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       #Post#: 316--------------------------------------------------
       Im Namen Allahs
   DIR By: Ben
       Date: June 17, 2012, 9:24 am
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       Im Namen Allahs
       Islamische Streitschlichter praktizieren in Deutschland ein
       Familienrecht, das sich an der
       Scharia orientiert – zu Lasten betroffener Frauen. Von Joachim
       Wagner
       Wagner, 68, promovierter Jurist, war stellvertretender
       Leiter des ARD-Hauptstadtstudios.
       Mit dem islamischen Familienrecht
       setzt er sich auch in der Taschenbuchausgabe
       seines Buchs „Richter ohne
       Gesetz. Islamische Paralleljustiz gefährdet
       unseren Rechtsstaat“ auseinander.
       Sie erscheint im Herbst bei Ullstein.
       Wer seine Wohnung günstig einrichten
       will oder wer als Muslim
       Ärger mit seiner Tochter hat,
       geht in Recklinghausen zu „Möbel Demir“.
       In einer 400 Quadratmeter großen
       Halle hat der 61-jährige Libanese Haj Nur
       Demir gebrauchte Schreibtische, Waschmaschinen
       und Sessel aus Haushaltsauflösungen
       zusammengetragen. Der Möbelhändler,
       groß, schlank, grauhaarig mit
       Schnauzer, strahlt Autorität aus. Die hilft
       ihm in seinem Zweitberuf.
       Seit 1972, so schätzt Demir, hat er in
       Deutschland und im Libanon mehr als
       2000 Konflikte in muslimischen Familien
       geschlichtet. Manchmal gibt Demir nur
       am Telefon eine Auskunft, manchmal
       muss er sich zwischen Prügelnde werfen.
       Hilfe suchen bei Demir vor allem verlassene
       verlassene
       Ehemänner oder Väter zerstrittener
       Paare. Oft klagen sie über ihre Frauen
       oder Töchter, Musliminnen, die gegen
       Prügel aufbegehren oder aus einem Ehekäfig
       ausbrechen wollen, auch wenn sie
       Kinder haben.
       Demir spricht zuerst mit den Vätern,
       danach mit den Eheleuten selbst. Sein
       oberstes Ziel, sagt Demir, sei es, die Einheit
       der Familie zu retten. Dem Mann
       mache er klar, dass er seine Frau besser
       behandeln und auf Gewalt verzichten
       müsse. Der Frau verdeutliche er, dass sie
       als Geschiedene mit Kindern in ihrem Milieu
       keinen Mann mehr bekommen werde.
       Am Ende seiner Missionen kehre die
       Frau meist zu ihrem Gatten zurück.
       Demir hat Autorität, aber keinerlei juristische
       Ausbildung. Männer wie er haben
       in Deutschland in den vergangenen
       Jahren eine parallele Familiengerichtsbarkeit
       etabliert. Imame, Streitschlichter und
       sogenannte Friedensrichter sind aktiv, bevor
       deutsche Gerichte überhaupt eingeschaltet
       werden. Sie schließen und scheiden
       Ehen, sie schlagen Regeln für das Sorgerecht
       vor. Und sie versuchen, Frauen
       und Mädchen, die gegen ihre Familie aufbegehren,
       zur Rückkehr oder zum Bleiben
       zu bewegen.
       Migranten aus der Türkei und aus arabischen
       Ländern importierten die Schlichtung
       nach Deutschland. Sie folgt einer
       jahrtausendealten islamischen Rechtstradition,
       die im Brauchtum und im Koran
       wurzelt. Bei einem Ehezwist etwa fordert
       der Koran „einen Schiedsrichter aus seiner
       Familie und einen Schiedsrichter aus
       ihrer Familie“.
       Eine ähnliche Schlichtungstradition haben
       auch Jesiden, Roma und Albaner.
