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#Post#: 3338--------------------------------------------------
Gekaufte Medien - und auch Dummheit ist dabei.
By: hellboy Date: February 18, 2015, 5:06 pm
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[quote]Österreich: Inserate für Hofberichterstattung?
Österreich ist das letzte Land in der europäischen Union mit
einem Amtsgeheimnis in der Verfassung. Ein Überbleibsel aus der
Monarchie, das es Journalisten beinahe unmöglich macht,
Informationen von Behörden einsehen zu können. Informanten sind
oft ihre einzige Quelle. Doch selbst wenn sie eine heikle
Geschichte recherchiert haben, kann es sein, dass die
Veröffentlichung gestoppt wird.
Inserate gegen freundliche Schlagzeilen
Printmedien in Österreich werden zu einem großen Teil über
politische Inserate finanziert. Zum Vergleich: Obwohl
Deutschland ungefähr zehn Mal so viele Einwohner hat, werden von
der öffentlichen Hand hier weniger Inserate in Zeitungen
geschaltet, als in Österreich.
Wer dort kritisch berichtet, riskiert schnell die finanzielle
Sicherheit seines Medienunternehmens. So hat die Partei ÖVP im
August 2013 beispielsweise nach einem Bericht über ein geheimes
Schwarzgeldkonto im Magazin "News" die Inseratenschaltungen
storniert. "Die finanzielle Abhängigkeit österreichischer Medien
von Österreichs Politik führt dazu, dass nicht Innovation,
sondern eher Treue zu gewissen politischen Akteuren gefördert
wird", sagt Florian Skrabal von der Rechercheplattform
dossier.at.
Aller Hürden zum Trotz: dossier.at publiziert
Die Journalisten von dossier.at haben sich vom mangelnden
Informationsfluss und durch finanzielle Abhängigkeiten nicht
einschüchtern lassen. Sie untersuchten den politischen Einfluss
auf die Gratis-Boulevard-Zeitung "Heute". Der Marktführer in
Wien finanziert sich ausschließlich über Inserate. Florian
Skrabal und sein Team griffen bei ihrer Recherche zu einer
aufwändigen Methode: Sie zählten alle Inserate von Parteien und
öffentlichen Stellen. Für den Zeitraum von 2004 - dem
Gründungsjahr der "Heute-Zeitung" - bis 2014 ermittelten sie
einen Wert von 84 Millionen Euro, die in Form von Inseraten der
"Heute-Zeitung" zu Gute kamen. Da ihnen Kenntnisse über mögliche
Rabatte fehlen, handelt es sich hierbei jedoch um einen
geschätzten Wert.
Kritik von Heute-Herausgeberin Eva Dichand
Bereits vor der Veröffentlichung drohte "Heute"-Herausgeberin
Eva Dichand den Journalisten von dossier.at mit einer Klage.
"Die Zahlen sind weit überhöht. Sie wurden nicht mit jenen
anderer Marktteilnehmer verglichen", kommentiert Eva Dichand,
die auch Geschäftsführerin der Zeitung ist, die Recherche. Das
Journalistenkollektiv von dossier.at recherchiert derweil
weiter. Auch die Gründung der "Heute"-Zeitung am 1. Juni 2004
wirft noch Fragen auf, so Skrabal gegenüber Zapp.[/quote]
HTML http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Oesterreich-Inserate-fuer-Hofberichterstattung,dossierat102.html
"Wann da herrgott ned wü nutzt des goanix" singt der geübte
Österreicher. Weil man es eh weiß, aber da kann man halt nix
machen, das war schon immer so. Man lässt sich in der Masse
lieber mit scheininformation füttern, um mitreden zu können, und
dabei nicht anzuecken, als das Risiko einzugehen wegen
abweichender oder weitergehender Informationen als Querulant
oder Klugscheißer dazustehen. Dazu noch eine Prise political
correctness, und fertig ist die gleichgeschaltene
Medienlandschaft.
Wenn man schon dabei ist, ersetzt man Kompetenz von Experten
durch das Recht des Lautesten, oder plappert einfach nach, was
die anderen sagen:
[quote]Murks in Medien: Experte für Verschleiß
Wer hat sich nicht schon mal darüber geärgert, dass im neuen
Haushaltsgerät billige Teile verbaut wurden, die dann schnell
kaputt sind? "Geplante Obsoleszenz" klingt hochwissenschaftlich
und meint Geräte, die bewusst so konstruiert wurden, dass sie
weniger lange halten.
