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       #Post#: 4113--------------------------------------------------
       Die Diktatur der Nervensägen
       By: hellboy Date: September 27, 2016, 2:49 pm
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       Die Diktatur der Nervensägen
       Sie ist in aller Munde, die vielbeschworene
       Politikverdrossenheit. Als Gründe werden meist die mangelnden
       Möglichkeiten der Wähler auf die Politik Einfluß zu nehmen und
       der ach so rüde Umgangston in der Politik genannt. Doch das ist
       nicht alles.
       Die Politikverdrossenheit ist zum Teil beabsichtigt, bedingt sie
       doch auch die Frustration der Kritik, die auf taube Ohren stößt
       und irgendwann zu deren Verstummen führt, und eine wachsende
       Gleichgültigkeit gegenüber den Machenschaften der Mächtigen.
       Darum ist man jetzt dazu übergegangen, Kritische Bürger und
       Journalisten gezielt aus dem politischen Diskurs zu trollen.
       So berichtet heise.de
  HTML http://www.heise.de/newsticker/meldung/Sockenpuppen-aus-Oesterreich-Foren-gezielt-manipuliert-2444134.html:
       [quote="Heise"]Sockenpuppen aus Österreich: Foren gezielt
       manipuliert
       Ein österreichische PR-Agentur soll mit zehntausenden
       Fake-Accounts gezielt Kommentare in Foren gestreut haben, die
       die Auftraggeber in besseres Licht rückt. Das geschah im Dienste
       gewichtiger Kunden.
       Eine Wiener PR-Agentur namens Mhoch3 hat offenbar im großen Stil
       versucht, durch vermeintliche Nutzerpostings die öffentliche
       Meinung in Onlineforen zu beeinflussen. Laut Recherchen des
       Magazins Datum standen dahinter prominente Auftraggeber wie etwa
       die konservative Partei ÖVP, die staatliche
       Eisenbahngesellschaft ÖBB, die Bank Austria, das
       Reise-Unternehmen TUI Österreich, der Pharmakonzern Bayer
       Austria, aber auch Kunden außerhalb des deutschen Sprachraums
       wie der britische Anbieter Paysafecard.
       Der Bericht bringt mehrere Beispiele solcher Kommentare von
       Fake-Nutzern, zum Beispiel 2009 anlässlich der
       Studierendenproteste "unibrennt" über den damaligen
       Bildungsminister Hahn (ÖVP): "Ich finde es toll, dass Hahn,
       obwohl er selber anscheinend nicht so protestieren würde, doch
       Verständnis für die Proteste und die Besetzung hat. Nun bleibt
       es zu hoffen, dass dieser Konflikt bald gelöst wird –
       Letztendlich bemüht sich Hahn doch darum.“
       80.000 bis 100.000 Kommentare pro Jahr
       "Wir machen Meinung", verspricht die Agentur. Vergrößern Datum
       schätzt, dass die Agentur mehrere zehntausend solcher
       Fake-Accounts angelegt haben könnte. Eine Liste von 2012
       verzeichne rund 10.000 Profile, dazu noch 2000 für
       internationale Foren, wobei die Agentur wohl
       Online-Meinungspflege in mindestens sechs Sprachen anbietet. Die
       jährliche Leistung wird auf 80.000 bis 100.000 solcher
       Kommentare geschätzt. Die seit zehn Jahren aktive Agentur
       unterhält dafür offenbar einen Stamm von freien Mitarbeitern,
       die nicht vom Büro aus posten dürfen, damit die IP-Adressen
       keinen Verdacht erregen.
       Agenturchef Martin Kirchbaumer bezeichnete die Poster gegenüber
       Datum als "Onlinejournalisten“, die recherchierten, sich eine
       Meinung bildeten und sie äußerten. Die Agentur habe aktuell
       vierzig Angestellte und beschäftige eine dreistellige Anzahl
       solcher "Online-Journalisten“. Das verdeckte Vorgehen begründete
       Kirchbaumer damit, dass einem offen auftretenden
       "Firmenvertreter nichts geglaubt wird“. Dabei gehe es nicht um
       Irreführung, sondern um Aufklärung über wahre Inhalte, was von
       der Zielgruppe auch gewünscht werde, betonte er.
