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       #Post#: 2664--------------------------------------------------
       Zur Lage der Partei 
       By: hellboy Date: September 20, 2014, 6:03 pm
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       [quote="@CptLeto"]Tweet zur Lage der Partei
       Ich bin frohen Mutes, dass ein sehr großer Teil der Partei dazu
       in der Lage ist, sich demokratisch auf ein Programm zu einigen
       und wir einen/den alten Konsens über unsere Werte erreichen
       können. Ein Verständnis davon, wie wir Politik machen wollen,
       unabhängig davon, wie sehr man sich privat noch in die eine oder
       andere Richtung engagiert oder engagieren wollen würde.
       Ich denke, wir gemäßigten Piraten (nein, ich bin nicht
       konservativ) haben zulang nicht gesehen, wie drastisch sich
       einige "progressivere" (ich nehm mal die Selbstbezeichnung, wär
       nicht meine Wortwahl) den beschworenen "Neustart" vorstellen.
       Wir werden versuchen, Politik innerhalb des bestehenden
       politischen Systems zu machen. Klar, wir wollen es hier und da
       ändern, aber wir müssen uns nicht mit Gefechten darüber
       aufhalten, ob Demokratie jetzt eine Brückentechnologie ist,
       Deutschland abgeschafft werden muss/"nie wieder" sein darf, wir
       nicht irgendwie auch alle Anarchosyndikalisten sind/sein müssen
       usw.
       Natürlich verschwinden nicht alle Probleme.
       Viele haben sich von der #pplattform imo Lösungen realer
       Misstände wie Trollerei gewünscht - hier haben wir Baustellen,
       auch wenn der dort verfolgte Ansatz ("Schutzraum" für einige,
       anything goes nach außen) nicht der richtige war.
       Einiges wird sogar noch schwerer, da im Zuge dieser
       Ideologieeskalation produktive Leute (aus den verschiedensten
       Ecken) ausgetreten oder inaktiv geworden sind.
       Es fallen auch keine Neumitglieder oder Prozente vom Himmel,
       weil jetzt "die Guten gewonnen hätten" oder so.
       Wir haben aber hoffentlich die Ruhe, zwischen den Wahlen/in den
       nächsten Jahren besonnen unsere Strukturen zu verbessern, uns
       kommunal zu etablieren usw.
       Meinen LV seh ich auf dem besten Weg, den Bund geb ich auch
       nicht auf.
       Das hier ist ein Langzeitprojekt. Mit dem Eintritt in eine
       _Partei_ haben wir uns für einen bestimmten Weg entschieden: Wir
       sind die, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass
       parteipolitisches Engagement dabei helfen kann, unserer
       Gesellschaft den Verlust der Grundrechte zu ersparen.
       Natürlich gibt es auch andere Wege zu diesem und anderen
       berechtigten Zielen und natürlich kann man auch mehrere parallel
       gehen. Aber unser Rahmen hier ist halt der einer Partei - womit
       bestimmte Spielregeln/Ansprüche einhergehen.
       Unsere Aufgabe ist jetzt, uns wieder auf unsere gemeinsamen
       Werte und (angeblichen) Kompetenzen* zu besinnen,
       Selbstdisziplin zu üben und Integrität zu beweisen.
       Also - am Riemen reißen, auf vermeidbare Fuck Ups verzichten und
       dran denken, dass wir noch immer Visionen oder zumindest zu
       verhindernde Dystopien haben.
       Was grad alles in der "Außenwelt" passiert, ist zu ernst, um in
       20 Jahren zu sagen "Ich hab das mit politischem Engagement mal
       versucht, aber dann WAREN da ein paar Leute vielleicht scheiße
       auf Twitter zu mir..."
       CptLeto
       (denkt gar nicht dran, hinzuschmeißen)
       * Teilhabe für alle, transparente Abläufe, Einbezug der neusten
       Technologien, innovative Ansätze, Vernetzung, Stärkung der
       individuellen (Freiheits-)Rechte, Schutz der Privatsphäre, die
       ganze schöne Palette...
       [/quote]
       Jetzt braucht es auch bei der ppat einen Neustart. Weg mit den
       Linksbizarren!
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2673--------------------------------------------------
       Re: Zur Lage der Partei 
       By: hellboy Date: September 21, 2014, 1:45 pm
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       [quote="Thomas Ney"]Stechen die Piraten noch einmal in See?
       In den vergangenen drei Tagen haben mehrere bekannte Mitglieder
       die Piratenpartei verlassen; neben dem Berliner
       Landesvorsitzenden Christopher Lauer auch die Mitglieder des
       Abgeordnetenhauses Oliver Höfinghoff und Simon Weiß sowie die
       Bezirksverordnete von Neukölln, Anne Helm. Heute gesellte sich
       auch die feministische Autorin Anke Domscheit-Berg zu dieser
       illustren Runde hinzu.
       Kurz zur Historie: Den Austritten ging ein monatelanger
       parteiinterner Streit um die prinzipielle Ausrichtung der
       Piraten voraus. Die genannten Personen galten dabei als
       Vertreter eines stramm linken, nach eigenem Dafürhalten
       „progressiven“ Profils. Dem gegenüber standen vor allem „Piraten
       der ersten Stunde“, die ein liberales und auf bürgerrechtliche
       Kernthemen fokussiertes Programm verfolgten. Letzteres wurde auf
       dem außerordentlichen Bundesparteitag in Halle von der großen
       Mehrheit der anwesenden Mitglieder gewählt, weshalb sich die
       genannten Protagonisten innerhalb der Partei an den Rand
       gedrängt sahen.
