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       #Post#: 3799--------------------------------------------------
       Wasserstoff / Brennstoffzelle
       By: hellboy Date: December 9, 2015, 5:11 pm
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       Für die Speicherung von Energie und auch die Mobilität der
       Zukunft wird vor allem Wasserstoff die wichtigste Rolle spielen.
       Moderne Brennstoffzellen haben die Kinderkrankheiten der
       vorhergehenden Generationen nicht mehr. Die heutigen
       Wasserstoff-Tanks sind bereits sicherer als Batterien. Moderne
       Akkus sind im Brandfall viel gefährlicher, sowohl was die
       Explosivität angeht als auch die freigesetzten Gifte, die es bei
       Wasserstoff nicht gibt. Gift ist überhaupt der Hauptnachteil von
       Batterien, von der Erzeugung über mögliche Freisetzung bei
       unsachgemäßer Handhabung bis hin zur Entsorgung. Ganz abgesehen
       von der Problematik der Rohstoffe, die oft aus Krisengebieten
       stammen. Weiters hat sich gezeigt, daß die Batterietechnik
       bereits ausgereizt ist, und moderne Hochleistungsakkus deshalb
       immer öfter in Brand geraten. All diese Nachteile gibt es bei
       Wasserstoff nicht. Elektrolysegeräte sind technisch simpel,
       kommen ohne giftige Zusätze aus, und der Grundstoff ist Wasser.
       Die Konzepte die es gibt, Autos auch als Energiespeicher für das
       Haus zu verwenden, sind mit Brennstoffzellen genauso umsetzbar
       wie mit Batterien, nur eben ohne Verbrauch teurer Rohstoffe und
       Anhäufen von Giftmüll.
       Die Betankung von Autos die mit Brennstoffzellen angetrieben
       werden, unterscheidet sich kaum von der mit Flüssiggas, die seit
       vielen Jahren Routine ist, und deshalb gibt es damit die
       Probleme mit langen Ladezeiten und geringen Reichweiten der
       Elektroautos nicht.
       [quote="Arte Future"]Wie funktioniert eine Brennstoffzelle?
       Autos, die mit Wasserstoff fahren? Die Brennstoffzelle macht es
       möglich. Und wie sie funktioniert sehen sie hier!
  HTML http://future.arte.tv/de/wie-funktioniert-eine-brennstoffzelle[/quote]
       [quote]MEILENSTEINE DER NATURWISSENSCHAFT UND TECHNIK
       William Robert Grove und die Brennstoffzelle
       Der Brite William Robert Grove (1811-1896) baut 1839 die erste
       funktionsfähige Brennstoffzelle. Die Spezialbatterie, die aus
       Wasserstoff und Sauerstoff Strom erzeugt, erhält zu Groves
       Lebzeiten wenig Beachtung. Heutzutage gilt sie jedoch als
       vielversprechende Technologie, um alternative Energiequellen zu
       erschließen.
       Inspiriert wird Grove durch den englischen Physiker Michael
       Faraday (1791-1867), der Wasser durch Strom in Wasserstoff und
       Sauerstoff zerlegt. Geht dies auch rückwärts? Der Chemiker
       Christian Friedrich Schönbein (1799-1868) macht 1838 eine
       ermutigende Entdeckung: Taucht man zwei Platindrähte in
       Schwefelsäure und umspült einen mit Wasserstoff und einen mit
       Sauerstoff, so fließt Strom.
       Grove verbessert den Versuch, bis eine funktionsfähige Apparatur
       entsteht. Obwohl Grove die Leistung seiner Gasbatterie steigert,
       verdrängt der Dynamo sie wenig später. Erst der Einsatz in
       U-Boot und Raumkapsel belebt die abgasfreie Technik wieder. In
       den 1970er Jahren intensivieren sich die Bemühungen der
       Forscher, Wasserstoff als alternative Energiequelle zu nutzen.
       Inzwischen gibt es verschiedene Typen von Brennstoffzellen.