       "Du schläfst nicht so gut"
       Datum zitiert auch ehemalige "Onlinejournalisten“, die diese
       Praktik etwas anders bewerten: "Wenn du einem Spielsüchtigen in
       einem Wettforum vorgelogen hast, dass du seit Jahren gut vom
       Onlinezocken lebst, dann schläfst du nicht so gut." Mhoch3
       dürfte jedenfalls nicht die einzige Agentur sein, die so
       vorgeht: 2013 wurde etwa das Vorgehen des Anbieters Wiki PR
       publik, der Wikipedia-Einträge von mindestens 300 Fake-Profilen
       aus verschönerte. (axk)[/quote]
       Das Trollen im Internet wurde ursprünglich vom Hackerkollektiv
       Anonymus erfunden.
  HTML https://m.youtube.com/watch?v=kO3vIQw0WMs
       Was anfangs nur harmloser Spaß im Netz war, enthüllte sein
       Potential im Kampf gegen rechtsradikale Radiomoderatoren und die
       kriminelle Gehirnwäschesekte Scientology in den USA. Grundlage
       deren Methoden waren die technischen Fähigkeiten der Aktivisten,
       und die Tatsache, daß die Aktivisten im der Masse scheinbar
       unendlich viel Zeit in ihre Aktionen investieren konnten. Doch
       jetzt werden sie ausgestochen von Leuten, die hauptberuflich
       ihre Zeit in solche Aktionen investieren, im Auftrag von Leuten,
       die nahezu beliebig viele Angestellte dafür rekrutieren können.
       Davon hat ja @Hawaiipiraten von Österreich hier bereits
       berichtet.
  HTML https://www.fischundfleisch.com/hawaiipiraten-von-oesterreich/wie-anonymous-ist-anonymous-kollektiv-16383
       Auch das Nachschlagewerk Wikipedia ist betroffen
       In der Wikipedia kommt es vermehrt zu sogenannten „edit wars“,
       im Zuge derer bezahlte und auch freiwillige Anhänger einer
       bestimmten Ideologie die frei veränderbaren Seiten entsprechend
       ihrer gewünschten Weltsicht immerwider verändern, auch wenn die
       dortigen Moderatoren das wieder richtigstellen, bis die Seiten
       für die öffentliche Bearbeitung gesperrt werden müssen. Doch
       damit endet es nicht, es werden dann einfach parallele Seiten
       erstellt, in denen wieder die selbe Desinformation verbreitet
       wird. Für ungeübte Benutzer von Wikipedia ist es dann nicht zu
       unterscheiden, welche der Seiten die korrekten Informationen
       enthält. Die Gruppen, die diese Vorgänge am öftesten verursachen
       sind Genderideologen
  HTML http://genderama.blogspot.co.at/2015/01/wikipedia-verbannt-feministische.html?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter,<br
       />auch in der englischen Version, wie der Guardian berichtet
  HTML https://www.theguardian.com/technology/2015/jan/23/wikipedia-bans-editors-from-gender-related-articles-amid-gamergate-controversy,<br
       />und bezahlte Propagandaschleudern und überzeugte Anhänger
       diverser Diktatoren. Mir selbst ist das zuletzt wieder vor Augen
       geführt worden, als ich eine Seite zu Yugoslavienkrieg in der
       Wikipedia gefunden habe, die die gesamte Verantwortung für alles
       was dort passiert ist auf eine Aggression der NATO schiebt. Der
       Text findet sich auch wortgleich auf einer Propagandaseite einer
       Lobbyorganisation von Putins Partei, also ist auch klar, wer das
       in der Wikipedia platziert hat. Damit ist der Status der
       Wikipedia durch genau das gefährdet, was sie eigentlich
       ausmacht, nämlich die Möglichkeit für jedermann dort zum Umfang
       der gespeicherten Information beitragen zu können. Auch mit der
       Genderfraktion habe ich meine Erfahrungen gemacht. Die schafften
       es sogar, daß in deutschen Fernsehmagazinen von selbsterklärten
       Wächtern über Wahrheit und Anstand, ja sogar dem moralischen
       Zeigefinger der deutschen Medienlandschaft, dem Medienmagazin
       ZAPP, ganze Beiträge voller Verleumdungen
  HTML http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/wir-in-den-medien/<br
       />über mich gesendet wurden, weil ich sie für ihre Aggressivität
       und Dogmatik kritisiert hatte.
