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       #Post#: 2586--------------------------------------------------
       Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogengese
       tze
       By: hellboy Date: September 9, 2014, 4:41 pm
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       [quote]Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale
       Drogengesetze
       Gesundheit sowie gar nicht Strafverfolgung müsse im Vordergrund
       stehen - Chile versorgt Krebs- sowie Epilepsiepatienten künftig
       mit kostenlosem Cannabis
       Eine Gruppe von Ex-Staatschefs um den früheren
       UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat in der ganzen Welt eine
       Liberalisierung der Drogenpolitik gefordert. Im Sinne der
       Menschlichkeit müsse im Kampf gegen Drogenhandel die Gesundheit,
       gar nicht die Strafverfolgung im Forderung stehen, heißt es in
       einem am Dienstag bei den Vereinten Nationen in New York
       veröffentlichten Appell.
       Der juristische Kampf gegen Drogen sei gescheitert. Wichtiger
       sei es, die gesundheitlichen Folgen zu lindern sowie die Gewinne
       der Drogenhändler zu beschneiden.
       Verbote ändern Verhalten gar nicht
       "Mehr als acht Prozent der Menschheit tragen jeden Tag an der
       Bürde eines vermeidbaren Schmerzes", heißt es in dem Aufruf.
       Schmerzmittel, ebenso auf Opiaten basierende, könnten dieses
       Problem lindern. Weil der Kampf gegen Drogen ebenso diese
       Schmerzmittel betreffe, müsse die Antirauschgiftpolitik
       verändert werden. Stattdessen sollten die Regierungen ein von
       der Weltgesundheitsorganisation zu beaufsichtigendes Programm
       starten, um solche Medikamente sicher in den Umlauf bringen zu
       können.
       Die Unterzeichner verlangten ebenso , die Nutzung von Drogen gar
       nicht länger zu "kriminalisieren". Derartige Verbote würden das
       Verhalten der Menschen gar nicht ändern.
       Zu den Mitgliedern der Kommission gehören
       Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa sowie der
       britische Unternehmer Richard Branson sowie der damalige
       US-Außenminister George Shultz, der vergangene
       EU-Außenbeauftragte Javier Solana sowie die früheren
       Staatspräsidenten Ernesto Zedillo aus Mexiko, Fernando Henrique
       Cardoso aus Brasilien, Jorge Sampaio aus Portugal, George
       Papandreou aus Griechenland sowie Ricardo Lagos aus Chile.
       Kostenloses Staatscannabis in Chile
       Die Regierung um Lagos' Nachfolgerin Michelle Bachelet tat einen
       ersten Schritt sowie gab am Montag bekannt, dass in Chile in
       Zukunft 214 Cannabis-Pflanzen zu medizinischen Zwecken unter
       staatlicher Obhut angebaut werden.
       Die Plantage soll ab April 2015 rund 200 Krebs- sowie
       Epilepsiepatienten kostenlos mit Marihuana zur Schmerz- sowie
       Symptomlinderung versorgen, wie der Sender Radio Cooperativa
       berichtete. "Es handelt sich um ein seriöses Projekt, das auf
       das Wohlergehen der Menschen zielt", erklärte der Gouverneur von
       Santiago .de Webseite Chile, Claudio Orrego. (APA/red,
       derStandard.at, Neun . Neun .2014)
       [/quote]
  HTML http://derstandard.at/2000005337712/Kofi-Annan-und-Ex-Staatschefs-lobbyieren-fuer-liberale-Drogengesetze
       Seit wann red ich davon? Was stand auf meinen Flyers?
       März 2012:
  HTML https://wiki.piratenpartei.at/wiki/Datei:Flyer_drugpeacemarch.jpg
       Schön, daß die auch schon draufkommen!
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2595--------------------------------------------------
       Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
       gesetze
       By: marenostrum Date: September 10, 2014, 9:43 pm
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       Hier ist noch ein Link zum Hosiannah:
  HTML http://diepresse.com/home/panorama/welt/3867180/MarihuanaAnbau-zu-medizinischen-Zwecken-in-Chile-genehmigt
       (Die Presse nähert sich langsam der Content-Icon-Technology:
       ein paar Zeilen Inhalt in einem Meer von Reklame und "könnte Sie
       auch interessieren"-Dreck.)
