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#Post#: 2407--------------------------------------------------
Österreich: Die Trolle haben gewonnen FIXED
By: GOLEMXIV Date: August 14, 2014, 9:50 am
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In Österreich haben die Trolle gesiegt.
Sylvester Heller grinst zufrieden: "Ich habe die Piratenpartei
kaputtgetrollt". Der 44-jährige "hellboy", wie sein Name im
Piraten-Milieu lautet, ist wohl wie kein anderer für den
Niedergang der österreichischen Piraterie verantwortlich. Darauf
bildet sich der Langhaarige mit dem Raudi-Habitus einiges ein.
Im Interview bringt es der frühere Piraten-Chef Christopher Clay
auf den Punkt: "Wegen Heller war die Partei die meiste Zeit des
vorigen Jahres zur Untätigkeit verdammt. Wir haben zwei
Wahlkämpfe versäumt wegen Herrn Hellers ständigen Morddrohungen.
Er ist besessen von Exkrement -- übrigens ein Charakterfehler,
den er mit vielen Menschen teilt, die meine politischen Visionen
nicht verstehen können."
Bis zum Jahr 2013 konnte Heller weite Teile der Piraten
Österreichs durch Beleidigungen und schockierendste Fäkalsprache
am Internet zersetzen. Als dann Hellers Rausschmiss aus der
Partei erfolgte, war es für das Gebirgsland-Piratenschiff
bereits zu spät. Zu groß war der Aderlass an fähigen Heldinnen
und Helden, die wegen Hellers Ergüssen die Partei verlassen
hatten. Zu verheerend war die Auswirkung von Hellers garstigen
Worten auf den Intelligenzquotienten der Partei. Der Ausschluss
stachelte "hellboy"-Heller zu noch größeren Gemeinheiten und
noch ordinäreren Fäkalausdrücken auf. Seine Behauptungen wurden
noch haltloser. Seit zwei Jahren erreichen die Broschüren und
Aussendungen von Österreichs Piraten nicht einmal mehr
Schülerzeitungsniveau. An die zahllosen Details im 200-seitigen
Programm der Piraten kann sich niemand in der verwaisten
Organisation mehr erinnern. Besonders auf den
Rechtschreibkenntnissen der Partei lastet der Fluch, der
Sylvester Heller heißt.
"Ich habe bei den Piraten wunderbare Menschen und tolle Aktionen
kennengelernt" erzählt die frühere Parteisekretärin Pipi
Langstrumpf. "Beispielsweise den bedürftigen Funktionär Albert
Guggerell, für den dank Piratenpartei der Wunsch nach einem
eigenen Sofa in Erfüllung ging. Oder den Polit-Dynamo Wolfgang
Bauer, der sich gleichzeitig als Funktionär in der Piratenpartei
und in seiner eigenen abgespaltenen Splitterpartei aufgeopfert
hat. Es war eine wunderbare Erfahrung zu sehen, wie sich mein
freiwilliger Einsatz für manche Leute lohnt. Meine bescheidenen,
fast unmerklichen Beiträge haben Grundsteine für Karrieren in
Brüssel gelegt." Doch solche Sternstunden können für Langstrumpf
das Trolling und das sinnentleerte, widerliche Gefasel über die
Partei nicht aufwiegen.
"Ich bin nicht bereit, in einer Partei zu bleiben, in der meine
selbsternannten Chefs von Außenstehenden getrollt und beleidigt
werden, noch dazu in Fäkalsprache. Für mich ist ordinär reden am
Internet das Letzte", offenbart die Ex-Aktivistin. Sie flüchtete
Anfang diesen Monats vor Heller.
Noch ist Bundesgeschäftsführer Andreas Schmid bei der Partei,
doch seit seinem Amtsantritt im Jänner ist es auch um ihn still
geworden. Schmid übt sein Ehrenamt wegen Heller sehr behutsam
aus; keine Aktivität verrät die Existenz des hochrangigen
Funktionärs. "Ich kann mich nicht mehr dazu überwinden etwas für
die Partei zu arbeiten", erzählt Schmid. Zu nagend sei der
Gedanke, dass da irgendwo am Internet ein Troll hockt und in
gehässiger Sprache über die Organisation schreibt. "Verletzte
Gefühle können in einer so wichtigen Position wie der meinigen
zu Burn-Out führen", sorgt sich der Bundesgeschäftsführer der
Piratenpartei Östereichs bereits um seine Gesundheit.
Der Wiener Landesvorstand Gerhard Hager sieht die Partei am
Ende. "Im Wien-Wahlkampf haben wir ganz schlechte Karten", so
Hager, denn eine Partei könne immer nur so vornehm und
glaubwürdig sein wie das Niveau ihrer Trolle am Internet. "Uns
hängt Sylvester Heller wie ein Mühlstein um den Hals. Wie sollen
wir da einen Marathon gewinnen?" Hager berichtet von den
Millionen E-Mails, welche die Partei den Medienvertretern des
Alpenlandes geschenkt hat und verweist auf das eindrucksvolle
Schatzkästlein an Brainstorming-Protokollen und Chat-Logs, das
fleißige Funktionäre in Jahren zusammengetragen haben. Gerhard
Hagers trauriger Schluss: "Alles für die Katz. Wegen Heller
kommen wir politisch einfach nicht vom Fleck. Nicht einmal unser
ausgefeilter Populismus ist Heller gewachsen. Warum tut er das
bloß? Warum zeigt er keine Wertschätzung? Weiß er denn nicht,
wie sehr ich mich auf meinen Posten als Bezirksrat gefreut
habe?"
Für Sylvester Heller ist die Antwort klar: "Der beste Ego-Trip
meines Lebens. Ich bin zum Siegen geboren und vergönne keinem
was. Für mich ist Despot der beste Chef-Beruf, dafür verkaufe
ich sogar meine Seele an die Geld-Echsen. Schon im Kindergarten
habe ich in die Sandkiste geschissen und Dickerchen ihr
Schauferl weggenommen. So fies und blöd wird man nur durch
Dauerkiffen."
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