       Die Sendung beschreibt Groves Beitrag zur Entwicklung der
       Brennstoffzelle und erklärt das Prinzip. Daneben wird auch
       aufgezeigt, welche Rolle die Technologie im 21. Jahrhundert
       spielen könnte.[/quote]
  HTML http://www.arte.tv/guide/de/051738-032/meilensteine-der-naturwissenschaft-und-technik
       [quote]Wasserstoff statt Benzin? - FUTURE - ARTE
       Seit langem werden mit Wasserstoff Raketen angetrieben. Sein
       Vorteil ist, dass er keine Emissionen hinterlässt: weder
       Schadstoffe noch Treibhausgase – nur Wasser. Deshalb gilt
       Wasserstoff als saubere Energie par excellence; allerdings
       schien seine Verwendung als Treibstoff für andere Geräte lange
       zu teuer. Eine Herausforderung für die Erfinder: Die
       Innovationswelle der letzten Jahre führte zur Handelseinführung
       von Wasserstoff-Fahrrädern und Wasserstoff-Autos. In Deutschland
       und Japan kann man inzwischen Autos mit Wasserstoff-Antrieb
       fahren. Wird der in unbegrenzter Menge auf der Erde vorhandene
       Wasserstoff das immer knappere Erdöl verdrängen?[/quote]
  HTML https://m.youtube.com/watch?v=--4J-KuBMTM
       Hyundai ix35fc (siehe unten) und
       Hyundai Tucson seit Anfang 2015 erhältlich (Tucson nur in
       Californien, wegen des dichtesten Tankstellennetzes)
  HTML http://www.caranddriver.com/reviews/2015-hyundai-tucson-fuel-cell-first-drive-review
       Toyota Mirai seit September in Deutschland erhältlich
  HTML http://www.autobild.de/artikel/toyota-mirai-fcv-vorstellung-und-preis-5178340.html
       Honda Clarity Verkaufsstart in Europa für Ende 2016 angekündigt
  HTML http://trc.taboola.com/dennispublishing-autoexpress/log/3/visible
       Honda Civic Coupé kommt kurz danach
  HTML http://www.hondanews.com/releases/ad77e7cd-24ee-4e55-9e73-d871a624da67
       Chevrolet Colorado mal wieder typisch Amis: erstmal einen
       riesigen Geländewagen für die Armee, seit heuer im Test
  HTML http://www.pulseheadlines.com/chevrolet-develops-fuel-cell-pickup-trucks-army/11098/
       Tesla und andere US-Firmen sind schon mit Hydrogen-Bussen auf
       dem Markt
  HTML http://news.nationalgeographic.com/energy/2015/03/150312-tesla-for-the-masses-electric-buses-take-off/
       Im Vergleich zu
       Mercedes-Benz Could Launch Next Fuel-Cell Car In 2017
  HTML http://www.greencarreports.com/news/1090889_mercedes-benz-could-launch-next-fuel-cell-car-in-2017
       Bisher nur ein Konzept.
       BMW hat es aufgegeben (obwohl die vor Jahren fast die einzigen
       waren, die daran geforscht haben, und hatten auch schon
       Prototypen), und baut nurnoch designstudien mit
       Toyota-Innereien.
  HTML http://ppr.li/r?trail=contributor%3Dtwitter%3A2229500664&url=http%3A%2F%2Fbmw-suv.com%2F2015-07-08%2F2016-BMW-Hydrogen-Fuel-Cell-Research-Vehicle-TEST-DRIVE%2FT_LL3Thfo_E.html&urlhash=e1a0d3f0
       2009 hat man sich aus einer Entwicklungszusammenarbeit
       zurückgezogen, hat dann 2012 eine Zusammenarbeit mit GM
       abgelehnt, und mit Toyota eine neue vereinbart. Offenbar hat
       daran aber nur Toyota geforscht, und BMW hat nix gemacht.
       VW kauft in Kanada Patente, während Toyota Patente freigibt, um
       die Technik schneller zu verbreiten.
  HTML http://www.autobild.de/artikel/vw-kauft-brennstoffzellen-patente-5591917.html
       Für VW müssen die Gründe andere sein, weil:
       [quote="spon"]Auf der Autoshow in Los Angeles hat Toyota soeben
       das Wasserstoff-Fahrzeug Mirai als erstes Serienmodell mit
       dieser Technik präsentiert. Damit sie nicht ganz blank dastehen,
       stellten Audi und VW auf der gleichen Messe jeweils ein
       Forschungsfahrzeug mit dieser Technik daneben - doch die
       Produktionswahrscheinlichkeit ist gleich null.[/quote]
  HTML http://www.spiegel.de/auto/aktuell/brennstoffzellen-autos-audi-vw-und-honda-zeigen-prototypen-a-1004632.html
       Zum Teil gefunden auf Papier.li E-Mobilität:
  HTML http://paper.li/zaun_koenig/1301411782?edition_id=43d98920-958f-11e5-9023-002590a5ba2d
       [quote]Praxistest Hyundai ix35 Fuel Cell
       Die deutsche Autoindustrie will nicht, dass Sie dieses SUV
       kaufen
       VW, Mercedes, BMW - alle forschen an der
       Brennstoffzellen-Technik herum, aber fürchten die
       Serienproduktion. Und wer verkauft's schon jetzt? Die Koreaner.