       #Post#: 2743--------------------------------------------------
       Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
       gesetze
       By: hellboy Date: October 13, 2014, 4:51 pm
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       [quote="die Welt"]Kofi Annan fordert die Legalisierung weicher
       Drogen
       Drogen und Korruption schwächen die westafrikanischen Staaten
       massiv. Jetzt fordert der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan
       die Legalisierung weicher Drogen - als mittel gegen
       Staatsverfall in Afrika.
       Ein neuer Bericht
  HTML http://www.wacommissionondrugs.org/report/
       der Westafrikanischen
       Drogenkommission, der am Donnerstag weltweit veröffentlicht
       wird, beschreibt, wie Drogen und Korruption die Staaten der
       Region massiv schwächen. Und er fordert, nicht mehr die
       Drogenkonsumenten zu verfolgen, sondern umso stärker die großen
       Bosse. Einer der Initiatoren der Studie ist Kofi Annan, der als
       UN-Generalsekretär von 1997 bis 2006 besondere Achtung erlangte
       und auch heute noch oft bei Krisen um Rat gefragt wird. Ein
       Gespräch über die Legalisierung weicher Drogen, Syrien und die
       stille Kunst der Diplomatie.
       Die Welt: Herr Annan, in Ihrem Bericht schreiben Sie, die
       Korruption durch den Drogenhandel schwäche die Staaten
       Westafrikas. Sind korrupte Verwaltungen überhaupt in der Lage,
       sich zu wehren?
       Kofi Annan: Ich hoffe, dass unser Bericht eine ernsthafte
       Debatte darüber anstößt. Wir müssen die Drogenindustrie besser,
       gezielter bekämpfen, als das bisher der Fall war, weil sie das
       Geld für diese Korruption anhäuft. Wir müssen erkennen, dass das
       Problem viel verbreiteter ist, als man denkt, und wir müssen mit
       den USA und Europa kooperieren, um den Druck auf die
       Drogenbarone zu verstärken. Sie dürfen in Westafrika nicht
       weiter freie Hand haben. Wir haben bereits in Mittelamerika
       gesehen, wie sehr ihr Einfluss den Ländern dort geschadet hat.
       Das darf uns nicht auch in Westafrika passieren.
       Die Welt: In dem Bericht erwähnen Sie auch Verbindungen zwischen
       Drogenkartellen und Terroristen in Westafrika. Es gibt zwar kein
       Netzwerk, aber eine sporadische Zusammenarbeit. Welche Bedrohung
       geht davon konkret aus?
       Annan: Fest steht, dass die Drogenindustrie in dieser Region
       nicht nur die Korruption in den politischen Systemen fördert.
       Sie verschärft auch die Sicherheitsproblematik in Afrika. Die
       Milizen der Sahelzone beispielsweise finanzieren sich durch den
       Schmuggel von Zigaretten, Menschen und eben Drogen. Wir müssen
       deren Lieferrouten blockieren. Denn die Drogen landen am Ende in
       Europa und die Gewinne werden verwendet, um afrikanische Staaten
       zu untergraben.
       ...
       Die Welt: Sie sagen, der "Krieg gegen Drogen" ist gescheitert.
       Warum?
       Annan: Der Krieg gegen Drogen hat nur den Drogenhändlern die
       Möglichkeit gegeben, sehr viel Geld zu verdienen. Gleichzeitig
       hat er das Leben vieler junger Menschen in Amerika, Afrika und
       andernorts zerstört, die verhaftet wurden, weil sie ein halbes
       Gramm irgendeiner Substanz bei sich hatten.
       Die Welt: Wo sehen Sie die maßgeblichen Fehler?
       Annan: Es fängt damit an, dass man Drogensucht als
       Gesundheitsproblem behandeln und gleichzeitig umso härter die
       großen Drogenhändler bekämpfen sollte. Sie sind es, die diesen
       jungen Menschen schaden und mit ihren Bestechungsgeldern
       staatliche Institutionen zersetzen. Wir müssen unsere bisherige
       Drogenpolitik kritisch hinterfragen. Woran hat es gelegen, dass
       sie fehlgeschlagen ist? Im Fall der Alkoholprohibition in den
       USA hatte die Regierung seinerzeit den Mut umzusteuern. Diesen
       Mut brauchen wir heute auch. Drogen haben das Leben vieler
       Menschen zerstört. Aber falsche Regierungspolitik hat noch sehr
       viel mehr Leben vernichtet.
       Die Welt: In Ihrem Bericht treten Sie jetzt für eine
       Legalisierung des Konsums und des Besitzes geringer Mengen von
       Drogen ein. Aber in den Niederlanden, wo diese Politik einmal
       begonnen wurde, wird sie heute teilweise zurückgenommen. Warum
       setzen Sie dennoch auf dieses umstrittene Modell?
