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       #Post#: 2807--------------------------------------------------
       Kommission der WHO fordert Entkriminalisierung
       By: hellboy Date: November 3, 2014, 5:17 pm
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       [quote="medijuana"]WHO fordert Entkriminalisierung
       Wir sind daran gewöhnt, dass Politiker, Sachverständige und
       Forschungsinstitute von Zeit zu Zeit ihre Stimme gegen die
       Bestrafung von Drogenkonsumenten erheben. Nun aber tat dies die
       Weltgesundheitsorganisation (WHO), die als Institution der UN
       immer ein großes Mitspracherecht und relevanten Einfluss auf die
       Ausgestaltung des War on Drugs hatte, und daher kann man ihre
       Initiative nicht außer Acht lassen.
       In den 60er Jahren hatte die WHO Geburtshilfe bei den
       internationalen Vereinbarungen zum Verbot von Opium, Cannabis
       und anderen Drogen geleistet und Vorschläge unterbreitet, welche
       Drogen auf die Liste zu setzen seien. Daher ist der aktuelle
       Schritt eindeutig ein Zeichen dafür, dass die bisherigen
       Verbots- und Strafregelungen gescheitert sind. Den Anlass bot
       ein Bericht über die weltweite Verbreitung von HIV, in dem offen
       für die Rechte und Bedürfnisse intravenöser Drogenkonsumenten
       eingetreten wird. In allen Ländern der Welt sei jeglicher
       Drogenkonsum zu entkriminalisieren, damit die Hilfsprogramme
       ungehindert greifen könnten – die Drogenkonsumenten sich nicht
       fürchteten, um Hilfe zu bitten.
       Die außerordentliche Sitzung der UNO (UNGASS) zum Thema Drogen
       wird 2016 stattfinden. Auf der letzten Sitzung im Jahre 2009
       entstand eine politische Erklärung, in der die Hoffnung auf eine
       drogenfreie Welt zum Ausdruck kommt, obwohl schon längst klar
       war, dass dieser Ansatz unhaltbar ist. Wenn die WHO nun
       ernsthaft ihre Stimme gegen eine Drogenpolitik erhebt, die auf
       Verbot und Strafrecht basiert, dann wird der nächste Aktionsplan
       vielleicht von der Utopie der Drogenfreiheit abrücken und sich
       mit den Problemen der Konsumenten auseinandersetzen,
       beziehungsweise mit den gesellschaftlich wirklich relevanten
       medizinischen und sozialen Problemen.[/quote]
  HTML http://de.medijuana.eu/who-fordert-entkriminalisierung/
       Auch die WHO kann sich auf Dauer den Empfehlungen der Global
       Commission on Drugs
  HTML http://partypiratesat.createaforum.com/tfrausch/kofi-annan-und-ex-staatschefs-lobbyieren-fur-liberale-drogengesetze/<br
       />nicht verschließen. Ihr Bericht muß auf der leider erst für 20
       16
       geplanten UN-Sondersitzung (United Nations General Assembly
       Special Session, kurz: UNGASS
  HTML http://www.unodc.org/ungass2016/)
       zum Thema Drogen endlich zu
       echten Maßnahmen führen, um die Drogenpolitik global zu
       reformieren. Bis dahin gilt es, den Bericht weiter zu
       propagieren, damit dann wirklich was weitergeht.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2812--------------------------------------------------
       Re: WHO fordert Entkriminalisierung
       By: hellboy Date: November 3, 2014, 6:41 pm
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       [quote="derstandard"]Tschechien feiert liberale Drogenpolitik
       als Erfolgsgeschichte
       DAVID RENNERT
       4. Februar 2013, 10:22
       Zwei Jahre nach der Liberalisierung der tschechischen
       Drogengesetze sehen Experten das Land auf dem richtigen Weg
       "Tschechien wird zu Europas Drogenparadies", titelte die
       deutsche Tageszeitung "Die Welt" Anfang 2010. Zahlreiche
       internationale Medien sprachen damals von einer
       "Niederlandisierung" der Tschechischen Republik. Hintergrund der
       aufgeregten Berichte war ein neues Drogengesetz, das im Jänner
       2010 zur Anwendung kam. Während die österreichische
       Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) aktuell laut darüber
       nachdenkt, Haaranalysen bei jugendlichen potenziellen
       Drogenkonsumenten als Zwangsmaßnahme durchführen zu lassen,
       setzt Tschechien auf eine andere Strategie: Entkriminalisierung.