Die geplante Wegwerfgesellschaft?
Einige sehen dahinter einen Plan der Industrie, zum Beispiel
Stefan Schridde mit seiner "Murks-Theorie". Damit hat damit den
Nerv von Verbrauchern und Medien getroffen: "Diese Strategie,
die treffen wir aber nicht nur bei elektrischen Zahnbürsten,
sondern auch bei iPads, bei Navigationsgeräten, Epiliergeräten
und Rasierapparaten", so Schridde.
Gegen die Wegwerfgesellschaft, die den Konsum braucht, damit der
Absatzmarkt stabil bleibt, wehrt sich Schridde mit Buch und
Blog. Dort sammelt er Beispiele, die Verbraucher ihm zutragen:
vom kaputten Handrührgerät bis hin zum High-Tech-Drucker.
Beweise sind schwierig
Zwar räumt Schridde selbst ein, dass der bewusste Vorsatz nicht
bewiesen werden kann, bleibt aber dennoch dabei, dass es kein
Zufall sei, "dass Geräte immer schneller kaputt gehen". Nur für
die Annahme, dass die Hersteller bewusst und absichtsvoll
billige oder schlechte Teile verbauen, fehlt der Nachweis, wie
die "Stiftung Warentest" erklärt: "Die Planung dahinter, die
Absicht: 'Ich will, dass es nach zwei Jahren kaputt geht.' - die
ist für uns nicht nachweisbar.“
weiter
HTML http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Murks-in-Medien-Experte-fuer-Verschleiss,murks100.html[/quote]
[quote]Frontex-PR: Falsche Fakten zu "Geisterschiffen"
Wenn gleich mehrere Quellen und Nachrichtenagenturen dieselbe
Version aktueller Ereignisse verbreiten, lässt sich für
Journalisten, die nicht vor Ort sind, kaum nachvollziehen, was
wirklich geschehen ist. Und selbst die Berichterstatter vor Ort
haben kaum die Möglichkeit in der Kürze der Zeit tiefer
nachzuforschen.
Die Schablone passt
Anfang Januar berichtete die italienische Küstenwache, dass an
Bord des Frachters "Blue Sky M", der voll mit Flüchtlingen war,
alle Menschen an Bord wahrscheinlich gestorben wären, wenn sie
nicht eingegriffen hätte. Auch Frontex, die europäische Agentur
für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der EU,
sprach davon, der Menschenhandel über das Mittelmeer habe "eine
neue Dimension erreicht". Die Schiffe mit 1.200 Menschen an Bord
seien von der Besatzung verlassen worden und drohten an der
süditalienischen Küste zu zerschellen. Alles schien zu passen.
Kaum ein Berichterstatter schert in der aktuellen
Berichterstattung aus. Das gilt sowohl für Nachrichtenagenturen,
große Printmedien als auch für Fernsehnachrichten. Niemand
scheint zu hinterfragen, was die italienische Küstenwache und
Frontex behaupten. Diese äußern sich alarmiert darüber, dass ein
Frachter - seeuntüchtig - ohne Besatzung an Bord wie ein
Geisterschiff direkt Kurs auf die italienische Küste hielt.
Die Geschichte von den bösen Schleppern
Erst jetzt, Wochen später, bestätigen Recherchen, dass die Crew
keineswegs von Bord ging. Und die Zustände auf dem durchaus
seetüchtigen Schiff stellen sich als weitaus besser heraus als
berichtet. Frontex hat mit frühen Äußerungen die Deutung der
Ereignisse und damit auch die aktuellen Nachrichten dominiert.
Die Geschichte von den bösen Schleusern wird medial immer wieder
inszeniert. Und tatsächlich nehmen diese viel Geld von Menschen,
die in Not sind, um sie dann illegal zu transportieren. Ist
ihnen also alles zuzutrauen? Medial offenbar schon. Das zeigt
die Berichterstattung zum Fall des Frachters "Blue Sky M"
lehrbuchhaft.[/quote]
Da ist es dann zur Lügenpresse nichtmehr weit. Und dann wundert
sich noch wer?
Wer einmal lügt, ... ach, ihr kennt das.
ahoy
hellboy
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