       Annan: Insgesamt war die liberale Drogenpolitik sowohl in den
       Niederlanden als auch in Portugal eher ein Erfolg. Fest steht
       doch, dass diese Politik für eine Verringerung der Kriminalität
       gesorgt hat. Sie hat vor allem die großen Gesundheitsprobleme
       eingedämmt, die mit illegalem Drogenkonsum zusammenhängen.
       Ganzer Artikel
  HTML http://www.welt.de/politik/ausland/article128974702/Kofi-Annan-fordert-die-Legalisierung-weicher-Drogen.html[/quote]
       Wenn die Kriminalisierung von Drogen nur zu Korruption und Krieg
       führt, wer hat dann ein Interesse daran, daß es sie weiterhin
       gibt? Seht in die Programme der Parteien, dann wisst ihr es!
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2776--------------------------------------------------
       Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
       gesetze
       By: hellboy Date: October 21, 2014, 9:14 am
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       [quote="lokalkompass"]Drogenpolitik in NRW: Maulkorb für die
       Sachlichkeit
       
       NRW-Innenminister: Hat man keine Argumente, dann verhindert man
       einfach die Diskussion
       - Innenminister Jäger verbietet Polizeipräsident von Münster
       ehrenamtliche Tätigkeit für eine neue Drogenpolitik -
       Neben vielen Interessierten und Betroffenen wollen auch immer
       mehr namhafte Würdenträger endlich ernsthaft über das Für und
       Wider der heute praktizierten repressiven Drogenpolitik in
       Deutschland reden. Und das gefällt den aktuell regierenden
       Politikern gar nicht. Denn sie müssen zu Recht befürchten, dass
       hochkarätige Amtsinhabern gelingt, was unzähligen Demonstranten
       und Aktivisten bisher kaum gelang: Einen nachhaltigen Wandel in
       der Wahrnehmung und eine nüchterne Betrachtung der Fakten
       abseits von Vorurteilen zu ermöglichen.
       Fast ausnahmslos alle fachkundigen Kreise sind sich längst einig
       darüber, dass der seit Jahrzehnten praktizierte 'Krieg gegen die
       Drogen' grandios gescheitert ist und zudem bis heute einen
       ganzen Rattenschwanz von negativen und teuren Auswirkungen mit
       sich bringt. Einer dieser Kreise formiert sich aus Reihen derer,
       die tagtäglich mit den Folgen dieser verfehlten Politik
       umzugehen haben:
       Der Justiz und der Polizei. Und das sorgt sofort für einige
       Nervosität in Regierungskreisen.
       Eigentlich wollten also der Münsteraner Polizeipräsident Wimber,
       benannter Kritiker der Prohibition, Frank Tempel
       (Drogenpolitischer Sprecher der Linke und ehemaliger
       Poliziebeamter) und der deutsche Hanfverband morgen den
       deutschen Ableger von LEAP („Law Enforcement Against
       Prohibition“ / 'Gesetzeshüter gegen die Prohibition') gründen.
       Das wäre ein echtes Novum. Denn meistens fanden anerkannte und
       bekannte Würdenträger immer erst nach ihrer Pensionierung/nach
       ihrer Amtszeit den Mut, sich offen für einen Denkwechsel
       einzusetzen. Also immer erst dann, wenn sich diese sachlichere
       Haltung dann nicht mehr unmittelbar gegen die gelebte Praxis der
       Organisation oder Regierung wendete, die man vertrat.
       Nix da, meint NRW-Innenminster Jäger (SPD), Dienstherr des
       Münsteraner Polizeipräsidenten (Grüne). Schnell werden
       angebliche organisatorische Probleme vorgeschoben und in der
       Folge untersagt, sich an LEAP zu beteiligen. Jedenfalls bis
       2015. Dann nämlich geht Wimber in Rente. Einen aktiven
       Polizeipräsidenten, der praktizierte Politik noch prominenter
       als bisher sachlich in Frage stellt, möchte die Rot-Grüne
       Regierung in NRW nicht dulden. Man kann ihn eben nicht so leicht
       abtun, wie die vielen namenlosen Aktivisten. Er wird gehört,
       über ihn und seine ruhigen und sachlichen Argumente wird oft und
       gerne geschrieben. Aber keine aktuelle Regierung in Deutschland
       - ob in NRW, einem anderen Bundesland oder auch im Bund - will
       das Thema auf der Tagesordnung sehen. Für geneigte Beobachter
       ist das wirklich kein Wunder. Ausnahmslos jede Diskussion dazu
       endete in der Vergangenheit darin, dass valide und sachliche
       Argumente gegen die repressive Herangehensweise lediglich mit
       beleglosen Annahmen, Befürchtungen und sturem Festhalten am
       Scheitern beantwortet wurden. Selbst in Bundesländern mit
       starken Grünen in der Regierung. Trotz gegenteiliger Aussage im
       eigenen Programm.