       Mit dem Gesetz von 2010 wurde die Regelung um die genaue
       Definition von "geringen Drogenmengen" zum persönlichen Gebrauch
       erweitert: So gelten nun pauschal unter anderem bis zu 15 Gramm
       Marihuana, vier Ecstasytabletten, 1,5 Gramm Heroin, ein Gramm
       Kokain und zwei Gramm Amphetamine oder Methamphetamine als
       "geringe Mengen".
       Der Besitz wird bis zu dieser Höchstgrenze nicht strafrechtlich
       verfolgt, sondern lediglich als Verwaltungsübertretung mit
       geringen Geldstrafen geahndet. Dies gilt auch für den privaten
       Anbau von bis zu fünf weiblichen Marihuanapflanzen. Damit hat
       Tschechien eines der liberalsten Drogengesetze Europas.
       weiter
  HTML http://derstandard.at/1358305302941/Tschechiens-feiert-liberale-Drogenpolitik-als-Erfolgsgeschichte[/quote]
       Die zitierten positiven Erfahrungen mit Liberaler Drogenpolitik.
       Warum es dann nicht alle so machen? Weil ein paar Leute so mehr
       Geld verdienen, und die bestimmen leider, wo es lang geht.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2859--------------------------------------------------
       Re: WHO fordert Entkriminalisierung
       By: hellboy Date: November 12, 2014, 8:27 am
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       [quote="ipg"]Drogenpolitik: Uruguay macht's vor
       Der Staat wird zum Dealer – endlich!
       Wie in keiner anderen Weltregion gehört Drogengewalt zum
       traurigen Alltag des lateinamerikanischen Kontinents.
       Verantwortlich dafür ist der gnadenlose Verteilungskampf um das
       lukrative Geschäft mit illegalen Rauschmitteln. Durch Korruption
       und Einschüchterung schwächen die Kartelle Rechtsstaat,
       Demokratie und Menschenrechte. Um den Handel mit den verbotenen
       Suchtstoffen rankt sich inzwischen ein riesiger illegaler
       Wirtschaftszweig. Die Größenordnung dieses Schwarzmarkts ist
       schwer abschätzbar und wurde von UNODC zuletzt 2003 mit weltweit
       320 Milliarden US-Dollar bewertet – knapp ein Prozent des
       globalen BIP.
       Die bisherige „Politik der harten Hand“ mit repressivem Vorgehen
       ist gescheitert. Sie konnte weder das Ansteigen des weltweiten
       Drogenkonsums verhindern noch das Ausmaß an Gewalt und die
       riesigen Gewinnmargen des organisierten Verbrechens eindämmen.
       Uruguay zieht umfassende Konsequenzen aus dem gescheiterten
       „Krieg gegen die Drogen“ und errichtet als erstes Land der Welt
       einen regulierten Markt für die gesamte Wertschöpfungskette von
       Marihuana: Anbau, Handel und Konsum. Der Staat wird damit zum
       legalen Dealer. Das kleine Land hat ein nie da gewesenes
       „Laboratorium“ geschaffen und befeuert eine längst überfällige
       internationale Debatte über die künftige Ausgestaltung der
       Drogenpolitik.
       ...
       Impulse für die Debatte
       Mit seinem revolutionären Schritt hin zur Legalisierung der
       gesamten Wertschöpfungskette von Marihuana könnte Uruguay heute
       nicht bedeutender für die internationale Staatengemeinschaft und
       deren Suche nach neuen Wegen in der Drogenpolitik sein. Die
       Regierung begleitet ihre Reform mit einem umfassenden
       Evaluationsprogramm sowie internationalen Kooperationen (z.B.
       zwischen der Nationalen Drogenbehörde und dem
       Max-Planck-Institut für Internationales Kriminalrecht). Diese
       Bemühungen verdeutlichen den Willen Uruguays, die Erfahrungen
       aus seinem nationalen Laboratorium transparent zugänglich und
       global nutzbar zu machen. Gelänge es, durch eine regulierte
       Marihuanapolitik einige der Schäden, die durch das Organisierte
       Verbrechen und die repressive Politik für Drogenkonsumenten und
       die Zivilbevölkerung entstanden sind, zu minimieren, wäre dies
       bereits ein großer Erfolg.
