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#Post#: 2408--------------------------------------------------
Wienwahl: planlos durch die Politik
By: hellboy Date: August 16, 2014, 5:28 pm
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Ich eröffne das mal mit dieser nicht ganz präzisen, aber
erfrischend gut gemachten Zusammenfassung der lokalpolitischen
Posse.
[quote="Harald Luiki"]Piraten segeln ohne Hammer und Sichel
Ein Projekt „Wien anders“ wird es – zumindest mit den Piraten –
nicht geben. Die wackeren Seeleute haben in einer
Liquid-Abstimmung beschlossen, bei den Wiener Landtags- und
Gemeinderatswahlen 2015 alleine, also nicht wie bei den
Europawahlen in einem Bündnis mit der KPÖ anzutreten. Eine, aus
Sicht der Piraten, nachvollziehbare, kluge und richtige
Entscheidung. Warum? Bei den Europawahlen im Mai 2014 ist man
mit der KPÖ und der Liste Der Wandel ein Bündnis eingegangen, um
– mit einem erfahrenen Mann, den bisher fraktionslosen
EU-Parlamentarier Martin Ehrenhauser an der Spitze – den Einzug
in die europäische Volksvertretung zu schaffen. Letztlich ein
misslungenes Unternehmen: 60.451 Wähler gaben dem Bündnis ihre
Stimme – um 27.040 weniger als bei den letzten vergleichbaren
Bundeswahlen, den Nationalratswahlen 2013, bei denen KPÖ,
Piraten und der Wandel 87.491 Stimmen für sich verbuchen
konnten. Die Entscheidung der Wiener Piraten, diesmal ohne
Kommunisten ihr Glück zu versuchen, ist daher eine folgerichtige
Entscheidung, mit der die KPÖ offenbar nicht gerechnet hat und
ihre für die Wien-Wahl geplante Strategie vollkommen zunichte
macht. Die Gründe, warum es, geht es nach den Piraten, diesmal
keine Anders-Plattform geben wird, sind mannigfache. Zum einen
das ernüchternde Ergebnis der Europawahlen, das die KPÖ,
vollkommen realitätsfremd, mit nicht so übel klingenden
Prozentzahlen, bis heute schönzureden versucht, die aber
aufgrund der bei Europawahlen traditionell weniger und bei
Wiener Gemeinderatswahlen traditionell höheren Wahlbeteiligung
keine wie immer gearteten Schlüsse zulassen. Zum anderen die
Tatsache, dass die Kooperation der Piraten mit den Kommunisten
offenbar zu gewaltigen innerparteilichen Turbulenzen geführt
hat. Die Wiener Piratenpartei in ihrem Liquid-Antrag: „Der
Antritt der Piraten bei der EU-Wahl gemeinsam mit KPÖ, Wandel
und Unabhängigen als Europa Anders hat zu deutlichen
Abgrenzungen bis hin zum Parteiaustritt von einigen bis vielen
Piraten geführt. Um dieser Erosion entgegenzutreten und die
Identität zu stärken, werden bei der kommenden Wahl keine
Wahlallianzen eingegangen“. Übersetzt: Es gab offenbar nicht
wenige Piraten, die die Zusammenarbeit mit der KPÖ bei den
EU-Wahlen kritisierten und ablehnten und daher aus der Bewegung
austraten oder das Wahlbündnis nicht wählten oder erst gar nicht
zur Wahl gingen. Das Wahlergebnis scheint diese Vermutung zu
bestätigen. Die Piraten haben dies offenbar erkannt und ihre
Schlüsse und Konsequenzen gezogen. Auch bei den Kommunisten gab
es Kritik am Bündnis Europa Anders und ebenso Parteiaustritte.