       Viele am Thema Interessierte hatten große Hoffnung darauf
       gesetzt, dass mit Grünen in Regierungsverantwortung, Linken und
       Piraten in der Opposition endlich genug Schwungmasse da wäre,
       das Thema ernsthaft zu diskutieren. Leider trat das nicht ein.
       Leider scheint das Thema nur als Oppositionspartei zu
       interessieren.
       Während also immer mehr Nationen - allen voran das Mutterland
       der Prohibition, die USA - die Repression, die Verbotspolitik
       aufgeben, wählt man bei uns: Einfach kein Gespräch zulassen,
       Thema klein halten so gut es geht, Augen zu und weiter so.
       Nun, es wird "LEAP-Deutschland" geben. Mit einem dann
       pensionierten Polizeipräsidenten, dem kein Innenminister mehr
       einen Maulkorb verpassen kann. Und hoffentlich finden dort dann
       immer mehr 'Betroffene' dieser Drogenpolitik - und genau das
       sind Juristen und Polizeibeamte genau so wie Konsumenten und
       Abhängige - ein hörbares Forum. Ein Forum, dass dadurch dann
       immer weniger Politiker ignorieren können, dem Medien mit
       Achtung und Sachlichkeit begegnen. Ein starker Beitrag für die
       nötige offene Diskussion.[/quote]
  HTML http://www.lokalkompass.de/wesel/politik/drogenpolitik-in-nrw-maulkorb-fuer-die-sachlichkeit-d483240.html
       Die Praktiker wollen endlich der Realität und ihren
       Gegebenheiten mit sinnvollem Handeln begegnen, aber die
       Ideologen haben was dagegen.
       Da muß ich wieder an den richter zum obersten gerichtshof der
       usa, Louis Brandeis
  HTML http://partypiratesat.createaforum.com/tfrausch/recht-auf-rausch/msg2189/#msg2189<br
       />denken:
       "die größten gefahren für die freiheit lauern in der tückischen
       rechtsverletzung durch übereifrige menschen, die in guter
       absicht handeln aber nichts verstehen. zu erklären, daß im
       rahmen der strafrechtlichen verfolgung der Zweck die Mittel
       heilige, zu erklären, daß die regierung verbrechen begehen
       dürfe, um die verurteilung eines privaten straftäters
       sicherzustellen, käme einer furchtbaren rache gleich."
       Auch der hier geschilderte Machtmissbrauch, der aus einem
       ideologischen Dogma heraus brutal die Wahrheit unterdrückt, und
       Menschen dazu nötigt, ihrer Verantwortung für die Gesellschaft
       nicht nachkommen zu können, ist hochgradig kriminell. Daß
       ausgerechnet ein Innenminister so ein Verhalten an den Tag legt,
       wirft ein ganz schlechtes Licht auf unsere Gesellschaft und ihre
       Politik. Bei uns in Österreich ist das ja auch nicht besser, und
       mit der Ministerin Oberhauser wurde ohnehin ein neuer Tiefpunkt
       erreicht, was das Thema Drogenpolitik betrifft.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2779--------------------------------------------------
       Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
       gesetze
       By: hellboy Date: October 24, 2014, 10:56 am
       ---------------------------------------------------------
       Hier noch das PDF vom BERICHT DER WELTKOMMISSION FÜR
       DROGENPOLITIK
  HTML http://www.globalcommissionondrugs.org/wp-content/themes/gcdp_v1/pdf/Global_Commission_Report_German.pdf
       [quote]ZUSAMMENFASSUNG
       Der weltweite Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, mit
       verheerenden Folgen für die Menschen und Gesellschaften rund um
       den Globus. 50 Jahre, nachdem die Vereinten Nationen das
       Einheits-Übereinkommen über die Betäubungsmittel initiiert
       haben, und 40 Jahre, nachdem die US-Regierung unter Präsident
       Nixon den Krieg gegen die Drogen ausgerufen hat, besteht in der
       nationalen und weltweiten Drogenpolitik dringender Bedarf nach
       grundlegenden Reformen.