       Des Weiteren wird in Expertenkreisen diskutiert, inwiefern das
       uruguayische Beispiel auch Impulse für die Legalisierung des
       lukrativen Kokainmarktes geben kann, welche in der gleichen Art
       und Weise wie die Neuregelung des Marihuanahandels denkbar wäre.
       Damit liefert die Gesetzesreform immerhin für die Austrocknung
       gleich zweier großer Finanzquellen der transnationalen Kartelle
       einen Ansatz.
       Erste internationale Wellen hat die Gesetzesreform bereits
       geschlagen. Mexiko und Brasilien suchen den Austausch mit dem
       kleinen Land am Rio de la Plata. In Deutschland forderten Ende
       2013 über 100 Jura-Professoren in einer Resolution an den
       Bundestag die Einrichtung einer Enquete-Kommission zur
       Entkriminalisierung von Drogendelikten. Die Chancen stehen gut,
       dass Uruguay mit seiner innovativen Gesetzgebung die
       internationale Diskussion über alternative Drogenpolitik belebt.
       Überfällig scheint nicht zuletzt eine Diskussion innerhalb der
       Vereinten Nationen (VN) über den Status von Cannabis in
       VN-Konventionen zur Kontrolle von Betäubungsmitteln. Zwischen
       diesen jahrzehntealten Normen und den politischen Realitäten
       klafft längst eine Lücke. Mit dem Voranschreiten Uruguays ist
       eine Diskussion über einen Richtungswechsel hin zu einer
       flexibleren Marihuanapolitik der Einzelstaaten und neuen Wegen
       zur Eindämmung der organisierten Kriminalität nun auf dem Tisch.
       Die VN hatten Uruguay für sein Experiment zunächst zwar scharf
       kritisiert. Mittlerweile lenkten sie allerdings ein und zeigen
       sich offener, die Ergebnisse der neuen Drogenpolitik abzuwarten.
       Auf der nächsten VN-Generalversammlung zum Drogenproblem im Jahr
       2016 hat die internationale Staatengemeinschaft die Chance, die
       gegenwärtige katastrophale Voreingenommenheit zu korrigieren und
       eine progressivere Drogenpolitik zuzulassen. Diese Chance sollte
       sie nutzen.[/quote]
  HTML http://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/drogenpolitik-uruguay-machts-vor-639/
       grazias, uruguai!
       und natürlich auch dank an Simone Reperger für den
       hervorragenden artikel!
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2897--------------------------------------------------
       Re: WHO fordert Entkriminalisierung
       By: hellboy Date: November 21, 2014, 1:46 pm
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       [quote="Focus"]Ruf nach schneller Entkriminalisierung
       Juristen und Experten einig: Cannabis muss endlich legalisiert
       werden
       Bei einer Fachtagung in Frankfurt haben sich zahlreiche Experten
       für eine Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums ausgesprochen.
       Der Rechtsprofessor Lorenz Böllinger bezeichnete das
       Betäubungsmittelgesetz sogar als verfassungswidrig.
       Juristen, Suchtexperten und Mediziner sagen übereinstimmend,
       dass der Eigengebrauch von Cannabis nicht bestraft werden
       sollte. Bei einer Tagung in Frankfurt hatten Experten aus
       unterschiedlichen Fachgebieten eine Entkriminalisierung des
       Konsums gefordert. So setzte sich die Initiative „Schildower
       Kreis“ für eine neue Drogenpolitik ein, da der Schwarzmarkt
       große Risiken berge. Auf der Internetseite des Netzwerkes läuft
       die „Prohibitionsuhr“, die unter anderem die Kosten der
       Drogenrepression zählt. Laut Heino Stöver von der FH Frankfurt
       konsumierten zwölf Prozent der Deutschen im vergangenen Jahr
       Cannabis aber nur drei Prozent davon seien Gewohnheitskiffer.