       Manchmal gibt es monatelange Friedensgespräche,
       bevor der Schlichter eine Entscheidung
       fällt, sie wirkt dann wie ein
       Gerichtsurteil: Eine ins Frauenhaus geflüchtete
       Tochter kehrt zu den Eltern zurück
       und darf eine Ausbildung beginnen,
       eine schwangere Tochter muss heiraten
       und zur Familie des Freundes ziehen, um
       die Ehre zu retten.
       Das alles geschieht weitgehend unbemerkt
       von der Öffentlichkeit. In der vergangenen
       Woche sorgten die Sicherheitsbehörden
       für Schlagzeilen, als sie gegen
       radikale Islamisten vorgingen. Innenminister
       Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte:
       „Salafisten verfolgen das Ziel, den demokratischen
       Rechtsstaat zugunsten einer
       Ordnung, die nach ihren Maßstäben
       ,gottgewollt‘ ist, zu überwinden.“ In einem
       Gottesstaat wollen die Salafisten die
       Scharia anwenden.
       Menschen wie der Schlichter Demir
       kämpfen nicht aggressiv gegen den
       Rechtsstaat oder die Verfassung. Aber
       verträgt sich ihre Paralleljustiz mit dem
       Grundgesetz? Die Schattenrichter schützen
       vor allem die patriarchalischen Strukturen
       einer Kultur, deren Verfechter sich
       nicht wirklich in Deutschland integrieren
       wollen. Die meisten Streitschlichter tolerieren,
       dass Grundrechte der Frauen eingeschränkt
       werden. Und sie drängen die
       Frauen, diese Zwänge zu akzeptieren.
       Arnold Mengelkoch, Migrationsbeauftragter
       von Berlin-Neukölln, kennt die
       „informelle islamische Familiengerichtsbarkeit“
       in seinem Stadtteil. Er vermutet,
       dass 10 bis 15 Prozent der Muslime aus
       dem konservativ-religiösen Milieu ihre
       Familienkonflikte so lösen. „Es gibt zwei
       Rechtskreise“, sagt Sabine Scholz, Flensburger
       Anwältin für Familienrecht, „einen
       deutschen und einen islamischen, der
       die Frauen benachteiligt.“
       Für manche muslimische Einwanderer
       ist das islamische Recht wichtiger als das
       deutsche. Der Erlanger Islamrechtler Mathias
       Rohe stieß in seinen Feldstudien auf
       Fälle, „in denen muslimische Beteiligte
       zum Beispiel Eheschließungen oder Ehescheidungen
       ausschließlich nach traditionell-
       islamischen Normen vorgenommen
       haben“. Einige Muslime misstrauten staatlichen
       Instanzen, sagt Jurist Rohe, der
       sich als Vermittler zwischen islamischer
       und deutscher Rechtskultur versteht.
       Manche versuchten, „eine religiöse Parallelstruktur
       zu errichten, weil sie sich nicht
       den Institutionen eines säkularen, nichtislamischen
       Staats unterwerfen wollen“.
       So kommt es, dass Imame und Streitschlichter
       in Berlin, Nordrhein-Westfalen
       oder Schleswig-Holstein jeden Tag das
       Recht der Scharia anwenden – obwohl es
       teilweise mit dem Grundgesetz und dem
       Familienrecht kollidiert. Das islamische
       Recht benachteiligt vor allem die Frauen:
       ‣ Sie dürfen keinen Nicht-Muslim heiraten;
       ‣ bei einer Schlichtung hat die Einheit
       der Familie Vorrang vor dem Selbstbestimmungsrecht
       der Frau, auch bei Gewalt;
       ‣ bei einer Scheidung bleibt der Mann
       der alleinige Vormund für die Kinder;
       ‣ Vielehen und Ehen mit Minderjährigen
       sind erlaubt; nach deutschem Recht
       dürfen 16-jährige Mädchen nur mit Einwilligung
       des Familiengerichts heiraten.
       Manchmal nehmen es die muslimischen
       Richter selbst aber mit der Scharia
       nicht so genau: Zwangsehen lehnt das islamische
       Recht ab, sie haben ihre Wurzeln
       in überkommenen Traditionen.
