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#Post#: 2295--------------------------------------------------
Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z. spra
chl. Normalität
By: hellboy Date: July 15, 2014, 7:05 am
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[quote="die presse"]Gendern: "Feministinnen zwingen Mehrheit
ihren Willen auf"
In einem offenen Brief fordern Sprachkritiker die "Rückkehr zur
sprachlichen Normalität". Gendergerechte Formulierungen seien
"zu eliminieren".
In einem "Offenen Brief" an Bildungs- und Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Wissenschaftsminister Reinhold
Mitterlehner (ÖVP) haben am Montag Universitätsprofessoren,
Lehrer sowie Journalisten und andere Sprachkritiker eine
"Rückkehr zur sprachlichen Normalität" gefordert. Die Minister
sollen, so die Forderung, "dem Wildwuchs durch das sprachliche
'Gendern'" Einhalt gebieten.
Das Schreiben wurde bisher von knapp 800 Personen unterzeichnet.
Darunter sind u.a. die Philosophen Konrad Paul Liessmann und
Peter Kampits, Mathematiker Rudolf Taschner, Verfassungsrechtler
Heinz Mayer, Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder, der
deutsche Journalist und Sprachpfleger Bastian Sick und
Schauspielerin Chris Lohner. Insgesamt ist laut Aussendung mehr
als die Hälfte der Unterzeichner weiblich, außerdem sind rund
300 Schulleiter bzw. Lehrer dabei.
"Willen nicht aufzwingen"
"Ein minimaler Prozentsatz kämpferischer Sprachfeministinnen
darf nicht länger der nahezu 90-prozentigen Mehrheit der
Staatsbürger ihren Willen aufzwingen", sehen die Unterzeichner
einen Widerspruch zur Demokratie. "Was die Mehrheit der
Sprachteilhaber als richtig empfindet, wird als Regelfall
angesehen. Wo immer im Laufe der Geschichte versucht wurde, in
diesen Prozess regulierend einzugreifen, hatten wir es mit
diktatorischen Regimen zu tun."
Die Briefschreiber verwehren sich gegen eine "von oben her
verordnete konsequente getrenntgeschlechtliche Formulierung" in
Gesetzen, Behördentexten, aber auch Schulbüchern und
universitären Facharbeiten. Geschlechtersensible Sprache (mit
Binnen-I, Anführung beider Geschlechter mit Schrägstrichen im
Wortinneren etc.) stoße nicht nur auf sehr geringe Akzeptanz,
sie "zerstört die gewachsene Struktur der deutschen Sprache bis
hin zur Unlesbarkeit und Unverständlichkeit" und widerspreche
"zum Teil den Grundregeln unserer Sprache". Diese Maßnahmen
"sind daher wieder aus dem Sprachgebrauch zu eliminieren".
"Beide Geschlechter anführen"
Als Lösung sehen die Autoren des Briefes den umstrittenen
ÖNORM-Entwurf zu geschlechtergerechter Sprache, der u.a.
vorschlägt "beide Geschlechter getrennt und vollständig
anzuführen". Damit würden feministische Anliegen maximal
berücksichtigt und eine "Rückkehr zur sprachlichen Normalität"
ermöglicht. Schließlich sei die Sprache einzig und allein der
problemlosen Verständigung und nicht der Durchsetzung
partikularer Interessen. Es müsse gewährleistet sein, dass "die
Verständlichkeit von Texten wieder den Vorrang vor dem Transport
feministischer Anliegen eingeräumt bekommt".[/quote]
HTML http://diepresse.com/home/bildung/schule/3837996/Gendern_Feministinnen-zwingen-Mehrheit-ihren-Willen-auf?_vl_backlink=/home/index.do
Das Gendern der Sprache ist ein Irrweg. Das führt nur zu
(berechtigten) Abwehrreaktionen in der Gesellschaft. Diese sind
nicht Folge eines unterschwelligen Chauvinismus, sondern
verständliche Auswirkung der Abgehgobenheit der gegenderten
Sprache, die mit der Alltagssprache der Menschen wenig zu tun
hat, und mit den Anforderungen an geschliffene, gut lesbare
Texte, die verkaufen und überzeugen müssen schon gar nicht. Das
Getrommel um Gendering führt auch zu einer steigenden
Politikverdrossenheit, weil es von der Bevölkerung zurecht als
Abgrenzung der herrschenden Klasse vom gemeinen Volk empfunden
wird, genau wie das Beamtendeutsch, hinter dem rhetorisch
geschulte Personen aus Politik und Wirtschaft gerne ihre wahren
Anliegen verbergen. Die deutsche Sprache bietet in den
allermeisten Fällen ausreichend Möglichkeiten, Dinge
geschlechtsneutral zu formulieren. Mit ein wenig gutem Willen
können also gerade in der Amtssprache Binnen-I und generisches
Femininum gänzlich vermieden werden, ohne daß als
diskriminierend empfundene maskuline Formen eingesetzt werden
müssen.
