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#Post#: 2586--------------------------------------------------
Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogengese
tze
By: hellboy Date: September 9, 2014, 4:41 pm
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[quote]Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale
Drogengesetze
Gesundheit sowie gar nicht Strafverfolgung müsse im Vordergrund
stehen - Chile versorgt Krebs- sowie Epilepsiepatienten künftig
mit kostenlosem Cannabis
Eine Gruppe von Ex-Staatschefs um den früheren
UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat in der ganzen Welt eine
Liberalisierung der Drogenpolitik gefordert. Im Sinne der
Menschlichkeit müsse im Kampf gegen Drogenhandel die Gesundheit,
gar nicht die Strafverfolgung im Forderung stehen, heißt es in
einem am Dienstag bei den Vereinten Nationen in New York
veröffentlichten Appell.
Der juristische Kampf gegen Drogen sei gescheitert. Wichtiger
sei es, die gesundheitlichen Folgen zu lindern sowie die Gewinne
der Drogenhändler zu beschneiden.
Verbote ändern Verhalten gar nicht
"Mehr als acht Prozent der Menschheit tragen jeden Tag an der
Bürde eines vermeidbaren Schmerzes", heißt es in dem Aufruf.
Schmerzmittel, ebenso auf Opiaten basierende, könnten dieses
Problem lindern. Weil der Kampf gegen Drogen ebenso diese
Schmerzmittel betreffe, müsse die Antirauschgiftpolitik
verändert werden. Stattdessen sollten die Regierungen ein von
der Weltgesundheitsorganisation zu beaufsichtigendes Programm
starten, um solche Medikamente sicher in den Umlauf bringen zu
können.
Die Unterzeichner verlangten ebenso , die Nutzung von Drogen gar
nicht länger zu "kriminalisieren". Derartige Verbote würden das
Verhalten der Menschen gar nicht ändern.
Zu den Mitgliedern der Kommission gehören
Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa sowie der
britische Unternehmer Richard Branson sowie der damalige
US-Außenminister George Shultz, der vergangene
EU-Außenbeauftragte Javier Solana sowie die früheren
Staatspräsidenten Ernesto Zedillo aus Mexiko, Fernando Henrique
Cardoso aus Brasilien, Jorge Sampaio aus Portugal, George
Papandreou aus Griechenland sowie Ricardo Lagos aus Chile.
Kostenloses Staatscannabis in Chile
Die Regierung um Lagos' Nachfolgerin Michelle Bachelet tat einen
ersten Schritt sowie gab am Montag bekannt, dass in Chile in
Zukunft 214 Cannabis-Pflanzen zu medizinischen Zwecken unter
staatlicher Obhut angebaut werden.
Die Plantage soll ab April 2015 rund 200 Krebs- sowie
Epilepsiepatienten kostenlos mit Marihuana zur Schmerz- sowie
Symptomlinderung versorgen, wie der Sender Radio Cooperativa
berichtete. "Es handelt sich um ein seriöses Projekt, das auf
das Wohlergehen der Menschen zielt", erklärte der Gouverneur von
Santiago .de Webseite Chile, Claudio Orrego. (APA/red,
derStandard.at, Neun . Neun .2014)
[/quote]
HTML http://derstandard.at/2000005337712/Kofi-Annan-und-Ex-Staatschefs-lobbyieren-fuer-liberale-Drogengesetze
Seit wann red ich davon? Was stand auf meinen Flyers?
März 2012:
HTML https://wiki.piratenpartei.at/wiki/Datei:Flyer_drugpeacemarch.jpg
Schön, daß die auch schon draufkommen!
ahoy
hellboy
#Post#: 2595--------------------------------------------------
Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
gesetze
By: marenostrum Date: September 10, 2014, 9:43 pm
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Hier ist noch ein Link zum Hosiannah:
HTML http://diepresse.com/home/panorama/welt/3867180/MarihuanaAnbau-zu-medizinischen-Zwecken-in-Chile-genehmigt
(Die Presse nähert sich langsam der Content-Icon-Technology:
ein paar Zeilen Inhalt in einem Meer von Reklame und "könnte Sie
auch interessieren"-Dreck.)