       Trotz hoher Aufwendungen für die Kriminalisierung und für
       repressive Massnahmen gegen Produzenten, Dealer und Konsumenten
       von illegalen Drogen ist es nicht gelungen, das Angebot und den
       Konsum wirksam einzuschränken. Scheinbare Erfolge bei der
       Ausschaltung einer Quelle oder Dealerorganisation werden fast
       auf der Stelle durch das Aufkommen neuer Quellen und Dealer
       zunichtegemacht. Die auf die Drogenkonsumierenden ausgerichtete
       Repression behindert Massnahmen zum Schutz der öffentlichen
       Gesundheit, die darauf abzielen, HIV/Aids, tödliche Überdosen
       und weitere schädliche Folgen des Drogenkonsums einzudämmen. Die
       staatlichen Aufwendungen für aussichtslose Strategien zur
       Verringerung des Angebots und für die Inhaftierung verdrängen
       kostenwirksamere und evidenzbasierte Investitionen in die
       Verringerung der Nachfrage und die Schadenminderung.
       Unsere Grundsätze und Empfehlungen lassen sich wie folgt
       zusammenfassen:
       Der Kriminalisierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung von
       Menschen, die Drogen konsumieren, aber anderen keinen Schaden
       zufügen, ein Ende setzen. Die verbreiteten falschen
       Vorstellungen über Drogenmärkte, Drogenkonsum und
       Drogenabhängigkeit in Frage stellen, statt sie zu bekräftigen.
       Staatliche Modellversuche für eine gesetzliche Reglementierung
       von Drogen fördern, um die Macht des organisierten Verbrechens
       zu untergraben und die Gesundheit und Sicherheit der Bürgerinnen
       und Bürger zu gewährleisten. Diese Empfehlung gilt insbesondere
       für Cannabis, doch wir unterstützen auch weitere Versuche zur
       Entkriminalisierung und gesetzlichen Reglementierung, mit denen
       sich diese Ziele erreichen lassen und die anderen als Vorbild
       dienen können.
       Gesundheitsleistungen und Therapieangebote für jene
       bereitstellen, die sie benötigen. Die Verfügbarkeit
       verschiedener Therapieformen sicherstellen, die nicht nur die
       Methadon- und Buprenorphinbehandlung, sondern auch Programme zur
       heroingestützten Behandlung umfassen, die sich in vielen
       europäischen Ländern und in Kanada als erfolgreich erwiesen
       haben. Die Abgabe von Spritzen und weitere Massnahmen zur
       Schadenminderung einführen, die sich als wirksam erwiesen haben,
       um die Übertragung von HIV und anderen blutübertragbaren
       Infektionen sowie tödliche Überdosen zu verringern. Die
       Menschenrechte von Drogenkonsumierenden achten. Im Rahmen der
       Therapie missbräuchliche Methoden – wie zwangsweise Festhaltung,
       Zwangsarbeit und körperlicher oder psychischer Missbrauch –
       abschaffen, die den Standards und Normen der Menschenrechte
       zuwiderlaufen oder das Selbstbestimmungsrecht verletzen.
       Die oben aufgeführten Grundsätze und Strategien auch auf
       Personen wie Anbauer, Kurierinnen und Kleindealer anwenden, die
       auf den unteren Stufen der illegalen Drogenmärkte tätig sind.
       Viele dieser Menschen sind selbst drogenabhängig oder Opfer von
       Gewalt und Einschüchterung. Die Festnahme und Inhaftierung von
       Dutzenden von Millionen dieser Menschen in den letzten
       Jahrzehnten hatten zur Folge, dass sich die Strafanstalten
       füllten und viele Leben und Familien zerstört wurden, ohne dass
       damit die Verfügbarkeit von illegalen Drogen oder die Macht der
       kriminellen Organisationen eingeschränkt worden wären.
       Offensichtlich ist eine fast unbeschränkte Zahl von Menschen
       bereit, derartige Tätigkeiten zu übernehmen, um die eigenen
       Lebensumstände zu verbessern, die Familie zu versorgen oder der
       Armut zu entkommen. Die Mittel zur Bekämpfung von Drogen werden
       besser anderweitig eingesetzt.