       FOCUS-Online testet das Antriebskonzept, das zeigt, wie die
       Zukunft des Autofahrens wirklich aussieht.
       Eins vorweg: Wenn die deutschen Autobauer wollten, könnten sie
       das Wasserstoffauto schon längst verkaufen. Volkswagen und BMW
       bauen und testen seit Jahren Prototypen, Mercedes testet seine
       Brennstoffzellen-B-Klasse ebenfalls schon ewig - und verschob
       trotzdem immer wieder die Serienproduktion.
       Stattdessen bauen VW, Audi und Co. unbezahlbare
       Kleinserien-Autos oder versuchen, Tesla nachzueifern. Dabei
       würden beispielsweise 1000 Wasserstoff-Tankstellen - mehr als es
       Erdgas-Tankstellen in Deutschland gibt - nur etwa soviel kosten
       wie 50 Kilometer Autobahn.
       Hyundai schlägt Toyota
       Noch bevor Toyota seine Brennstoffzellen-Limousine Mirai nach
       Deutschland bringt, bietet Hyundai den ix35 Fuel Cell an - für
       599 Euro monatlich beziehungsweise 65.450 Euro. Eine Menge Holz
       - aber im Prinzip auch um ein Vielfaches alltagstauglicher als
       jedes rein Batterie-betriebenes Elektroauto.[/quote]
  HTML http://www.focus.de/auto/videos/klickdown/praxistest-hyundai-ix35-fuel-cell-die-deutsche-autoindustrie-will-nicht-dass-sie-dieses-suv-kaufen_id_4894756.html
       Über die Verstrickungen der deutschen Regierung und den
       deutschen Automobilkonzernen hat man ja im Zuge des VW-Skandals
       einiges gehört. Man hat es leider auch überhört oder gleich
       wieder vergessen. Wenn man sich aber erinnern will, verwundert
       es nicht im geringsten, daß diese Technologie so ausgebremst
       wird.
       [quote="quer"]Irsching-Irrsinn: Hartz IV für Zombie-Kraftwerke?
       Energiewende paradox: e.on will das Gaskraftwerk in Irsching
       stilllegen - null Megawatt hat Europas modernstes Kraftwerk im
       vergangenen Jahr für den Strommarkt produziert. Doch weil es als
       unverzichtbar für die Notfall-Versorgung gilt, kassieren die
       Betreiber trotzdem seit Jahren Millionensummen. Tatsächlich
       haben klimafreundliche Gaskraftwerke zurzeit keine Chance
       gegenüber dreckigen Kohleschleudern, die staatlich
       subventioniert und flankiert von billigen Verschmutzungsrechten
       preisgünstigen Strom erzeugen können. Deshalb stehen bundesweit
       dutzende Gaskraftwerke vor der Schließung, während ein
       flexiblerer Strommarkt, intelligente Netze und
       Speichertechnologien auf sich warten lassen.[/quote]
  HTML http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/150312-quer-themen100.html
       Da hat er sich verrechnet, der Seehofer: er dachte mit den
       Russen sei jetzt Frieden, und er könnte fracken wie ein Ami,
       aber jetzt ist fracken bei uns verboten weil giftig, und die
       Russen haben wieder einen Diktator der Krieg spielen will. Jetzt
       kann er sich seine Gaskraftwerke einrahmen lassen.
       Der Sigmar Gabriel verwendet das natürlich als Ausrede, um im
       Interesse seiner eigenen Klientel weiter auf Kohlekraftwerke zu
       setzen, weil ja Kohle der einzige fossile Energieträger ist, von
       dem Deutschland selber zum saufüttern hat.