       Auch der Dauergebrauch sei auf niedrigem Niveau stabil und werde
       durch rechtliche Eingriffe kaum verändert. Ein Vertreter des
       Bundes Deutscher Kriminalbeamte berichtete, dass 145.000 der
       250.000 Drogendelikte auf Cannabis entfielen aber die meisten
       dieser Verfahren aufgrund geringer Mengen aber eingestellt
       würden. Es entstünden unnötige Kosten, da Beamte für den
       Papierkorb arbeiteten. Unterdessen kündigte die Frankfurter
       Drogendezernentin Rosemarie Heilig ein Modellversuch in der
       Drogenpolitik an, nach welchem Prävention, Beratung und Therapie
       vor Repression gestellt werden soll.&#8233;&#8233;[/quote]
  HTML http://www.focus.de/gesundheit/videos/experten-fordern-entkriminalisierung-juristen-und-suchtexperten-einig-cannabis-muss-legalisiert-werden_id_4288159.html
       Wenn alle Experten für die Legalisierung sind, was sind dann die
       Politiker, die dagegen sind? &#128122;
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3698--------------------------------------------------
       Re: Kommission der WHO fordert Entkriminalisierung
       By: hellboy Date: July 21, 2015, 4:26 am
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       [quote="drogenmachtweltschmerz"]Entkriminalisierung in Portugal
       – Zwischenbilanz nach 12 Jahren
       Schon seit vielen Jahren wird heftig über die Vor- und Nachteile
       einer möglichen Drogenlegalisierung diskutiert. Und dennoch wird
       fast nie erwähnt, dass schon seit mehr als einem Jahrzehnt ein
       Land eine Mittellösung etabliert hat. Seitdem in Portugal am 1.
       Juli 2001 das Gesetz 30/2000 in Kraft getreten ist, sind Drogen
       in Portugal entkriminalisiert. Zwischen „harten“ und „weichen“
       Drogen wird kein Unterschied gemacht – ganz gleich ob Heroin
       oder Cannabis, ob Spice oder LSD, der Besitz von Drogen für den
       persönlichen Gebrauch und dessen Konsum werden nicht unter
       Strafe gestellt.
       ...
       Die dahinter steckende Denkweise basiert auf der sogenannten
       Krankheitsargumentation: „Unsere wichtigste Aufgabe ist es,
       Menschen zu einer Therapie einzuladen“, so eine Anwältin des
       CDT. „Wer Drogen nimmt, ist nicht kriminell, sondern krank“,
       sagt auch João Goulão, einst Arzt, nun Chef des nationalen
       Anti-Drogen-Programms. Er war auch einer der Fachleute, welche
       das Gesetz 30/2000 entwarfen. „Humanistisch und pragmatisch“,
       nennt er die neue Philosophie.
       ...
       Als das Gesetz dann 2001 eingeführt wurde, war die UN entsetzt,
       Horrorszenarien von ausuferndem Konsum, anhaltender Gewalt und
       Drogen-Tourismus machten die Runde. Doch die Befürchtungen
       bewahrheiteten sich nicht. 2004 bereiste eine UN-Delegation aus
       Mitgliedern des International Narcotics Control Board und
       konstatierte erste positive Tendenzen4, im Weltdrogenbericht
       2009 der UNODC heißt es dann: „Es scheint, als hätten sich eine
       Reihe von drogenbezogenen Problemen verringert“.
       ...
       Auch veröffentlichte das Europäische Beobachtungszentrum für
       Drogen und Drogenabhängige (EMCDDA) 2011 einen Bericht zur Lage
       in Portugal, das Experiment wird als geglückt betrachtet.
       Besonders wird darauf hingewiesen, dass die Konsumrate
       „niedriger als der europäische Durchschnitt und viel niedriger
       als bei seinem europäischen Nachbarn Spanien“ sei. Gleen
       Greenwald, welcher 2009 eine Studie zu diesem Thema publizierte,
       stimmt ein: „Die neue Drogenpolitik ermöglicht es der
       portugiesischen Regierung das Problem um einiges besser zu
       kontrollieren, als jedes andere westliche Land. Von jedem
       Blickwinkel aus betrachtet ist die Entkriminalisierung von
       Drogen in Portugal ein voller Erfolg.“[/quote]
  HTML http://www.drogenmachtweltschmerz.de/2013/03/entkriminalisierung-in-portugal-zwischenbilanz-nach-12-jahren/
       humanistisch und pragmatisch. Funktioniert immer.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3718--------------------------------------------------
       Re: Kommission der WHO fordert Entkriminalisierung
       By: hellboy Date: August 10, 2015, 8:09 am
       ---------------------------------------------------------
       [quote="aponet"]Langzeitstudie: Cannabis macht nicht krank
       Wie ungesund ist Cannabis wirklich? Seit Jahren streiten sich
       Befürworter und Gegner, welche Langzeitfolgen die Droge für
       Körper und Seele hat. Eine amerikanische Studie kommt jetzt zu
       einem überraschenden Ergebnis.
