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#Post#: 2807--------------------------------------------------
Kommission der WHO fordert Entkriminalisierung
By: hellboy Date: November 3, 2014, 5:17 pm
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[quote="medijuana"]WHO fordert Entkriminalisierung
Wir sind daran gewöhnt, dass Politiker, Sachverständige und
Forschungsinstitute von Zeit zu Zeit ihre Stimme gegen die
Bestrafung von Drogenkonsumenten erheben. Nun aber tat dies die
Weltgesundheitsorganisation (WHO), die als Institution der UN
immer ein großes Mitspracherecht und relevanten Einfluss auf die
Ausgestaltung des War on Drugs hatte, und daher kann man ihre
Initiative nicht außer Acht lassen.
In den 60er Jahren hatte die WHO Geburtshilfe bei den
internationalen Vereinbarungen zum Verbot von Opium, Cannabis
und anderen Drogen geleistet und Vorschläge unterbreitet, welche
Drogen auf die Liste zu setzen seien. Daher ist der aktuelle
Schritt eindeutig ein Zeichen dafür, dass die bisherigen
Verbots- und Strafregelungen gescheitert sind. Den Anlass bot
ein Bericht über die weltweite Verbreitung von HIV, in dem offen
für die Rechte und Bedürfnisse intravenöser Drogenkonsumenten
eingetreten wird. In allen Ländern der Welt sei jeglicher
Drogenkonsum zu entkriminalisieren, damit die Hilfsprogramme
ungehindert greifen könnten – die Drogenkonsumenten sich nicht
fürchteten, um Hilfe zu bitten.
Die außerordentliche Sitzung der UNO (UNGASS) zum Thema Drogen
wird 2016 stattfinden. Auf der letzten Sitzung im Jahre 2009
entstand eine politische Erklärung, in der die Hoffnung auf eine
drogenfreie Welt zum Ausdruck kommt, obwohl schon längst klar
war, dass dieser Ansatz unhaltbar ist. Wenn die WHO nun
ernsthaft ihre Stimme gegen eine Drogenpolitik erhebt, die auf
Verbot und Strafrecht basiert, dann wird der nächste Aktionsplan
vielleicht von der Utopie der Drogenfreiheit abrücken und sich
mit den Problemen der Konsumenten auseinandersetzen,
beziehungsweise mit den gesellschaftlich wirklich relevanten
medizinischen und sozialen Problemen.[/quote]
HTML http://de.medijuana.eu/who-fordert-entkriminalisierung/
Auch die WHO kann sich auf Dauer den Empfehlungen der Global
Commission on Drugs
HTML http://partypiratesat.createaforum.com/tfrausch/kofi-annan-und-ex-staatschefs-lobbyieren-fur-liberale-drogengesetze/<br
/>nicht verschließen. Ihr Bericht muß auf der leider erst für 20
16
geplanten UN-Sondersitzung (United Nations General Assembly
Special Session, kurz: UNGASS
HTML http://www.unodc.org/ungass2016/)
zum Thema Drogen endlich zu
echten Maßnahmen führen, um die Drogenpolitik global zu
reformieren. Bis dahin gilt es, den Bericht weiter zu
propagieren, damit dann wirklich was weitergeht.
ahoy
hellboy
#Post#: 2812--------------------------------------------------
Re: WHO fordert Entkriminalisierung
By: hellboy Date: November 3, 2014, 6:41 pm
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[quote="derstandard"]Tschechien feiert liberale Drogenpolitik
als Erfolgsgeschichte
DAVID RENNERT
4. Februar 2013, 10:22
Zwei Jahre nach der Liberalisierung der tschechischen
Drogengesetze sehen Experten das Land auf dem richtigen Weg
"Tschechien wird zu Europas Drogenparadies", titelte die
deutsche Tageszeitung "Die Welt" Anfang 2010. Zahlreiche
internationale Medien sprachen damals von einer
"Niederlandisierung" der Tschechischen Republik. Hintergrund der
aufgeregten Berichte war ein neues Drogengesetz, das im Jänner
2010 zur Anwendung kam. Während die österreichische
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) aktuell laut darüber
nachdenkt, Haaranalysen bei jugendlichen potenziellen
Drogenkonsumenten als Zwangsmaßnahme durchführen zu lassen,
setzt Tschechien auf eine andere Strategie: Entkriminalisierung.