Weniger wegen der Zusammenarbeit mit den Piraten als vielmehr
der Positionierung des nach Eigendefinition „linken“ Martin
Ehrenhauser als Spitzenkandidaten. Auch hier: Viele, die sonst
KPÖ gewählt hätten, blieben diesmal der Wahl fern oder wählten
ungültig. Im Gegensatz zur Piratenbewegung war parteiinterne
Kritik in der KPÖ aber schlichtweg unerwünscht. Mitglieder
wurden mehr oder weniger vom Bundesvorstand vor vollendete
Tatsachen gestellt: Der Bundesvorstand spricht sich für Europa
Anders und Ehrenhauser aus – und Punkt! Vielleicht noch ein
wenig Diskussion in den Basisorganisationen – damit der – bei
den Kommunisten immer so betonten Basisdemokratie Genüge getan
wird – das war’s! Eine vielleicht österreichweite
Mitgliederbefragung ? Fehlanzeige! Im Gegensatz zur
Piratenbewegung weigern sich die Kommunisten bis heute standhaft
zuzugestehen, dass die Europawahlen ein einziges Fiasko waren:
Wie bereits erwähnt ein Minus von 27.040 Stimmen gegenüber den
Nationalratswahlen 2013 – und dies trotz eines in Amt und Würden
befindlichen Europaparlamentariers als Spitzenkandidaten. Selbst
die vollkommen unbedeutende europaskeptische Liste EU-Stopp
überflügelte das Wahlbündnis Europa Anders um 17.446
Wählerstimmen. Im Gegensatz zur Piratenbewegung erkennt die KPÖ
bis heute nicht nicht die Notwendigkeit inhaltlicher
Konsequenzen aus der Wahlniederlage im Mai 2014. Von – ebenso
notwendigen – personellen ganz zu schweigen. Vor diesem
Hintergrund ist also der Beschluss der Piraten, die Wien-Wahl
ohne kommunistischer Beteiligung zu schlagen, konsequenterweise
richtig. Ebenso wie die Entscheidung, dies bereits jetzt
bekanntzugeben. Das – zeitweise - mühsame Segeln in der
österreichischen Innenpolitik benötigt keine Piratenfahne mit
Hammer und Sichel. Und für die KPÖ ist es – hoffentlich - der
notwendige Kanonenschuss vor den Bug. Im Sinne der Erkenntnis,
dass die Partei schon längst mehr keinen Alleinanspruch auf
“linke” Politik in diesem Land geltend machen kann![/quote]
Ars Politica
HTML http://luiki.eu/?p=269
Was der Autor völlig falsch einschätzt ist die Lage bei der
pöpö. Da sitzen immernoch die Dodln, die die eu-Wahl mit ihrer
Penetranz und Inkompetenz genauso versemmelt haben wie schon
vorher die Nationalratswahl, und blockieren sämtliche posten.
Der einzige Grund, warum die keine Kooperation mehr wollen ist
der, daß sie selber dummdreist grinsend mit ihren ponems die
Medienlandschaft verschandeln wollen. Sie haben gemerkt, daß das
nix wird, wenn es einen auf Personenkult getrimmten Wahlkampf
mit gemeinsamem Spitzenkandidaten gibt. Daß niemand so blöd sein
wird, für die paar abgedrehten pseudoporaten im Wahlkampf zu
laufen, wollen sie sich genausowenig eingestehen, wie ihre
Verantwortung für die vollständige Auflösung der Basis. Da
faseln sie lieber was von "gesundschrumpfen", und rufen
imaginäre Anhänger immerwieder zu strategischen Treffen, zu
denen dann zur allgemeinen Überraschung und tödlichen
Beleidigung niemand kommt.
Das Eingeständnis des eigenen Scheiterns ist etwas, was den
Funktionären beider Parteien ganz offensichtlich völlig fremd
ist. Da haben sie sich anscheinend gechannelt, was brauchen die
noch ein Bündnis?
ahoy
hellboy
#Post#: 2409--------------------------------------------------
Re: Wienwahl: planlos durch die Politik
By: GOLEMXIV Date: August 17, 2014, 1:38 am
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Der Autor von dem Artikel weiß genau nix über die
Miniprozentpolitik. Er bezieht seine Informationen offenbar von
Puls4 und Radio Orange. Die Idee einer Miniprozent-Website ist
nicht schlecht, aber so ist es falsch. Kann ich gleich
"Standard" oder "Wiener Zeitung" lesen.
#Post#: 2416--------------------------------------------------
Re: Wienwahl: planlos durch die Politik
By: attx Date: August 18, 2014, 3:22 pm
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[quote author=GOLEMXIV link=topic=401.msg2409#msg2409
date=1408257490]
Der Autor von dem Artikel weiß genau nix über die
Miniprozentpolitik.[/quote]
Du warst ja schon immer ein patenter Diagnostiker. So auch
diesmal.
Der Autor ist ein Koffer. Wenn einer schon einen Artikel mit
„die wackeren Seeleute…“ einleitet,
dröhnen die Alarmglocken (und der Gully-Knopf).
Die Pöp’ler sind weder „wacker“ noch „Seeleute“.
Das Bemühen dieser infantilen Metapher könnte allerdings den
Posten eines Vorständers zum Ergebnis haben.
