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       #Post#: 1531--------------------------------------------------
       Initiative Religion ist Privatsache: Entkriminalisierung d. assi
       stierten Suizids
       By: hellboy Date: February 26, 2014, 12:37 pm
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       [quote]Initiative: Staat hat "am Sterbebett der Bürger nichts
       verloren"
       Initiative Religion ist Privatsache legt Positionspapier für die
       "Entkriminalisierung des assistierten Suizids" vor
       Sterbehilfe sei kein Randthema - aber weil sie "polarisierend
       und heikel" sei, versuche die Regierung eine Debatte darüber aus
       der Öffentlichkeit fernzuhalten: Das sagte Eytan Reif, Sprecher
       der Initiative Religion ist Privatsache, bei einer
       Pressekonferenz am Mittwoch.
       Das Bestreben der Regierung sei nicht nur, das Thema "unter den
       Teppich zu kehren". Vielmehr wolle sie das Verbot der
       Sterbehilfe mittels Verfassungsbestimmung "auf alle Ewigkeit aus
       der öffentlichen Debatte verbannen". Ein Verbot in der
       Verfassung sei jedoch nicht zu rechtfertigen und beinhalte
       obendrein eine religiöse Komponente. Dieser Logik folgend müsste
       auch jede Form der Gewalt, Mord und Missbrauch per Verfassung
       verboten sein.
       "Sachliche Detailregelung und Diskussion"
       Reif präsentierte daher ein Positionspapier, das er zugleich als
       "Plädoyer für die Entkriminalisierung des assistierten Suizids"
       verstanden wissen will und mit dem der den "Nichtdiskurs" in
       Österreich durchbrechen möchte. Die "undifferenzierte
       strafrechtliche Behandlung" der Beihilfe zum Selbstmord in
       Paragraf 78 des Strafgesetzbuchs müsse einer sachlichen
       Detailregelung weichen, so Reif. Von der Regierung fordert er
       außerdem eine "ergebnisoffene Debatte" über das Thema. Zudem
       will er Gewissheit darüber, dass in weiterer Folge nicht auch
       die Fristenlösung bei der Abtreibung "angeknabbert" wird.
       Das "undifferenzierte Verbot" der Suizidbehilfe zwinge
       Betroffene in Österreich, menschenunwürdige Suizidmethoden zu
       wählen. Doch der Staat habe "am Sterbebett der Bürger nichts
       verloren", heißt es im Positionspapier. Als ihre
       Minimalforderung formuliert die Initiative die
       Entkriminalisierung der Beihilfe zum Suizid von Personen, die
       unter einer unheilbaren tödlichen Krankheit leiden oder nicht
       behandelbaren quälenden Schmerzen ausgesetzt sind.
       mehr
  HTML http://derstandard.at/1392686442417/Initative-Staat-hat-am-Sterbebett-der-Buerger-nichts-verloren[/quote]
       wer schon einmal unerträgliche (ja, unerträglich, das gibt es!)
       schmerzen hatte, und das über lange zeit, wird sich die frage
       auch schon gestellt haben. da hat auch religiöse dogmatik nix
       verloren, das muß den menschen selbst überlassen werden. das
       leben der menschen gehört den menschen, nicht irgendeinem
       eingebildeten fabelwesen namens "gott".
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2358--------------------------------------------------
       Re: Initiative Religion ist Privatsache: Entkriminalisierung d. 
       assistierten Suizids
       By: hellboy Date: August 4, 2014, 5:03 am
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       [quote="faz.net"]Sterbehilfeorganisation Exit
       Der Tod ist eine Option, kein Ziel
       03.08.2014 • Wer nicht mehr leben, aber auch noch nicht sterben
       kann, sucht Erlösung bei der Sterbehilfeorganisation Exit. Pro
       Tag melden sich dort bis zu hundert Menschen an. Wie geht es
       dann weiter? Eine Inspektion.
       Es gibt Menschen, die glauben, der Tod lasse sich kurzerhand
       nach Hause bestellen. Da ruft man einfach bei der Schweizer
       Sterbehilfeorganisation Exit an, und es kommt jemand und bringt
       in einem Köfferchen das tödliche Medikament. Aber so einfach
       funktioniert das mit dem Tod nicht, auch nicht bei einer
       Sterbehilfeorganisation.