       Mit dieser Einschätzung lagen sie gewissermaßen nicht einmal
       falsch. Die Piraten waren mehrheitlich immer eine sozialliberale
       Netzpartei. Vor dem Eintritt der genannten Personen als auch
       jetzt nach ihrem Austritt. Nur gab es zwischenzeitlich eine
       Phase, in der eine radikale und vor allem gut organisierte
       Minderheit das Außenbild der Partei wesentlich bestimmte. Eine
       entscheidende Ursache hierfür war, dass die Herausbildung
       innerparteilicher Strukturen mit dem schnellen Aufstieg der
       Partei in der Vergangenheit nicht hatte Schritt halten können.
       Dies ermöglichte einigen Personen, die sich nur rudimentär den
       Grundwerten der Piraten verpflichtet sahen, exponierte
       Positionen innerhalb der Partei einzunehmen oder über deren
       Tickets in die Parlamente einzuziehen. Gleichzeitig ließ der
       bunt durchmischte Zustrom neuer Mitglieder das Profil der Partei
       verwischen. Pirat zu sein, galt plötzlich als hip. Nicht wenige
       traten der Partei während ihres schnellen Aufstiegs bei, in der
       Hoffnung Aufmerksamkeit und vor allem Posten zu erhalten. Nicht
       für alle erfüllte sich dieser Traum und diejenigen, für die er
       sich erfüllte, stellten fest, dass Politik vor allem eines ist:
       harte Arbeit. Wiederum andere sahen die Partei vor allem als
       notwendiges Werkzeug zur Durchsetzung ihrer individuellen
       Interessen. Feminismus und Genderwahn, die Partei als
       politischer Arm der Refugeebewegung, antideutsche Positionen und
       gewaltbereiter Kampf gegen Rechts, selbst Weltraumaufzüge; alles
       schien plötzlich möglich. Dabei war jedes Thema – ob legitim
       oder nicht – für sich genommen nur eines unter vielen und die
       Vehemenz, mit der diese verfolgt wurden, überforderte die
       Mehrheit der Mitglieder und lähmte die gesamte Partei. Kritik
       oder gar abweichende Meinungen waren allerdings unerwünscht und
       wurden wahlweise als rechtsextreme, maskuline, apolitische,
       rassistische oder sexistische „Kackscheiße“ diffamiert. Selbst
       die Arbeit an Kernthemen (wie die Unterstützung der für Piraten
       essentiellen Demonstration „Freiheit statt Angst“) wurde
       torpediert und durch die Vermengung mit sachfremden Themen
       behindert.
       Als sich gegen all dies Widerspruch an der Basis regte und ein
       neuer, den „progressiven“ nicht genehmer Bundesvorstand gewählt
       wurde, begab man sich in den virtuellen, als Schutzraum
       bezeichneten Schützengraben. Aus diesem heraus wollte man den
       neuen Bundesvorstand und all jene beschießen, die ihn gewählt
       hatten. Getroffen wurde die Piratenpartei insgesamt.
       Erwartungsgemäß waren mehr als ernüchternde Wahlergebnisse in
       Sachsen, Brandenburg und Thüringen die Folge. Übrig blieben ein
       ramponiertes Piratenschiff und vor allem jede Menge harte
       Arbeit. Zu viel Arbeit bei zu wenig Ertrag für all jene, die
       sich der Partei aus teilweise opportunistischen Gründen,
       zumindest aber unter falschen Annahmen heraus angeschlossen
       hatten.
       Statt das demokratische Votum der Basis zu akzeptieren,
       zelebrieren einige Personen ihren Austritt nun öffentlich. Es
       ist das letzte, was ihnen die plötzlich so verhassten Piraten
       noch bieten können: mediale Aufmerksamkeit, in einigen Fällen
       sogar noch die Annehmlichkeiten des Mandats, welches ihnen die
       Partei erst verschafft hat.
       Alles geschenkt. Der große Streit kam vermutlich gerade (noch)
       rechtzeitig. Bis zur nächsten Landtagswahl in Hamburg ist noch
       genug Zeit. Für die Piraten kann es bis dahin nur noch eine
       Richtung geben: Zurück nach vorn. Die zweistelligen Umfragewerte
       auf Bundesebene kamen nicht von ungefähr. Die Wahrung und
       Wiederherstellung von Bürgerrechten in einer zunehmend
       digitalisierten Welt, der Einsatz für eine faire Chance auf
       gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen und der Anspruch,
       aus Betroffenen Beteiligte zu machen – unser politisches
       Programm hat seine Attraktivität nicht verloren. Allenfalls die
       Attraktivität unserer Partei nach außen. Also lasst uns
       gemeinsam daran arbeiten, diese wiederzugewinnen. Gewiss: Aller
       (Neu)Anfang ist schwer. Aber deshalb gar nicht erst anzufangen
       wäre ein schwerer Fehler. Die aktuelle Situation kann durchaus
       auch als Chance verstanden werden. Und diese Chancen stehen
       sicher nicht schlechter als 2009. Mit einer Fokussierung auf den
       Markenkern der Piraten können wir endlich auch wieder
       inhaltliche Akzente setzen. Allein damit haben wir fürs Erste
       genug dicke Bretter zu bohren. Also: Packen wir’s an![/quote]
       So schnell kann es gehen. Als nächstes räumen wir die PPat auf.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2674--------------------------------------------------
       Re: Zur Lage der Partei 
       By: pet Date: September 21, 2014, 3:00 pm
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       Wetzt die langen Messer! Klarmachen zum Kielholen und Planke
       ausfahren!