#Post#: 2743--------------------------------------------------
Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
gesetze
By: hellboy Date: October 13, 2014, 4:51 pm
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[quote="die Welt"]Kofi Annan fordert die Legalisierung weicher
Drogen
Drogen und Korruption schwächen die westafrikanischen Staaten
massiv. Jetzt fordert der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan
die Legalisierung weicher Drogen - als mittel gegen
Staatsverfall in Afrika.
Ein neuer Bericht
HTML http://www.wacommissionondrugs.org/report/
der Westafrikanischen
Drogenkommission, der am Donnerstag weltweit veröffentlicht
wird, beschreibt, wie Drogen und Korruption die Staaten der
Region massiv schwächen. Und er fordert, nicht mehr die
Drogenkonsumenten zu verfolgen, sondern umso stärker die großen
Bosse. Einer der Initiatoren der Studie ist Kofi Annan, der als
UN-Generalsekretär von 1997 bis 2006 besondere Achtung erlangte
und auch heute noch oft bei Krisen um Rat gefragt wird. Ein
Gespräch über die Legalisierung weicher Drogen, Syrien und die
stille Kunst der Diplomatie.
Die Welt: Herr Annan, in Ihrem Bericht schreiben Sie, die
Korruption durch den Drogenhandel schwäche die Staaten
Westafrikas. Sind korrupte Verwaltungen überhaupt in der Lage,
sich zu wehren?
Kofi Annan: Ich hoffe, dass unser Bericht eine ernsthafte
Debatte darüber anstößt. Wir müssen die Drogenindustrie besser,
gezielter bekämpfen, als das bisher der Fall war, weil sie das
Geld für diese Korruption anhäuft. Wir müssen erkennen, dass das
Problem viel verbreiteter ist, als man denkt, und wir müssen mit
den USA und Europa kooperieren, um den Druck auf die
Drogenbarone zu verstärken. Sie dürfen in Westafrika nicht
weiter freie Hand haben. Wir haben bereits in Mittelamerika
gesehen, wie sehr ihr Einfluss den Ländern dort geschadet hat.
Das darf uns nicht auch in Westafrika passieren.
Die Welt: In dem Bericht erwähnen Sie auch Verbindungen zwischen
Drogenkartellen und Terroristen in Westafrika. Es gibt zwar kein
Netzwerk, aber eine sporadische Zusammenarbeit. Welche Bedrohung
geht davon konkret aus?
Annan: Fest steht, dass die Drogenindustrie in dieser Region
nicht nur die Korruption in den politischen Systemen fördert.
Sie verschärft auch die Sicherheitsproblematik in Afrika. Die
Milizen der Sahelzone beispielsweise finanzieren sich durch den
Schmuggel von Zigaretten, Menschen und eben Drogen. Wir müssen
deren Lieferrouten blockieren. Denn die Drogen landen am Ende in
Europa und die Gewinne werden verwendet, um afrikanische Staaten
zu untergraben.
...
Die Welt: Sie sagen, der "Krieg gegen Drogen" ist gescheitert.
Warum?
Annan: Der Krieg gegen Drogen hat nur den Drogenhändlern die
Möglichkeit gegeben, sehr viel Geld zu verdienen. Gleichzeitig
hat er das Leben vieler junger Menschen in Amerika, Afrika und
andernorts zerstört, die verhaftet wurden, weil sie ein halbes
Gramm irgendeiner Substanz bei sich hatten.
Die Welt: Wo sehen Sie die maßgeblichen Fehler?
Annan: Es fängt damit an, dass man Drogensucht als
Gesundheitsproblem behandeln und gleichzeitig umso härter die
großen Drogenhändler bekämpfen sollte. Sie sind es, die diesen
jungen Menschen schaden und mit ihren Bestechungsgeldern
staatliche Institutionen zersetzen. Wir müssen unsere bisherige
Drogenpolitik kritisch hinterfragen. Woran hat es gelegen, dass
sie fehlgeschlagen ist? Im Fall der Alkoholprohibition in den
USA hatte die Regierung seinerzeit den Mut umzusteuern. Diesen
Mut brauchen wir heute auch. Drogen haben das Leben vieler
Menschen zerstört. Aber falsche Regierungspolitik hat noch sehr
viel mehr Leben vernichtet.
Die Welt: In Ihrem Bericht treten Sie jetzt für eine
Legalisierung des Konsums und des Besitzes geringer Mengen von
Drogen ein. Aber in den Niederlanden, wo diese Politik einmal
begonnen wurde, wird sie heute teilweise zurückgenommen. Warum
setzen Sie dennoch auf dieses umstrittene Modell?