       ...
       Der Tod soll nicht an der Religion scheitern
       ...
       weiter
  HTML http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/sterbehilfeorganisation-exit-der-tod-ist-eine-option-kein-ziel-13077019-p2.html[/quote]
       Wer glauben will soll glauben, aber die Religionsgemeinschaften
       sollen sich aus den Leben und dem Sterben derer die nicht
       glauben raushalten!
       ahoy
       hellboy
       #Post#: 2763--------------------------------------------------
       Re: Initiative Religion ist Privatsache: Entkriminalisierung d. 
       assistierten Suizids
       By: hellboy Date: October 19, 2014, 7:10 am
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       [quote="Zeit online"]STERBEHILFE
       Ein Cowboy sagt Adieu
       Der selbst gewählte Tod des Udo Reiter macht aus einer
       Ethikdebatte eine erschreckend konkrete Sache. VON STEFAN
       SCHIRMER UND MARTIN MACHOWECZ
       Udo Reiter hat die Augen geschlossen. Er hat sich in Schwarzweiß
       fotografieren lassen, wie andere Prominente auch, etwa
       Konstantin Wecker und Eva Mattes. Am Freitag vergangener Woche,
       11 Uhr, werden im Berliner Regierungsviertel die Plakatmotive
       vorgestellt. Eingeladen hat die Deutsche Gesellschaft für
       Humanes Sterben. "Mein Ende gehört mir!", steht unter den Fotos.
       Und Udo Reiter, 70, Intendant a. D. des Mitteldeutschen
       Rundfunks, ist einer der Posterboys dieser Kampagne. Man weiß
       von ihm, dass er im Rollstuhl sitzt und dass er sich als junger
       Mann eine Smith & Wesson besorgt hatte, er wollte sich
       erschießen. In letzter Sekunde hat er damals darauf verzichtet.
       Trotzdem setzt er sich seit Jahren für das Recht auf einen
       selbstbestimmten Tod ein, in Talkshows, mit einem Buch, in
       Vorträgen und Lesungen.
       Es gibt aber etwas, das niemand in dem Saal weiß.
       140 Kilometer vom Saal der Pressekonferenz entfernt hat Udo
       Reiter die Ankündigung vom Plakat bereits in die Tat umgesetzt.
       Ungefähr zu der Zeit, in der die Pressekonferenz stattfindet,
       wird er tot auf seiner Terrasse am Leipziger Stadtrand
       aufgefunden. Die Polizei wird später feststellen, dass er sich
       umgebracht hat. Mit einer Schusswaffe.
       Udo Reiter hat mit seinem Selbstmord die Debatte um das Recht
       auf ein selbst gewähltes Lebensende in einer Art und Weise
       zugespitzt, die einen erschrecken lässt. Denn er hat aus der
       Theorie Praxis gemacht. "Mein Ende gehört mir." Soll das, kann
       das künftig in Deutschland eine selbstverständliche Möglichkeit
       sein? Wohl kaum ein anderer Verfechter dieser angeblichen
       Freiheit hat sein Leben lang so für dieses Anliegen gekämpft wie
       Udo Reiter, der es nun öffentlichkeitswirksam in die Tat
       umgesetzt hat.
       weiter
  HTML http://www.zeit.de/2014/43/sterbehilfe-suizid-udo-reiter[/quote]
       Solange die diversen Kirchen soviel Einfluß auf unsere
       Gesetzgebung haben, daß es weiterhin keine vernünftigen
       Regelungen zu einem selbstbestimmten Lebensende gibt, müssen
       Menschen wie Udo Reiter weiterhin zum Revolver greifen. Und er
       ist einer der wenigen Glücklichen, die anderen vegetieren teils
       unter unerträglichen Schmerzen jahrelang vor sich hin. Und das
       nur, weil die Hospizbetreiber gut daran verdienen. Die schwafeln
       was von Nächstenliebe und Sterbebegleitung, sind aber in
       Wahrheit Folterorganisationen.
       ahoy
       hellboy
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