Mit dem Gesetz von 2010 wurde die Regelung um die genaue
Definition von "geringen Drogenmengen" zum persönlichen Gebrauch
erweitert: So gelten nun pauschal unter anderem bis zu 15 Gramm
Marihuana, vier Ecstasytabletten, 1,5 Gramm Heroin, ein Gramm
Kokain und zwei Gramm Amphetamine oder Methamphetamine als
"geringe Mengen".
Der Besitz wird bis zu dieser Höchstgrenze nicht strafrechtlich
verfolgt, sondern lediglich als Verwaltungsübertretung mit
geringen Geldstrafen geahndet. Dies gilt auch für den privaten
Anbau von bis zu fünf weiblichen Marihuanapflanzen. Damit hat
Tschechien eines der liberalsten Drogengesetze Europas.
weiter
HTML http://derstandard.at/1358305302941/Tschechiens-feiert-liberale-Drogenpolitik-als-Erfolgsgeschichte[/quote]
Die zitierten positiven Erfahrungen mit Liberaler Drogenpolitik.
Warum es dann nicht alle so machen? Weil ein paar Leute so mehr
Geld verdienen, und die bestimmen leider, wo es lang geht.
ahoy
hellboy
#Post#: 2859--------------------------------------------------
Re: WHO fordert Entkriminalisierung
By: hellboy Date: November 12, 2014, 8:27 am
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[quote="ipg"]Drogenpolitik: Uruguay macht's vor
Der Staat wird zum Dealer – endlich!
Wie in keiner anderen Weltregion gehört Drogengewalt zum
traurigen Alltag des lateinamerikanischen Kontinents.
Verantwortlich dafür ist der gnadenlose Verteilungskampf um das
lukrative Geschäft mit illegalen Rauschmitteln. Durch Korruption
und Einschüchterung schwächen die Kartelle Rechtsstaat,
Demokratie und Menschenrechte. Um den Handel mit den verbotenen
Suchtstoffen rankt sich inzwischen ein riesiger illegaler
Wirtschaftszweig. Die Größenordnung dieses Schwarzmarkts ist
schwer abschätzbar und wurde von UNODC zuletzt 2003 mit weltweit
320 Milliarden US-Dollar bewertet – knapp ein Prozent des
globalen BIP.
Die bisherige „Politik der harten Hand“ mit repressivem Vorgehen
ist gescheitert. Sie konnte weder das Ansteigen des weltweiten
Drogenkonsums verhindern noch das Ausmaß an Gewalt und die
riesigen Gewinnmargen des organisierten Verbrechens eindämmen.
Uruguay zieht umfassende Konsequenzen aus dem gescheiterten
„Krieg gegen die Drogen“ und errichtet als erstes Land der Welt
einen regulierten Markt für die gesamte Wertschöpfungskette von
Marihuana: Anbau, Handel und Konsum. Der Staat wird damit zum
legalen Dealer. Das kleine Land hat ein nie da gewesenes
„Laboratorium“ geschaffen und befeuert eine längst überfällige
internationale Debatte über die künftige Ausgestaltung der
Drogenpolitik.
...
Impulse für die Debatte
Mit seinem revolutionären Schritt hin zur Legalisierung der
gesamten Wertschöpfungskette von Marihuana könnte Uruguay heute
nicht bedeutender für die internationale Staatengemeinschaft und
deren Suche nach neuen Wegen in der Drogenpolitik sein. Die
Regierung begleitet ihre Reform mit einem umfassenden
Evaluationsprogramm sowie internationalen Kooperationen (z.B.
zwischen der Nationalen Drogenbehörde und dem
Max-Planck-Institut für Internationales Kriminalrecht). Diese
Bemühungen verdeutlichen den Willen Uruguays, die Erfahrungen
aus seinem nationalen Laboratorium transparent zugänglich und
global nutzbar zu machen. Gelänge es, durch eine regulierte
Marihuanapolitik einige der Schäden, die durch das Organisierte
Verbrechen und die repressive Politik für Drogenkonsumenten und
die Zivilbevölkerung entstanden sind, zu minimieren, wäre dies
bereits ein großer Erfolg.