       Doch oft haben Geistliche kein Problem
       damit, auch minderjährige Mädchen zu
       verheiraten – selbst gegen deren Willen.
       Bei der Frauenschutzorganisation Terre
       des Femmes melden sich immer wieder
       14- und 15-jährige Mädchen vor allem mit
       kurdischem und albanischem Hintergrund,
       die religiös verheiratet werden sollen.
       Nach der aktuellen Studie des Bundesfamilienministeriums
       über „Zwangsverheiratung
       in Deutschland“ waren 53
       Prozent aller, die nur religiös getraut wurden
       oder werden sollten, jünger als 18
       Jahre. Rosa Halide M., die ein Schutzhaus
       für muslimische Mädchen in Stuttgart leitet,
       hat es „noch nie erlebt, dass ein Imam
       eine Zwangsehe verhindert hat“. Eine
       Vertreterin von Terre des Femmes urteilt:
       „In den allermeisten Fällen ist der Imam
       nur ein weiteres Druckmittel der Familie,
       um das Mädchen zur Heirat zu bewegen.“
       Der islamische Theologe Ferid Heider,
       33, aus Berlin, Sohn eines Irakers und einer
       Deutsch-Polin, ist eine Ausnahme. Er
       lege Wert auf einen „moderaten Islam“,
       sagt er in einer Hinterhofmoschee im
       Wedding zwischen Gebetsraum, Bäckerei
       und Stapeln religiöser Bücher. Er wolle
       mit der Tradition der Zwangsehe brechen.
       Da eine solche Ehe „selten eine Zukunft
       hat“, versuche er vor der Hochzeit mit
       der Frau allein, ohne Eltern, zu sprechen
       und sie vor einer Zwangsehe zu warnen.
       Dennoch steht auch für Heider der Wille
       der Eltern über dem der Eheleute. Gerade
       hat er einer Somalierin davon abgeraten,
       gegen den Wunsch ihres Vaters einen
       deutschen Konvertiten zu heiraten.
       Nach der Scharia wäre die Ehe erlaubt.
       Doch Heider sagt: „Man darf nicht nur
       darauf abstellen, was islamrechtlich möglich
       ist, sondern muss auch die gesellschaftlichen
       Folgen einbeziehen.“ Der Vater
       wollte, dass seine Tochter einen Cousin
       heiratet.
       Heider sagt, er rate den Paaren immer,
       auch standesamtlich zu heiraten, aber viele
       Ehen zwischen Muslimen werden nur
       islamisch geschlossen. Insider wie die
       Neuköllner Familienberater Kazim Erdogan
       und Abed Chaaban schätzen den Anteil
       der Imam-Ehen in ihrem Bezirk auf
       10 bis 20 Prozent.
       Für viele Frauen ist das eine Falle, denn
       juristisch gelten sie so als nicht verheiratet.
       Sie können keinen Anspruch auf Unterhalt
       durchsetzen, das Geld gehört meistens
       dem Mann, die Kinder werden unehelich
       geboren.
       Nach der Scharia braucht es nicht einmal
       einen Imam, um solche Ehen zu
       schließen. Jeder angesehene Muslim darf
       Paare trauen, wenn er nur die Heiratsformeln
       aufsagen kann. In Berlin florieren
       Hochzeitsbüros, in denen selbsternannte
       Imame kassieren. Prediger Heider schätzt,
       dass „bis zu 20 Prozent aller muslimischen
       Ehen von solchen Geschäftemachern
       geschlossen werden“. Das Geld gilt
       offiziell häufig als Spende.
       Ein solcher Eheschließer ist Ali Chahrour,
       der Vorsitzende des Mostafa-Vereins
       für Integration und Frauenrechte. Der
       Vereinssitz ist ein kleiner Laden in der
       Neuköllner Sonnenallee. Chahrour sagt,
       er sei bei einem „islamisch-schiitischen
       Gericht“ im Libanon als Bevollmächtigter
       für Heiraten registriert. Er traue daher
       nur Libanesen oder Deutsch-Libanesen.