Das Komitee "Büroorganisation und schriftliche Kommunikation"
des Normungsinstitut Austrian Standards empfahl ebenfalls eine
Abkehr vom Binnen-I, wurde jedoch von staatlicher Seite
abgedreht
HTML http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/uni-professoren-lehrer-u-journalisten-fordern-ruckkehr-z-sprachl-normalitat/msg2671/#msg2671,<br
/>da die wissenschaftlichen Ergebnisse den Mächtigen ideologisch
nicht zusagen. Daß wissenschaftliche Erkenntnisse aus
ideologischen Gründen verworfen werden, ist eines der
Hauptprobleme der Gender-Debatte. Das Normierungsinstitut ist
dennoch standhaft geblieben, und hat eine Regelung im Sinne der
Genderideologie abgelehnt
HTML http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/uni-professoren-lehrer-u-journalisten-fordern-ruckkehr-z-sprachl-normalitat/msg2798/#msg2798.
Wenn man die Sprache schon geschlechtsneutraler machen will,
sollte man wissenschaftlich Vorgehen, nicht ideologisch. In
Schweden wird das mit einer neuen neutralen Form probiert, wie
es Jürgen Stemke hier beschreibt:
[quote="Jürgen Stemke"]Wie die Geschlechter entstehen
55% aller Sprachen kommen ohne Genus aus. Sie haben kein
grammatikalisches “Geschlecht”. Sie haben weder ein Geschlecht
bei Substantiven, noch bei Personalpronomen. Wie ist im
indogermanischen das Geschlecht und das Femininum entstanden und
wie kam das mit dem -in im Deutschen? Ich habe dieses Thema bei
meiner Recherche gestreift und möchte nicht vorenthalten, was
ich dabei interessantes gelernt habe, so wie ich es verstehe.
Das -in ist das Überbleibsel einer Suffix, die Dazugehörigkeit
bedeutete. König-in war eine dem König dazugehörige Person. Das
ist auch genau der Grund, warum auch das Genus des Wortes
weiblich ist. Nein, nicht weil die Königin eine Frau ist,
sondern weil das Wort ursprünglich eine abstrakte Konstruktion
war, und diese Worte hatten den Genus, den man im Deutschen
heute feminin nennt. Aber von vorne. Im Deutschen gibt es drei
Substantivgenera, also drei grammatikalische Geschlechter für
Substantive.
...[/quote]
HTML http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/uni-professoren-lehrer-u-journalisten-fordern-ruckkehr-z-sprachl-normalitat/msg2394/#msg2394
ahoy
hellboy
#Post#: 2296--------------------------------------------------
Re: Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z.
sprachl. Normalität
By: hellboy Date: July 15, 2014, 7:30 am
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Der Offene Brief im Wortlaut
[quote]
Offener Brief zum Thema „Sprachliche Gleichbehandlung“
an Frau Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
und Herrn Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Dr. Reinhold
Mitterlehner
Sehr geehrte Frau Ministerin Heinisch-Hosek,
sehr geehrter Herr Minister Mitterlehner!
Die gegenwärtige öffentliche Diskussion zur sprachlichen
Gleichbehandlung von Frauen und Männern veranlasst die
unterzeichneten Linguisten, Germanisten, Hochschul-, Gymnasial-
und Pflichtschullehrer, Journalisten und Schriftsteller, aber
auch andere Personen des Gesellschaftslebens, dringend eine
Revision der gegenwärtigen Vorschriften zu fordern. Es ist Zeit
für eine Rückkehr zur sprachlichen Normalität.