       In Aktivitäten investieren, die junge Menschen von Anfang an
       davon abhalten, Drogen zu konsumieren, und auch
       Drogenkonsumierende vor gravierenderen Problemen bewahren.
       Vereinfachende Botschaften wie «sag einfach nein» und
       Nulltoleranzstrategien vermeiden und stattdessen auf
       Bildungsmassnahmen, die auf glaubwürdigen Informationen beruhen,
       sowie auf Präventionsprogramme setzen, bei denen soziale
       Kompetenzen und der Einfluss von Gleichaltrigen im Mittelpunkt
       stehen. Die erfolgreichsten Präventionsanstrengungen sind
       möglicherweise jene, die auf spezifische Risikogruppen
       ausgerichtet sind.
       Die repressiven Massnahmen auf gewalttätige kriminelle
       Organisationen konzentrieren, aber dabei so vorgehen, dass ihre
       Macht und ihr Einfluss eingeschränkt und zugleich vor allem die
       Gewalt und Einschüchterung abgebaut werden. Die Anstrengungen im
       Bereich der Strafverfolgung sollten nicht darauf ausgerichtet
       sein, die Drogenmärkte an sich, sondern vielmehr deren
       schädliche Auswirkungen auf die einzelnen Menschen, die
       Gemeinschaften und die innere Sicherheit zu vermindern.
       Eine Umgestaltung des weltweiten Verbotssystems für Drogen
       einleiten. Drogenpolitische Handlungskonzepte und Strategien,
       die auf Ideologie und dem Schielen auf politische Vorteile
       beruhen, durch fiskalisch verantwortungsvolle politische
       Handlungskonzepte und Strategien ersetzen, die den
       wissenschaftlichen Erkenntnissen, der Gesundheit, der Sicherheit
       und den Menschenrechten Rechnung tragen, und geeignete
       Evaluationskriterien festlegen. Die Einstufung der Drogen
       überprüfen, da offensichtliche Anomalien wie die
       Fehleinschätzung von Cannabis, Kokablättern und Ecstasy
       bestehen. Sicherstellen, dass die internationalen Übereinkommen
       so ausgelegt und/oder revidiert werden, dass fundierte Versuche
       im Bereich Schadenminderung, Entkriminalisierung und gesetzliche
       Reglementierung möglich sind.
       Das Tabu bezüglich Diskussionen und Reformen brechen. Nun muss
       gehandelt werden.[/quote]
       Weil immernoch Leute mit den alten UNO-Papierln herumwedeln, in
       denen der Krieg gegen die Drogen noch als alternativlos
       bezeichnet, und mit uralten gefälschten CIA-Studien begründet
       wird.
       Das ist die aktuelle Vorlage für die WHO Konferenz 2016! Jetzt
       müssen wir dafür arbeiten, daß das bald für alle gilt!
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3457--------------------------------------------------
       Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
       gesetze
       By: hellboy Date: March 17, 2015, 8:53 pm
       ---------------------------------------------------------
       [quote="ARD"]Hasch Boom in Amerika wie sich Colorad reich kifft
       Es ist noch nicht lange her, da bekam man Ärger mit der Polizei,
       wenn man im beschaulichen US-Staat Colorado mit Marihuana in der
       Tasche erwischt wurde. Doch das war einmal: Seit das Volk
       beschloss, Marihuana solle legal angebaut, verkauft und
       konsumiert werden dürfen, herrscht Goldgräber-Stimmung im
       Cowboy-Staat. Den Geldsegen, mit dem Produzenten, Händler und
       etablierte Finanzindustrie Stadt und Staat überschwemmen, möchte
       die Politik nicht mehr missen. "die story" beschreibt, wie in
       kurzer Zeit die Kiffer-Romantik einer knallharten,
       ur-amerikanischen Business-Logik weichen musste: eine
       Kapitalismus-Lektion.[/quote]
  HTML http://www.ardmediathek.de/tv/die-story/Hasch-Boom-in-Amerika-wie-sich-Colorad/WDR-Fernsehen/Video?documentId=26251358&bcastId=7486242
       Ein Erfahrungsbericht aus der Welt der Legalisierung. Ein ganz
       normales Geschäft. Keinerlei Drogenzombies, die die Straßen
       blockieren. Wer hätte das gedacht?
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3615--------------------------------------------------
       Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
       gesetze
       By: hellboy Date: May 15, 2015, 12:53 pm
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       [quote="die Presse"]CDU-Politiker und Grüne für Legalisierung
       von Cannabis
       "Nur ein regulierter Markt für Cannabis kann organisierte
       Kriminalität wirksam bekämpfen", heißt es in der gemeinsamen
       Stellungnahme.
