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       #Post#: 2434--------------------------------------------------
       Von Prüderie und Heuchelei
       By: hellboy Date: August 21, 2014, 9:09 am
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       [quote="DIE ZEIT"]PRÜDERIE
       Die große Heuchelei
       Da passt etwas nicht zusammen: Einerseits gibt es mehr
       Pornografie als je zuvor, andererseits scheint unsere Zeit in
       mancher Hinsicht überraschend prüde zu sein. Wie verlogen ist
       unsere Sittenmoral? Ein Aufschrei VON JENS JESSEN
       Das Paradox der Situation liegt offen zutage. Während die
       Prüderie im öffentlichem Diskurs rapide zunimmt, kleinste
       Anzüglichkeiten, unschuldige Direktheit oder auch nur
       altmodische Redewendungen den Verdacht auf Sexismus auslösen,
       herrscht im Internet die totale Verfügbarkeit kruder und
       krudester Pornografie. Dieselben Kinder, die in der Schule
       selbst vor einem Troststreicheln ihrer Lehrer bewahrt werden
       sollen (es könnten ja pädophile Neigungen im Spiel sein), haben
       ungehinderten und unbehüteten Zugriff auf härteste Anmache und
       brutale Sexualpraktiken im Netz.
       Und nicht anders verhält es sich mit dem berühmten "Aufschrei"
       der twitternden Frauen, die am Beispiel des Politikers Rainer
       Brüderle die verbalen Zudringlichkeiten alternder (und leider
       oft auch jüngerer) Männer anprangerten; die Empörung wurde
       geteilt, blieb aber symbolische Intarsie in einem
       durchsexualisierten Umfeld, das sich gegen moralische Einwände
       mit einem Augenzwinkern immunisiert. "Voi sapete quel che fa",
       singt Leporello, und noch heute könnte man allen Frauen, die
       sich über einen notorischen Wüstling empören, entgegenhalten:
       Ihr wisst doch selbst am besten, wie er’s macht. Der Börse, an
       der junge Frauen und alte Männer Sex gegen Karriere tauschen,
       ist es gleichgültig, wie man über sie denkt. Erst kürzlich wurde
       der Fall eines Models bekannt, das sich von dem amerikanischen
       Starfotografen Terry Richardson zu sexuellem Verkehr genötigt
       fühlte. Die Modebranche zuckte mit den Achseln; sie formulierte
       tatsächlich, es habe jedes Mädchen vorher gewusst, wie er’s
       macht.
       weiter
  HTML https://twitter.com/stefanolix/status/502443815253598208
       (mal
       wieder ein Link zu einem Tweet, weil dieses Forum sonst wegen
       dem Wort p o r n o den Link frisst.)[/quote]
       Danke, das gehörte dringend mal festgestellt.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3286--------------------------------------------------
       Re: Von Prüderie und Heuchelei
       By: hellboy Date: February 5, 2015, 9:59 am
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  HTML https://m.youtube.com/watch?v=-suvkwNYSQo
       Stephen Fry, philosopher.
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 3976--------------------------------------------------
       Beten für Frieden ist wie Schnackseln für Jungfräulichkeit
       By: hellboy Date: July 26, 2016, 7:27 pm
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       Terror beginnt in Kirchen, Moscheen und Tempeln. Religionen
       haben der Menschheit nur Leid, Not, Krieg und Terror gebracht.
       Es kann deshalb nichts Perverseres geben als für Frieden zu
       beten.
       Fundamentalismus und radikaler Glaube sind kein Vorrecht des
       Islam. Wer sich das hier ansieht, wird Schauriges entdecken: Das
       nicht nur in den USA an Zulauf gewinnende martialische
       Christentum ist Thema des oscarnominierten Dokumentarfilms von
       Rachel Grady und Heidi Ewing:
       [quote]Jesus Camp
       Die drei amerikanischen Kinder Levy, Rachael und Tory nehmen im
       Sommercamp “Kids on Fire” in North Dakota teil. Dort werden sie
       auf den Glauben an Gott, Präsident Bush und die alleinige
       Wahrheit gedrillt. Pastorin Becky Fischer organisiert das Lager,
       in dem 5- bis 12-jährige Teilnehmer von Erweckungspredigern der
       evangelikalen Bewegung mit suggestiven Methoden zur “Armee
       Gottes” ausgebildet werden. Denn Fischer sieht in ihnen die
       Anführer einer politisch-religiösen Erneuerung der Vereinigten
       Staaten.[/quote]
  HTML https://youtu.be/NAxe-ua6xDM
       MARIA WIESNER schreibt dazu in der FAZ:
       [quote]Wer an Gott glaubt, glaubt auch an Aschenputtel
       Kinder können sehr gut zwischen Fakten und Fiktionen
       unterschieden, wenn sie eine Geschichte hören. Aber nur, wenn
       sie nicht religiös erzogen werden, wie eine neue Studie
       herausfand.
       Kinder lernen viel über Erzählungen. Aber können sie
       auseinanderhalten, ob Aschenputtel oder Tom Sawyer fiktive oder
       reale Personen sind? Durchaus. Aber nur, wenn ihre Eltern sie
       nicht religiös erziehen. Das ist das Ergebnis einer neuen
       Studie, die in der Fachzeitschrift „Cognitive Science“
       erschienen ist.
       ...
       Für die Wahrnehmung von Geschichten als real oder fiktional sei
       egal, ob ein Kind durch Familie oder Schule mit religiösen Ideen
       in Kontakt komme, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Und
       sie unterstreichen den „großen Einfluss, den religiöse Ideen
       darauf haben, wie Kinder zwischen Realität und Fiktion
       unterscheiden.“ Dies gelte nicht nur für religiöse Geschichten,
       sondern auch für die fantastischen. Kinder, die an Gott glauben,
       könnten also auch Aschenputtel für real halten.[/quote]
  HTML http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/studie-wer-an-gott-glaubt-glaubt-auch-an-aschenputtel-13082492.html
       Nicht umsonst schreibt Sun Tsu in "Die Kunst des Krieges", dass
       Kriege nicht auf Schlachtfeldern, sondern in Kirchen und Tempeln
       gewonnen werden. Was er dabei nicht dazusagt ist, dass der
       eigentliche Grund für die Existenz von Kirchen und Tempeln der
       ist, Menschen Begründungen und Motivation für Kriege zu liefern.
       Keine Religion kann uns jemals vor dem Bösen in dieser Welt
       beschützen, weil Religionen das Böse in dieser Welt sind.
       ahoy
       hellboy
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