       Generative und regenerative Energieträger werden als nicht
       grundlastfähig weil nicht speicherbar dargestellt, um diese
       beiden veralteten Strategien weiterverfolgen zu können. Wie wir
       in dem Beitrag erfahren wird dem weiter Vorschub geleistet,
       indem die Energiespeicherung mittels Wasserstoff mehrfach
       besteuert wird, nämlich bei der Einleitung in den Speicher und
       bei der Entnahme. So wird die Speicherung in einem Ausmaß
       besteuert, das sie unwirtschaftlich macht. Ein weiterer Beweis
       dafür, daß weder die Unionsparteien noch die SPD ein echtes
       Interesse an einer Energiewende haben.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 4009--------------------------------------------------
       Re: Wasserstoff / Brennstoffzelle
       By: hellboy Date: August 5, 2016, 4:11 pm
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       [quote="Auto, Motor und Sport"]WASSERSTOFF – SPRIT FÜR DIE
       ZUKUNFT?
       Wie wir morgen fahren sollen
       Wie fahren wir morgen, in 20 Jahren, am Ende des Öls? Toyota
       setzt unter anderem auf die Brennstoffzelle und bringt den
       Mirai. Eine Analyse.
       Eines kann man den deutschen Herstellern sicher nicht vorwerfen:
       dass sie den Trend verschlafen haben. Brennstoffzellenfahrzeuge,
       die mit Wasserstoff betrieben werden, sind schon seit
       Jahrzehnten ein Thema. Der zündende Funke jedoch fehlte bislang.
       So wurde beispielsweise die im Jahr 1999 mit viel Werberummel
       unter Federführung von BMW eingeweihte Wasserstoff-Tankstelle am
       Münchner Flughafen, immerhin die erste öffentliche H2-Tankstelle
       weltweit, still und leise wieder abgeschafft.
       Auch Mercedes setzt auf das Thema. Schon 1994 zeigten die
       Stuttgarter einen mit Technik vollgestopften MB 100-Transporter,
       der als NECAR das Wasserstoffzeitalter einläuten sollte. Gerade
       Mercedes erwies sich in Sachen Wasserstoff durchaus hartnäckig,
       man startete sogar 2011 mit der F-Cell B-Klasse eine immens
       kostspielige Weltumrundung zu Werbezwecken. Doch auch hier sind
       kaufbare Autos bislang nicht in Sicht. VW Hy-motion, Audi A2H2,
       Ford Focus FCV – die Liste der Konzeptfahrzeuge ist lang.
       All diese Projekte wurden mehr oder weniger beerdigt, teilweise
       in Feldversuchen erprobt, aber nie in der Weise verfolgt, die
       Toyota nun mit dem Mirai beschreitet: es wird in Deutschland ein
       Brennstoffzellen-Fahrzeug geben, das sich ab Herbst jeder kaufen
       kann, der das nötige Kleingeld (avisiert sind 78.000 Euro bei
       Vollausstattung) mitbringt.
       Energiewende soll Durchbruch bringen
       Die Gründe, warum die Brennstoffzelle ausgerechnet jetzt als
       alternativer Antrieb durchstarten soll, obwohl es in den
       vergangenen 20 Jahren nicht funktionierte, bringt Werner Diwald,
       Sprecher von Performing Energy, dem "Bündnis für
       Windwasserstoff", auf einen kurzen Nenner: erneuerbare Energien.
       Seit dem in Deutschland beschlossenen Atomausstieg und der
       sogenannten Energiewende stehen die Stromversorger vor dem
       Problem, teils gewaltige Überschussmengen an Strom aus
       regenerativen Quellen verwalten zu müssen. Bei Starkwind und
       viel Sonnenschein liefern Windkraft- und Solaranlagen in
       Deutschland schon jetzt mehr Strom, als die deutschen
       Verbraucher zusätzlich zur konventionell erzeugten Energie
       abnehmen können. Im Jahr 2014 waren erneuerbare Energien mit
       einem Anteil von 157 Terrawattstunden erstmals die wichtigste
       Säule in der Bruttostromerzeugung, noch vor der Braunkohle (156
       TWh, Quelle BMWI).
       Speziell Windkraft- und Solarenergie fällt jedoch bekanntlich
       zyklisch an – nachts scheint keine Sonne, auch an der Küste
       herrscht bisweilen Flaute. Die Suche nach praktikablen
       Stromspeichern, um überschüssigen Strom als Energiequelle
       umwandeln und vorhalten zu können, läuft daher auf Hochtouren.