       Cannabis verursacht doch keine Depressionen, Psychosen oder
       Asthma – so lautet das Ergebnis einer Langzeitstudie an
       amerikanischen Jugendlichen. Die Wissenschaftler fanden heraus,
       dass Jugendliche, die Cannabis konsumierten, später genauso
       gesund waren wie Abstinenzler. Ihre Ergebnisse veröffentlichen
       sie in dem Fachblatt Psychology of Addictive Behaviors. Von dem
       Ergebnis sind die Forscher selbst überrascht. Eigentlich hatten
       sie angenommen, vermehrt psychische Krankheiten wie Depressionen
       und Angststörungen sowie Krebs, Asthma, Atemprobleme, Allergien,
       Kopfschmerzen und Bluthochdruck zu finden.
       Die Forscher befragten für ihre Studie Jugendlichen seit ihrem
       14. Lebensjahr halb- oder ganzjährig zu ihrer Gesundheit und
       ihren Lebensgewohnheiten. Insgesamt 408 junge Männer wurden
       begleitet, bis sie 36 Jahre alt waren. Faktoren wie illegaler
       Drogenkonsum, das Rauchen von Zigaretten und der Zugang zu einer
       Krankenversicherung – in den USA weniger üblich als in Europa –
       wurden bedacht. Gleichzeitig legten die Wissenschaftler ein
       Augenmerk auf die gesundheitlichen Unterschiede zwischen
       schwarzen und weißen Jugendlichen. Auch dieser blieb aus. Die
       Studie hat jedoch einige Schwächen: Die Forscher untersuchten
       nur Männer und auch die Einteilung in unterschiedliche
       "Nutzergruppen" nach deren Konsumhäufigkeit ist schwierig, da
       sich der Cannabiskonsum über die Zeit verändern kann. Dies
       beeinflusse das Ergebnis den Forschern zufolge aber kaum.
       Mit der Auswertung wollen sie Informationen zur
       Legalisierungsdebatte liefern. "Aber es ist eine sehr
       komplizierte Angelegenheit und eine Studie sollte niemals allein
       betrachtet werden", sagt Forschungsleiter Jordan Bechtold von
       der University of Pittsburgh.
       LF[/quote]
  HTML http://www.aponet.de/aktuelles/forschung/20150810-langzeitstudie-cannabis-macht-nicht-krank.html
       wenn man die Studie der Annan-Kommission gelesen hat, ist das
       Ergebnis garnicht überraschend. Es ist einfach eine weitere
       Bestätigung eines Sachverhaltes, der jedem, der sich auch nur
       ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat, längst bekannt ist.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 4297--------------------------------------------------
       Re: Kommission der WHO fordert Entkriminalisierung
       By: hellboy Date: February 22, 2019, 11:11 am
       ---------------------------------------------------------
       [quote="Hanfmagazin"]Mexiko als drittes Land das Cannabis
       legalisiert
       Nach Uruguay hat Kanada im letzten Jahr Cannabis legalisiert,
       und die Nachricht ging durch alle Medien weltweit. Als nächstes
       werden sich jetzt alle Augen auf Mexiko richten. Denn dort
       scheint die umfassende Legalisierung von Cannabis zum greifen
       nahe. Vermutlich wird der künftige Umgang mit Cannabis des
       südlichen Nachbarn der USA noch etwas liberaler sein, als der
       der nördlichen.
       Die Legalisierung findet Zustimmung in der Bevölkerung und der
       Politik
       Obwohl es ein Urteil des obersten Gerichts von Mexiko war, das
       die Cannabis-Legalisierung in Mexiko erzwungen hat, genießt der
       Schritt die Zustimmung einer große Zahl der Politiker im Land.
       Auch innerhalb der Regierung sehen viele mit Freude den
       Steuereinnahmen entgegen, die der legale Handel generieren wird.
       Hinzu kommt die große Hoffnung, der organisierten Kriminalität
       damit eine Einkommensquelle zu verschließen. Die mexikanische
       Innenministerin Olga Sánchez Cordero hat dem Kongress einen
       Gesetzentwurf zur Beendigung des Cannabisverbots vorgelegt.