Annan: Insgesamt war die liberale Drogenpolitik sowohl in den
Niederlanden als auch in Portugal eher ein Erfolg. Fest steht
doch, dass diese Politik für eine Verringerung der Kriminalität
gesorgt hat. Sie hat vor allem die großen Gesundheitsprobleme
eingedämmt, die mit illegalem Drogenkonsum zusammenhängen.
Ganzer Artikel
HTML http://www.welt.de/politik/ausland/article128974702/Kofi-Annan-fordert-die-Legalisierung-weicher-Drogen.html[/quote]
Wenn die Kriminalisierung von Drogen nur zu Korruption und Krieg
führt, wer hat dann ein Interesse daran, daß es sie weiterhin
gibt? Seht in die Programme der Parteien, dann wisst ihr es!
ahoy
hellboy
#Post#: 2776--------------------------------------------------
Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
gesetze
By: hellboy Date: October 21, 2014, 9:14 am
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[quote="lokalkompass"]Drogenpolitik in NRW: Maulkorb für die
Sachlichkeit
NRW-Innenminister: Hat man keine Argumente, dann verhindert man
einfach die Diskussion
- Innenminister Jäger verbietet Polizeipräsident von Münster
ehrenamtliche Tätigkeit für eine neue Drogenpolitik -
Neben vielen Interessierten und Betroffenen wollen auch immer
mehr namhafte Würdenträger endlich ernsthaft über das Für und
Wider der heute praktizierten repressiven Drogenpolitik in
Deutschland reden. Und das gefällt den aktuell regierenden
Politikern gar nicht. Denn sie müssen zu Recht befürchten, dass
hochkarätige Amtsinhabern gelingt, was unzähligen Demonstranten
und Aktivisten bisher kaum gelang: Einen nachhaltigen Wandel in
der Wahrnehmung und eine nüchterne Betrachtung der Fakten
abseits von Vorurteilen zu ermöglichen.
Fast ausnahmslos alle fachkundigen Kreise sind sich längst einig
darüber, dass der seit Jahrzehnten praktizierte 'Krieg gegen die
Drogen' grandios gescheitert ist und zudem bis heute einen
ganzen Rattenschwanz von negativen und teuren Auswirkungen mit
sich bringt. Einer dieser Kreise formiert sich aus Reihen derer,
die tagtäglich mit den Folgen dieser verfehlten Politik
umzugehen haben:
Der Justiz und der Polizei. Und das sorgt sofort für einige
Nervosität in Regierungskreisen.
Eigentlich wollten also der Münsteraner Polizeipräsident Wimber,
benannter Kritiker der Prohibition, Frank Tempel
(Drogenpolitischer Sprecher der Linke und ehemaliger
Poliziebeamter) und der deutsche Hanfverband morgen den
deutschen Ableger von LEAP („Law Enforcement Against
Prohibition“ / 'Gesetzeshüter gegen die Prohibition') gründen.
Das wäre ein echtes Novum. Denn meistens fanden anerkannte und
bekannte Würdenträger immer erst nach ihrer Pensionierung/nach
ihrer Amtszeit den Mut, sich offen für einen Denkwechsel
einzusetzen. Also immer erst dann, wenn sich diese sachlichere
Haltung dann nicht mehr unmittelbar gegen die gelebte Praxis der
Organisation oder Regierung wendete, die man vertrat.
Nix da, meint NRW-Innenminster Jäger (SPD), Dienstherr des
Münsteraner Polizeipräsidenten (Grüne). Schnell werden
angebliche organisatorische Probleme vorgeschoben und in der
Folge untersagt, sich an LEAP zu beteiligen. Jedenfalls bis
2015. Dann nämlich geht Wimber in Rente. Einen aktiven
Polizeipräsidenten, der praktizierte Politik noch prominenter
als bisher sachlich in Frage stellt, möchte die Rot-Grüne
Regierung in NRW nicht dulden. Man kann ihn eben nicht so leicht
abtun, wie die vielen namenlosen Aktivisten. Er wird gehört,
über ihn und seine ruhigen und sachlichen Argumente wird oft und
gerne geschrieben. Aber keine aktuelle Regierung in Deutschland
- ob in NRW, einem anderen Bundesland oder auch im Bund - will
das Thema auf der Tagesordnung sehen. Für geneigte Beobachter
ist das wirklich kein Wunder. Ausnahmslos jede Diskussion dazu
endete in der Vergangenheit darin, dass valide und sachliche
Argumente gegen die repressive Herangehensweise lediglich mit
beleglosen Annahmen, Befürchtungen und sturem Festhalten am
Scheitern beantwortet wurden. Selbst in Bundesländern mit
starken Grünen in der Regierung. Trotz gegenteiliger Aussage im
eigenen Programm.