Die derzeit durch den Frauenförderungsplan von oben her
verordnete konsequente getrenntgeschlechtliche Formulierung
zerstört die gewachsene Struktur der deutschen Sprache bis hin
zur Unlesbarkeit und Unverständlichkeit. Man versuche z. B. nur
§ 2 des
Bundesgleichbehandlungsgesetzes zu lesen und zu verstehen. Die
Verpflichtung zur generellen getrenntgeschlechtlichen
Formulierung führt darüber hinaus dazu, dass manche Aussagen nun
schlichtweg nicht mehr „politisch korrekt“ formulierbar sind, z.
B. Sätze wie „Frauen sind eben doch die besseren Zuhörer“. Das
Beispiel zeigt klar auf: Die verordneten Vorschriften
widersprechen zum Teil den Grundregeln unserer Sprache.
Sprache dient nämlich sowohl in mündlicher als auch in
schriftlicher Form einzig und allein der problemlosen
Verständigung und nicht der Durchsetzung partikulärer
Interessen. Die trotz jahrzehntelanger intensiver Bemühungen
gering gebliebene Akzeptanz der feministischen Vorgaben muss zu
denken geben:
• Laut jüngsten Umfragen lehnen 85 – 90 % der Bevölkerung die
gegenwärtige Praxis der Textgestaltung im öffentlichen Bereich
ab.
• Eine wissenschaftliche Untersuchung aus dem Jahr 2013 kam zum
Ergebnis, dass in Printmedien nur bei 0,5 % von Aussagen, die
auf beide Geschlechter bezogen sind, getrenntgeschlechtlich
formuliert wurde.
Die feministisch motivierten Grundsätze zur „sprachlichen
Gleichbehandlung“ basieren auf einer einseitigen und unrichtigen
Einschätzung der Gegebenheiten in unserer Sprache. Das
„generische Maskulinum“(z. B. Mensch, Zuschauer ...) zum
Feindbild zu erklären und dessen Abschaffung zu verlangen,
blendet die Tatsache aus, dass unsere Sprache ebenso ein
„generisches Femininum“ (z. B. Person, Fachkraft ...) und ein
„generisches Neutrum“ (z. B. Publikum, Volk ...) kennt. Alle
seit Jahrhunderten als Verallgemeinerungen gebrauchten Wörter
umfassen prinzipiell unterschiedslos beide Geschlechter. Die
angeführten Beispiele beweisen dies. Es kann also weder die Rede
davon sein, dass das jeweils andere Geschlecht nur „mitgemeint“
sei, noch dass das „generische Maskulinum“ ein „geronnener
Sexismus“ wäre und für die Unterdrückung der Frau in der Sprache
stünde. Die Sprachfrequenzforschung belegt ganz im Gegensatz
dazu überzeugend, dass der feminine Artikel „die“ in allen Arten
von Texten um ein Vielfaches häufiger repräsentiert ist als der
maskuline Artikel „der“.
Folgende aus den angeführten irrigen Grundannahmen entstandenen
Verunstaltungen des Schriftbildes sind daher wieder aus dem
Schreibgebrauch zu eliminieren:
• Binnen-I, z. B. KollegInnen
• Schrägstrich im Wortinneren, z. B. Kolleg/innen
• Klammern, z. B. Kolleg(inn)en
• hochgestelltes „a“ bzw. „in“ im Anschluss an bestimmte
Abkürzungen, z. B. Mag.a, DIin
Alle genannten schriftlichen Verunstaltungen entsprechen
einerseits nicht dem derzeit gültigen „Amtlichen Regelwerk“ zur
deutschen Rechtschreibung, andererseits enthalten sie zum Teil
grammatische oder sprachlogische Fehler und können in den
angebotenen Formen nicht unmittelbar gelesen werden. (Näheres
dazu ist in diversen Publikationen von Brühlmeier, Kubelik, Pohl
u. a. nachzulesen.) Darüber hinaus erscheinen die femininen
Formen in solchen Konglomeraten jeweils nur als „Anhängsel“ der
maskulinen, wobei die maskulinen Formen durch „Anhängsel“
ebenfalls entstellt werden – keines von beiden Geschlechtern
kann sich damit respektvoll angesprochen fühlen.
Auch auf die Forderung, ausweichende Formulierungen zu suchen,
ist zu verzichten, weil der Schreiber durch krampfhaftes Suchen
nach Ersatzformen häufig vom Wesentlichen des Inhalts abgelenkt
wird und andererseits der Leser durch gekünsteltes Wortgut
irritiert wird.