       #Post#: 2711--------------------------------------------------
       Re: Zur Lage der Partei 
       By: hellboy Date: September 25, 2014, 6:57 pm
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       [quote="Peter Mühlbauer für Heise"]Piraten haben ein paar
       Probleme weniger
       Lauer, Höfinghoff, Helm, Domscheit-Berg und Wirth ausgetreten
       Seit der ehemalige Berliner Piraten-Fraktionssprecher
       Christopher Lauer am 18. September seinen Austritt aus der
       Partei erklärte, folgten ihm mehrere andere Mitglieder, die sich
       vorher einen Ruf als Problempiraten erworben hatten: Oliver
       Höfinghoff, Anne Helm, Anke Domscheit-Berg und Torsten Wirth.
       Die nordrhein-westfälische Abgeordnete Birgit Rydlewski, die
       ebenfalls diesem Lager zugerechnet wird (und gegen die im Sommer
       eine Strafanzeige wegen einer Krawalldemonstration erstattet
       wurde), twitterte, sie sei sich noch nicht sicher, ob sie die
       Partei verlässt, werde aber auf jeden Fall ihr monatlich mit
       über 10.726 Euro vergütetes Abgeordnetenmandat behalten.
       Ob die Austritte ausreichen, die Piraten wieder für breitere
       Schichten wählbar zu machen, ist fraglich: Die "Jungen Piraten"
       befinden sich weiterhin so fest in der Hand von
       Höfinghoff-Gesinnungsgenossen wie die Roten Garden während der
       chinesischen Kulturrevolution in der Maos - und die Berliner
       Abgeordnetenhausfraktion hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit
       Höfinghoff weitgehend wie bisher fortzusetzen. Gleiches gilt für
       die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln, in der Anne Helm
       ihren Sitz behält.
       Beobachter vermuten deshalb, dass die Austritte möglicherweise
       vor allem dazu dienten, parteilichen Disziplinarmaßnahmen und
       Handlungsbeschränkungen zu entgehen, wie sie Lauer vor seinem
       Abschied mit Mandatsbeibehaltung angeblich angekündigt waren.
       
       Grundlagen für solche Strafen gäbe es sowohl bei Höfinghoff als
       auch bei Helm, Domscheit-Berg und Wirth: Höfinghoff verlor am
       10. September seine parlamentarische Immunität, weil die
       Berliner Staatsanwaltschaft unter anderem dem Verdacht nachgeht,
       dass er Gewalttäter zur Erstürmung eines Dönerladens aufrief, in
       dem sich zwei Personen aufhielten, die vorher einen
       "Antifa"-Aufkleber abgekratzt hatten.
       Außerdem hatte der Ex-Fraktionsführer den jüdischen Blogger Don
       Alphonso auf Twitter als "Schwein" bezeichnet, Parteifreunden
       mit Gewalt gedroht, seine zeitweilige Geliebte auf
       Steuerzahlerkosten als Angestellte beschäftigt und Udo Vetter
       einen "Nazi-Anwalt" genannt.
       Helm hatte sich im Februar mit dem auf ihre Brüste gemalten
       Slogan "Thanks Bomber Harris" ablichten lassen und bis zur
       zweifelsfrei feststehenden biometrischen Feststellung ihrer
       Identität den Bundesvorstand und die Presse darüber getäuscht.
       Journalisten und Blogger, die darüber kritisch berichteten,
       waren Stalking und Einschüchterungsversuchen via Twitter und
       Mail ausgesetzt. Helm selbst bedauerte lediglich, dass ihre
       anonyme Aktion offenbart wurde und meinte, sie könne "ohne
       Antifa-Strukturen keine Politik machen".
       Thorsten Wirth wird vorgeworfen, dass er Helm, Höfinghoff und
       Mercedes Reichstein, die einen Brandsatz gegen die russische
       Botschaft warf, auch nach dem Bekanntwerden ihrer Skandale
       weitgehend unbehelligt ließ. Stattdessen ging Wirth gegen deren
       innerparteiliche Kritiker vor und erteilte Auskunftsverbote für
       Journalisten, die ihre Aufgabe nicht darin sahen, "Trolle
       dreilagig extraweich abwischen".
       Anke Domscheit-Berg, die vor ihrer Zeit bei den Piraten unter
       anderem als Lobbyistin für Microsoft und als
       IT-Strategieberaterin für McKinsey arbeitete, galt vielen
       Piraten als eine der Hauptverantwortlichen dafür, dass Personen
       angelockt wurden, die mit dem Kampf gegen Zensur nur wenig im
       Sinn hatten und stattdessen mit Sprachvorschriften,
       Sprechverboten und Beschwerden über angeblich frauenfeindlich
       eingestellte Mikrofone auf sich aufmerksam machten. Die
       Europawahlkandidatin selbst hatte in einem Taz-Interview, das
       hohe Wellen schlug, Internet-Pranger für (ihrer Wahrnehmung
       nach) "sexistische Kommentare" gelobt.[/quote]
  HTML http://www.heise.de/tp/artikel/42/42884/1.html?utm_medium=twitter&utm_source=twitterfeed
       DAS nenn ich mal eine adäquate Beschreibung der Situation! Es
       gibt ja doch noch unabhängige Qualitätsmedien.