Viele am Thema Interessierte hatten große Hoffnung darauf
gesetzt, dass mit Grünen in Regierungsverantwortung, Linken und
Piraten in der Opposition endlich genug Schwungmasse da wäre,
das Thema ernsthaft zu diskutieren. Leider trat das nicht ein.
Leider scheint das Thema nur als Oppositionspartei zu
interessieren.
Während also immer mehr Nationen - allen voran das Mutterland
der Prohibition, die USA - die Repression, die Verbotspolitik
aufgeben, wählt man bei uns: Einfach kein Gespräch zulassen,
Thema klein halten so gut es geht, Augen zu und weiter so.
Nun, es wird "LEAP-Deutschland" geben. Mit einem dann
pensionierten Polizeipräsidenten, dem kein Innenminister mehr
einen Maulkorb verpassen kann. Und hoffentlich finden dort dann
immer mehr 'Betroffene' dieser Drogenpolitik - und genau das
sind Juristen und Polizeibeamte genau so wie Konsumenten und
Abhängige - ein hörbares Forum. Ein Forum, dass dadurch dann
immer weniger Politiker ignorieren können, dem Medien mit
Achtung und Sachlichkeit begegnen. Ein starker Beitrag für die
nötige offene Diskussion.[/quote]
HTML http://www.lokalkompass.de/wesel/politik/drogenpolitik-in-nrw-maulkorb-fuer-die-sachlichkeit-d483240.html
Die Praktiker wollen endlich der Realität und ihren
Gegebenheiten mit sinnvollem Handeln begegnen, aber die
Ideologen haben was dagegen.
Da muß ich wieder an den richter zum obersten gerichtshof der
usa, Louis Brandeis
HTML http://partypiratesat.createaforum.com/tfrausch/recht-auf-rausch/msg2189/#msg2189<br
/>denken:
"die größten gefahren für die freiheit lauern in der tückischen
rechtsverletzung durch übereifrige menschen, die in guter
absicht handeln aber nichts verstehen. zu erklären, daß im
rahmen der strafrechtlichen verfolgung der Zweck die Mittel
heilige, zu erklären, daß die regierung verbrechen begehen
dürfe, um die verurteilung eines privaten straftäters
sicherzustellen, käme einer furchtbaren rache gleich."
Auch der hier geschilderte Machtmissbrauch, der aus einem
ideologischen Dogma heraus brutal die Wahrheit unterdrückt, und
Menschen dazu nötigt, ihrer Verantwortung für die Gesellschaft
nicht nachkommen zu können, ist hochgradig kriminell. Daß
ausgerechnet ein Innenminister so ein Verhalten an den Tag legt,
wirft ein ganz schlechtes Licht auf unsere Gesellschaft und ihre
Politik. Bei uns in Österreich ist das ja auch nicht besser, und
mit der Ministerin Oberhauser wurde ohnehin ein neuer Tiefpunkt
erreicht, was das Thema Drogenpolitik betrifft.
ahoy
hellboy
#Post#: 2779--------------------------------------------------
Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
gesetze
By: hellboy Date: October 24, 2014, 10:56 am
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Hier noch das PDF vom BERICHT DER WELTKOMMISSION FÜR
DROGENPOLITIK
HTML http://www.globalcommissionondrugs.org/wp-content/themes/gcdp_v1/pdf/Global_Commission_Report_German.pdf
[quote]ZUSAMMENFASSUNG
Der weltweite Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, mit
verheerenden Folgen für die Menschen und Gesellschaften rund um
den Globus. 50 Jahre, nachdem die Vereinten Nationen das
Einheits-Übereinkommen über die Betäubungsmittel initiiert
haben, und 40 Jahre, nachdem die US-Regierung unter Präsident
Nixon den Krieg gegen die Drogen ausgerufen hat, besteht in der
nationalen und weltweiten Drogenpolitik dringender Bedarf nach
grundlegenden Reformen.