Außerdem muss gewährleistet sein, dass durch die
traditionsgemäße Anwendung verallgemeinernder Wortformen die
Verständlichkeit von Texten wieder den Vorrang vor dem Transport
feministischer Anliegen eingeräumt bekommt. Dies vor allem im
Hinblick auf
• Kinder, die das sinnerfassende Lesen erlernen sollen,
• Menschen, die Deutsch als Fremdsprache erwerben und
• Menschen mit besonderen Bedürfnissen (z. B. Blinde, Gehörlose,
Menschen mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten)
In Schulbüchern dürfen daher nicht länger sprachlich zerstörte
Texte stehen wie „Sie/Er verbindet ihr/ihm die Augen und führt
sie/ihn an der Hand zu ihrer/seiner Garderobe.“ In amtlichen
Texten und Formularen dürfen nicht länger entstellte
Formulierungen zu finden sein wie „Unterschrift
ZeichnungsberechtigteR“.
Studenten sollen in ihren wissenschaftlichen Arbeiten nicht
länger höheres Augenmerk auf das „richtige Gendern“ zu legen
haben als auf den Inhalt ihrer Arbeit (siehe das Interview mit
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner in „News“ 31/2013).
Sprache war und ist immer ein Bereich, der sich
basisdemokratisch weiterentwickelt: Was die Mehrheit der
Sprachteilhaber als richtig empfindet, wird als Regelfall
angesehen. Wo immer im Laufe der Geschichte versucht wurde, in
diesen Prozess regulierend einzugreifen, hatten wir es mit
diktatorischen Regimen zu tun. Das staatstragende Prinzip
„Demokratie“ verbietet daher a priori sprachliche
Zwangsmaßnahmen, wie sie derzeit überhandnehmen. Ein minimaler
Prozentsatz kämpferischer Sprachfeministinnen darf nicht länger
der nahezu 90-prozentigen Mehrheit der Staatsbürger ihren Willen
aufzwingen.
Der Entwurf der ÖNORM A 1080, der die öffentliche Debatte zu
diesem Thema ausgelöst hatte, präsentiert einen Vorschlag, der
die feministischen Anliegen maximal berücksichtigt, aber
andererseits eine Rückkehr zur sprachlichen Normalität
ermöglicht. Die Unterzeichneten plädieren daher mit Nachdruck
dafür, diesen Entwurf auch auf höchster politischer Ebene zu
unterstützen und zur Grundlage der Textgestaltung im
öffentlichen Bereich zu erklären.
Gezeichnet:
Dr. Annelies Glander, Zentrum für Translationswissenschaft der
Universität Wien
Dr. Tomas Kubelik, Gymnasiallehrer, Autor des Buches „Genug
gegendert“, Melk
Univ.-Prof. i. R. Dr. Heinz-Dieter Pohl, ehem. Professor für
Sprachwissenschaft, Universität Klagenfurt
Em. o. Univ.-Prof. Dr. Peter Wiesinger, em. Ordinarius für
germanistische Sprachwissenschaft, Universität Wien
Univ.-Prof. Dr. Herbert Zeman, Literaturwissenschaftler,
Universität Wien
Weitere Mitunterzeichner dieses Briefs:
22 weitere Seiten (!) Unterzeichner:
HTML http://diepresse.com/files/pdf/Offener_Brief_Heinisch-Hosek_Mitterlehner.pdf
(Anmerkung: Das Schreiben wurde bisher von knapp 800 Personen
unterzeichnet. Darunter sind u.a. die Philosophen Konrad Paul
Liessmann und Peter Kampits, Mathematiker Rudolf Taschner,
Verfassungsrechtler Heinz Mayer, Albertina-Direktor Klaus
Albrecht Schröder, der deutsche Journalist und Sprachpfleger
Bastian Sick und Schauspielerin Chris Lohner. Insgesamt ist laut
Aussendung mehr als die Hälfte der Unterzeichner weiblich,
außerdem sind rund 300 Schulleiter bzw. Lehrer dabei.)[/quote]
das unterschreibe ich auch.
ahoy
hellboy
#Post#: 2304--------------------------------------------------
Re: Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z.