       Blogs haben es naturgemäß besonders schwer
       Die Betreiber von Blogs sind auf solche Angriffe schlecht
       vorbereitet, man hat dafür ja kein Personal, und weil sich
       natürlich niemand der sowas noch nicht erlebt hat vorstellen
       kann, daß es sowas überhaupt gibt, geschweige denn welche
       Ausmaße so etwas annehmen kann. Man will den Leuten eine
       Plattform bieten sich auszudrücken, und wird dann von Werbung
       und Propaganda überschwemmt, und hat es mit aggressiven Spinnern
       zu tun, die auf der jeweiligen Plattform keine eigenen Artikel
       schreiben, sondern nur denen die schreiben mittels massenhaft
       gezielter, untergriffiger und negativer Kommentare das Schreiben
       vermiesen wollen, weil das Geschriebene dem eigenen Weltbild
       nicht entspricht. Auch da gibt es bezahlte. Man erkennt sie am
       ungelenken und aufgesetzten Auftreten, und dem Erfüllen diverser
       Stereotype, die sie in ihrer Ausbildung zur Propagandaschleuder
       erlernen. Zunächst haben sie Avatarbilder, die Sympathie
       erzeugen sollen, meist süße Terbabys mit Hundeblick, oder Bilder
       von knapp bekleideten Inernetgrazien, die diese zur freien
       Verfügung ins Netz stellen. Sie geben sich erst konziliant und
       diskussionsbereit, aber wenn man ihre Propaganda mit Fakten und
       Argumenten widerlegt werden sie ganz schnell persönlich, und
       kennen keine Grenzen der Untergriffigkeit und des schlechten
       Geschmacks mehr. Sie arbeiten mit billigen Tricks aus dem NLP,
       das aber nur bei Menschen mit geringer Bildung wie ihnen
       funktioniert. Gebildete Menschen durchschauen das sofort, was
       die bezahlten Trolle dann völlig aus der Fassung bringt, und
       dazu den anderen genau das zu unterstellen, was sie selbst
       machen, nämlich Quellen ignorieren, banale Tatsachen in Frage
       stellen, längst widerlegte Dinge immerwieder als Argument
       anführen, kurz alles was es im NLP-Arsenal so gibt, inklusive
       den anderen die Verwendung von NLP zu unterstellen. Sie müllen
       hemmungslos Kommentarfunktionen mit seitenweise sinnentleertem
       Spam zu, und nehmen damit Moderation, Autoren und Lesern der
       Blogs mit der zeit die Lust am Weitermachen. Auch der Blogger
       Hadmut Danisch berichtet
  HTML http://www.danisch.de/blog/2015/10/21/von-der-enormen-schwierigkeit-in-diesen-tagen-ein-blog-zu-fuhren/<br
       />von solchen Erfahrungen:
       [quote]Von der enormen Schwierigkeit, in diesen Tagen ein Blog
       zu führen
       Dieses Blog besteht seit 9 Jahren, nächstes Jahr würde ich
       10-jähriges Jubiläum feiern. In den ersten 9 Jahren ist mir das
       Führen dieses Blogs so leicht gefallen, hat mir immer Spaß
       gemacht, die Finger wollten von selbst an die Tastatur.
       Das ist nicht mehr so.
       Seit einigen Wochen, vielleicht Monaten, empfinde ich das
       Bloggen – nee, eigentlich nicht mal das Bloggen an sich, sondern
       das Moderieren und überhaupt den Umgang der Öffentlichkeit mit
       Blogs – als Belastung und als Last. Der Teil des Bloggens, der
       mit anderen Menschen zu tun hat, macht keinen Spaß mehr.
       Wir sind – allgemein, nicht nur dieses Blog, in der
       kommerziellen „großen” Presse ist das ja auch nicht anders – in
       einem Gesellschaftszustand angekommen, in dem es eigentlich nur
       noch um den Krieg Linke gegen Rechte geht, nur noch darum, ob
       man gegen Flüchtlinge ist oder gegen solche, die gegen
       Flüchtlinge sind. Es sind eigentlich nur noch zwei
       Kriegsparteien aktiv, die völlig hirnlos und fanatisch auf ihr
       jeweiliges Feindbild eindreschen. Deutschland, das sich selbst
       so gerne als Land der Dichter und Denker tituliert, obwohl es
       vielleicht gerade mal zwei Dutzend davon gab und die lange tot
       sind, ist zu einer Ansammlung aggressiver Idioten verkommen.
       Es gibt kein anderes Thema mehr.
       Dabei hatten wir noch kürzlich erst welche. Klimawandel.