Trotz hoher Aufwendungen für die Kriminalisierung und für
repressive Massnahmen gegen Produzenten, Dealer und Konsumenten
von illegalen Drogen ist es nicht gelungen, das Angebot und den
Konsum wirksam einzuschränken. Scheinbare Erfolge bei der
Ausschaltung einer Quelle oder Dealerorganisation werden fast
auf der Stelle durch das Aufkommen neuer Quellen und Dealer
zunichtegemacht. Die auf die Drogenkonsumierenden ausgerichtete
Repression behindert Massnahmen zum Schutz der öffentlichen
Gesundheit, die darauf abzielen, HIV/Aids, tödliche Überdosen
und weitere schädliche Folgen des Drogenkonsums einzudämmen. Die
staatlichen Aufwendungen für aussichtslose Strategien zur
Verringerung des Angebots und für die Inhaftierung verdrängen
kostenwirksamere und evidenzbasierte Investitionen in die
Verringerung der Nachfrage und die Schadenminderung.
Unsere Grundsätze und Empfehlungen lassen sich wie folgt
zusammenfassen:
Der Kriminalisierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung von
Menschen, die Drogen konsumieren, aber anderen keinen Schaden
zufügen, ein Ende setzen. Die verbreiteten falschen
Vorstellungen über Drogenmärkte, Drogenkonsum und
Drogenabhängigkeit in Frage stellen, statt sie zu bekräftigen.
Staatliche Modellversuche für eine gesetzliche Reglementierung
von Drogen fördern, um die Macht des organisierten Verbrechens
zu untergraben und die Gesundheit und Sicherheit der Bürgerinnen
und Bürger zu gewährleisten. Diese Empfehlung gilt insbesondere
für Cannabis, doch wir unterstützen auch weitere Versuche zur
Entkriminalisierung und gesetzlichen Reglementierung, mit denen
sich diese Ziele erreichen lassen und die anderen als Vorbild
dienen können.
Gesundheitsleistungen und Therapieangebote für jene
bereitstellen, die sie benötigen. Die Verfügbarkeit
verschiedener Therapieformen sicherstellen, die nicht nur die
Methadon- und Buprenorphinbehandlung, sondern auch Programme zur
heroingestützten Behandlung umfassen, die sich in vielen
europäischen Ländern und in Kanada als erfolgreich erwiesen
haben. Die Abgabe von Spritzen und weitere Massnahmen zur
Schadenminderung einführen, die sich als wirksam erwiesen haben,
um die Übertragung von HIV und anderen blutübertragbaren
Infektionen sowie tödliche Überdosen zu verringern. Die
Menschenrechte von Drogenkonsumierenden achten. Im Rahmen der
Therapie missbräuchliche Methoden – wie zwangsweise Festhaltung,
Zwangsarbeit und körperlicher oder psychischer Missbrauch –
abschaffen, die den Standards und Normen der Menschenrechte
zuwiderlaufen oder das Selbstbestimmungsrecht verletzen.
Die oben aufgeführten Grundsätze und Strategien auch auf
Personen wie Anbauer, Kurierinnen und Kleindealer anwenden, die
auf den unteren Stufen der illegalen Drogenmärkte tätig sind.
Viele dieser Menschen sind selbst drogenabhängig oder Opfer von
Gewalt und Einschüchterung. Die Festnahme und Inhaftierung von
Dutzenden von Millionen dieser Menschen in den letzten
Jahrzehnten hatten zur Folge, dass sich die Strafanstalten
füllten und viele Leben und Familien zerstört wurden, ohne dass
damit die Verfügbarkeit von illegalen Drogen oder die Macht der
kriminellen Organisationen eingeschränkt worden wären.
Offensichtlich ist eine fast unbeschränkte Zahl von Menschen
bereit, derartige Tätigkeiten zu übernehmen, um die eigenen
Lebensumstände zu verbessern, die Familie zu versorgen oder der
Armut zu entkommen. Die Mittel zur Bekämpfung von Drogen werden
besser anderweitig eingesetzt.
In Aktivitäten investieren, die junge Menschen von Anfang an
davon abhalten, Drogen zu konsumieren, und auch
Drogenkonsumierende vor gravierenderen Problemen bewahren.