Des Weiteren wird in Expertenkreisen diskutiert, inwiefern das
uruguayische Beispiel auch Impulse für die Legalisierung des
lukrativen Kokainmarktes geben kann, welche in der gleichen Art
und Weise wie die Neuregelung des Marihuanahandels denkbar wäre.
Damit liefert die Gesetzesreform immerhin für die Austrocknung
gleich zweier großer Finanzquellen der transnationalen Kartelle
einen Ansatz.
Erste internationale Wellen hat die Gesetzesreform bereits
geschlagen. Mexiko und Brasilien suchen den Austausch mit dem
kleinen Land am Rio de la Plata. In Deutschland forderten Ende
2013 über 100 Jura-Professoren in einer Resolution an den
Bundestag die Einrichtung einer Enquete-Kommission zur
Entkriminalisierung von Drogendelikten. Die Chancen stehen gut,
dass Uruguay mit seiner innovativen Gesetzgebung die
internationale Diskussion über alternative Drogenpolitik belebt.
Überfällig scheint nicht zuletzt eine Diskussion innerhalb der
Vereinten Nationen (VN) über den Status von Cannabis in
VN-Konventionen zur Kontrolle von Betäubungsmitteln. Zwischen
diesen jahrzehntealten Normen und den politischen Realitäten
klafft längst eine Lücke. Mit dem Voranschreiten Uruguays ist
eine Diskussion über einen Richtungswechsel hin zu einer
flexibleren Marihuanapolitik der Einzelstaaten und neuen Wegen
zur Eindämmung der organisierten Kriminalität nun auf dem Tisch.
Die VN hatten Uruguay für sein Experiment zunächst zwar scharf
kritisiert. Mittlerweile lenkten sie allerdings ein und zeigen
sich offener, die Ergebnisse der neuen Drogenpolitik abzuwarten.
Auf der nächsten VN-Generalversammlung zum Drogenproblem im Jahr
2016 hat die internationale Staatengemeinschaft die Chance, die
gegenwärtige katastrophale Voreingenommenheit zu korrigieren und
eine progressivere Drogenpolitik zuzulassen. Diese Chance sollte
sie nutzen.[/quote]
HTML http://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/drogenpolitik-uruguay-machts-vor-639/
grazias, uruguai!
und natürlich auch dank an Simone Reperger für den
hervorragenden artikel!
ahoy
hellboy
#Post#: 2897--------------------------------------------------
Re: WHO fordert Entkriminalisierung
By: hellboy Date: November 21, 2014, 1:46 pm
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[quote="Focus"]Ruf nach schneller Entkriminalisierung
Juristen und Experten einig: Cannabis muss endlich legalisiert
werden
Bei einer Fachtagung in Frankfurt haben sich zahlreiche Experten
für eine Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums ausgesprochen.
Der Rechtsprofessor Lorenz Böllinger bezeichnete das
Betäubungsmittelgesetz sogar als verfassungswidrig.
Juristen, Suchtexperten und Mediziner sagen übereinstimmend,
dass der Eigengebrauch von Cannabis nicht bestraft werden
sollte. Bei einer Tagung in Frankfurt hatten Experten aus
unterschiedlichen Fachgebieten eine Entkriminalisierung des
Konsums gefordert. So setzte sich die Initiative „Schildower
Kreis“ für eine neue Drogenpolitik ein, da der Schwarzmarkt
große Risiken berge. Auf der Internetseite des Netzwerkes läuft
die „Prohibitionsuhr“, die unter anderem die Kosten der
Drogenrepression zählt. Laut Heino Stöver von der FH Frankfurt
konsumierten zwölf Prozent der Deutschen im vergangenen Jahr
Cannabis aber nur drei Prozent davon seien Gewohnheitskiffer.
Auch der Dauergebrauch sei auf niedrigem Niveau stabil und werde
durch rechtliche Eingriffe kaum verändert. Ein Vertreter des
Bundes Deutscher Kriminalbeamte berichtete, dass 145.000 der
250.000 Drogendelikte auf Cannabis entfielen aber die meisten
dieser Verfahren aufgrund geringer Mengen aber eingestellt
würden. Es entstünden unnötige Kosten, da Beamte für den
Papierkorb arbeiteten. Unterdessen kündigte die Frankfurter
Drogendezernentin Rosemarie Heilig ein Modellversuch in der
Drogenpolitik an, nach welchem Prävention, Beratung und Therapie
vor Repression gestellt werden soll.

