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       Reisetagebuch: Unterwegs auf der Seidenstraße in China
       By: Ilmen Date: June 6, 2016, 11:12 am
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       Reisetagebuch: Unterwegs auf der Seidenstraße in China
       Unser Korrespondent Mario Schmidt ist seit Montag mit seinem
       Team unterwegs auf der legendären Seidenstraße. Viele
       Jahrhunderte haben sich nur noch Wenige für diese einst
       bedeutende Handelsroute interessiert. Jetzt will China sie
       wiederbeleben.
       Was er dort bei den Dreharbeiten für die Weltspiegel-Reportage
       (18. Juni um 13:00 Uhr im Ersten) erlebt, berichtet Mario
       Schmidt hier:
       Reisetagebuch:
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/8109514d-3629-4969-9470-a789f786960c_1000.jpg
       Viele Schilder hier sind dreisprachig. Mein Lieblingsbild: 15
       Meter rechts beginnt China, aber bitte nicht hupen, soll das
       wohl heißen.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/6805d740-648e-4d99-9b06-b27e22671dac_1000.jpg
       Unsere letzte Stadion rückt näher, Horgos: Auf dem Weg in der
       Ferne das Tianshan-Gebirge.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/0670a2a4-b05a-428e-ae16-7514561e3ff7_1000.jpg
       Horgos, Chinas Grenzstadt zu Kasachstan. Viele Träume hier und
       Baustellen. Die Kleinstadt soll ein wichtiger Knotenpunkt auf
       der Seidenstraße werden, das neue Shenzhen, sagt uns ein
       selbstbewusster Manager. Es gibt schon eine große
       Freihandelszone an der Grenze. Hier kommen viele Kasachen her,
       um günstig einzukaufen, rot ist die chinesische Seite, blau
       Kasachstan.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/3d1108ff-d66f-459d-9596-f221f4657dba_1000.jpg
       In Urumqi übernachten wir nur, eine moderne Stadt, mehr als zwei
       Millionen Einwohner. Es die Stadt auf der Welt, die am weitesten
       von einem Ozean entfernt liegt, und sie liegt im geografischen
       Zentrum Asiens.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/4f3315af-c204-4656-88f8-04b9aec2c12a_1000.jpg
       Chinas Art, den vielen Fahrern hier zu sagen, dass sie aufpassen
       sollen.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/197271d2-cde4-4bb3-bd37-512854236297_1000.jpg
       Chinesischer Patriotismus im Auto unseres lokalen Fahrers.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/80f4b868-2fe9-4bec-9818-1a33d5db539b_1000.jpg
       Gut 200 Kilometer lang ist der nächste Abschnitt auf der
       Autobahn bis nach Urumqi. Wieder durch die Wüste, doch diese ist
       anders: Tausende Windräder, der größte Windpark Asiens steht
       hier. Auch das ist Teil der „Neuen Seidenstraße“: China erhofft
       sich davon, seine Produkte besser in Zentralasien und Europa zu
       verkaufen. Die Infrastrukturprojekte und die Energieversorgung
       sind dabei ein wesentlicher Teil. Urumqi aber kann auch grüne
       Energie gebrauchen. Vor allem im Winter leidet die Stadt unter
       Smog wegen der vielen alten Kohlekraftwerke.
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       Der größte Windpark Asiens, chinesische Trucker und eine neue
       Boomtown: Die Impressionen vom zweiten Abschnitt unserer Reise.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/493b83fd-04df-4e39-a4bf-35fcfe0b046d_1000.jpg
       Auch die Kleinstadt Turpan ist bereits an Chinas
       High-Speed-Zugnetz angeschlossen. Fahrten nach Urumqi dauern
       etwa eine Stunde.