       Die deutschen Grünen bekommen bei ihrer Forderung nach Freigabe
       von Cannabis Unterstützung von einem CDU-Politiker. Der
       wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag,
       Joachim Pfeiffer, sprach sich wie sein grüner Kollege Dieter
       Janecek für einen legalen und staatlich regulierten Markt für
       Cannabis als Genussmittel aus. "Nur ein regulierter Markt für
       Cannabis kann organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen",
       heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme. Pfeiffer steht mit
       seiner Meinung in der Union nach Fraktionsangaben aber
       weitgehend allein da. Die CDU/CSU-Fraktion sei weiter gegen eine
       Cannabis-Legalisierung, hieß es am Mittwoch.
       In ihrem gemeinsamen Papier bezweifeln Pfeiffer und Janecek,
       dass eine Kriminalisierung von Besitz und Erwerb von
       Cannabis-Produkten weiter sinnvoll ist: "Zwischen ein und zwei
       Milliarden Euro geben wir in der Folge pro Jahr für die
       Strafverfolgung von Konsumenten aus, obwohl doch der eigentliche
       kriminelle Sektor im Zentrum unserer Anstrengungen stehen
       sollte."
       Cannabis in Deutschland verboten
       Cannabis-Produkte sind in Deutschland verboten - im Gegensatz zu
       anderen Ländern. Sie gelten als illegale Suchtmittel. Besitz,
       Anbau und Handel stehen unter Strafe. Die Grünen fordern seit
       Jahren eine Legalisierung von Cannabiskonsum. Anfang März hatte
       die Bundestags-Fraktion der Grünen einen Vorschlag für einen
       entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt.
       In der Unions-Fraktion hieß es: "Das ist eine Einzelmeinung von
       Herrn Pfeiffer." Eine Legalisierung von Cannabis sei nicht die
       Mehrheitsmeinung in der Fraktion. Erst im März war der Vorstoß
       der Grünen von der Union abgelehnt worden. Die Grünen begrüßten
       das gemeinsame Papier. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt
       schrieb auf Twitter: "Da kommt Fahrt auf." Partei-Chef Cem
       Özdemir schrieb ebenfalls auf Twitter: "Viel Erfolg Joachim
       Pfeiffer in der CDU/CSU-Fraktion."
       Einsparungen durch regulierten Markt
       Pfeiffer argumentiert wie Janecek, ein staatlich regulierter
       Markt für Cannabis könnte dem Schwarzmarkt den Boden entziehen.
       Zweitens zeigten Beispiele erfolgreicher Liberalisierungen und
       Regulierungen in anderen Staaten, dass mit Steuereinnahmen von
       bis zu zwei Milliarden Euro pro gerechnet werden könne. Hinzu
       kämen ähnlich hohe Einsparungen bei der Strafverfolgung.
       Die Grünen argumentieren, mit ihrem Gesetzesvorstoß gebe es
       einen tatsächlich wirksamen Jugendschutz, weil der Schwarzmarkt
       ausgetrocknet werde und die Abgabe nur in lizenzierten
       Geschäften für Erwachsene ab 18 Jahren erfolge.
       (APA/dpa)[/quote]
  HTML http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4731169/CDUPolitiker-und-Grune-fur-Legalisierung-von-Cannabis?offset=0&page=1
       [quote="n-tv"]Drogenumschlagplatz Görlitzer Park
       Sprecher von CDU und Grünen für Cannabis-Legalisierung
  HTML http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Sprecher-von-CDU-und-Gruenen-fuer-Cannabis-Legalisierung-article15096981.html
       Schon seit langem ist der Görlitzer Park in Berlin Kreuzberg als
       Umschlagplatz für Drogen bekannt. Die Polizei ist machtlos,
       Verfahren werden wegen Geringfügigkeit eingestellt. Um die
       Situation unter Kontrolle zu bringen, fordern zwei Politiker, im
       Bezirk einen legalen Cannabis-Handel einzurichten.[/quote]
       Auch die Front für die Prohibition bei der Union bröckelt. Es
       ist auch völlig absurd, daß große Teile deren Nomenklatura die
       offensichtliche Tatsache ignorieren: die Prohibition ist
       gescheitert!