       Zum selben Thema:
       [quote="Aranita"]Antidemokraten – Austreten, Nachtreten
       Derzeit geht ein Ruck durch die Piratenpartei. Prominente und
       weniger Prominente, die antidemokratischen Gruppen zugeordnet
       werden, treten reihenweise mit großem Getöse aus der Partei aus,
       nicht ohne gewaltig nachzutreten. Dafür treten viele Menschen
       wieder ein, denen es um die Grundwerte der Piratenpartei geht
       und nicht um Selbstdarstellung.
       weiter
  HTML http://www.aranita.de/blog/2014/09/22/antidemokraten-austreten-nachtreten/[/quote]
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2933--------------------------------------------------
       Re: Zur Lage der Partei 
       By: hellboy Date: December 2, 2014, 5:53 pm
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       Blick hinter die Kulissen der Piratenpartei: Interview mit
       @piratsimon
  HTML http://tarnkappe.inf
       o/blick-hinter-die-kulissen-der-piratenpartei-interview-mit-simo
       n-lange/
       [quote]Leider ging man den bequemen Weg der Konfliktvermeidung
       weshalb sich die informellen Strukturen derart festigten, dass
       diese irgendwann begannen systematisch formelle Strukturen zu
       besetzen. Über diese Entwicklung habe ich auf meinen Blog immer
       wieder mal geschrieben. Zwar erreichte ich einige, aber die
       Entscheider in unserer Partei haben leider all zu oft ihre
       persönliche politische Karriere über das Wohl der Partei
       gestellt und somit nichts getan.[/quote]
       [quote]Die mediale Versenkung ist ein Resultat dieser geduldeten
       Angriffe gegen Personen aber auch gegen Personengruppen. Gerade
       der Kampf gegen Personengruppen wurde oft und wird noch immer
       aktiv als Sippenhaftung veranstaltet. Eine Bürgerrechtspartei
       welche Sippenhaft nicht nur duldet sondern sogar aktiv betreibt
       (zuletzt auf der Landesmitgliederversammlung in Berlin),
       verliert im Kampf um Grundrechte bzw. Bürgerrechte jegliche
       Glaubwürdigkeit. Unsere Kernwählerschaft hat das auch immer
       schon an allen möglichen Stellen deutlich herausgestellt.
       Dennoch fürchtet man im Bundesvorstand bzw. auch in den vielen
       Landesvorständen mehr das mediale Echo wenn man sich klar gegen
       solche Missstände öffentlich verhält, als das Echo an der
       Wahlurne welches bereits jetzt uns für die Tolerierung solcher
       Vorgänge abstraft.
       Unsere politischen Gegner wie auch die Medienlandschaft macht
       sich allerdings bei einer mittlerweile 1% Partei nicht mal mehr
       die Mühe und holt diese Fails der Piraten hervor. Diese warten,
       bis wir wieder 2stellig in den Umfragen sind. Eine mediale
       Schlacht auf die wir Piraten besser vorbereitet sein sollten und
       die Zeit bis dahin nutzen sollten unsere
       Glaubwürdigkeits-Defizite aufzuarbeiten und zu
       korrigieren.[/quote]
       [quote]Simon Lange: “Politik ist halt keine Spaßveranstaltung”
       Tarnkappe: Mit den früheren Idealen haben die Piraten nichts
       mehr gemeinsam. Wieso bist Du noch immer Teil dieser Partei,
       brauchst Du den Schmerz?
       Simon Lange: Nun ich habe die Partei aktiv mit aufgebaut. Ich
       habe Unterstützungsunterschriften gesammelt, Infotische
       organisiert, Strassenwahlkampf geplant und durchgeführt und habe
       stets versucht in den Bereichen in welchen ich beteiligt war
       Teamwork und professionelles Arbeiten zu ermöglichen. Gerade mit
       meiner Konrad Zuse Crew wurden wir wegen der vielen
       menschenverachtenden Aktionen gegen Mitglieder in der Partei
       schnell zu einem Schutzraum im Landesverband Berlin. Ich habe
       sehr oft Menschen Mut zugesprochen, sie ermutigt zu kandidieren
       oder sich für Beauftragungen zu bewerben, habe mich vor Menschen
       gestellt und auch für Menschen gesprochen wenn diese
       Repressalien fürchteten.
       Ich habe solchen Menschen eine Verantwortung gegenüber. Ich kann
       Menschen nicht ermutigen durchzuhalten und dann selber das Feld
       räumen. Ich habe diversen Menschen versprochen zu bleiben und
       ich gedenke als Hanseat mein Versprechen zu halten.
       Politik ist halt keine Spaßveranstaltung. Politik ist dicke
       Bretter bohren. Es braucht Durchhaltevermögen, ein dickes Fell
       und einen starken Charakter. Das kann man zwar kritisieren, aber
       es ändert leider nichts an dem IST-Zustand. Ich versuche daher
       das Beste aus jeder Situation zu machen und helfe wie schon
       immer seit Jahren wo ich kann. In den letzten 2 Jahren zum
       Beispiel stelle ich eine Menge IT Infrastruktur den wenigen
       verbleibenden Piraten zur Verfügung, welche noch die alten und
       erfolgreichen Werte hochhalten.[/quote]
       [quote]Tarnkappe: Werden die Piraten jemals wieder auf
       Landesebene die 5%-Hürde überschreiten? Wäre das zum jetzigen
       Zeitpunkt überhaupt wünschenswert?