       Eurorettung. Griechenland. Geheimdienste. Überwachung.
       Rinderwahnsinn und Hühnergrippe. Staatsverschuldung erhöhen oder
       abbauen. Hat Politiker X in seiner Dissertation abgeschrieben
       oder nicht. Oder ob der Prominente Y Steuern hinterzogen hat.
       Ist TTIP gut für uns? Und, und, und.
       Alle weg. Es geht nur noch um ein Thema.
       …
       Wobei mir das auch schon aufgefallen ist, dass sich in den
       Kommentaren immer mehr Rotz ansammelt. Früher habe ich (neben
       dem automatisierten Werbe-Spam natürlich, der ohne
       Schutzmechanismen bei über 1000 Postings pro Tag liegen würde)
       vielleicht 10 Kommentare im Jahr blockiert. Dementsprechend
       leicht war auch das Moderieren. In den letzten Monaten sind
       nicht nur die Zugriffszahlen auf mein Blog rapide gestiegen,
       auch die Zahl der Kommentare. Ich muss derzeit meist zwischen
       100 und 200 Kommentare pro Tag moderieren. In den letzten Wochen
       ist jedoch die Rate der Kommentare, die ich blockiere, ebenfalls
       rasant gestiegen. Allein in den letzten Tagen habe ich über 100
       Kommentare blockiert, und der Anteil der blockierten Kommentare
       lag zeitweise gar bei etwa der Hälfte.
       Sowas will ich nicht.
       Ich will kein Blog führen, in dem man jeden Abend Dreck
       ausmisten muss als würde man einen Schweinestall leerschaufeln.
       …
       Ja, ich halte sie beide, Rechte wie Linke, für das letzte
       Dummvolk und verachte sie beide zutiefst.
       Der Unterschied ist nur, dass ich zu den Linken hingehen muss,
       um das Thema Feminismus zu bearbeiten, während die Rechten zu
       mir kommen, weil ich die Linken kritisiere. Ich habe bei
       Piraten, Grünen und der SPD, auch im linken
       Universitätsspektrum, reichlich der mit Abstand dümmsten
       Menschen meines Lebens vorgefunden. Aber mir auch einige der
       dümmsten Menschen als Kommentatoren von rechts eingehandelt.
       Noch eine der wenigen Asymmetrien: Von Linken in Parteien und
       Universitäten bekomme ich immer vorgehalten, dass ich versuchte,
       in einen „Diskurs” (ich mag dieses ideologisch verbrannte Wort
       nicht) mit ihnen zu treten, sie das aber ablehnten. Dabei will
       ich das gar nicht. Was bilden die sich ein? Ich will nicht mit
       ihnen, sondern über sie reden. Welcher Forscher redet schon mit
       den Präparaten unter seinem Mikroskop? Anders die Rechten: Mit
       denen will ich zwar auch nicht reden, nicht mal über sie, aber
       die drängen mir ständig den „Diskurs” auf – und kapieren es
       nicht mal, wenn ich sie rauswerfe, die ziehen dann mit einer
       Beleidigung ab und kommen nach 3 Tagen wieder.
       Wo sind all die normalen Leute geblieben?
       Man hat sie verschreckt.[/quote]
       Wer am längsten nervt gewinnt
       Das ist die ganz große Gefahr: daß die gewinnen, die am längsten
       und effektivsten rumnerven, bis alle anderen aufgegeben haben.