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       Turpan liegt in einer Senke, die als niedrigster Punkt Chinas
       gilt. Die Menschen ertragen im Sommer Temperaturen von um die 50
       Grad. Wir können leider unsere Drohne zum Filmen nicht steigen
       lassen. Die Software zeigt automatisch „no-fly-zone“ an, die
       Drohne bewegt sich dann nicht. Was das Problem ist, wissen wir
       nicht. Aber der Sandsturm ist eh zu stark.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/cd7ba753-00f4-4030-a5f0-3863d151a247_1000.jpg
       Als wir ankommen, ist Sandsturm. Mein persönlicher Rekord wird
       hier erreicht: Der Feinstaubwert PM10 liegt über 1800. Das ist
       aber der Sand, diesmal nicht Industrie- und Autoabgase wie in
       Peking. Unser Fahrer berichtet, dass dies noch ein harmloser
       Sandsturm sei. Manchmal könne man keine zehn Meter weit gucken.
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       Zur Zeit der alten Seidenstraße war Xinjiang die sogenannten
       westlichen Regionen. Im Basar von Turpan hoffen die Händler auf
       mehr Touristen und mehr Geschäft. Die Sicherheitsbehörden lassen
       uns in Xinjiang in Ruhe. Kein Auto verfolgt uns. Das haben
       Kollegen schon anders erlebt.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/23/1ba5072a-5c2c-46ae-9162-cde44526a07d_1000.jpg
       Wir besuchen eine 100 Jahre alte Moschee in Turpan. Xinjiang
       gilt als Unruheprovinz, wir sehen an Bahnhöfen deutlich mehr
       bewaffnete Sicherheitskräfte als in anderen Regionen. Xinjiang
       grenzt an acht chinesische Nachbarstaaten und ist die größte
       Provinz Chinas.
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       Drohnenaufnahmen von der Fahrt durch die Wüste Gobi. Startpunkt
       ist die Stadt Dunhuang in der Provinz Gansu. Danach sieht das
       Auge nur noch Wüste und Weite – stundenlang.
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/12/9af97e2d-21fc-41a9-a8dc-e1b082ca2cec_1000.jpg
       Mehrere Stunden fahren wir durch die Wüste Gobi, um den
       Yardang-Nationalpark zu erreichen mit den spektakulären
       Felsformationen. Unvorstellbar, dass Menschen hier früher
       wochenlang mit Kamelen durchgezogen sind. Sieht toll aus, aber
       was für eine Weite …
  HTML https://images.scribblelive.com/2016/5/12/f65edd37-1dea-4839-afe4-17ff9808bbc3_1000.jpg
       Und schönen Namen begegnet man: Hier verläuft der Jade-Pass, der
       China damals mit den sogenannten westlichen Regionen verband.
       Zwischen uns und der kasachischen Grenze liegt nun noch die
       heutige autonome Provinz Xinjiang. Das Gebiet war in der
       Vergangenheit immer umkämpft.
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       Heute gehört das Gebiet offiziell zu China, viele der dort
       lebenden Uiguren betrachten den aktuellen Zustand jedoch als
       Besatzung. In den letzten Jahren gab es daher immer wieder
       Unruhen und Anschläge. Für die Seidenstraße ist Xinjiang ein
       wichtiger Abschnitt, da hier Chinas Außengrenzen verlaufen mit
       den für den Handel wichtigen Nachbarstaaten.
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       Unsere Station ist dieses Mal Dunhuang. Es war eines der
       wichtigsten Zentren auf der Seidenstraße. Heute boomt hier der
       Wüstentourismus, eine Stunde Karawanen-Feeling und in knalligen
       Sandboots, so bleiben die Socken sandfrei. Und sollte sich mal
       einer verirren, hat er gute Chancen, aus der Luft entdeckt zu
       werden.
       Die Oasenstadt steht auch für die kulturelle Bedeutung der
       Seidenstraße, über die damals der Buddhismus nach China kam.
       Heute sind westliche Werte in China verpönt, die Repressionen
       gegen die Zivilgesellschaft sind deutlich schlimmer geworden
       unter Präsident Xi, ich bin daher gespannt, wieviel freien
       kulturellen Austausch die Regierung in Peking auf der neuen
       Seidenstraße tatsächlich zulassen wird.
       Wir werden in der Provinz Gansu übrigens begleitet von einer
       Beamtin der Provinzregierung. Sie ist hilfsbereit und
       unterstützt uns etwa bei Drehgenehmigungen in den Nationalparks
       und für die Drohnenflüge. Sie hatte ihre Mitreise vorher
       angekündigt und mischt sich in die Arbeit nicht ein. Spätestens,
       wenn wir in China in einem Hotel einchecken, wissen die lokalen
       Behörden, vor allem die Staatssicherheit, dass wir in der Stadt
       sind.