Vereinfachende Botschaften wie «sag einfach nein» und
Nulltoleranzstrategien vermeiden und stattdessen auf
Bildungsmassnahmen, die auf glaubwürdigen Informationen beruhen,
sowie auf Präventionsprogramme setzen, bei denen soziale
Kompetenzen und der Einfluss von Gleichaltrigen im Mittelpunkt
stehen. Die erfolgreichsten Präventionsanstrengungen sind
möglicherweise jene, die auf spezifische Risikogruppen
ausgerichtet sind.
Die repressiven Massnahmen auf gewalttätige kriminelle
Organisationen konzentrieren, aber dabei so vorgehen, dass ihre
Macht und ihr Einfluss eingeschränkt und zugleich vor allem die
Gewalt und Einschüchterung abgebaut werden. Die Anstrengungen im
Bereich der Strafverfolgung sollten nicht darauf ausgerichtet
sein, die Drogenmärkte an sich, sondern vielmehr deren
schädliche Auswirkungen auf die einzelnen Menschen, die
Gemeinschaften und die innere Sicherheit zu vermindern.
Eine Umgestaltung des weltweiten Verbotssystems für Drogen
einleiten. Drogenpolitische Handlungskonzepte und Strategien,
die auf Ideologie und dem Schielen auf politische Vorteile
beruhen, durch fiskalisch verantwortungsvolle politische
Handlungskonzepte und Strategien ersetzen, die den
wissenschaftlichen Erkenntnissen, der Gesundheit, der Sicherheit
und den Menschenrechten Rechnung tragen, und geeignete
Evaluationskriterien festlegen. Die Einstufung der Drogen
überprüfen, da offensichtliche Anomalien wie die
Fehleinschätzung von Cannabis, Kokablättern und Ecstasy
bestehen. Sicherstellen, dass die internationalen Übereinkommen
so ausgelegt und/oder revidiert werden, dass fundierte Versuche
im Bereich Schadenminderung, Entkriminalisierung und gesetzliche
Reglementierung möglich sind.
Das Tabu bezüglich Diskussionen und Reformen brechen. Nun muss
gehandelt werden.[/quote]
Weil immernoch Leute mit den alten UNO-Papierln herumwedeln, in
denen der Krieg gegen die Drogen noch als alternativlos
bezeichnet, und mit uralten gefälschten CIA-Studien begründet
wird.
Das ist die aktuelle Vorlage für die WHO Konferenz 2016! Jetzt
müssen wir dafür arbeiten, daß das bald für alle gilt!
ahoy
hellboy
#Post#: 3457--------------------------------------------------
Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
gesetze
By: hellboy Date: March 17, 2015, 8:53 pm
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[quote="ARD"]Hasch Boom in Amerika wie sich Colorad reich kifft
Es ist noch nicht lange her, da bekam man Ärger mit der Polizei,
wenn man im beschaulichen US-Staat Colorado mit Marihuana in der
Tasche erwischt wurde. Doch das war einmal: Seit das Volk
beschloss, Marihuana solle legal angebaut, verkauft und
konsumiert werden dürfen, herrscht Goldgräber-Stimmung im
Cowboy-Staat. Den Geldsegen, mit dem Produzenten, Händler und
etablierte Finanzindustrie Stadt und Staat überschwemmen, möchte
die Politik nicht mehr missen. "die story" beschreibt, wie in
kurzer Zeit die Kiffer-Romantik einer knallharten,
ur-amerikanischen Business-Logik weichen musste: eine
Kapitalismus-Lektion.[/quote]
HTML http://www.ardmediathek.de/tv/die-story/Hasch-Boom-in-Amerika-wie-sich-Colorad/WDR-Fernsehen/Video?documentId=26251358&bcastId=7486242
Ein Erfahrungsbericht aus der Welt der Legalisierung. Ein ganz
normales Geschäft. Keinerlei Drogenzombies, die die Straßen
blockieren. Wer hätte das gedacht?
ahoy
hellboy
#Post#: 3615--------------------------------------------------
Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
gesetze
By: hellboy Date: May 15, 2015, 12:53 pm
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[quote="die Presse"]CDU-Politiker und Grüne für Legalisierung
von Cannabis
"Nur ein regulierter Markt für Cannabis kann organisierte
Kriminalität wirksam bekämpfen", heißt es in der gemeinsamen
Stellungnahme.
