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#Post#: 4120--------------------------------------------------
Willi Wallner-Befreiung
By: pet Date: October 3, 2016, 2:59 pm
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Heute stand Willi Wallner wieder mal vor Gericht. (Klarname ist
in seinem
Sinne, weil es eh möglichst einen Wirbel geben soll.) In einem
Telefonat
erklärte Willi folgendes.
1.) Er wurde von der Amtsärztin und einem Gutachter für
haftuntauglich erklärt,
weil bei seinen Schmerzen nur noch Hasch-Öl und Blüten helfen,
welche er
selber fabriziert -- noch dazu müssen verschiedene Züchtungen
der Pflanzen
abgewechselt werden, weil sich sonst die Wirkung nicht voll
entfaltet. Die
Polizei ist aus irgendwelchen Gründen dagegen, dass Willi im
Häfm Pflanzen
anbaut und Shyt raucht, ergo hanftuntauglich.
2.) Das Verfahren wurde bloß vertagt, um den Gutachter noch
einmal zu
befragen, allerdings ist unklar, was er noch machen soll. Vor
allem, weil
die Amtsärztin die besonderen Umstände vom Willi abgestempelt
hat und
der Richter eigentlich alles eingesehen hat.
3.) Zur Debatte stand auch eine Anklage wegen Kurpfuscherei,
weil der
Willi in seinem Ort Horden von Senioren und Patienten mit Gras,
Butter
und Öl versorgt hat. Allerdings hat er damit nichts verdient,
weswegen
Kurpfuscherei fallengelassen wurde. Fünf Zeugen haben sich
gemeldet
und unter Eid ausgesagt, dass ihnen Kiffen und High-Sein mit
Willis Stoff
sehr gut tut und viel besser wirkt als alle verschriebenen
Mittel. Diese
Zeugen wurden nicht angeklagt. Dass sie technisch gesehen
Verbrecher
sind, ist vor Gericht offenbar niemandem aufgefallen. Auch Harmo
wollte aussagen
wie gut er selber auf Dauerkiffen anspricht, aber der Richter
glaubte es den Zeugen
auch so.
4.) Willis Anbauverfahren mit natürlichen Bio-Wellness-Bakterien
im
Boden sind viel effektiver als alles, was die staatliche
Haschfabrik "AGES"
(Gesundheitsagentur) zu bieten hat, weswegen Willis Stoff auch
besser
wirkt als der Dreck, den die AGES zu Apothekerpreisen nach
Deutschland
verkauft.
5.) Diese Sachverhalte sollen einer breiteren Öffentlichkeit
bekannt werden,
damit sich wenigstens Schwerkranke in Cannabis-Clubs nach
Vorbild Willi
gesundkiffen dürfen (so weit "beschwerdefrei" als "gesund"
gelten kann).
Viele der Schwerkranken sind zu arm, um sich staatliche
Präparate
leisten zu können, daher ist Selbstanbau im Gartenkollektiv die
ideale Lösung.
Ich halte dieses Verfahren für den reinen Albtraum und Super-GAU
für
die Pharma-Industrie und einen Schlag ins Gesicht der
schokosüchtigen
Fettsau Oberhauser. Ich vermute, dass Harmo gerade seine
pressetechnische
Rock-Crushing-Machine auf Betriebstemperatur bringt, um den
Vorfall für Ganja Libre auszubeuten. Willi ist am Telefon
übrigens ein sehr
kurzweiliger Erzähler.
Ich selber bin nicht mitgefahren nach Salzburg, weil das
Arrangement
einigermaßen fragil war und ich nicht 36 Stunden im Salzburger
Busch
verbringen wollte, nur um dann ein Stündchen dem Verfahren
beizuwohnen.
Luxi war weniger faul als ich und tatsächlich dort, aber den
habe ich noch
nicht erreicht.