       Simon Lange: Ich stecke da in einem Dilemma. Einerseits will ich
       natürlich, dass Piraten wirken und in den Parlamenten mit
       Sachverstand, Schnauze und kreativen Ideen zum Nutzen der Bürger
       sich einbringen. Andererseits weiß ich, dass dies bis aus sehr
       wenige Ausnahmen eine Illusion ist. Viele Kandidaten wie auch
       viele MdL der Piraten haben weder die charakterliche noch die
       politische Reife um derartige Aufgaben bewältigen zu können. Es
       hat sich leider insbesondere in Berlin aber auch in NRW immer
       wieder gezeigt, dass der Erfolg bei vielen schnell zu Kopf
       stieg, man die Piraten Werte vergaß und auch jegliche Erdung
       verlor. Dabei wurden diese MdL genau die Art von Politikern und
       übten eine Politik aus, welche wir Piraten eigentlich zu
       Besseren revolutionieren wollten. Der Wähler bekam das mit und
       wir alle zahlen nun die Zeche dafür. Unvergessen der Filz in
       Berlin, geplatzte Kondome und antisemitische und Gewalt
       verherrlichende Statements von Piratenparlamentariern in Berlin
       und NRW. Landesvorstände die so ein Verhalten dann mit Schweigen
       quittieren dürfen sich nicht wundern, wenn der Wähler dies dann
       ebenfalls mit fehlenden Kreuz quittiert.
       Also kurz: Ja, ich wünsche mir 5%+ aber bitte erst nachdem die
       Piratenpartei ihre Authentizität wiedererlangt hat.[/quote]
       [quote]Tarnkappe: Auf deinem Twitter-Profil steht: Keine Macht
       den Dummköpfen. Was ist damit konkret gemeint?
       Simon Lange: Genau das. :) Im Ernst: Oft wurde mir gesagt ich
       solle bei Konflikten, bei denen es wirklich um etwas ging,
       zurückstecken um den Konflikt zu vermeiden. Gerne wurde
       derartiges “garniert” mit dem dämlichsten Spruch aller Zeiten
       welcher lautet: “Der Klügere gibt nach.” Das ein derartiges
       Ansinnen dazu in letzter Konsequenz führen würde, dass nur die
       “Dummen” regieren und das genau das wiederum unsere politische
       bzw. netzpolitische Realität ist – geschenkt. Daher appelliere
       dafür, dass man “Dummen” eben nicht das Feld überlässt. Man
       tritt ihnen entgegen und enttarnt ihre “Dummheit” mittels guter
       Argumentation. Dabei ist es völlig egal ob diese “Dummen” nun
       Altparteien angehören oder dogmatische Haßprediger aus den
       Reihen religiös verwirrter Menschen sind oder diverser rechter
       Gruppierungen oder irgendwelchen faschistischen Burschenschaften
       angehören. Man überlässt solchen Menschen nicht die Bühne,
       sondern man nutzt die Gelegenheit idealerweise vor Publikum
       deren Halbwahrheiten und billige Propaganda mit Eloquenz und
       Argumenten zu entzaubern und ihnen ihre Maske herunterzureißen.
       Das ist zwar anstrengender und unbequemer als plattes
       distanziertes “dagegen” Demonstrieren aber dafür deutlich
       nachhaltiger und effektiver.[/quote]
       Das wird Mitgliedern der crew:redemption bekannt vorkommen:
       [quote]Tarnkappe: Wieso ist die Zuse Crew bei den Berliner
       Piraten so verhasst?
       Simon Lange: Weil wir wie gesagt die Piraten Werte leben und
       Beschlüsse die offensichtlich rechtswidrig sind oder gegen die
       Grundsätze der Piratenpartei verstoßen ignorieren und wir uns
       als Bürgerrechtler begreifen. Da wir nicht korrumpierbar sind,
       werden wir halt mit allen Mitteln bekämpft.[/quote]
       Wie sich die Bilder gleichen. Man erkennt ja auch bei der pöpö
       die Handschrift von Lauer und dem lv-Berlin. Sehr lesenswert,
       auch das was ich hier nicht hervorgehoben habe.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3579--------------------------------------------------
       Re: Zur Lage der Partei 
       By: hellboy Date: April 23, 2015, 10:09 am
       ---------------------------------------------------------
       [quote="solipa"]Kleine Schritte in die richtige Richtung
       BY JENS SEIPENBUSCH · 23. APRIL 2015
       Aus meiner Sicht werden die Probleme, die sich aus der Frage
       Kern-Programm oder Voll-Programm ergeben, allgemein erkannt und
       bedauert, aber die Lösungsvorschläge scheinen mir allesamt
       falsch zu sein, ein dahinführender Weg wird erst gar nicht
       thematisiert.
       Die Anzahl der Kapitel unseres Programms ist weitgehend
       irrelevant, wie (inzwischen oft zum Glück) auch deren Inhalt.
       “Faktisch sind wir nicht weiß und nicht schwarz sondern grau.
       Daraus abzuleiten, die Beliebigkeit sei die Lösung ist falsch.”
       Unsere Identität als Piratenpartei ist keineswegs beliebig. Sie
       beruht auf den grundlegenden Überlegungen, die seit 2006 nicht
       an Wichtigkeit verloren haben. Außenstehende würden sagen, wir
       sind eine Wertegemeinschaft und können auch nur als
       Wertegemeinschaft existieren, wenn wir nicht ein Zombiepferd
       reiten wollen.
       “Werte beschränken sich nicht auf Kernthemen.”
       Ich persönlich verstand und verstehe die Werte und Ziele der
       Piraten als solche wie Humanismus, das Ermöglichen eines
       selbstbestimmten Lebens in einer freiheitlichen und
       gemeinwohlorientierten Gesellschaft, die Gestaltung einer
       Informationsgesellschaft, die nicht eine
       Überwachungsgesellschaft ist, sowie eine sinnvolle, echt
       demokratische Machtausübung (im Ggs. zu Globalismus und
       Postdemokratie).
       Die Partei sollte sich m.E. als Parteiflügel dieser
       Wertegemeinschaft verstehen und auch so agieren.
