URI:
   DIR Return Create A Forum - Home
       ---------------------------------------------------------
       partypiratesat
  HTML https://partypiratesat.createaforum.com
       ---------------------------------------------------------
       *****************************************************
   DIR Return to: General Discussion
       *****************************************************
       #Post#: 3779--------------------------------------------------
       Flüchtlingskrise
       By: hellboy Date: November 24, 2015, 3:51 pm
       ---------------------------------------------------------
       Eigentlich wollte ich zu dem Thema nix verlinken, weil nur
       bullshit zu finden war. Jetzt ist aber doch noch was brauchbares
       aufgetaucht:
       [quote="ARD"]Staaten stocken Flüchtlingshilfe auf
       1,8 Milliarden Dollar mehr
       Fluchtursachen bekämpfen - die hehren Worte der Industriestaaten
       hatten mit der Realität bislang wenig zu tun. Immer wieder
       mussten Lebensmittelhilfen in den Lagern in Jordanien und
       Libanon gekürzt werden, weil das Geld fehlte. Jetzt soll es 1,8
       Milliarden Dollar zusätzlich geben.
       Vier Millionen Syrer sind auf der Flucht. 1,5 Millionen Menschen
       leben in Flüchtlingslagern in Syrien oder rund um das
       Bürgerkriegsland - in Jordanien, dem Libanon und der Türkei.
       Versorgt werden sie auch von UN-Hilfsorganisationen oder der
       Welthungerhilfe. Das kostet Geld - für Syrien beziffern
       UN-Hilfsorganisationen den diesjährigen Finanzbedarf auf 7,4
       Milliarden Dollar. Überwiesen oder versprochen wurden für die
       Nothilfe innerhalb des Landes bislang nur 37 Prozent. Für Syrer
       in den Nachbarländern waren bislang 41 Prozent der erbetenen 4,5
       Milliarden Dollar finanziert.
       Das Welternährungsprogramm (WFP) musste deshalb die
       Lebensmittelhilfe für die Menschen streichen oder dramatisch
       kürzen. Für 850.000 von ihnen musste das WFP den Wert von
       Lebensmittelgutscheinen halbieren, im Libanon auf monatlich
       13,50 Dollar und in Jordanien auf monatlich 14 Dollar pro
       Person.
       Die katastrophalen Lebensbedingungen in den Flüchtlingslagern
       sind mit ein Grund für den derzeitigen Flüchtlingsandrang nach
       Europa. Fluchtursachen bekämpfen - wie ein Mantra wiederholen
       europäische Politiker diese Worte - und es ändert sich doch
       wenig.
       G7-Staaten versprechen Milliarden
       "Wir müssen ihnen helfen, in den Regionen zu bleiben und nicht
       eine weitere Fluchtdynamik in Gang zu setzen", so nun auch
       Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nach dem
       G7-Außenministertreffen in New York. Die reichen
       Industrienationen sowie die Golfstaaten versprachen dabei, die
       Flüchtlingshilfe aufzustocken. Konkret geht um die Summe von 1,8
       Milliarden Dollar, Deutschland allein wird laut Steinmeier
       zusätzlich 100 Millionen Euro bereitstellen. Bislang hatte die
       Bundesregierung nach offiziellen Angaben bereits eine Summe von
       einer Milliarde Euro zugesagt, davon 500 Millionen für
       humanitäre Hilfe.
       "Es darf nicht passieren, dass das Flüchtlingshilfswerk der
       Vereinten Nationen oder das Welternährungsprogramm,
       Gesundheitsstationen schließen und Zelte nicht gegen Kälte
       isolieren können, weil ihnen dafür in diesem Jahr schlicht und
       einfach das Geld fehlt", unterstrich Steinmeier. Die
       Unterfinanzierung sei "dramatisch".
       Die Gelder sollen an Organisationen der Vereinten Nationen
       gehen, insbesondere das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und das
       Welternährungsprogramm. Aber auch Länder wie die Türkei, der
       Libanon oder Jordanien, die in der Syrien-Krise Flüchtlinge
       aufgenommen haben, sollen damit unterstützt werden, sagte
       Steinmeier.
       Zu den weiteren sieben Ländern, die Geld geben, gehören zum
       Beispiel die Niederlande (123 Millionen US-Dollar),
       Saudi-Arabien (100 Millionen), die Schweiz (71,7 Millionen) und
       Österreich (10 Millionen). Die USA sagten 419 Millionen
       US-Dollar zu. Unklar blieb bei mehreren Ländern allerdings, ob
       es sich tatsächlich um neue Mittel handelt.
       UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres lobte Deutschland für
       seine Flüchtlingspolitik und auch für die neue Initiative. Die
       internationalen Hilfsorganisationen seien "pleite" und könnten
       nicht einmal mehr das "absolute Minimum" für die Flüchtlinge
       leisten. Die Vereinten Nationen klagen allerdings immer wieder
       darüber, dass das Geld nicht ausreicht und Zusagen auch nicht
       eingehalten werden.[/quote]
  HTML http://www.tagesschau.de/ausland/g7-mehr-fluechtlingshilfe-101.html
       Aus den Kommentaren:
       [quote]Realitätsverweigerung
       Insgesamt 1,8 Milliarden Dollar werden zusätzlich bereitgestellt
       - davon allein 100 Millionen aus Deutschland! Das klingt viel!
       Und doch wirkt diese Summe im Vergleich zu den Kosten, welche
       Deutschland für Migranten im eigenen Land ausgibt, klein. Für
       einen einzelnen Migranten werden pro Monat mehr als 1.000 €
       ausgegeben, so dass bei den inzwischen geschätzten 1 Million
       Migranten allein pro Monat Kosten von über 1 Milliarde €
       entstehen - pro Monat. Nicht eingerechnet sind hier Kosten für
       zusätzliche Lehrer, Sozialarbeiter, Ärzte, Polizei usw. Wer
       diese Zahlen refelektiert wird sehen, wie überfordert unsere
       Politik von der aktuellen Situation ist und sich nach wie vor
       der Realität verweigert. 100 Millionen aus Deutschland sollen
       Flüchtlinge in der Welt davon abhalten, doch noch nach
       Deutschland zu kommen, um sich hier Milliarden
       abzuholen?[/quote]
       Noch Fragen?
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3902--------------------------------------------------
       Re: Flüchtlingskrise
       By: hellboy Date: February 18, 2016, 3:58 pm
       ---------------------------------------------------------
       Dazu hab ich einen Blogartikel verfasst, in dem ich das doch
       noch näher ausgeführt habe:
       [quote]Was lernen wir daraus?
       Als Fluchtursache wird meistens zuerst die Unwilligkeit der
       Türkei und Griechenlands genannt, die Flüchtlinge in den
       dortigen Lagern ausreichend zu versorgen. Von manchen wird
       vielleicht gerade noch eingestanden, daß vor allem Griechenland
       mit seiner linksradikalen Regierung ohnehin schon mit sich
       selbst überfordert ist, und man die Länder auch finanziell nicht
       alleine lassen darf. Dabei wird übersehen (oder vorsätzlich
       ignoriert), daß sich auch auch im Libanon und in Jordanien
       Millionen Flüchtlinge befinden. Schließlich sind ja insgesamt 12
       Millionen Syrer auf der Flucht. Daß der eigentliche Grund für
       das Flüchten ansich der Krieg von Assad und Putin gegen die
       Syrische Zivilbevölkerung ist, wird dabei meistens ausgespart.
       Wenn es dazu überhaupt eine Begründung gibt, dann ist es die,
       daß man daran sowieso nix ändern könnte. Auch darüber, daß die
       russische Wirtschaft von Öl- und Gasexporten abhängig ist, eine
       Destabilisierung des nahen Ostens die dortigen Fördermengen
       begrenzen und eine Destabilisierung Europas durch die
       Flüchtlingsströme vielleicht die Energiewende einbremsen könnte,
       was die derzeit im Keller beindlichen Öl- und Gaspreise wieder
       steigen lassen, und dem Putin-Regime wieder Unsummen einbringen
       würde, redet man in einem Land, in dem die Teilstaatliche
       Ölfirma gerade massiv in russische Förderanlagen investieren
       will lieber nicht.
       Was wir aber dem Beitrag der Tagesschau entnehmen können ist ja
       viel absurder. Die Flüchtlinge kosten uns in Unterbringung und
       Verpflegung hier in Europa ein Vielfaches dessen, was ihre
       Versorgung in der Region kosten würde. Konkret ist es das
       Zwölffache, weil die Versorgung hier für einen Monat so viel
       kostet wie sie vor Ort ein ganzes Jahr kosten würde. Das wissen
       die europäischen Regierungen natürlich auch. Trotzdem werden die
       Schulden vieler Staaten bei den Organisationen der UNO nicht
       bezahlt, die konket zugesagten Gelder werden nicht ausbezahlt,
       die Menschen können in den Lagern nicht versorgt werden, und
       flüchten. Das UNHCR, das Internationale Komitee des Roten
       Kreuzes, Ärzte ohne Grenzen und sämtliche anderen Organisationen
       die sich der Versorgung der Flüchtlinge widmen weisen ständig
       darauf hin, öffentlich und so laut sie nur können.