[/quote]
HTML http://www.focus.de/gesundheit/videos/experten-fordern-entkriminalisierung-juristen-und-suchtexperten-einig-cannabis-muss-legalisiert-werden_id_4288159.html
Wenn alle Experten für die Legalisierung sind, was sind dann die
Politiker, die dagegen sind? 👺
ahoy
hellboy
#Post#: 3698--------------------------------------------------
Re: Kommission der WHO fordert Entkriminalisierung
By: hellboy Date: July 21, 2015, 4:26 am
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[quote="drogenmachtweltschmerz"]Entkriminalisierung in Portugal
– Zwischenbilanz nach 12 Jahren
Schon seit vielen Jahren wird heftig über die Vor- und Nachteile
einer möglichen Drogenlegalisierung diskutiert. Und dennoch wird
fast nie erwähnt, dass schon seit mehr als einem Jahrzehnt ein
Land eine Mittellösung etabliert hat. Seitdem in Portugal am 1.
Juli 2001 das Gesetz 30/2000 in Kraft getreten ist, sind Drogen
in Portugal entkriminalisiert. Zwischen „harten“ und „weichen“
Drogen wird kein Unterschied gemacht – ganz gleich ob Heroin
oder Cannabis, ob Spice oder LSD, der Besitz von Drogen für den
persönlichen Gebrauch und dessen Konsum werden nicht unter
Strafe gestellt.
...
Die dahinter steckende Denkweise basiert auf der sogenannten
Krankheitsargumentation: „Unsere wichtigste Aufgabe ist es,
Menschen zu einer Therapie einzuladen“, so eine Anwältin des
CDT. „Wer Drogen nimmt, ist nicht kriminell, sondern krank“,
sagt auch João Goulão, einst Arzt, nun Chef des nationalen
Anti-Drogen-Programms. Er war auch einer der Fachleute, welche
das Gesetz 30/2000 entwarfen. „Humanistisch und pragmatisch“,
nennt er die neue Philosophie.
...
Als das Gesetz dann 2001 eingeführt wurde, war die UN entsetzt,
Horrorszenarien von ausuferndem Konsum, anhaltender Gewalt und
Drogen-Tourismus machten die Runde. Doch die Befürchtungen
bewahrheiteten sich nicht. 2004 bereiste eine UN-Delegation aus
Mitgliedern des International Narcotics Control Board und
konstatierte erste positive Tendenzen4, im Weltdrogenbericht
2009 der UNODC heißt es dann: „Es scheint, als hätten sich eine
Reihe von drogenbezogenen Problemen verringert“.
...
Auch veröffentlichte das Europäische Beobachtungszentrum für
Drogen und Drogenabhängige (EMCDDA) 2011 einen Bericht zur Lage
in Portugal, das Experiment wird als geglückt betrachtet.
Besonders wird darauf hingewiesen, dass die Konsumrate
„niedriger als der europäische Durchschnitt und viel niedriger
als bei seinem europäischen Nachbarn Spanien“ sei. Gleen
Greenwald, welcher 2009 eine Studie zu diesem Thema publizierte,
stimmt ein: „Die neue Drogenpolitik ermöglicht es der
portugiesischen Regierung das Problem um einiges besser zu
kontrollieren, als jedes andere westliche Land. Von jedem
Blickwinkel aus betrachtet ist die Entkriminalisierung von
Drogen in Portugal ein voller Erfolg.“[/quote]
HTML http://www.drogenmachtweltschmerz.de/2013/03/entkriminalisierung-in-portugal-zwischenbilanz-nach-12-jahren/
humanistisch und pragmatisch. Funktioniert immer.
ahoy
hellboy
#Post#: 3718--------------------------------------------------
Re: Kommission der WHO fordert Entkriminalisierung
By: hellboy Date: August 10, 2015, 8:09 am
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[quote="aponet"]Langzeitstudie: Cannabis macht nicht krank
Wie ungesund ist Cannabis wirklich? Seit Jahren streiten sich
Befürworter und Gegner, welche Langzeitfolgen die Droge für
Körper und Seele hat. Eine amerikanische Studie kommt jetzt zu
einem überraschenden Ergebnis.
