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#Post#: 312--------------------------------------------------
100 Jahre Muslime in Kärten
DIR By: Ben
Date: June 17, 2012, 5:05 am
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100 Jahre Muslime in Kärten
Am Samstagabend feierten die Kärntner Muslime das Jubiläum „100
Jahre Islamgesetz“ im Klagenfurter Konzerthaus mit einem
interreligiösen Fest des Dialogs. Ziel der Kärntner Muslime sei
ein gutes Miteinander.
Die Zahl der Muslime steigt weltweit. Das österreichische
Islamgesetz sichert Muslimen damit schon seit 100 Jahren
religiöse Autonomie zu. Österreich nimmt mit dieser Regelung
EU-weit eine Sonderstellung ein.
Seit 1912 in Österreich anerkannt
Nach der Annektion Bosniens durch die k. u. k.-Monarchie
anerkannte Kaiser Franz Josef den Islam vor allen anderen
europäischen Ländern als gleichberechtigt und gab damit auch die
Möglichkeit zur Institutionalisierung. 1979 wurde schließich die
erste islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich gegründet.
Schwarz und Sauer für mehr Toleranz
Wo sind die anderen europäischen Länder mit ihrem Islamgesetz?
Für diese Frage erntete Diözesanbischof Alois Schwarz am
Samstagabend von den Kärntner Muslimen tosenden Applaus. Auch
Superintendent Manfred Sauer betonte die Notwendigkeit des
Dialogs und der gegenseitigen Toleranz.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) sagte: „Alle Religionen,
alle Menschen, alle Ethnien haben dann Platz, wenn sie die
Liebe, den Frieden, das Miteinander der Integration und das
Verständnis in den Vordergrund stellen.“
Memic: „Fühle mich als Kosmopolit“
Heute leben allein in Kärnten 20.000 Muslime verschiedener
ethnischer Herkunft. Kärntner zu sein und Muslime sei kein
Widerspruch, so der Präsident der Islamischen
Religionsgemeinschaft in Kärnten, Esad Memic: „Ich fühle mich
als Kärnter, als Villacher. Zu meiner Identität gehört auch,
dass ich gebürtiger Bosnier bin. Ich fühle mich auch als Muslim,
als Europäer, als Kosmopolit. All diese Identitäten sind in mir.
Sie schließen einander nicht aus.“
„Wollen Kultur nicht verdrängen, sondern bereichern“
Ziel der Kärntner Muslime sei ein gutes Miteinander. Die Muslime
seien nicht hier, um die vorherrschende Kultur zu verdrängen,
sondern um diese noch reicher und schöner zu machen, so Memic.
Österreichs Toleranz würden die Muslime mit Loyalität gegenüber
Staat und Gesellschaft und der Anerkennung der Rechtsordnung
begegnen.
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