       Das tut sie derzeit in meinen Augen nicht und das auch noch oft
       schlecht.
       Das Problem der von mir skizzierten Werte ist, dass die so fast
       jeder unterschreiben würde, für den einen heisst das BGE, für
       den anderen gerade eben nicht.
       Die einzig wichtige programmatische Arbeit der Gesamtpartei
       besteht daher eigentlich darin, diese Werte bis zu einem
       gewissen Grad (!) zu konkretisieren, insbesondere dort, wo es zu
       konträren Interpretationen kommt. Beim Auffinden solcher
       Konflikte sollte auch nicht ausschließlich eine Kampfabstimmung
       als Lösung gesucht werden, sondern es muß auch explizit ein
       geordneter Dissens ermöglicht werden.
       Das wäre Punkt 1: Weiterentwicklung der Gesamtpartei als
       Wertegemeinschaft.
       Damit ist übrigens gerade nicht gemeint, dass bundesweit alle
       Mitglieder permanent über folgenlose Detailfragen abstimmen, ich
       halte das Arbeiten an diesem Pseudo-Ziel nach wie vor für
       kontraproduktiv und ablenkend.
       Eine Teilaufgabe der Weiterentwicklung der Wertegemeinschaft ist
       übrigens auch die permanente Vermittlung dieser Werte an
       Neumitglieder (insbesondere über die lokalen Teilgliederungen).
       Dies sollte ruhig zentral koordiniert sein, ohne aber die
       Details top-down zu regeln.
       Parteiflügel einer Wertegemeinschaft zu sein bedeutet für mich
       zweierlei:
       • Zum einen haben sich Amts- und Mandatsträger diesen Zielen
       unterzuordnen “und entsprechend Prioritäten zu setzen”. Ich
       würde mir beispielsweise wünschen, dass unsere 20
       Landtagsabgeordneten in NRW mal den Kopf heben und ihre
       Tätigkeit anhand dieses Ziels neu bewerten. Aus meiner Sicht
       versucht man viel zu stark, ‘ein guter Abgeordneter zu sein’,
       vielleicht weil man sich auf einmal mehr dem deutschen Volke als
       der Piratenpartei verantwortlich fühlt. Das mag ein ehrenwerter
       Gedanke sein, aber er ist pathetisch und tatsächlich auch
       falsch. Solange man nicht in der Regierung sitzt, nützt man im
       jetzigen Parteiensystem dem wählenden Volk eben am meisten, wenn
       man die Partei vertritt, deren Werte gewählt wurden. M.a.W. die
       Wähler wollen von Euch nicht primär, dass ihr viel Kleinaufwand
       im Bau-, Schul- oder sonstwas Ausschuss leistet, sondern die
       wollen, dass ihr vorrangig die Werte der Piratenpartei in den
       Politikbetrieb einbringt. Ich fände es besser wenn sich 15 der
       20 Abgeordneten in NRW mal 2 Monate mit einem Vorstoß zur
       Abschaffung der allgemeinen Meldepflicht beschäftigen würden (um
       mal ein provokantes aber produktives Thema der allgemeinen
       Überwachung als Beispiel zu benutzen), als dass diese 15 brav in
       ihren von anderen dominierten Ausschüssen die Begleitmusik
       spielen. Die Landtagsmandate sind derzeit die mit Abstand
       wichtigsten Pfunde, die wir uns in langen Jahren Kärrnerarbeit
       erkämpft haben und sie laufen in wenigen Jahren ab. Wir können
       uns nicht den Luxus der anderen Parteien leisten und darauf
       vertrauen, dass wir auch in der nächsten Runde mit am Tisch
       sitzen.
       • Zum zweiten bedeutet Parteiflügel einer Wertegemeinschaft zu
       sein, dass man weder die gesamte Wertegemeinschaft für sich
       reklamiert noch dass man die Partei als alleiniges Werkzeug für
       jegliche Bedürfnisse der Wertegemeinschaft benutzt.
       Viele haben inzwischen erkannt, dass eine Partei eine
       Zweckgemeinschaft ist und kein Freundeskreis. Wir haben aber
       leider im Bestreben, offen zu sein, auch viele Leute eingeladen,
       die unsere Werte gar nicht teilen, oder die meinen, dass
       allgemeine Beteiligung auch bedeutet, dass man machen könne was
       man wolle, solange man irgendwo mal irgendwann eine
       bedeutungslose ‘Mehrheit’ bei einer ‘Abstimmung’ erreicht. Dies
       setzt falsche Anreize.
       Ich rege daher an, dass wir unsere Einstellung zum ‘Mitmachen’
       dahingehend präzisieren, dass wir nach wie vor jeden mitmachen
       lassen an den Dingen die wir so tun in der Verfolgung unserer
       konkreten Projekte und Ziele, dass wir aber nicht jedermann
       einladen, seine eigenen Ziele oder welche die offenbar nicht die
       unseren sind, in unserem Kreise zu betreiben. Dies wäre
       zuallererst eine Veränderung in unseren Köpfen, nämlich dass wir
       uns selbst erlauben Prioritäten zu setzen und die auch von
       anderen verlangen. Manchmal wäre es einfach hilfreich, sagen zu
       können: “Dann bist du vielleicht bei uns einfach falsch, versuch
       doch, dein Ziel mit einer anderen Wertegemeinschaft
       weiterzuverfolgen”. Man muss auch nicht jeden Aspekt der Welt in
       einer AG der Piratenpartei abbilden, davon wird die Welt nicht
       eine bessere.