       Pumpspeicher-Wasserkraftwerke oder Kavernenspeicher für
       Druckluftkraftwerke stehen hier beispielsweise in der
       Diskussion. Diese Lösungen bedingen allerdings entsprechende
       Investitionen in Baumaßnahmen, die zudem immer schwieriger gegen
       den Bürgerwillen durchzusetzen sind. Und hier kommt der
       Wasserstoff ins Spiel.
       Über die sogenannte Elektrolyse lässt sich Wasser in seine
       Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegen. Gegenüber der
       Wasserstofferzeugung aus fossilen Brennstoffen rechnet sich die
       Wasserstofferzeugung eigentlich nicht, zumindest derzeit – aus
       Erdgas lässt sich der Wasserstoff kostengünstiger produzieren
       als mittels  Wasserstoffelektrolyse. Doch angesichts immer
       größerer Probleme, überschüssigen Strom "loszuwerden", sieht die
       Rechnung plötzlich anders aus:  besonders als Energieabnehmer
       für alternative Energien wäre die Wasserstoffelektrolyse ein
       idealer Einsatzzweck.  Der erzeugte Wasserstoff lässt sich
       unmittelbar als Treibstoff für Brennstoffzellen verwenden oder
       nach der sogenannten Methanisierung in das reguläre deutsche
       Erdgasnetz einspeisen. Ein verlockender Gedanke, denn speziell
       für Erdgas ist die komplette Infrastruktur – Leitungsnetz,
       Gasspeicher – bereits vorhanden und müsste nicht erst teuer und
       langwierig aufgebaut werden.
       Brennstoffzellen-Autos als Ergänzung
       Warum aber den Strom aufwändig in Wasserstoff umwandeln und
       nicht direkt in Elektro-Autos verwenden?
       Brennstoffzellen-Befürworter nennen vor allem zwei Gründe
       hierfür. Als erstes das altbekannte Dilemma Reichweite: während
       ein Brennstoffzellenauto nach derzeitigem Stand der Technik rund
       500 Kilometer mit einer Tankfüllung fahren kann, ist bei den
       meisten heute verfügbaren Elektromobilen spätestens nach rund
       150 Kilometer Schluss. Zu wenig für Überlandfahrten, aber ideal
       für den Pendler- und Großstadt-Verkehr, weshalb das Elektroauto
       in diesem Umfeld auch Zukunftspotential hat.
       Will man ein Elektroauto mit entsprechender Reichweite
       ausrüsten, steigt – siehe Tesla – durch die teuren Batterien
       unweigerlich der Grundpreis auf ein sehr hohes Level. Punkt zwei
       ist der Tankvorgang an sich: ein Brennstoffzellenauto lässt sich
       heute an einer Wasserstofftankstelle binnen vier bis fünf
       Minuten volltanken. Ungeachtet der Batteriekapazität dauert der
       Ladevorgang bei Elektroautos aus physikalischen Gründen ungleich
       länger. Salopp gesagt: weil nicht mehr Strom durch das
       vorgegebene Kabel passt. So liefert ein Tesla-Supercharger, laut
       Tesla "schnellste Ladestation der Welt", in einer halben Stunde
       Ladezeit den Strom für rund 270 Kilometer Reichweite. Auch bei
       deutlich leistungsfähigeren Batterien als sie heute verfügbar
       sind, wird sich dies nicht wesentlich verkürzen lassen. Was dies
       bei einer weiten Verbreitung entsprechender Elektroautos
       bedeutet, lässt sich leicht ausmalen, wenn mehrere E-Mobile an
       einer Schnell"zapf"säule darauf warten, dass der Vordermann mit
       dem Laden fertig wird.
       Schon heute bietet sich Wasserstoff jedoch nicht nur für den
       Einsatz im Pkw an: Blockheizkraftwerke mit Brennstoffzellen
       lassen sich beispielsweise für die Energie- und Wärmeversorgung
       von Gebäuden einsetzen.