sprachl. Normalität
By: hellboy Date: July 20, 2014, 10:38 am
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Auf der Spur der Motivation der unterzeichnenden findet man dann
so Sachen wie die Diskriminierung von männlichen Bewerbern für
Professorenposten durch das "Professorinnen Programm":
HTML http://sciencefiles.org/2013/05/19/krude-diskriminierung-von-mannlichen-bewerbern-das-professorinnenprogramm-in-aktion/
ahoy
hellboy
#Post#: 2305--------------------------------------------------
Re: Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z.
sprachl. Normalität
By: GOLEMXIV Date: July 20, 2014, 11:00 am
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Das ist doch auch schon wurscht. Niveau wurde an den heimischen
Universitäten eh schon abgeschafft. Falls du einen Titel
brauchst: einfach inskribieren, regelmäßig zur
Anwesenheitspflicht auftauchen und eine Bachelorarbeit aus
Textbausteinen vom Internet zusammenkleistern. Erfolg garantiert
-- hingehen musst halt zu den Veranstaltungen, aber nimm dir
halt einen Gameboy oder ein Strickzeug mit. Du kriegst sicher
einen Einser wennst sagst, dass dein Name hellboya ist, weil du
transexuell bist. TU ist am leichtesten. Dort wurde sogar Mathe
abgeschafft, um Weibern und Legasthenikern nicht den Weg zu
einem Titel zu versperren.
Universität ist inzwischen leichter als Humboldt! Win-win!
#Post#: 2315--------------------------------------------------
Re: Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z.
sprachl. Normalität
By: hellboy Date: July 21, 2014, 2:04 pm
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Nicht nur den Leuten an den Unis reicht es. Die wibl-Umfrage zum
binnen-i zeigt: fast niemand will das.
HTML http://wirtschaftsblatt.at/home/meinung/series/poll/vote.do?formAction=2&seriesId=3840895&_vl_backlink=/home/index.do
Die gewaltsame Durchsetzung durch machtklüngel ist reiner Terror
einer kleinen Minderheit, die der Mehrheit ihren Willen
aufzwingen will. Und deshalb ist das Wort "Genderfaschismus" so
treffend.
ahoy
hellboy
#Post#: 2394--------------------------------------------------
Re: Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z.
sprachl. Normalität
By: hellboy Date: August 11, 2014, 3:30 am
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[quote="Jürgen Stemke"]Wie die Geschlechter entstehen
55% aller Sprachen kommen ohne Genus aus. Sie haben kein
grammatikalisches “Geschlecht”. Sie haben weder ein Geschlecht
bei Substantiven, noch bei Personalpronomen. Wie ist im
indogermanischen das Geschlecht und das Femininum entstanden und
wie kam das mit dem -in im Deutschen? Ich habe dieses Thema bei
meiner Recherche gestreift und möchte nicht vorenthalten, was
ich dabei interessantes gelernt habe, so wie ich es verstehe.
Das -in ist das Überbleibsel einer Suffix, die Dazugehörigkeit
bedeutete. König-in war eine dem König dazugehörige Person. Das
ist auch genau der Grund, warum auch das Genus des Wortes
weiblich ist. Nein, nicht weil die Königin eine Frau ist,
sondern weil das Wort ursprünglich eine abstrakte Konstruktion
war, und diese Worte hatten den Genus, den man im Deutschen
heute feminin nennt. Aber von vorne. Im Deutschen gibt es drei
Substantivgenera, also drei grammatikalische Geschlechter für
Substantive.
...
Generisches Femininum
Generisch ist ein Substantiv immer dann, wenn es in seiner
Grundform da steht. Es gibt auch generische Femina zur
Bezeichnung von Lebewesen, zum Beispiel die Person (früher noch
mit -e am Ende, daher weiblich), die Geisel (von gisel-a, daher
weiblich) oder die Waise (‘Frank war eine Waise’).
Wer jedoch Worte mit der Suffix -in (Bäckerin) oder typische
Konstruktionen wie BäckerIn oder Bäcker*in als Generisches
Femininum einführen möchte, liegt fachlich völlig falsch oder
täuscht. Es handelt sich jeweils um eine Erweiterung des
generischen Basis-Wortes mit einer entsprechenden Suffix, ist
also rein formal nicht generisch.
...
Etwa 55% der Sprachen haben keinen Genus, sind also 100%
geschlechtergerecht. Große Vertreter sind hier Chinesisch,
Persisch (Iran, Afghanistan), Türkisch, die meisten kurdischen
Sprachen, Japanisch und weitere. Keines dieser Länder ist mir
als ein Land bekannt, in dem die Gleichstellung der Geschlechter
besondere Erfolge erzielt hat. Vielmehr wird gerade in diesen
Ländern die traditionelle Rolle der Geschlechter sehr betont.