       Warum es trotzdem zu den Flüchtlingswellen kommt
       Ich schreibe absichlich nicht "Flüchtlingskrise", weil für wen
       ist es denn tatsächlich eine Krise? Für jene, die uns ständig
       erzählen, unser Sozialsystem wäre ohne Zuwanderung nicht zu
       halten? Angeblich ist doch auch unser Pensionssystem ohne
       Beölkerungswachstum, das natürlich nur durch Zuzug, und nicht
       durch bessere Bedingungen für Familien mit Kindern hierzulande
       zu erreichen ist, zu retten. Die haben da sicher nix dagegen.
       Das wäre ja noch schöner, wenn man die Mittelschicht
       wiederentdeckt, und die Schere zwischen Arm und Reich sich
       wieder etwas schließt. Da ist es doch viel praktischer, wenn man
       ein viel größeres Angebot an Arbeitskräften ins Land holt, und
       mittels der größeren Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ein
       effektiveres Lohndumping ermöglicht. Dann verdienen schließlich
       die immer gleichen noch mehr, und der tumbe Pöbel wird noch
       ärmer, weil dazu ist er ja da.
       Wer profitiert denn jetzt wirklich davon?
       Das ist leicht zu beantworten. Neben den bereits erwähnten
       Profiteuren bei den Aktionären sind es auch diejenigen, die nach
       ihrer Niederlage bei den Versuchen Vorratsdatenspeicherung und
       ACTA einzuführen auf Rache sinnen. Wenn in Europa die Panik vor
       Überfremdung, importierter Kriminalität und islamischem Terror
       grassiert, dann werden die Bürger sich schon die
       Totalüberwachung gefallen lassen, ist ja für die Sicherheit! So
       hat das der Schorsch Dabbeljuh damals seinen Untertanen
       verkauft, das muß in Europa auch funktionieren! Das damalige
       Motto "Freiheit statt Angst!" ist dann vergessen, auf das
       Kurzzeitgedächtnis der Massen ist Verlaß.
       Die Freunde der Aufrüstung haben auch Grund zu feiern. Keiner
       mault mehr wegen der Kosten, wenn Polizeieinheiten mit neuer
       "Riot-Gear" und topmodernen Wasserwerfern ausgerüstet werden.
       Und wenn sich die Bevölkerung immer mehr bewaffnet, muß die
       Polizei das natürlich auch tun. Wenn das Gleichgewicht des
       Schreckens im kalten Krieg so super funktioniert hat, muß das
       doch innerhalb des Landes auch hinhaun, sieht man ja in den USA.
       De alte Stacheldraht war auch schon weggerostet, da wird jetzt
       der brandneue Natodraht in rostfrei und mit den eingearbeiteten
       Rasiserklingen angeschafft. Er wird dann ja wieder abgebaut,
       wenn die bösen Menschen wieder weg sind, ganz großes
       Indianerehrenwort!
       Die Überwachung muß dann leider bleiben, weil wenn man nicht
       weiß was jeder einzelen denkt, könnte ja einer dabei sein, der
       was böses vor hat. Oder jemand plant eine Opposition, wie man
       mit der umgeht kann man sich ja auch bei Putin und Assad
       abschauen.
       Vergesst das bitte alles gleich wieder!
       Hört nicht auf mich, ich bin ja so ein Vielschreiber, so ein
       lästiger Typ der von den Menschen verlangt, daß sie selber
       denken, und sich vorher auch noch informieren! Hört lieber auf
       die, die keine Ahnung haben, und auch noch stolz darauf sind,
       die sich nicht lange mit Fakten aufhalten, sondern sich in
       Ermangelung jeglicher Kompetenz etwas zusammenreimen und das
       "Hausverstand" nennen, die euch sagen "De deppadn Saundnega soin
       se Haam schleichn, weu de woin eh nua mei Oide budan und nix
       hackln!", das ist viel einfacher zu verdauen, und verdirbt euch
       nicht das wohlige Gefühl, daß die da oben das schon für euch
       richten werden.[/quote]
  HTML https://www.fischundfleisch.com/hellboy/ueber-fluechtlinge-lamentieren-ist-leichter-als-ueber-fluchtursachen-nachzudenken-16337
       ich musste ja leider lernen, daß die leute auf solche sachen
       nicht von selber kommen, nur weil es für mich logisch ist.
       ahoy
       hellboy
       *****************************************************