Die deutschen Grünen bekommen bei ihrer Forderung nach Freigabe
von Cannabis Unterstützung von einem CDU-Politiker. Der
wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag,
Joachim Pfeiffer, sprach sich wie sein grüner Kollege Dieter
Janecek für einen legalen und staatlich regulierten Markt für
Cannabis als Genussmittel aus. "Nur ein regulierter Markt für
Cannabis kann organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen",
heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme. Pfeiffer steht mit
seiner Meinung in der Union nach Fraktionsangaben aber
weitgehend allein da. Die CDU/CSU-Fraktion sei weiter gegen eine
Cannabis-Legalisierung, hieß es am Mittwoch.
In ihrem gemeinsamen Papier bezweifeln Pfeiffer und Janecek,
dass eine Kriminalisierung von Besitz und Erwerb von
Cannabis-Produkten weiter sinnvoll ist: "Zwischen ein und zwei
Milliarden Euro geben wir in der Folge pro Jahr für die
Strafverfolgung von Konsumenten aus, obwohl doch der eigentliche
kriminelle Sektor im Zentrum unserer Anstrengungen stehen
sollte."
Cannabis in Deutschland verboten
Cannabis-Produkte sind in Deutschland verboten - im Gegensatz zu
anderen Ländern. Sie gelten als illegale Suchtmittel. Besitz,
Anbau und Handel stehen unter Strafe. Die Grünen fordern seit
Jahren eine Legalisierung von Cannabiskonsum. Anfang März hatte
die Bundestags-Fraktion der Grünen einen Vorschlag für einen
entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt.
In der Unions-Fraktion hieß es: "Das ist eine Einzelmeinung von
Herrn Pfeiffer." Eine Legalisierung von Cannabis sei nicht die
Mehrheitsmeinung in der Fraktion. Erst im März war der Vorstoß
der Grünen von der Union abgelehnt worden. Die Grünen begrüßten
das gemeinsame Papier. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt
schrieb auf Twitter: "Da kommt Fahrt auf." Partei-Chef Cem
Özdemir schrieb ebenfalls auf Twitter: "Viel Erfolg Joachim
Pfeiffer in der CDU/CSU-Fraktion."
Einsparungen durch regulierten Markt
Pfeiffer argumentiert wie Janecek, ein staatlich regulierter
Markt für Cannabis könnte dem Schwarzmarkt den Boden entziehen.
Zweitens zeigten Beispiele erfolgreicher Liberalisierungen und
Regulierungen in anderen Staaten, dass mit Steuereinnahmen von
bis zu zwei Milliarden Euro pro gerechnet werden könne. Hinzu
kämen ähnlich hohe Einsparungen bei der Strafverfolgung.
Die Grünen argumentieren, mit ihrem Gesetzesvorstoß gebe es
einen tatsächlich wirksamen Jugendschutz, weil der Schwarzmarkt
ausgetrocknet werde und die Abgabe nur in lizenzierten
Geschäften für Erwachsene ab 18 Jahren erfolge.
(APA/dpa)[/quote]
HTML http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4731169/CDUPolitiker-und-Grune-fur-Legalisierung-von-Cannabis?offset=0&page=1
[quote="n-tv"]Drogenumschlagplatz Görlitzer Park
Sprecher von CDU und Grünen für Cannabis-Legalisierung
HTML http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Sprecher-von-CDU-und-Gruenen-fuer-Cannabis-Legalisierung-article15096981.html
Schon seit langem ist der Görlitzer Park in Berlin Kreuzberg als
Umschlagplatz für Drogen bekannt. Die Polizei ist machtlos,
Verfahren werden wegen Geringfügigkeit eingestellt. Um die
Situation unter Kontrolle zu bringen, fordern zwei Politiker, im
Bezirk einen legalen Cannabis-Handel einzurichten.[/quote]
Auch die Front für die Prohibition bei der Union bröckelt. Es
ist auch völlig absurd, daß große Teile deren Nomenklatura die
offensichtliche Tatsache ignorieren: die Prohibition ist
gescheitert!