       Ein Kurzzeitminister der FPÖ hat davon auch einmal berichtet,
       ich weiß leider nicht mehr, welcher das war. Er trat nach kurzer
       Amtszeit zurück, nachdem er als Quereinsteiger ohne vorherige
       politische Erfahrrung gleich zu einem Ministeramt kam. Er
       berichtete, er wäre mit großen Ambitionen und dem Willen
       wirklich etwas zu verändern und zu verbessern in seine neue
       Tätigkeit gegangen. Nach kurzer Zeit hatte er allerdings
       festgestellt, daß man entweder im System mitschwimmt, und
       versucht seine Schäfchen ins Trockene zu bringen, oder von den
       Mühlen des Politischen Filz zermürbt wird. Die Menschen die er
       in der Politik kennengelernt hätte wären großteils Leute denen
       es nur darum ginge mit möglichst wenig Anstrengung möglichst
       viel Geld zu verdienen, die jene die nicht mitspielen
       ausschließen, mobben und schließlich so frustrieren, daß diese
       aufgeben, und nurnoch teilnahmslos als kleine Rädchen im System
       funktionieren. Er war davon so angewidert, daß er alles
       hinschmiss, und verlauten ließ, er wolle mit der Politik nie
       wieder etwas zu tun haben. Der Mann war Minister, man kann sich
       vorstellen wieviel Einfluß all die anderen Leute in der Politik
       wirklich haben, und wie wenig sie tun können, um sich gegen den
       Druck der Sytemerhalter zur Wehr zu setzen. Was wirklich gemacht
       wird, wird in kleinen Zirkeln entschieden, den Parteivorständen
       und den Interessenvertretern der großen Machtblöcke wie dem CV
       und den Bünden bei der ÖVP, der Logen und Gewerkschaften bei der
       SPÖ, den Burschenschaften und Verbindungen bei der FPÖ und dem
       Marxismus-Feminismus-Klüngel bei den Grünen, alle anderen werden
       dann von deren Handlangern so lange bearbeitet, bis sie allem
       zustimmen, was dort entschieden wurde. Daß man „für die Politik
       eine dicke Hat braucht“ hört man immerwieder, daß aber das
       Ausmaß an systematischem Mobbing und der Anfeindung gegen
       Abweichler ein solches Niveau erreicht hat, wird selten
       berichtet, und das ist wohl auch nicht erwünscht. Daraus lässt
       sich aber auch ableiten, daß die Beteuerungen man wolle etwas
       gegen die grassierenden Anfeindungen im Internet tun nur
       vorgeschoben sind, und alles was in diese Richtung unternommen
       wird auch nur der Gleichschaltung von Meinungen dienen soll.
       Ein Funken Hoffnung steckt in Artikeln wie diesem in der Zeit
  HTML http://www.zeit.de/2014/35/social-media-troll-demokratie-meinungsfreiheit:
       [quote]Lasst die Trolle verhungern
       Gegen Saboteure im Netz hilft Gelassenheit und Diskussion – viel
       Diskussion. VON JOCHEN WEGNER
       In diesen Tagen sind viele Nachrufe zu lesen: auf die freie Rede
       im Internet. Das ist wohl stark übertrieben. Doch eine der
       wichtigsten Errungenschaften des Netzes könnte tatsächlich bald
       verschwinden, wenn wir nicht für sie kämpfen.
       Für die demokratische Meinungsbildung ist das Netz so wichtig
       wie nie zuvor. Nun aber droht der digitale Diskurs am eigenen
       Erfolg zu ersticken: "Die Web-Trolle gewinnen, während die
       Grobheit zunimmt", titelt etwa die New York Times.
       Trolle, das sind im Netzjargon die Störer, die nur an Debatten
       teilnehmen, um sie zu sabotieren. So wie jene Twitter-Nutzer,
       die die Tochter von Robin Williams wohl für immer von der
       Plattform vertrieben: Sie schickten ihr vermeintliche Fotos
       ihres verstorbenen Vaters, und gaben ihr die Schuld an seinem
       Tod.
       ...
       Was aber, wenn es so viele werden, dass wir sie nicht mehr
       ignorieren können? Wenn sie nicht so einfach zu erkennen sind
       wie die paar Irren in den Foren?
       Nirgendwo können wir so frei debattieren wie im Netz. Diese
       fundamentale Freiheit hat aber einen Preis. Das Internet ist
       heute nicht mehr nur eine Echokammer für einzelne Saboteure,
       sondern auch für ganze Troll-Armeen, gesteuert von Regimen wie
       Russland oder China, die das Netz systematisch für verdeckte
       Propaganda nutzen.
       ...
       Die Utopie einer digitalen Agora, in der Gleiche mit Gleichen
       frei kommunizieren, ungefiltert und unverfälscht, ist in Gefahr.
       Es gehört zu unseren neuen Bürgerpflichten, diese Sphäre zu
       schützen. Nur helfen dagegen keine neuen Gesetze, kein
       "Vermummungsverbot im Internet", wie einst gefordert, keine
       Internetpolizei. Derlei Initiativen werden genau das zerstören,
       was sie zu bewahren hoffen.
       Die Trolle in Schach zu halten, ohne die Freiheit zu opfern, ist
       so einfach wie mühsam: Wir müssen uns täglich selbst einmischen.
