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#Post#: 2631--------------------------------------------------
Ende für Proporz und U-Ausschuß als Minderheitenrecht
By: hellboy Date: September 16, 2014, 1:00 pm
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[quote="apa"]Verfassungsreform im Burgenland: Proporz wird
abgeschafft
SPÖ und ÖVP einig - Reform soll Anfang nächsten Jahres in Kraft
treten - Untersuchungsausschuss künftig Minderheitenrecht
SPÖ und ÖVP einig - Reform soll Anfang nächsten Jahres in Kraft
treten - Untersuchungsausschuss künftig Minderheitenrecht
Güssing - Im Burgenland haben sich SPÖ und ÖVP auf eine Reform
der Landesverfassung geeinigt. Ein zentraler Punkt des Pakets,
das die Parteichefs und Klubobleute beider Parteien am Dienstag
in Güssing präsentierten, ist die Abschaffung des Proporzes bei
der Bildung der Landesregierung. Künftig soll außerdem
Minderheiten die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses
möglich sein.
Was man heute präsentierten könne, sei "die modernste Verfassung
aller Bundesländer", erklärte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ).
Die Reform soll Anfang 2015 in Kraft treten. In vielen Punkten
würden auch die Oppositionsvertreter dem Reformpaket zustimmen.
"Mit dieser Verfassungsreform haben wir einen großen Brocken in
dieser Legislaturperiode gehoben", erklärte
Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP). Das Paket sei
bereits einstimmig im ÖVP-Landesparteivorstand abgesegnet worden
und werde auch von den Bürgermeistern getragen.
Künftig soll die stimmenstärkste Partei zu Gesprächen über die
Regierungsbildung einladen. Der aus 36 Abgeordneten bestehende
Landtag wird nicht verkleinert. Damit komme man auch der
Opposition entgegen, wurde von SPÖ und ÖVP betont.
Fünf bis sieben Regierungsmitglieder
Die Zahl der Regierungsmitglieder - der Rahmen reicht von fünf
bis sieben - soll künftig der Landtag festlegen. Bei der
übernächsten Landtagswahl werde es dann "definitiv" fünf
Regierungsmitglieder geben, erläuterte Niessl.
Einig sei man sich auch über die Abschaffung der
Vorzugsstimmenhürde: Bisher werden 15 Prozent der Parteistimmen
benötigt, um in den Landtag einziehen zu können. Pro Bezirk
könne künftig ein Mandatar, der die meisten Vorzugsstimmen
erhalte, in den Landtag gewählt werden, so der Landeshauptmann.
Auch ein zweiter Wahltag neun Tage vor dem eigentlichen
Wahltermin soll ermöglicht werden.
Richter soll U-Ausschuss führen
Die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses soll nach die
Verfassungsänderung von 25 Prozent der Abgeordneten beantragt
werden können. Den Vorsitz werde ein Richter führen, erklärte
Niessl. Weiters erhält der Landes-Rechnungshof die Kompetenz zur
Prüfung der Gemeinden. Pro Jahr soll er künftig die Finanzen von
zehn Kommunen durchleuchten können.
Die Verfassungsreform sei die größte seit dem Jahr 1981, sagte
Niessl. Aus seiner Sicht gebe es "keinen Sieger bei den
Parteien." Sieger seien "die Demokratie und die Burgenländer."
Mehrheit der Bundesländer ohne Proporz
Mit der Abschaffung des Proporzes im Burgenland wird künftig die
Mehrheit der Bundesländer die Landesregierung nach dem
Mehrheitssystem bilden. Auch Kärnten plant die Umstellung.
Niederösterreich, Oberösterreich und Wien praktizieren weiterhin
das Proporzsystem.
Wie demnächst auch im Burgenland sind auch im Bund nicht
automatisch alle größeren Parteien in der Regierung, sondern nur
diejenigen, die eine Koalition vereinbart haben.
Der burgenländische FPÖ-Landesparteiobmann Johann Tschürtz und
Grünen-Landessprecherin Regina Petrik haben am Dienstag den
"Alleingang" der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP in Bezug auf die
Verfassungsreform kritisiert. Tschürtz zeigte sich "verwundert
und irritiert", Petrik "verärgert". Die Liste Burgenland, dritte
Oppositionspartei im Land, begrüßte den Schritt. (APA,
16.9.2ß14)
[/quote]
Ganz versteckt in Güssing haben sie es präsentiert: das
Burgenland ist dem Rest Österreichs meilenweit voraus bei der
Demokratierform. Die großen Medien bringen irgendwo versteckt
die apa-Meldung, und der orf hat in den Hauptnachrichten gerade
mal 3 Sätze dafür übrig. Man stelle sich vor, das kriegen die
Leute mit, und wollten das auch haben. Unsere Landeskassen und
die Machtklüngel auf Bundesebene wären total enttäuscht, wenn
man sie mit Demokratie belästigte.
ahoy
hellboy
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