HTML http://partypiratesat.createaforum.com/piraten/drogenpolitik-die-prohibition-ist-gescheitert/
ahoy
hellboy
#Post#: 3749--------------------------------------------------
Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
gesetze
By: hellboy Date: September 5, 2015, 12:10 pm
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[quote]The War on Drugs: 'A Trillion-Dollar Failure'
Celebrated crime writer Don Winslow continues his secret history
of the War on Drugs in his disturbing and important new novel,
'The Cartel'
"Listen," says Don Winslow, "it's an angry book." He's talking
about his new novel, The Cartel, a sequel to 2005's The Power of
the Dog. Taken together, the books read as a sort of Game of
Thrones of the Mexican drug wars, a multipart, intricately
plotted, blood-soaked epic that tells the story of how America's
unquenchable appetite for illegal drugs has brought chaos to our
southern neighbors and darkened our own political and criminal
culture. Dog, which stretches from the Seventies through the
turn of the century, traces the rise of the narcotraficantes who
split Mexico into territories and smuggled cocaine across the
U.S. border by the ton. The new book picks up the story as the
violence increases and spills out into Mexican society, turning
cities like Juarez into Fallujah-like battle zones. But the most
shocking thing about these books is that almost all the horror
stories Winslow tells actually happened. The characters may be
fictionalized, but the events are largely true — from the
narcotrafficker who threw children off a bridge to a pubescent
hit man, as well as countless murders, kidnappings and tortures.
"I didn't want to write The Cartel," Winslow says. "I didn't
want to go back to that world, and I did it very reluctantly.
But then I'm sitting here watching the violence escalate to
unimaginable levels and the sadism becomes not only psychopathic
but generalized. And I thought, 'I gotta write about this
again.' "
...[/quote]
Read more:
HTML http://www.rollingstone.com/culture/features/the-war-on-drugs-a-trillion-dollar-failure-20150625#ixzz3ksuvyKSv<br
/>
Like a Rolling Stone
ahoy
hellboy
#Post#: 3787--------------------------------------------------
Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
gesetze
By: hellboy Date: December 4, 2015, 6:04 pm
---------------------------------------------------------
[quote="ntv"]Als erstes G7-Land
Kanada legalisiert Cannabis-Konsum
Marihuana rauchen - und das straffrei? Kanada macht's möglich.
Der neue Premier des Landes löst eines seiner Wahlversprechen
ein.
Als erstes Land aus der Gruppe der sieben führenden
Industriestaaten (G7) wird Kanada den Konsum von Marihuana
legalisieren. Das kündigte der neue Premierminister des Landes,
Justin Trudeau, an. Der im Oktober zum Regierungschef gewählte
Liberale bestätigte damit in einer Rede zu seiner
Regierungspolitik für 2016 ein Versprechen aus seinem Wahlkampf:
Er hatte angekündigt, den Konsum von Cannabis direkt nach seiner
Wahl straffrei zu stellen. Im Laufe des kommenden Jahres sollen
dazu die entsprechenden Gesetze beschlossen werden.
Trudeau hatte im Wahlkampf zugegeben, dass er auch selbst schon
"fünf oder sechs Mal" Cannabis geraucht habe, darunter einmal im
Jahr 2010, als er bereits im Parlament war. Allerdings hatte
eine liberale Vorgängerregierung im Jahr 2004 schon einmal
versucht, den Konsum der Droge zu legalisieren und hatte dies
letztlich vor allem auf Druck der USA aufgegeben. Inzwischen
gibt es aber auch vier US-Bundesstaaten, die den Konsum von
Cannabis erlaubt haben.
...[/quote]
HTML http://www.n-tv.de/politik/Kanada-legalisiert-Cannabis-Konsum-article16506516.html?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter
Na, jetzt ratet mal! Ist unsere Frau Pharmaminister klüger als
die canadische Regierung, oder ist sie korrupt und inkompetent?
Ich weiß es!
ahoy
hellboy
#Post#: 3789--------------------------------------------------
Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
gesetze
By: pet Date: December 4, 2015, 7:14 pm
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Viel ändert sich vermutlich nicht. Schon jetzt gabs in Kanada
billiges Marihuana aus dem Automaten. Ich hielt Kanada bereits
für ein Ganja-Libre-Land, weil voriges Jahr folgende Artikel in
den österreichischen (!) Massemedien erschienen sind:
HTML http://tinman.enemy.org/by-tag/tag-canada.html
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