Cannabis verursacht doch keine Depressionen, Psychosen oder
Asthma – so lautet das Ergebnis einer Langzeitstudie an
amerikanischen Jugendlichen. Die Wissenschaftler fanden heraus,
dass Jugendliche, die Cannabis konsumierten, später genauso
gesund waren wie Abstinenzler. Ihre Ergebnisse veröffentlichen
sie in dem Fachblatt Psychology of Addictive Behaviors. Von dem
Ergebnis sind die Forscher selbst überrascht. Eigentlich hatten
sie angenommen, vermehrt psychische Krankheiten wie Depressionen
und Angststörungen sowie Krebs, Asthma, Atemprobleme, Allergien,
Kopfschmerzen und Bluthochdruck zu finden.
Die Forscher befragten für ihre Studie Jugendlichen seit ihrem
14. Lebensjahr halb- oder ganzjährig zu ihrer Gesundheit und
ihren Lebensgewohnheiten. Insgesamt 408 junge Männer wurden
begleitet, bis sie 36 Jahre alt waren. Faktoren wie illegaler
Drogenkonsum, das Rauchen von Zigaretten und der Zugang zu einer
Krankenversicherung – in den USA weniger üblich als in Europa –
wurden bedacht. Gleichzeitig legten die Wissenschaftler ein
Augenmerk auf die gesundheitlichen Unterschiede zwischen
schwarzen und weißen Jugendlichen. Auch dieser blieb aus. Die
Studie hat jedoch einige Schwächen: Die Forscher untersuchten
nur Männer und auch die Einteilung in unterschiedliche
"Nutzergruppen" nach deren Konsumhäufigkeit ist schwierig, da
sich der Cannabiskonsum über die Zeit verändern kann. Dies
beeinflusse das Ergebnis den Forschern zufolge aber kaum.
Mit der Auswertung wollen sie Informationen zur
Legalisierungsdebatte liefern. "Aber es ist eine sehr
komplizierte Angelegenheit und eine Studie sollte niemals allein
betrachtet werden", sagt Forschungsleiter Jordan Bechtold von
der University of Pittsburgh.
LF[/quote]
HTML http://www.aponet.de/aktuelles/forschung/20150810-langzeitstudie-cannabis-macht-nicht-krank.html
wenn man die Studie der Annan-Kommission gelesen hat, ist das
Ergebnis garnicht überraschend. Es ist einfach eine weitere
Bestätigung eines Sachverhaltes, der jedem, der sich auch nur
ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat, längst bekannt ist.
ahoy
hellboy
#Post#: 4297--------------------------------------------------
Re: Kommission der WHO fordert Entkriminalisierung
By: hellboy Date: February 22, 2019, 11:11 am
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[quote="Hanfmagazin"]Mexiko als drittes Land das Cannabis
legalisiert
Nach Uruguay hat Kanada im letzten Jahr Cannabis legalisiert,
und die Nachricht ging durch alle Medien weltweit. Als nächstes
werden sich jetzt alle Augen auf Mexiko richten. Denn dort
scheint die umfassende Legalisierung von Cannabis zum greifen
nahe. Vermutlich wird der künftige Umgang mit Cannabis des
südlichen Nachbarn der USA noch etwas liberaler sein, als der
der nördlichen.
Die Legalisierung findet Zustimmung in der Bevölkerung und der
Politik
Obwohl es ein Urteil des obersten Gerichts von Mexiko war, das
die Cannabis-Legalisierung in Mexiko erzwungen hat, genießt der
Schritt die Zustimmung einer große Zahl der Politiker im Land.
Auch innerhalb der Regierung sehen viele mit Freude den
Steuereinnahmen entgegen, die der legale Handel generieren wird.
Hinzu kommt die große Hoffnung, der organisierten Kriminalität
damit eine Einkommensquelle zu verschließen. Die mexikanische
Innenministerin Olga Sánchez Cordero hat dem Kongress einen
Gesetzentwurf zur Beendigung des Cannabisverbots vorgelegt.