(Gender-Gap-Rangliste 2013 (Platz): China (69), Japan (105),
Türkei (120), Iran (130))
weiter
HTML https://stemke.piraten-nds.de/2014/08/10/wie-die-geschlechter-entstehen/[/quote]
Ganz wichtig ist auch dieser weiterführende Artikel:
HTML https://stemke.piraten-nds.de/2014/07/31/schweden-wird-geschlechtsneutral/
[quote="Stemke"]...
Das Geschlecht des Personalpronomens im Deutschen bezieht sich
immer auf den Genus des Subjekts, nicht auf dessen Sexus (= das
Geschlecht des Lebewesens, das durch das Subjekt gemeint ist).
Auch im Schwedischen kann man vom Genus des Wortes nicht auf den
Sexus schließen. Der Gender des Wortes sagt nichts aus über den
Gender einer gemeinten Person. Das ist wie in der Regel auch
beim Deutschen, wenn die generische Stammform vor liegt.
...
Und genau hier sehen wir dann ein Problem bei diesen Sprachen.
Während man im Deutschen bei so einer Konstruktion völlig
abstrakt mit dem Pronomen beim Genus des Subjekts bleibt, muss
man sich im Englischen und auch im Schwedischen für einen Sexus
der handelnden Person entscheiden. Das macht es schwierig,
allgemein zu schreiben, also wenn man ausdrücken will, dass das
Geschlecht der Person nicht klar ist oder beides sein kann oder
beides gemeint ist. Genau dieses Problem behebt das neue
schwedische Wort „hen“, das man seit 1966 versucht einzuführen.
Das „hen“ steht im Prinzip in etwa für „man“, für „er/sie“.
„Fahrer ist müde, man schläft ein.“
Klingt im Deutschen nicht ganz, zeigt aber was das Wort soll. Es
behebt ein in der Sprache vorhandenes Problem beim Umgang mit
dem Sexus, das man (also er/sie) im Deutschen nicht hat (siehe
Mädchen-Beispiel weiter oben).
Das Wort „hen“ wurde auch nicht von jetzt auf gleich und von
Oben eingeführt, sondern es wurde (erst) jetzt in ein
Standard-Wörterbuch aufgenommen. Das ist wie, wenn ein neues
Wort in den Duden aufgenommen wird, weil es sich im allgemeinen
Sprachgebrauch etabliert hat. Will man jetzt jedoch so weit
gehen, dass man die sexus-bezogenen Worte hon/han (er/sie)
grundsätzlich gar nicht mehr verwenden soll, wie im
Queer.de-Artikel zum Beispiel von den Grünen angegeben, dann
würde die Sprache an Präzision oder Redundanz verlieren oder
umständlich werden, immer in den Fällen, wo man klar machen
möchte, hier handelt oder handelte explizit eine Frau oder ein
Mann.
Im Deutschen sind die Genera, die Geschlechter in der Sprache,
abstrakt. Deswegen ist es etwas unglücklich, von Femininum und
Maskulinum zu sprechen. Wenn man jetzt im Deutschen neu
definiert, dass es im Deutschen kein Generikum mehr geben soll,
oder dieses ein modifiziertes „Generisches Femininum“ sein soll,
dann schaffen wir uns das Problem der Schweden neu hinzu, das
diese eben abgestellt haben, sowie noch weitere.
...
[/quote]
Danke für die viele Arbeit. Das ist mehr Recherche, als
sämtliche genderstudies-"Fakultäten" zusammen jemals zu dem
Thema betrieben haben.