       Ein weiterer Konflikt, der sich entschärfen würde, wäre der
       zwischen der Partei und der ‘Internetgemeinschaft’ oder solchen,
       die wie Marina Weisband eine bestimmte Utopie verfolgen. Die
       Liquid-Feedback-Kontroverse wäre weitgehend unnötig gewesen,
       wenn man nicht die Partei als Durchsetzungsinstrument für
       bestimmte technische Mitbestimmungsinstrumente in der
       Gesellschaft benutzt hätte. Umgekehrt leidet die Partei fast
       genauso daran, dass wir glauben, uns zwischen der Arbeitsweise
       der OpenSource-Gemeinde und der klassischen Partei-Arbeitsweise
       entscheiden zu müssen.
       Das wäre Punkt 2: Prioritäten setzen und diese ständig in der
       Arbeit realisieren.
       Mit Prioritäten könnte man aus meiner Sicht auch recht einfach
       diese unwürdigen Schauspiele beenden, die
       Online-Vorstandssitzungen auf vielen Ebenen der Partei boten und
       bieten. Anstatt viele Alibi- und Meckerkanäle der Kommunikation
       zu betreiben, müssen wenige wichtige Dinge eher ausführlicher
       und unwichtige eben gar nicht so behandelt werden.
       Hier zeigt sich aber auch schon eine riesiges Problem bei der
       Durchsetzung jeglicher Veränderungen in der Partei: fast alle
       gehen inwzischen den Weg des geringsten Widerstands. Dies ist
       sowohl eine Folge der fatalen ‘meriokratischen Bilanz’ unseres
       Umgangs mit Verantwortlichen als auch des starken ‘brain drain’
       (oder besser ‘spine drain’ ) – also des Verlustes vieler guter
       Leute in den vergangenen Jahren. Hier wird es Zeit brauchen,
       wieder gute Leute in die richtigen Positionen zu bringen. Wir
       werden sie nur wieder hervorlocken können, wenn wir schon mal
       kleine Schritte in die richtige Richtung vorweisen.
       Ansonsten gilt alles was Foti hier
  HTML http://stille-piraten.de/2014/10/22/145/
       über POLITISCHE
       GESTALTUNGSKRAFT, POLITISCHE GLAUBWÜRDIGKEIT, POLITISCHES
       HANDELN und POLITISCHEN WILLEN gesagt hat.
       
       Jens Seipenbusch
       * 6. August 1968 in Wuppertal, ehemaliger Bundesvorsitzender der
       Piratenpartei Deutschland, Diplom-Physiker, Verheiratet.
       Arbeitete am Grundsatzparteiprogramm der Piratenpartei mit und
       war von September 2006 bis Mai 2007 Stellvertretender
       Vorsitzender. Danach von Mai 2007 bis Mai 2008 Vorsitzender und
       bis Juli 2009 erneut Stellvertretender Vorsitzender der Partei.
       Auf dem Bundesparteitag am 4. Juli 2009 in Hamburg mit 56
       Prozent der Stimmen erneut zum Bundesvorsitzenden gewählt. Beim
       Bundesparteitag 2010 in Bingen am Rhein mit 52,6 Prozent in Amt
       bestätigt. Beim Parteitag 2011 nicht mehr angetreten.[/quote]
  HTML http://solipa.de/2015/04/23/kleine-schritte-in-die-richtige-richtung/
       "Manchmal wäre es einfach hilfreich, sagen zu können: “Dann bist
       du vielleicht bei uns einfach falsch, versuch doch, dein Ziel
       mit einer anderen Wertegemeinschaft  weiterzuverfolgen”. Man
       muss auch nicht jeden Aspekt der Welt in einer AG der
       Piratenpartei abbilden, davon wird die Welt nicht eine bessere."
       Linke, Esos, Vollprogrammhongs und ähnliche Leute sind gemeint,
       die geglaubt haben "alle dürfen mitmachen" heißt "alle dürfen
       hier ihre Ideen und Ideologien reinstopfen". Dem ist nicht so,
       das widerspricht sogar diametral der Piratenidee. Gesagt wurde
       es Ihnen schon sehr oft, aber sie wollen es nicht wahr haben,
       weil sie wissen, daß sie mit ihrem Blödsinn anderswo auch
       niemand will. Wir Piraten sind aber nicht die Müllhalde der
       politischen Schnapsideen, und deshalb geht es nicht anders, als
       diesen Leuten endgültig klar zu machen, daß wir uns von ihnen
       trennen müssen.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 4129--------------------------------------------------
       Re: Zur Lage der Partei 
       By: hellboy Date: October 6, 2016, 6:38 am
       ---------------------------------------------------------
       [quote="Zuse Crew"]WE. ARE. BACK.
       ...
       Man bekämpft Mobbing und üble Nachrede und Straftaten von
       Gliederungen gegen Minderheiten und einzelne Personalien NICHT
       mit wegducken, weggucken und Verleugnung der Realität. Genau wie
       Gewalt in der Partnerschaft nicht weggeht wenn das Opfer stets
       verzeiht, so gehen auch systematisches und strukturelles Mobbing
       bei den Piraten bzw in der Piratenpartei Deutschland nicht weg,
       wenn man wegschaut und es erträgt. Oder – noch schlimmer – man
       von Opfern VERLANGT dass sie es zu ertragen haben, weil es ja
       sonst der Partei „schaden“ würde. Über soviel Perversität und
       Zynismus gegenüber Gewaltopfern sollten mal der eine oder andere
       Pirat in der Partei nachdenken.
       ...