       Das Tankstellennetz ist noch dünn
       Die Technik ist vorhanden, mehrere Pilotanlagen für das
       "Power-to-Gas" oder auch kurz P2G genannte Verfahren befinden
       sich in Betrieb oder kurz vor der Fertigstellung. Für eine
       flächendeckende Versorgung mit Wasserstoff als
       Fahrzeug-Treibstoff sind diese natürlich noch nicht ausreichend,
       doch ein Anfang scheint gemacht. Gleiches gilt für den Aufbau
       von Wasserstoff-Tankstellen. Bis Ende 2015 soll das
       Tankstellennetz in Deutschland von derzeit rund 40 auf 50
       Wasserstofftankstellen erweitert werden (eine Liste der weltweit
       verfügbaren Wasserstofftankstellen finden Sie unter diesem
       Link). Für eine ausreichende Abdeckung gehen Studien von rund
       1.000 notwendigen Tankstellen in Deutschland aus, Toyota selbst
       rechnet damit, bereits bei einem Netz von rund 500
       deutschlandweit strategisch verteilten Tankstellen eine
       ausreichende Versorgung ohne große Umwege bei der Routenplanung
       zu gewährleisten.
       Um für den Betrieb in Fahrzeugen die nötige Energiedichte zu
       erreichen, wird flüssiger Wasserstoff (LH2) benötigt. Dessen
       Hauptproblem ist die enorm niedrige Temperatur: LH2 wird bei
       einem Druck von maximal 16,5 bar und Temperaturen von bis zu
       -253 Grad Celsius gelagert. Das bedingt gewisse
       Logistik-Probleme: Für den Transport zur Tankstelle sind
       spezielle isolierte Lkw-Tankauflieger notwendig. Die Alternative
       hierzu ist die Erzeugung von LH2 direkt vor Ort an der
       Tankstelle, hierzu könnte der gasförmige Wasserstoff per
       Pipeline angeliefert oder in einer kleineren P2G-Anlage aus
       regenerativen Energien erzeugt werden, um dann für den
       Tankvorgang direkt vor Ort komprimiert und verflüssigt zu
       werden. Diese Lösung betreibt der brandenburgische
       Stromversorger Enertrag seit 2011 in einem Pilotprojekt.
       Die Speichertechnik selbst scheint zumindest Toyota inzwischen
       im Griff zu haben: die selbst hergestellten Wasserstofftanks aus
       Kunststoff zeigen laut Toyota keine Diffusionsverluste und
       können den flüssigen Wasserstoff auch über längere Zeiträume
       zuverlässig und verlustfrei speichern. Auch die reinen
       Betriebskosten sind überschaubar: derzeit kostet ein Kilo
       Wasserstoff rund acht Euro, "umgerechnet" auf Verbrennermotoren
       entspricht dies momentan den Verbrauchskosten von rund sechs
       Liter Benzin auf 100 Kilometer.
       Das wird allerdings, ist sich auch Wasserstoff-Lobbyist Diwald
       sicher, kein Preis für die Ewigkeit sein. Sobald entsprechende
       Mengen Wasserstoff im Straßenverkehr verbraucht werden, wird
       unweigerlich der Finanzminister beide Hände aufhalten – ein
       Paradebeispiel hierfür ist das nachträglich als Kraftstoff
       versteuerte Rapsöl, nachdem immer mehr Dieselfahrer bei Aldi und
       Co. "getankt" hatten. Bis es soweit kommt, wird allerdings auch
       Erdöl auf einem Preislevel angelangt sein, der einen Spritpreis
       deutlich jenseits des heutigen diktieren wird.
       Fazit:
       Die Notwendigkeit, überschüssigen "Öko"-Strom zu speichern,
       könnte der Wasserstoff-Mobilität in Deutschland den
       entscheidenden Anstoß geben, der in den vergangenen Jahrzehnten
       fehlte. Der Aufbau der erforderlichen Versorgungstechnik
       (P2G-Fabriken, Tankstellen) wird nicht innerhalb der nächsten
       Monate passieren, doch in fünf bis zehn Jahren erwarten Experten
       einen für reibungslosen Individualverkehr ausreichenden
       Ausbaustand.[/quote]
  HTML http://www.auto-motor-und-sport.de/news/wasserstoff-sprit-fuer-die-zukunft-wie-wir-morgen-fahren-sollen-9338950.html
       Die eine Zwischenüberschrift trifft es nicht ganz: es werden
       wohl die Elektroautos die nur Batterien haben die Ergänzung
       sein, ein Nischenprodukt für Leute die nur kurze Strecken
       fahren. Wie hier zu lesen ist, werden die Brennstoffzellenautos
       wegen ihrer Langstreckentauglichkeit und der schnellen Betankung
       die bevorzugte Wahl für den Großteil der Autofahrer sein.
       ahoy
       hellboy
       *****************************************************