ahoy
hellboy
#Post#: 2395--------------------------------------------------
Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z. spra
chl. Normalität
By: GOLEMXIV Date: August 11, 2014, 4:34 am
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Leider können nicht beide verlieren. Ausgerechnet beim Gendern
machen viele, viele Linguisten etwas, das sie nach ihrem eigenen
Berufskodex eigentlich nicht sollten, und was sie typischerweise
schon im ersten Kapitel von linguistischen Anfängerbüchern
erklären: sie machen niemandem Vorschriften, was welches Wort
oder eine Konstruktion bedeutet, sie analysieren bloß, wie
Wörter und Konstruktionen verwendet werden. "Linguistics is
descriptive, not prescriptive" schallt es einhellig aus meiner
Sammlung. Beim Geschlecht machen es die Linguisten aber doch und
erklären, dass "Schürzenjäger" ein generisches Maskulinum ist
und auch eine Schürzenjägerin bedeuten kann (prescriptive),
obwohl das überhaupt nicht das übliche Verständnis ist. Ich
freue mich natürlich, wenn gescheite und gebildete Menschen
ausgfressenen, antritschten Weibern beiderlei Geschlechts die
Stirn bieten, glaube aber, Linguisten wären besser beraten, auf
solche Belehrungen zu verzichten und stattdessen zu erklären,
dass sich Genderfimmelnist*innen zurück auf ihren Misthaufen
schleichen sollen wo sie hergekommen sind, und zwar möglichst in
diesen Worten. Zur Förderung dieser Argumentationslinie kann ich
das Novara-Stüberl empfehlen, wo sich an einem einzigen
Nachmittag ein reichhaltiger Corpus mit höchst idiomatischen
Wendungen für präzise diesen Themenbereich ansammeln würde. Das
wäre besser als gegen die eigene moderne Auffassung von
Linguistik zu verstoßen.
Sehr wohl angebracht sind linguistische Argumente aber bei
pseudo-linguistischen Geisteskrankheiten wie "man" durch "frau"
zu ersetzen, denn nach dieser "Logik" ist es zum "wsie" für
"wer" nicht mehr weit.
Übrigens sind die Einwände gegen das generische Maskulinum
durchaus berechtigt, denn Frauen treten im üblichen
Sprachgebrauch von "Ingenieur", "Physiker", "Uhrmacher"
tatsächlich in den Hintergrund. Der deutsche Sprachgebrauch IST
in diesem Punkt ungerecht, und das HAT eine Wirkung auf die
Vorstellung des Massenmenschen. Allerdings wäre das Mittel
dagegen, dass z.B. Ärztinnen, Pilotinnen, Soldatinnen, etc. sich
jeweils als "Arzt", "Pilot", "Soldat" bezeichnen, um das
generische Maskulinum in die Herzen und Bäuche des
Massenmenschen einzumassieren, nicht umgekehrt (ich habe einen
germanischen Indogermanisten angespammt um zu erfahren, wie der
Trick fürs Englische funktioniert hat, erhielt aber keine
Antwort.) Die kleine "Andersdenkerin", die offen transsexuelle
Spitzenpolitikerin Martina Ehrenhauser, war jedenfalls gründlich
am Holzweg mit ihrem generischen Femininum, aber Schwärmern und
Antifantasie-Schlumpfis zu Populismuszwecken in den Arsch zu
kriechen treibt eben die seltsamsten Blüten.
Ein lehrreiches Beispiel, dass man den Sprachgebrauch nicht
beliebig modifizieren oder synthetisieren kann, liefert die
Geschichte für die Anstrengung für "gay". Das hieß einst
"ausgelassen, froh" und wurde dann im fernen Amerika von der
Schwulenbewegung als schneidige Bezeichnung für Homosexualität
kassiert. Der Gedanke war, dass das strahlendfrohe Wortethos von
"gay" auf die Randgruppe abfärben würde, wenn es erst üblich
geworden wäre. Nun, "gay" für "schwul" WURDE üblich, aber heute
ist es in erster Linie als Synonym für "fad", "blöd",
"jämmerlich", "erbärmlich", "eitel", "weibisch" und "feig" in
Gebrauch. Kurz gesagt: ging nach hinten los. Die Idee mit der
Wörterbuchmodifikation war prinzipiell gut, versagt aber in der
Praxis, wie man sieht. Ich bezweifle, dass es bei feministischen
Sprachvorschriften anders sein wird. Bis jetzt erreicht man mit
der Genderei eigentlich nichts anderes als dass man sich ein
Riesenschild mit der Aufschrift "Ich bin ein sitz****ender
Sozialarbeitertrottel und gv.at-Apparatschick" umhängt. Davon
hat eigentlich niemand etwas, vor allem die tatsächlich armen
Frauen in Afrika und Südamerika nicht, wo der Papst der Chef
ist. Diese Weltgegenden wären für echte Feministen El Dorado;
dort gäbe es EINE MENGE zu tun. Auch Stanka Yugoslaf würde mit
Feminismus in ihrer Heimat, oder was davon übrig ist nach dem
Bürgerkrieg, ein weit reicheres Betätigungsfeld finden als in
Ösireich. Dafür kriegt sie aber keine Twitter-Follower, daher
für Selbstvermarktung völlig ungeeignet.