       Der „Landesverband Berlin“ übt sich derweil in politischer
       Inzest. Funktionäre treffen sich auf Parteitagen und wählen sich
       selbst. Mitglieder sind nur so lange gerne gesehen solange sie
       die Meinung der Funktionäre teilen bzw den Pöstchenschubsern
       nicht gefährlichen werden (wollen). So kann das natürlich nichts
       werden. In vielen Gesprächen wundern sich immer wieder zu# und
       durchgereiste Piraten warum diese  Wahnsinnigen nicht spätestens
       an der Konsequenz ihres großen Vorsitzenden Kramm ein Beispiel
       nehmen und sang und klanglos verabschieden? Also ihre
       Funktionen/Ämter niederlegen, austreten und ggf ihr Seelenheil
       in einer anderen politischen Gruppe suchen. Die Antwort ist so
       einfach wie beängstigend.
       Die meisten Funktionäre im LV Berlin haben
       Minderwertigkeitskomplexe. Sie sind gescheiterte Menschen und
       ich meine das nicht im finanzieller Hinsicht. Nein, sie sind als
       Mensch gescheitert. Sie sind unsozial, Team-unfähig und können
       außerhalb ideologischer Strukturen nicht atmen geschweige leben.
       Sie fühlen sich ohne Partei, aber vor allem ohne Titel nicht
       wertig. Sie identifizieren sich über ihren Titel und so wundert
       es auch nicht dass diese selbst noch den Titel „Reiter“ begehren
       würden, auch wenn es nur bedeuten würde sich auf einen verwesten
       toten am Boden liegenden Gaul zu setzen. Eklig, aber Hauptsache
       der Titel macht was her. Einige dieser pathologisch auffälligen
       Menschen sammeln gerade zu Titel und Beauftragungen. Es soll gar
       solche geben, die ein BVV Mandat haben (okay hatten), ein
       Vorstandsamt haben, und locker ein Dutzend Beauftragungen.
       Natürlich in jedem einzelnen inkompetent und maximal erfolglos,
       aber Hauptsache Titel. Tja, und SOLCHE Leute gehen selbst dann
       nicht, wenn der Landesverband tot am Boden liegt und JA, er IST
       tot. Der Landesverband Berlin ist tot! ER IST TOT, Jim!
       Knochenmarkspende
       Das einzige was diesen von „Krebs“ zerfressenen und geschundenen
       „Körper“ noch retten kann ist eine endgültige Bestrahlung mit
       Piraten-Werten und Personalien. Wir müssen die letzten besonders
       hartnäckigen Titel-Sammler entmachten und die Zügel der
       Gliederung wieder in piratige Hände übergeben.
       Dazu muss an vielen Baustellen beinahe gleichzeitig gearbeitet
       werden. Wir müssen die Landessatzung von diesem ganzen Bullshit
       seit 2010 befreien, der darin einfach nichts zu suchen hat. Hier
       sei nur die Totgeburt SMV oder das LD-Tool LQFB genannt. Aber
       auch die hart an der Legalität schrammenden
       Mitglieder-Rechte-einschränkenden Bereiche gehören überarbeitet.
       ...
       Und damit nicht gleich wieder der Laden von irgendwelchen
       verstrahlten Weltverbesserern übernommen wird, braucht es ein
       Immunsystem. Dieses Immunsystem setzt sich zusammen aus Satzung,
       politischer Bildung, Professionalität und charakterlich
       geeigneten Vorständen. Gerade beim Letzteren hapert es immer
       wieder am meisten, denn die meisten Mitglieder sind traditionell
       NICHT in der Lage kompetent zu wählen. Das beginnt bei einem
       Weicheier Wahlsystem bei dem niemand eine klare Entscheidung
       fällen muss sondern notfalls jedem eine „Stimme“ geben kann und
       endet damit dass noch immer „Tittenbonus“(tm), Kinderaugen oder
       verbale Arschkriecherei zum Wahlerfolg eines Kandidaten führen.
       Irgendwann muss das einfache Mitglied begreifen, dass
       Wetterfahnen niemals eine gute Wahl sind. Man wählt
       polarisierende Menschen, die für Werte stehen und zwar eben auch
       wenn sie Widerstand erfahren. Was will man erwarten von einer
       Wetterfahne, wenn diese Widerstand erfährt? Eben nichts, sie
       knickt ein. Wetterfahnen stehen für nichts außer ihren
       egoistischen politischen Karriere-Erfolg (Wieder ein Titel!
       Juhuuu!), aber eben nicht dafür irgendwas politisch für andere
       Menschen erreicht zu haben.
       Und nun?
       Tjaaaa, jetzt haben wir von der Zuse Crew uns gedacht werden wir
       den Landesverband versuchen wieder gerade zu ziehen. Wir werden
       unangenehm sein, wir werden Aktionen planen und durchführen.
       Stets im Namen der Piratenpartei, stets sichtbar und uns auch
       stets als Piraten ausgeben, weil wir Piraten sind. Wir werden
       die Gliederung versuchen zu übernehmen und dann bei Erfolg eine
       vollendete Rückwärtsrolle der Partei hinzubekommen. Hin zu den
       erfolgreichen Werten, Mechanismen und Prinzipien von 2006-2009.
       Die Jahre 2010-2016 nehmen wir als mahnende Erinnerung, als
       dunkles Zeitalter der Piratenpartei Berlin.[/quote]
  HTML http://zuse-crew.de/blog/2016/10/03/we-are-back/
       Nachdem die PPAt ab 2012 vom Landesverband Berlin unterwandert
       und so vollkommen zerstört wurde, gilt all das hier geschriebene
       natürlich auch für uns und die Crew:Redemption.
       ahoy
       hellboy
       *****************************************************