       Millionen von Menschen, die zivilisiert debattieren, die
       falschen Informationen richtige entgegensetzen, die Störer
       gelassen übergehen und bei seltsamen Spam-Wellen aufmerksam
       werden, sind unbesiegbar. Einem aufgeklärten digitalen Bürgertum
       ist keine Troll-Armee gewachsen.
       Wir kommen unserer Utopie nur näher, wenn wir sie selbst mit
       Leben füllen. Gehen Sie also jetzt auf Facebook und starten Sie
       eine Diskussion, wenn nicht zur deutschen Außenpolitik, dann
       eben über die Gentrifizierung Prenzlauer Bergs oder zur weiteren
       Verschönerung Papenburgs. Kommentieren Sie die aktuelle Lage in
       Gaza auf einer Nachrichten-Website. Die Redaktion von ZEIT
       ONLINE und viele andere verwenden große Leidenschaft darauf,
       einen zivilisierten Diskurs zu gewährleisten. Vor allem aber:
       Bleiben Sie gelassen, wenn nicht alles so wohltemperiert ist wie
       bei Anne Will. Ihr digitales Engagement ist für unsere
       Demokratie genauso wichtig wie das im Gemeinderat, in einer
       Bürgerinitiative oder Ihr Gang zur Wahlurne.
       Solange das Internet frei ist, werden Trolle immer wieder kleine
       Siege erringen, manchmal auch große. Die Freiheit im Netz ist
       auch immer die Freiheit der Trolle.[/quote]
       Wenn immer die Klügeren nachgeben, regieren irgendwann die
       Dummen
       Das habe ich früher auch gesagt, bis mir klar wurde, wie falsch
       das ist. Es ist keineswegs schlau, den Spinnern immer
       nachzugeben, weil die mit ihrer Dummheit alles zerstören. Auch
       die Meinungsfreiheit, weil sie mit ihrem unermüdlichen Absondern
       von unglaublich dummen Dingen all das Kluge was gesagt wird
       übertönen. Es ist einfach alles andere als klug, wenn jene die
       wissen wie es besser ginge einfach den Nervensägen das Feld
       überlassen, weil sie sich mit solchen Deppen nicht abgeben
       wollen, weil sie dann einfach nur tatenlos daneben stehen,
       während alles den Bach runter geht. Klug sind die, die sich der
       allgemeinen Verdummung entgegenstellen.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 4114--------------------------------------------------
       Re: Die Diktatur der Nervensägen
       By: hellboy Date: September 27, 2016, 3:05 pm
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       trolle versuchen wenn sie blockiert werden über umwege einen
       weiter zu ärgern, und versuchen sich in die opferrolle zu
       begeben, weil sie zensuriert und ausgeschlossen würden, und
       unterstellen einem sich in einer filterbubble zu verstecken.
       aber das liegt an deren technik sich immer als vertreter einer
       gruppe auszugeben. wenn man einen kritisiert der zufällig
       homosexuell ist, braucht man das nicht einmal zu wissen, es wird
       einem sofort homophobie unterstellt. wenn es eine frau ist ist
       man sexistisch, wenn man einen tiroler kritisiert hasst man
       plötzlich alle tiroler, und wenn es gar ein russe ist, will man
       jedenfalls einen krieg mit putin anfangen, mit dem man dann auch
       gleich bedroht wird. davon soll man sich nicht irritieren
       lassen. einzelne aggressive spinner zu blocken ist noch lange
       keine filterbubble, das dient nur der hygiene der
       kommentarfunktion. diese leute wollen anderen nur zeit und
       ernergie stehlen, und sind natürlich sauer, wenn man ihnen die
       möglichkeit dazu nimmt. ihr gezeter sollte musik in unseren
       ohren sein.
       manche sagen ja "troll ist ein zu harmloses wort", aber das wort
       wird sogar komplett falsch verwendet, denn es bezeichnet ja
       eigentlich leute, die entweder harmlose späße machen, oder leute
       blockieren und ärgern die ihre macht ausnutzen um schwächere zu
       quälen. wenn jetzt bezahlte mobber auf kritische blogger
       losegelassen werden, sind das ja keine trolle, sondern die die
       eigentlich getrollt gehören. leider ist das eines von so vielen
       worten die das internet und die technik betreffen, deren
       bedeutung den meisten nicht bekannt ist, und die aufgrund der
       häufigen falschen verwendung jetzt eine bedutung haben, die der
       ursprünglichen widerspricht. arme trolle!