       Und da gibt es moderne Provinzen, die sich um uns nicht
       sonderlich kümmern oder unsere Arbeit sogar unterstützen, und es
       gibt Regionen, wo Einschüchterungsversuche noch zum Repertoire
       gehören. Ansonsten ist nur Tibet für uns offiziell tabu, aber in
       der Unruheprovinz Xinjiang stehen ausländische Journalisten auch
       unter besonderer Beobachtung. Wir sind gespannt auf den Empfang,
       nächste Woche endet unsere Reise entlang der Seidenstraße dort
       an der Grenze zu Kasachstan.
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       Wir fahren auf der Seidenstraße durch die Provinz Gansu auch
       über die G30, ein über 4000 Kilometer langer Highway. Nie Stau,
       aber Tempolimit 120, und überall Kameras.
       Durch die Einöde rauschen auch Chinas Highspeed-Züge. China hat
       schon das längste Hochgeschwindigkeitsnetz der Welt, und es
       wächst täglich. Schade, dass wir im Internet nicht auch freie
       Fahrt haben. Die Verbindung ist langsam, und sich immer in den
       VPN-Tunnel für Twitter und Facebook einzuwählen, ist nervig.
       Am Jiayuguan-Pass liegt das westliche Ende der Chinesischen
       Mauer. Die Händler der Seidenstraße mussten sich hier melden.
       1000 Soldaten sicherten den damaligen Außenposten Chinas. Gansu
       gehört zu den ärmeren Provinzen Chinas, viel Landwirtschaft und
       einfache Bauerndörfer. Lauter nette Leute. Und viel Geschichte.
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       Der Mann in dem lustigen Kostüm ist Künstler, er macht die alten
       Pässe nach. Denn auch die Händler auf der Seidenstraße brauchten
       Reisedokumente. Auf Fälschungen stand die Todesstrafe.
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       Wir erreichen das westliche Ende der chinesischen Mauer, den
       Jiayu-Pass. In dieser Festung mussten sich die Händler damals
       registrieren lassen. Sie wurde von 1000 Soldaten bewacht.
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       Auf dem Weg nach Dunhuang durch den Hexi-Korridor. Endlose
       Weiten. Doch auch hier rauschen Chinas Highspeed-Züge vorbei.
       China hat das größte Hochgeschwindigkeitsnetz der Welt, und es
       wächst ständig weiter.
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       Die Wüste bei Dunhuang an der Seidenstraße
       Wir sind mittlerweile in der alten Oasenstadt Dunhuang
       angekommen. Klasse Wüstenlandschaft, viele Touristen. Fast alle
       tragen diese knallige Sandboots. Barfuß ginge zur Not auch noch,
       momentan hat es hier nur etwas über 20 Grad. Mit den Stiefeln
       geht man auf jeden Fall nicht so schnell verloren. Ich belasse
       es bei Turnschuhen und sandigen Socken.
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       Das ARD-Team um Korrespondent Mario Schmidt hat die bunten Berge
       in der Provinz Gansu mit der Drohne gedreht, und das hat sich
       gelohnt! Ein Zusammenschnitt der besten Bilder.
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       Die bunten Berge im Zhangye Danxia National Geopark
       
       Die Seidenstraße ist legendär: Kamelkarawanen, Marco Polo,
       Europa trifft Asien. Viele Jahrhunderte haben sich nur noch
       wenige für sie interessiert. Jetzt will China sie wiederbeleben.
       Unser Team vom ARD-Studio Peking reist die chinesischen
       Abschnitte entlang von Xian bis zur Grenze nach Kasachstan, um
       zu zeigen, wie es auf der berühmten Handelsroute heute aussieht.
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       Gebetsbänder der Tibeter auf 3700 Metern Höhe
       Mehr als tausend Kilometer haben wir hinter uns und schon
       beeindruckende Menschen getroffen und grandiose Landschaften
       gesehen. Hier ein paar Eindrücke von unterwegs.
  HTML http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/specials/reisetagebuch-china-100.html
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