  HTML http://partypiratesat.createaforum.com/piraten/drogenpolitik-die-prohibition-ist-gescheitert/
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3749--------------------------------------------------
       Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
       gesetze
       By: hellboy Date: September 5, 2015, 12:10 pm
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       [quote]The War on Drugs: 'A Trillion-Dollar Failure'
       Celebrated crime writer Don Winslow continues his secret history
       of the War on Drugs in his disturbing and important new novel,
       'The Cartel'
       "Listen," says Don Winslow, "it's an angry book." He's talking
       about his new novel, The Cartel, a sequel to 2005's The Power of
       the Dog. Taken together, the books read as a sort of Game of
       Thrones of the Mexican drug wars, a multipart, intricately
       plotted, blood-soaked epic that tells the story of how America's
       unquenchable appetite for illegal drugs has brought chaos to our
       southern neighbors and darkened our own political and criminal
       culture. Dog, which stretches from the Seventies through the
       turn of the century, traces the rise of the narcotraficantes who
       split Mexico into territories and smuggled cocaine across the
       U.S. border by the ton. The new book picks up the story as the
       violence increases and spills out into Mexican society, turning
       cities like Juarez into Fallujah-like battle zones. But the most
       shocking thing about these books is that almost all the horror
       stories Winslow tells actually happened. The characters may be
       fictionalized, but the events are largely true — from the
       narcotrafficker who threw children off a bridge to a pubescent
       hit man, as well as countless murders, kidnappings and tortures.
       "I didn't want to write The Cartel," Winslow says. "I didn't
       want to go back to that world, and I did it very reluctantly.
       But then I'm sitting here watching the violence escalate to
       unimaginable levels and the sadism becomes not only psychopathic
       but generalized. And I thought, 'I gotta write about this
       again.'&#8201;"
       ...[/quote]
       Read more:
  HTML http://www.rollingstone.com/culture/features/the-war-on-drugs-a-trillion-dollar-failure-20150625#ixzz3ksuvyKSv<br
       />
       Like a Rolling Stone
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3787--------------------------------------------------
       Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
       gesetze
       By: hellboy Date: December 4, 2015, 6:04 pm
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       [quote="ntv"]Als erstes G7-Land
       Kanada legalisiert Cannabis-Konsum
       Marihuana rauchen - und das straffrei? Kanada macht's möglich.
       Der neue Premier des Landes löst eines seiner Wahlversprechen
       ein.
       Als erstes Land aus der Gruppe der sieben führenden
       Industriestaaten (G7) wird Kanada den Konsum von Marihuana
       legalisieren. Das kündigte der neue Premierminister des Landes,
       Justin Trudeau, an. Der im Oktober zum Regierungschef gewählte
       Liberale bestätigte damit in einer Rede zu seiner
       Regierungspolitik für 2016 ein Versprechen aus seinem Wahlkampf:
       Er hatte angekündigt, den Konsum von Cannabis direkt nach seiner
       Wahl straffrei zu stellen. Im Laufe des kommenden Jahres sollen
       dazu die entsprechenden Gesetze beschlossen werden.
       Trudeau hatte im Wahlkampf zugegeben, dass er auch selbst schon
       "fünf oder sechs Mal" Cannabis geraucht habe, darunter einmal im
       Jahr 2010, als er bereits im Parlament war. Allerdings hatte
       eine liberale Vorgängerregierung im Jahr 2004 schon einmal
       versucht, den Konsum der Droge zu legalisieren und hatte dies
       letztlich vor allem auf Druck der USA aufgegeben. Inzwischen
       gibt es aber auch vier US-Bundesstaaten, die den Konsum von
       Cannabis erlaubt haben.
       ...[/quote]
  HTML http://www.n-tv.de/politik/Kanada-legalisiert-Cannabis-Konsum-article16506516.html?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter
       Na, jetzt ratet mal! Ist unsere Frau Pharmaminister klüger als
       die canadische Regierung, oder ist sie korrupt und inkompetent?
       Ich weiß es!
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3789--------------------------------------------------
       Re: Kofi Annan und Ex-Staatschefs lobbyieren für liberale Drogen
       gesetze
       By: pet Date: December 4, 2015, 7:14 pm
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       Viel ändert sich vermutlich nicht. Schon jetzt gabs in Kanada
       billiges Marihuana aus dem Automaten. Ich hielt Kanada bereits
       für ein Ganja-Libre-Land, weil voriges Jahr folgende Artikel in
       den österreichischen (!) Massemedien erschienen sind:
  HTML http://tinman.enemy.org/by-tag/tag-canada.html
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