Thilo Sarrazin, der für die Xenophobie und Islamophobie die Tür
in die Mitte der deutschen Gesellschaft noch weiter geöffnet
hat, nicht aus der SPD ausgeschlossen wird.
Je stärker dieser Satz sich verbreitet und von der SPD immer
öfter gehört wird, umso größer wird der Druck auf die SPD zu
handeln. Und ich verspreche Ihnen, Thilo Sarrazin wird aus der
SPD ausgeschlossen!
Der weitere positive Effekt ihrer Haltung, die SPD dieses Jahr
nicht zu wählen ist, dass Sie für andere Parteien attraktiver
werden. Sie werden sich um sie kümmern und um ihre Stimme
buhlen. Und sie werden ein Ohr dafür haben, was sie bedrückt.
Sagen Sie es: Dieses Jahr werde ich die SPD nicht wählen, wenn
Thilo Sarrazin Mitglied dieser Partei ist. Und lassen Sie sich
dabei nicht von anderen Türkinnen und Türken irritieren, die
Ihre Haltung relativieren oder verharmlosen wollen.
Gelingt das Experiment, dann wird der Gewinn für uns, der
türkischen Gemeinde in Deutschland, weitaus größer und
bedeutender sein, als wir uns es vielleicht vergegenwärtigen
können: nämlich die Erkenntnis, dass wir nicht auf den
Vaterstaat warten müssen, um unsere Ziele zu erreichen, sondern
bereits jetzt über die Möglichkeiten und Fähigkeiten verfügen,
unsere Interessen wirkungsvoll durchzusetzen.
HTML http://www.turkishpress.de/de/news/22032013/was-hat-die-tuerkische-gemeinde-vom-npd-verbot-gar-nichts/4478<br
/>
#Post#: 1257--------------------------------------------------
Interessant
DIR By: Kater Karlo
Date: March 25, 2013, 6:02 am
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Es ist bekannt, dass sich türkische Rechtsextreme unter dem
Mantel des Menschen mit Migrationshintergrund, der sich
politisch engagieren will, in demokratische Parteien
einschleichen. Es gab schon regelrechte Unterwanderungsversuche.
Auf deutsch reden sie dann getreu nach demokratischer
Parteilinie und auf türkisch hetzen sie. Weil ihre
deutschstämmigen Kollegen sie nicht verstehen und sich
eigentlich auch nicht dafür interessieren ist die Gefahr, dass
sie auffliegen gering. Der Fall von Frau Kalkin wäre der bisher
brisanteste Fall eines solchen Grauen-Wolf-U-Boots, aber wir
wollen Frau Kalkin einfach mal nur Unbedarftheit und Unvorsicht
unterstellen, sofern die Vorwürfe zutreffen.
Des weiteren versuchen die grauen Wölfe auch zunehmend in
deutschsprachigen Medien ihre Verharmlosungs- und
Relativierungsstrategie durchzuführen. Insbesondere das
"Informationsportal" turkishpress.de tut sich immer wieder mit
verharmlosenden Berichten zu den grauen Wölfen hervor und wirbt
um Teilhabe dieser. Verantwortlich für turkishpress.de ist Nabi
Yücel der schon in der Vergangenheit als Verharmloser der Grauen
Wölfe aufgetreten ist und der sich u. a. auf Facebook in
nationalistischen und Anti-Armenischen Gruppen engagiert. U. a.
ist er auch Verfasser einer Petition, die vom Bundestag die
Rücknahme des Beschlusses bezüglich des Völkermordes an den
Armeniern fordert. Er ist auch maßgeblich engagiert bei
politikcity.de, ein teilweise deutsch- teils türkischsprachiges
politisches Diskussionsforum in welchem sich zu einem
beachtlichen Teil mutmaßliche Mitglieder und Sympathisanten der
Grauen Wölfe aufhalten und die Diskussion bestimmen. Ihre
vorherrschenden Themen sind die Ehre der Türkei, jegliches
Ablehnen von Integration, Leugnung des Völkermordes an den
Armeniern und Hetzen gegen Juden und Kurden.
weiterlesen über türkischen Rechtsextremismus:
HTML http://haydars.blog.de/2011/06/18/woelfe-schafspelz-11337507/
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