       Dieser beinhaltet auch Regulierungen für den legalen Handel. Da
       die Regierung, der Sánchez Cordero angehört, auch die Mehrheit
       im Kongress hält, ist von dieser Seite wenig Gegenwehr zu
       erwarten. Es ist demnach davon zu auszugehen, dass die Regierung
       die neuen Cannabis-Gesetze schon in den nächsten Wochen
       verabschieden wird.
       Legales Cannabis könnte zu großen Verlusten bei den Kartellen
       führen
       Die Drogenkartelle haben das Land seit Jahrzehnten mit Gewalt
       überzogen. Ihr Einfluss reicht bis in die höchsten Ebenen der
       Wirtschaft und Politik. Die Mordraten in dem
       mittelamerikanischen Land sind auf Rekordniveau. Allein im
       Oktober 2018 wurden fast 28.000 Menschen getötet. Wenn Mexiko,
       die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas, Cannabis als
       drittes Land der Welt legalisiert, soll damit den Kartellen die
       Branche aus der Hand genommen, und ihnen eine gewichtige
       Einkommensquelle entzogen werden. Die organisierte Kriminalität
       in Mexiko erwirtschaftet etwa 40 Prozent ihrer Einnahmen durch
       Cannabis. Ein großer Teil davon könnte durch eine Legalisierung
       wegfallen. Sollten die USA irgendwann auf Bundesebene Cannabis
       legalisieren, würden den Kartellen beinahe alle Kunden
       wegbrechen. Darüber hinaus würden die Märkte von Cannabis und
       härteren Drogen voneinander getrennt.
       Viele Kritiker glauben allerdings nicht daran, dass die
       Legalisierung von Cannabis positive Auswirkungen auf die
       Mordraten in Mexiko haben wird. Diese stünden oft nicht im
       Zusammenhang mit dem Marihuana-Handel. Außerdem mache der
       nationale Cannabis-Handel nur einen kleinen Teil der Gewinne
       aus. Der Export in die USA und andere Länder erbringt den
       Löwenanteil des Marihuana-Geschäfts.
       In Mexiko waren alle Drogen kurze Zeit legal
       Im Jahr 1940 hatte der damalige Präsident Lázaro Cárdenas alle
       Drogen legalisiert, einschließlich Heroin, Kokain und Morphium.
       Dabei wollte er unter anderem erreichen, dass Süchtige nicht
       mehr wie Kriminelle, sondern wie kranke Menschen behandelt
       werden. Und so konnten diese die Drogen damals in kleinen Dosen
       in staatlichen Apotheken erwerben. Der Preis lag weit unter dem,
       was die Konsumenten auf dem Schwarzmarkt ausgeben mussten. Die
       USA waren mit der liberalen Politik nicht einverstanden und
       machten Druck auf Mexiko. Auf diesen Druck hin hat die Regierung
       die Lockerungen nur sechs Monate später wieder rückgängig
       gemacht. Danach sollte eine erzwungene Prohibition die nächsten
       Jahrzehnte bestimmen. Und sie sollte abertausende von
       Menschenleben kosten.[/quote]
       Artikel:
  HTML https://www.hanf-magazin.com/politik/international/mexiko-als-drittes-land-das-cannabis-legalisiert/
       Die USA sind von Ländern umgeben, in denen Cannabis legal ist,
       und viele der eigenen Staaten sind auf dem besten Weg, oder
       haben bereits selbst legalisiert. Die Nachbarländer von
       Österreich haben noch immer zumindest ein Nachbarland, dessen
       Cannabis-Politik völlig geisteskrank ist: Österreich.
       Besserung scheint nicht in Sicht, weil weder der Innenminister
       noch eine der Regierungsparteien noch die größten
       Oppositionsparteien für eine Legalisierung eintreten. In
       Wahrheit haben ausschließlich die neos eine zurechnungsfähige
       Position zum Thema Drogenpolitik. Das alles, obwohl mittlerweile
       wohl eine Mehrheit der Bevölkerung weiß, daß sich nur Politiker
       für eine Weiterführung der Prohibition einsetzen, die die damit
       einhergehende Kriminalität für ihre eigenen kriminellen
       politischen Ziele einsetzen wollen, meist eine Erosion der
       Bürgerrechte. Wir werden ja sehen, wie sich das bei der
       kommenden Europawahl auswirkt.
       ahoy
       hellboy
       *****************************************************