#Post#: 2396--------------------------------------------------
Re: Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z.
sprachl. Normalität
By: hellboy Date: August 11, 2014, 7:00 am
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Also ich finde das sehr schlüssig erklärt, weshalb das
sogenannte Maskulinum garnicht generisch ist, sonder einfach die
neutrale normalform. Das femininum ist ein sinnloses Konstrukt,
daß sie im hohen Norden wieder abgeschafft haben. Da sparen sie
sich jetzt einfach die Diskussion, genau wie im englischen.
Man braucht also einfach nur die Endungen die auf das femininum
hindeuten komplett abzuschaffen, um die Sprache gendergerecht zu
machen. Wen wundert es, daß die femanzen und gendergestudieten
wappler genau das Gegenteil fordern? Noone!
ahoy
hellboy
#Post#: 2398--------------------------------------------------
Re: Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z.
sprachl. Normalität
By: GOLEMXIV Date: August 11, 2014, 10:21 am
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Du hast es nicht verstanden: in der Sprache kann man nichts an-
oder abschaffen. Die Leute reden wie sie wollen. Sprache ist
Mode. Man zieht sie an um bewusst oder unbewusst seine Herkunft
und seinen Charakter zu unterstreichen. Sprachverordnung =
Kleiderordnung = Hitler. Die Regeln gehen den umgekehrten Weg:
wenn viele Muttersprachler den gleichen Fehler machen, dann ist
es kein Fehler mehr sondern kommt in den Duden.
True Story: die Verwechslung von "befördern" für "fördern"
(einer Angelegenheit) ist ein Fehler, wie Sprachpolizist Karl
Hirschbold in den 50er Jahren erklärte. Diesen Fehler machen
stolze und belesene Marxisten heute noch mit Absicht, weil der
Alte das Wort "befördern" genau so verwendete wie man es laut
Hirschbold nicht darf. So signalisieren die Marxisten einander,
dass sie beim "Kapital" weiter als bis Seite 3 gekommen sind.
True Story: primitive trailer-trash-Amerikaner sprechen das
Fremdwort "nuclear" aus wie "...clear" weil sie mit der
griechischen Endung "-ar" nichts anfangen können. Darüber
machten sich Bush-Feinde beim W lustig, der im rückständigen
Texas mit der Mondrakete durch die Kinderstube geschossen worden
war. Prompt fingen Sarah Palin und Glenn Beck an, absichtlich
"nuklier" zu sagen, immer übertriebener, bis zum "nukulier",
einfach nur so, damit sich die Demokraten giften und sich die
primitiven trailer-trash-Freunde in ihrem Glauben bestätigt
fühlen. Manche haben Sarah Palin nur wegen "nukkulier" gewählt.
Sobald IRGENDEINE Gender-Sprachregelungen in Kraft tritt wird es
für Nationalsozialisten, Christen, Maskulinisten, Machos,
Bitches, usw. Ehrensache sein, diese Regeln ostentativ nicht zu
beachten. Sobald irgendeine Anti-Gender-Sprachregelung in Kraft
tritt, wird es für Stanka Yugoslaf und ihre Freundinnen vom
Antifanti Ehrensache sein, diese Regeln ostentativ nicht zu
beachten. Sich mit sowas lächerlich zu machen hat noch keinen
abgeschreckt von Modetorheiten.
#Post#: 2399--------------------------------------------------
Re: Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten fordern Rückkehr z.
sprachl. Normalität
By: hellboy Date: August 11, 2014, 1:33 pm
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Sie haben es eh nicht abgeschafft, das hab ich falsch
formuliert. Es ist eh nachzulesen, daß die Endungen einfach
wieder ausgestorben sind, weil die Leute einfach die Sprache von
sich aus immer kürzer und prägnanter gemacht haben. Endlose
anhänge, wie sie jetzt per Zwang verordnet werden sollen,
sterben in modernen Sprachen aus. So wie Sätze über 140 Zeichen.
Deswegen können sich die genderfimmler ihr *_/innen an den
Damenhut stecken.
Das Wort von Bush war übrigens "nukilar".
ahoy
hellboy
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