Gut vorstellbar, dass den Primaten so ein Dünnschiss gegenwärtig
wie gereifter Cognac runtergeht
und der Koffer in den BV-Himmel gebetet wird.
#Post#: 2417--------------------------------------------------
Re: Wienwahl: planlos durch die Politik
By: hellboy Date: August 18, 2014, 3:48 pm
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Der Autor ist ja ein kpöler. Der kennt halt nur die paar
pöpöler, die bei dem linksbündnis mitgemacht haben, und die
waren ja linke, auch wenn sie deshalb keine piraten waren. Der
kann garnicht wissen, was bei denen wirklich abgeht, und er
schildert das aus der Perspektive des Außenstehenden, der
ausschließlich die Blödheiten über die piraten, die
linksfaschisten wie der Haiden und der Clay verzapft haben
kennt.
Das ist aber garnicht das, was mich an dem Artikel interessiert.
Viel interessanter finde ich, daß es bei den kplern genauso
zugeht wie bei der pöpö. Auch dort haben die aktuellen
Amtsinhaber mit dem Bündnis und ihrer despotischen Attitüde die
Mitgliederzahlen in den Keller getrieben, aber versuchen sich
und außenstehenden immernoch einzureden, sie wären doch eh super
erfolgreich, und die Flucht der Anhänger der eigentlichen Agenda
der jeweiligen Bewegung sei ein "gesundschrumpfen".
Der Autor ist meines Wissens kein professioneller Schreiberling,
er schildert nur aus seiner Sicht die Zustände in zwei
politischen Bewegungen, die ähnliche Probleme haben, ohne daß
ihm das bei der Bewegung, die er nur von außen kennt klar wäre.
ahoy
hellboy
#Post#: 2418--------------------------------------------------
Re: Wienwahl: planlos durch die Politik
By: attx Date: August 18, 2014, 4:17 pm
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Dein Intro hab ich ja verstanden, helly.
Du hast ja eh einen großen disclaimer über diesen Kommunisten
gespannt.
Die "berechtigte Kritik" hab ich auch kapiert.
Die Frage ist doch, warum wir uns überhaupt mit Kommunisten
herumschlagen müssen.
Ich (persönlich) will keinen staatlichen Kollektivismus. Ich
will individuelle Freiheit (und Verantwortung).
Ich brauche keinen Faymann, oder eine Bures oder eine große (und
tote) Prammer, die für mich denken.
Ich scheiße auf solche Partei-Kadaver!
Deshalb will ich auch keine Kommunisten, keinen fäßless, keinen
vilitril und keine sonstigen Bevormunder. Ich will nicht, dass
diese Zombies in mein Leben eingreifen. Ich will nicht, dass sie
mir mein Einkommen wegnehmen, um es irgendwelchen Asylnegern
zuzustecken. Es geht sie nichts an. Weg mit dem Dreck.
Ich dachte immer, dass Piraten in diese Richtung (individuelle
Freiheit) marschieren.
Wenn ich falsch liege, dann sagt es.
Sagt es aber deutlich. Ohne dieses grün-verschwulte "naja".
Du hast es eh schon angedeutet: Meine Gedanken sind "voll Nazi".
Warum eigentlich? Weil ich gerne für mich und meine Familie
arbeiten würde?
Und nicht für irgendwelche Neger, die ich nicht einmal kenne?
Ganz böse!
#Post#: 2420--------------------------------------------------
Re: Wienwahl: planlos durch die Politik
By: hellboy Date: August 18, 2014, 4:46 pm
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Es gab ja leider schon ein paar Kreaturen, die überdeutlich
verlautbart haben, daß die piraten stramm nach Links marschieren
sollten. Alle im Gleichschritt. Alleine das hat diese Leute
schon als antipiraten abgestempelt. Ein Paar von den Patienten
hast du ja selber aufgezählt.
DIE sind der Grund, weshalb wir echte Piraten das immernoch
klarstellen müssen, und der unterbelichtete Politparvenü
Christopher Clay ist ja immernoch da, und schreibt seine
geisteskranken Gedanken im b-Forum nieder. Diese Leute sind
unzurechnungsfähig, und ich bezweifle ganz entschieden, daß es
sicher ist solche Irren frei herumlaufen zu lassen.
Wer nicht begreift, daß das Zeitalter der Bevormundung und
Unterdrückung vorbei ist, muß früher oder später über die Klinge
eines Piraten springen.
ahoy
hellboy
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