       [quote="Hawaiipiraten von Österreich"]"Trolling" bedeutete vor
       zwanzig Jahren AUSSCHLIESSLICH folgendes: mutwillig ein
       kontroversielles Thema in die Online-Runde werfen, damit sich
       die Runde in die Wolle kriegt. Weiteres Eingreifen des Trolls
       ist dabei nicht vorgesehen. Scheinheiligkeit und Subtilität
       waren früher mal das Wichtigste beim Trolling.
       BEISPIEL FÜR TROLLING: "Guten Tag. Ich möchte mir einen neuen
       Computer kaufen. Sollte ich mir eher eine Commodore Amiga oder
       lieber einen Atari zulegen?"
       KEIN BEISPIELE FÜR TROLLING: "Du bist Dreck unterm Fingernagel";
       "Ihr seid alle deppert"; "Wer Drogen nimmt ist asozial"; etc.
       Mit Prosa wie "Eine kackhäutige Untermenschenmure wälzt sich
       über unsere geliebte Heimat" ist man KEIN Troll sondern ein
       HATER. Auch Morddrohungen sind kein Trolling, sondern HATING.
       Aber dass die Leute das auseinanderhalten ist am Internet
       offenbar zuviel verlangt.
  HTML http://www.urban75.com/Mag/troll.html
       Wenn man ein Argument inhaltlich angreift ist man weder ein
       Troll noch ein Hater sondern ein Kritiker. "Die Verbindungen im
       CO2-Molekül haben eine genau verstandene Wirkung auf
       Sonnenlicht, die sich genau mit den Berechnungen und
       Beobachtungen deckt" ist weder Trolling noch Hating sondern ein
       wertvoller Diskussionsbeitrag, wenn er stichhaltig ist, was man
       dann weiterdiskutieren kann. "Das hat dir der Putin erzählt"
       oder "Du bist ein Troll der Geburtssteuer-NWO" sind keine
       passenden Entgegnungen dafür.
       Die Diskussionskultur am Internet war bis in die frühen 90er
       viel besser als heute, weil das Internet ein Werk- und Spielzeug
       für extrem geistreiche und gebildete Menschen war, die wussten,
       wie man eine Debatte führt. Heute sind die meisten Menschen am
       Internet Durchschnittsmenschen, die von "Debatte" oder
       "Rhetorik" keine Ahnung haben. Für die meisten
       Durchschnittsmenschen ist man schon ein Bullie und Hater, wenn
       man sich über einen Schwachsinn lustig macht, z.B.
       Eso-Aberglauben, Heuchelei oder Desinormationsopfer. Spott ist
       allerdings kein Hating oder Trolling, sondern die angemessene
       Reaktion auf Schwachsinn und Schwärmerei. (Beispielsweise im
       britischen Parlament sehr üblich.) Für Durchschnittsmenschen,
       vor allem Durchschnittsdamen, bedeutet "zivilisierte Debatte"
       meistens, dass sich alle wertschätzend, d.h. spottfrei und ohne
       Angriffe auf den Inhalt, verhalten müssen, was aber ein
       Missverständnis ist, welches zivilisierte Debatten
       verunmöglicht. Für Durchschnittsmenschen ist das Ziel einer
       Debatte, dass jeder der Reihe nach seine Meinung äußern darf.
       Tatsächlich ist das Ziel einer Debatte, die Besserwisser zu
       ermitteln. Aus diesem Grund nehmen auf Facebook kaum mehr Leute
       an Debatten teil, die etwas davon verstehen: zu viele
       Durchschnittsmenschen, daher Zeitverschwendung.
       Hier ist ein Lesetipp, leider auf Englisch. Jüngere
       Internet-Freunde müssen Begriffe wie "flamewar" oder "usenet" in
       Wikipedia nachschlagen. Der Artikel glorifiziert was Anonymous
       antreibt und erzählt aus den Urtagen des Internet -- Jänner
       1994! Geschrieben vom damals völlig unbekannten Josh Quittner.
  HTML http://www.wired.com/1994/05/alt-tasteless/[/quote]
       solche standardwerke wie letzteres gehören sowieso längst auf
       den lehrplan. die meisten menschen bei uns bewegen sich
       heutzutage im internet, ohne zu wissen, was sie da überhaupt
       tun. jetzt völlig abgesehen davon, ob das was sie schreiben sinn
       ergibt.
       ahoy
       hellboy
       *****************************************************