DIR Return Create A Forum - Home
---------------------------------------------------------
Station13
HTML https://station13.createaforum.com
---------------------------------------------------------
*****************************************************
DIR Return to: Artikel aus der Presse
*****************************************************
#Post#: 319--------------------------------------------------
Interreligiöses Fest anlässlich "100 Jahre
Islamgesetz"
DIR By: Ben
Date: June 18, 2012, 5:39 am
---------------------------------------------------------
Kärnten: Interreligiöses Fest anlässlich "100 Jahre Islamgesetz"
Bischof Schwarz würdigte bei Feier im Klagenfurter Konzerthaus
"gutes Miteinander" im Land
18.06.2012
Klagenfurt, 18.06.2012 (KAP) Mit einem interreligiösen "Fest des
Dialogs" ist am Samstag in Kärnten das 100-jährige Bestehen des
Islamgesetzes in Österreich gefeiert worden. Zum Fest im
Klagenfurter Konzerthaus hatte die "Islamische
Glaubensgemeinschaft in Österreich" (IGGiÖ) geladen. Der
Kärntner Bischof Alois Schwarz bekundete dabei Dankbarkeit für
die "enge Zusammenarbeit" und das "gute Miteinander" im Land. Er
erinnerte daran, dass Österreich mit dem Islamgesetz in der
Europäischen Union eine Sonderstellung einnimmt. Er empfahl auch
anderen Ländern ein solche Regelung.
Laut einer Aussendung des Büros von Landeshauptmann Gerhard
Dörfler erklärte IGGiÖ-Ehrenpräsident Annes Schakfeh, Österreich
könne sich rühmen, mit dem Islamgesetz "Pionier" zu sein. "Wir
honorieren diese Anerkennung mit Loyalität zur Gesellschaft", so
Schakfeh. IGGiÖ-Präsident Fuat Sanac dankte für die Möglichkeit
des gemeinsamen Feierns.
Als Kärntner ein Muslim zu sein, sei kein Widerspruch: "Ich
fühle mich als Kärnter. Zu meiner Identität gehört auch, dass
ich gebürtiger Bosnier bin", sagte der Präsident der IGGiÖ
Kärnten, Esad Memic, laut einem Bericht von "ORF On". Er fühle
sich auch "als Muslim, als Europäer, als Kosmopolit". All diese
Identitäten schlössen einander nicht aus. Ziel sei ein gutes
Miteinander: Man sei nicht hier, um die vorherrschende Kultur zu
verdrängen, sondern um diese noch "reicher und schöner" zu
machen.
Der evangelische Superintendent Manfred Sauer betonte beim Fest,
Anerkennung und Gleichberechtigung sollten dazu führen, "offen
aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen". Dies gelinge
in Kärnten auf eindrucksvolle Weise. Und der Großmufti von
Slowenien, Nedzad Grabus, hob hervor, dass man diesbezüglich in
Österreich "positiv in die Zukunft schauen" könne.
Landeshauptmann Dörfler betonte in seiner Festrede laut ORF:
"Alle Religionen, alle Menschen, alle Ethnien haben dann Platz,
wenn sie die Liebe, den Frieden, das Miteinander der Integration
und das Verständnis in den Vordergrund stellen."
In Österreich ist der Islam seit 1912 als Religionsgemeinschaft
anerkannt. Das Gesetz sichert Muslimen Selbstbestimmung zu.
Eingeführt wurde es, weil mit Bosnien auch rund 600.000 Muslime
Teil von Österreich-Ungarn geworden waren. U.a. wurde den
bosnischen Muslimen in der K.u.K.-Armee die Betreuung durch
Imame ermöglicht. (Infos: www.derislam.at)
HTML http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/47590.html
*****************************************************
Page 1 of 1