#Post#: 4238--------------------------------------------------
Re: Willi Wallner-Befreiung
By: pet Date: June 10, 2017, 6:22 pm
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Im aktuellen Verfahren sind die Urteile ungefähr so ausgefallen:
- willi bekam zum 7. mal oder so eine bedingte, mit einem
unbedingten Anteil von drei Monaten, Rest sind sechs Monate
bedingt
- seine gefährtin bekam ein paar Monate für "mitgelacht =
mitgemacht". die gefährtin war dabei als der willi ein Gärtlein
besichtigen war, um dort deals zu verhandeln.
- der Gärtner selber bekam ein Jahr bedingt
- der marc war einstweilen nur zeuge, es sieht so aus als würde
es gegen ihn gar kein verfahren geben
Für Beobachter vor Ort sieht es so aus, als hätte die Richterin
die Anweisung bekommen, sich möglichst unauffällig zu verhalten.
Das wird ihnen aber für den Willi und seine Gefährtin aber nicht
gelingen. Willi wurde im Gefängnis durch Vorenthaltung seiner
Schmerzmittel in der Haft gefoltert. Die Gefährtin hat überhaupt
nichts Böses gemacht. Wie der Zufall so spielt, hat der Harmo
gerade eine Petition laufen mit [s]60.000[/s] [s]20.000[/s]
10000 Unterschriften von auf der Straße. Und CBD wurde verboten,
weswegen jetzt der Magu-Shop in der Stiftgasse verdunkelt ist,
wegen Rechtsunsicherheit. Zu jedem Punkt gäbe es noch mehr zu
sagen, aber der Willi und der Harmo haben jetzt eigentlich schon
vor, die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit auf Randy
Wagner und ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu richten.
Der ORF ist Interviews mit Willi oder Harmo nicht abgeneigt, und
der ORF hasst die AGES, wie übrigens auch der Standard. Leider
hasst der ORF nicht Randy oder Pharma.
Auf der Straße selber gibt es mehr oder weniger unverfrorenen
Hasch- und Gras-Handel, und zwar genau dort, wo in der Zeitung
steht. Die meisten Dealer sind Afrikaner im weitesten, wie das
ja auch in der Zeitung steht. Die Paranoia in dieser Economy
hält sich in Grenzen. Es gibt sogar Wiener Dealer, mit
"Supergras aus Indien". Randy ist jedenfalls genauso geil auf
Pharma wie die selige Oberhauser. Es ist das übliche WTF: auf
der einen Seite werden die Gesetze immer totalitärer und mehr
und mehr krankenverachtend. Auf der anderen Seite blüht der
Straßenhandel, zum Wochenende bewegt man sich in den
Bobo-Bezirken in einer riesigen Kifferaromawolke und in vielen
Lokalen darf man rauchen was man will. Außer der Chef will im
gerade im eigenen Lokal ein Gespräch mit seinem Investor führen.
Dann kommt die Kellnerin und meint, nächstes Mal wieder. Das
wissen wir, weil wir es ausprobiert haben, sogar in
Innenstadt-Cafes, sogar in eher nobeloiden.
Der innige Kontakt mit dem österreichischen Kifferwiderstand ist
übrigens reine Nervensache. Praktisch jeder, mit dem ich
Hasch-Pflanzen verschenkt habe, hatte mit der Polizei zu tun,
viele wegen Dealing. Harmos Fabrik ist eher mäßig in Schwung,
aber die Details sind geheim. Es ist schade, dass ich keine Zeit
hatte, aus dem Hampfkampf zu berichten, denn es war gelegentlich
sehr turbulent und aufschlussreich. Meiner geschätzten
Wahrnehmung nach sind Harmo und seine Freunde schon ziemlich
weit, was das Engagement und das radikale Übertreten von
Gesetzen sowie das Bundes-Trolling anbelangt. Es geht um Kohle,
es geht um Schmalz, es geht um Öffentlichkeitsarbeit und
Petitionen -- gegen den Harmo und den Willi sind die anderen
NGOs von Österreich reine SitzpisserInnen. Im Hanfwiderstand
gibt es auch keine Quotenfrauen, dafür viele vorbestrafte
Teilnehmer, welche die Regierung wirklich sehr hassen.
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