       Eheschließungen findet der gelernte
       Elektroschweißer „einfach“. Die Frau
       müsse mit einem deutschen oder libanesischen
       Dokument nachweisen, nicht verheiratet
       zu sein, und zudem müsse ihr
       Vater zustimmen, selbst wenn die Frau
       volljährig ist. Der Mann müsse nur seinen
       Personalausweis vorlegen, keinen Nach-
       weis, dass er ledig ist. Die Scharia erlaubt
       ja jedem Mann bis zu vier Ehefrauen.
       Offizielle Zahlen gibt es nicht, aber der
       Familienhelfer Chaaban aus Berlin
       schätzt, dass in der Hauptstadt rund 30
       Prozent aller arabisch-stämmigen Männer
       zwei Frauen haben. Auch Familienanwälte
       kennen diese Fälle.
       Nur selten leben die Männer mit mehreren
       Frauen unter einem Dach. Meist
       verheimlichen sie ihre Zweitfrau, die sie
       nur islamisch geheiratet haben. Verpflichtungen
       ergeben sich für die Männer aus
       der Zweitehe häufig keine – dem Sozialstaat
       sei Dank. Nach deutschem Recht
       gelten die Frauen als Alleinerziehende
       und bekommen Hartz IV, wenn sie nicht
       für ihren Lebensunterhalt sorgen können.
       So berichtet die Juristin Scholz über
       eine Frau aus Flensburg: Jahrelang wusste
       diese Muslima nicht, dass sie eine
       Zweitfrau war. Sie war nur religiös verheiratet,
       ihr Mann hatte eine weitere Frau
       und mit der schon vier Kinder. Die Zweitfrau
       mit ihren acht Kindern erhielt so viel
       Wohn -, Kinder- und Erziehungsgeld, dass
       sie nicht einmal Hartz IV beantragen
       musste.
       Die Sache flog erst auf, als die Kinder
       aus beiden Ehen entdeckten, dass sie denselben
       Vater hatten; sie besuchten dieselbe
       Schule. Die Zweitfrau lebt nun in einem
       Frauenhaus.
       Die deutsche Politik hat jungen Musliminnen
       2009 den Widerstand gegen
       Zwangsheiraten noch erschwert. Nach einer
       Änderung des Personenstandsrechts
       darf jede protestantische, katholische und
       islamische Trauung vor der standesamtlichen
       stattfinden. Was harmlos klingt, ist
       eine Katastrophe für Mädchen, die gegen
       ihren Willen verheiratet werden sollen.
       Die islamische Trauung kann ohne Kontrolle
       deutscher Behörden stattfinden.
       Dann gilt die Ehe unter den Familien als
       geschlossen, die Mädchen können nicht
       mehr zurück. „Da ist uns etwas durchgegangen“,
       räumt der SPD-Rechtspolitiker
       Dieter Wiefelspütz ein. Terre des Femmes
       fordert eine schnelle Rückkehr zum alten
       Recht.
       Der SPD-Politiker Jochen Hartloff, Justizminister
       von Rheinland-Pfalz, hatte
       sich im Februar öffentlich Gedanken
       über „islamische Schiedsgerichte“ gemacht,
       die im Zivilrecht „auch islamische
       Rechtsvorstellungen“ berücksichtigen
       könnten. Auf das vernichtende öffentliche
       Echo reagierte Hartloff mit der Klarstellung,
       er habe sich weder „für Scharia-
       Recht eingesetzt“, noch halte er
       „Scharia-Richter für denkbar“. Ihm gehe
       es nur um „außergerichtliche Streitbeilegungen
       unter dem Einfluss islamisch geprägter
       Rechtsetzung“ – offenbar wusste
       er gar nicht, dass dies in Deutschland
       längst geschieht.