Dieser beinhaltet auch Regulierungen für den legalen Handel. Da
die Regierung, der Sánchez Cordero angehört, auch die Mehrheit
im Kongress hält, ist von dieser Seite wenig Gegenwehr zu
erwarten. Es ist demnach davon zu auszugehen, dass die Regierung
die neuen Cannabis-Gesetze schon in den nächsten Wochen
verabschieden wird.
Legales Cannabis könnte zu großen Verlusten bei den Kartellen
führen
Die Drogenkartelle haben das Land seit Jahrzehnten mit Gewalt
überzogen. Ihr Einfluss reicht bis in die höchsten Ebenen der
Wirtschaft und Politik. Die Mordraten in dem
mittelamerikanischen Land sind auf Rekordniveau. Allein im
Oktober 2018 wurden fast 28.000 Menschen getötet. Wenn Mexiko,
die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas, Cannabis als
drittes Land der Welt legalisiert, soll damit den Kartellen die
Branche aus der Hand genommen, und ihnen eine gewichtige
Einkommensquelle entzogen werden. Die organisierte Kriminalität
in Mexiko erwirtschaftet etwa 40 Prozent ihrer Einnahmen durch
Cannabis. Ein großer Teil davon könnte durch eine Legalisierung
wegfallen. Sollten die USA irgendwann auf Bundesebene Cannabis
legalisieren, würden den Kartellen beinahe alle Kunden
wegbrechen. Darüber hinaus würden die Märkte von Cannabis und
härteren Drogen voneinander getrennt.
Viele Kritiker glauben allerdings nicht daran, dass die
Legalisierung von Cannabis positive Auswirkungen auf die
Mordraten in Mexiko haben wird. Diese stünden oft nicht im
Zusammenhang mit dem Marihuana-Handel. Außerdem mache der
nationale Cannabis-Handel nur einen kleinen Teil der Gewinne
aus. Der Export in die USA und andere Länder erbringt den
Löwenanteil des Marihuana-Geschäfts.
In Mexiko waren alle Drogen kurze Zeit legal
Im Jahr 1940 hatte der damalige Präsident Lázaro Cárdenas alle
Drogen legalisiert, einschließlich Heroin, Kokain und Morphium.
Dabei wollte er unter anderem erreichen, dass Süchtige nicht
mehr wie Kriminelle, sondern wie kranke Menschen behandelt
werden. Und so konnten diese die Drogen damals in kleinen Dosen
in staatlichen Apotheken erwerben. Der Preis lag weit unter dem,
was die Konsumenten auf dem Schwarzmarkt ausgeben mussten. Die
USA waren mit der liberalen Politik nicht einverstanden und
machten Druck auf Mexiko. Auf diesen Druck hin hat die Regierung
die Lockerungen nur sechs Monate später wieder rückgängig
gemacht. Danach sollte eine erzwungene Prohibition die nächsten
Jahrzehnte bestimmen. Und sie sollte abertausende von
Menschenleben kosten.[/quote]
Artikel:
HTML https://www.hanf-magazin.com/politik/international/mexiko-als-drittes-land-das-cannabis-legalisiert/
Die USA sind von Ländern umgeben, in denen Cannabis legal ist,
und viele der eigenen Staaten sind auf dem besten Weg, oder
haben bereits selbst legalisiert. Die Nachbarländer von
Österreich haben noch immer zumindest ein Nachbarland, dessen
Cannabis-Politik völlig geisteskrank ist: Österreich.
Besserung scheint nicht in Sicht, weil weder der Innenminister
noch eine der Regierungsparteien noch die größten
Oppositionsparteien für eine Legalisierung eintreten. In
Wahrheit haben ausschließlich die neos eine zurechnungsfähige
Position zum Thema Drogenpolitik. Das alles, obwohl mittlerweile
wohl eine Mehrheit der Bevölkerung weiß, daß sich nur Politiker
für eine Weiterführung der Prohibition einsetzen, die die damit
einhergehende Kriminalität für ihre eigenen kriminellen
politischen Ziele einsetzen wollen, meist eine Erosion der
Bürgerrechte. Wir werden ja sehen, wie sich das bei der
kommenden Europawahl auswirkt.
ahoy
hellboy
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