       Hartloff erhielt Beifall vom Vorsitzenden
       des Zentralrats der Muslime: „Eine
       außergerichtliche Streitschlichtung ist zu
       begrüßen“, so Aiman Mazyek, „weil sie
       unsere Gerichte entlastet und oft nachhaltiger
       die Streitparteien befrieden
       kann.“ Auch der Familienhelfer Chaaban
       aus Neukölln sagt, dass er in 80 Prozent
       der Fälle erfolgreich vermittle. Ein Imam
       aus Essen schätzt seine Erfolgsquote auf
       70 Prozent.
       Die deutsche Justiz wird tatsächlich
       entlastet. Aber um welchen Preis? Viele
       Frauen müssen zurückstecken, wenn Imame
       sich einschalten – und danach eskaliert
       die Gewalt oft. Die Schlichtung kann
       der erste Schritt auf dem Weg zur Selbstjustiz
       sein, zu der Haltung: Wir regeln
       das unter uns.
       In Einzelfällen können sich Familienkonflikte
       bis zur Extremform der Selbstjustiz
       zuspitzen, dem sogenannten Ehrenmord.
       Nach einer Studie des Bundeskriminalamts
       gibt es sieben bis zehn solcher
       Fälle pro Jahr, Experten schätzen die
       Zahl noch wesentlich höher.
       Viel häufiger sind die nicht so spektakulären
       Fälle: In Berlin wandte sich kürzlich
       eine Kurdin an eine Anwältin, um
       sich scheiden zu lassen. Ihr Mann habe
       sie immer wieder geschlagen. Nach einigen
       Wochen rief dieser an, bat um die
       Rechnung: Die Familienkonferenz in der
       Türkei habe entschieden, dass beide es
       noch mal versuchen sollten. 14 Tage später
       meldete sich wieder die Frau – diesmal
       mit gebrochenem Nasenbein.
       Vor allem beim Thema Zwangsheirat
       halten viele Experten nichts von Friedensrichtern.
       „Jede Form der Mediation mit
       den Familien der Opfer“ sei „extrem gefährlich“,
       heißt es in der Broschüre „Aktiv
       gegen Zwangsheirat“ des Hamburger
       Senats. Die Praxis zeige, dass „Mediation
       die Opfer einem hohen Risiko aussetzt
       und in Extremfällen zu Gewalt und Mord
       im Namen der Ehre führen kann“. Bei
       Gesprächen über Hilfe für muslimische
       Frauen auf EU-Ebene hat die britische
       Regierung erklärt, keiner Empfehlung zuzustimmen,
       „die in irgendeiner Form Mediation
       als ein Mittel zur Lösung von
       Zwangsheiratsfällen befürwortet“.
       Die deutsche Rechtspolitik prüft noch.
       Das bayerische Justizministerium hat eine
       Arbeitsgruppe Paralleljustiz gegründet,
       um Fakten zu sammeln. Das Berliner Abgeordnetenhaus
       hörte Experten an, um
       zu entscheiden, ob das Phänomen weiter
       ergründet werden soll. Bundesjustizministerin
       Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
       (FDP) warnt vor einer Paralleljustiz,
       ihr Ministerium richtet gerade eine
       Planstelle für Scharia-Recht ein. Die Juristen
       und Ministerialen wollen mehr lernen
       über Laienrichter wie den Möbelhändler
       Demir aus Recklinghausen.
       Der investiert manchmal besondere
       Mühe, um eine junge Frau in ein Leben
       zu drängen, das sie nicht wollte. Sie hatte
       sich verliebt, doch ihr Onkel hatte sie bereits
       als Braut für seinen Sohn auserkoren,
       und ihr Vater stimmte zu. 30-mal pendelte
       Demir als Makler zwischen Höxter, Hildesheim
       und Recklinghausen. Am Ende
       beugte sich das Mädchen dem Druck der
       drei Männer.
       DER SPIEGEL 25/2012 S. 36-38
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