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       #Post#: 4317--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: barmbekerbriet
       Date: December 6, 2015, 1:13 pm
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       ^steht Gold jetzt doch vor dem Gang gen Norden ? In Dollar
       gerechnet hat der Preis ja um rund 30 $ zugelegt . Die
       Gesammtlage würde trauriger Weise dazu passen . Dazu passt auch
       folgender Artikel .
       Gold-Handelsdaten vom US-Terminmarkt: Kommt jetzt die Wende?
  HTML http://www.goldreporter.de/gold-handelsdaten-vom-us-terminmarkt-kommt-jetzt-die-wende/gold/54966/
       Gruss in die Runde
       barmbekerbriet
       #Post#: 4323--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: GURUFOCUS
       Date: December 6, 2015, 2:06 pm
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       Vielen Dank hier den Leuten mit den guten Ratschlägen.
       Letztendlich habe ich mich für
       Degussa im Frankfurter Westend entschieden. - Sehr schönes und
       gepflegtes Ambiente
       in einer Eckvilla. M. E. ein sehr fairer Kauf.
       Falls jemand jetzt noch Ideen für New York hat, bin ich auch da
       für jeden Tip dankbar.
       Ich werde D am nächste verlassen. Evtl. kann ich für jemanden
       aus dem Forum noch etwas
       an- bzw. nachsehen.
       Degussa Goldhandel stellt besondere Stücke ihrer
       Degussa-Sammlung im New Yorker Museum of American Finance aus.
       Falls genügend Zeit ist, sehe ich mir das mal an. ...
       #Post#: 4324--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: GURUFOCUS
       Date: December 6, 2015, 2:10 pm
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       Entschuldigung für den Schreibfehler.
       Soll heißen: Ich werde Deutschland nächste Woche verlassen.
       #Post#: 4328--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: derFranke
       Date: December 6, 2015, 2:34 pm
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       hoffentlich willst nicht drüben bleiben?
       und pass auf dich auf!
       #Post#: 4524--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: Dr Sheldon Cooper
       Date: December 8, 2015, 12:43 pm
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       Silberpapst
  HTML https://www.youtube.com/watch?v=ERkznevurLY
       #Post#: 4625--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: Ilmen
       Date: December 9, 2015, 12:53 pm
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       Das Lügen-Leben von Felix Vossen
  HTML https://youtu.be/GV7b9Y3iTZA
       MISS YOU ALREADY - Hollywood producer disappears with millions.
       Manhunt launched
  HTML https://youtu.be/taLWVinPc9M
       Veröffentlicht am 03.10.2015
       .
       The eerie fraud scandal surrounds new movie starring Drew
       Barrymore. In March 2015 Hollywood producer and fund manager
       Felix Vossen swindled £45million from his friends and family,
       disappearing without a trace. We must find him.
       The producer of THE SWEENEY with Ray Winstone and MISS YOU
       ALREADY, the new Drew Barrymore and Toni Collette movie, is now
       the subject of an international manhunt.
       Can you help us find him? Please share this short film to track
       him down before he steals again from others.
       Social Media: Follow us on Twitter and Facebook for updates and
       information: @vossenmanhunt.
       Website: www.vossenmanhunt.com
       Email: vossenmanhunt@gmail.com
       Mysteriöser Betrüger: Der Mann, der spurlos mit 60 Millionen
       verschwand.....
       Er machte Finanzdeals und mischte im Filmgeschäft mit. Nun ist
       der Deutsche Felix Vossen verschwunden – und mit ihm 60
       Millionen Euro Anlegergeld. Die Polizei und seine Freunde jagen
       ein Phantom.
       Es ist der 5. März 2015, ein erster sonniger Frühlingstag in
       London, als Felix Vossen, 41, seine Wohnung am Piccadilly Circus
       verlässt und zum Flughafen London-City fährt. Er weist am selben
       Tag eine Londoner Lagerfirma an, alle seine Geschäftspapiere zu
       schreddern, die er dort deponiert hat. Und er schickt seiner
       Mutter eine SMS, kein Text, nur drei Herzen. Irgendwann setzt er
       sich in den Flieger nach Zürich, drei seiner Firmen haben dort
       ihren Hauptsitz.
       Felix Vossen kam in Zürich an, aber seither fehlt von ihm jede
       Spur.
       Die Familie gab wenige Tage später eine Vermisstenanzeige auf.
       Sie war in Sorge, dass er einen Unfall gehabt haben oder tot
       sein könnte. Warum sonst sollte er plötzlich nicht mehr ans
       Telefon gehen? Niemand konnte sich vorstellen, dass er
       abgetaucht war und alle Spuren verwischt hat, die zu ihm führen
       könnten. Und nicht nur er war verschwunden. Auch 60 Millionen
       Euro waren weg. Geld, das Vossen Freunden und guten Bekannten
       schuldet.
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780382/1639734361-ci3x2l-w540/Berlinale-2012-Press-conference-I-2-.jpg
       Felix Vossen, 41, war auch Filmproduzent, bevor er verschwand
       Die Zürcher Staatsanwaltschaft ist deshalb hinter ihm her, sie
       hat einen Haftbefehl ausgestellt wegen Vermögensdelikten. Die
       Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma hat Untersuchungen
       eingeleitet und drei seiner Firmen auf die Warnliste gesetzt.
       Die britische Kriminalpolizei Scotland Yard sucht ihn. Das FBI
       jagt ihn. Und Interpol hat ihn zur Fahndung ausgeschrieben.
       In der Geschichte hat es etliche Hochstapler gegeben, Betrüger,
       die Freunde und Bekannte mit Charme und Geschick überzeugten,
       ihnen viel Geld anzuvertrauen, Millionen, Zigmillionen.
       Irgendwann aber kollabierte ihr Konstrukt, weil sie in
       Wirklichkeit keine Finanzgenies waren, sondern Ingenieure, die
       eine Betrugsmaschine gebaut hatten. Aber nur sehr selten
       verschwinden sie von einem auf den anderen Tag wie Felix Vossen,
       unauffindbar.
       Es ist eine Geschichte, die sich ein Drehbuchschreiber in
       Hollywood hätte ausdenken können. Sie spielt in Zürich, London,
       in New York und auf Guernsey, einer Steueroase im Ärmelkanal. In
       der Hauptrolle: Felix Vossen, Deutscher, Aktienhändler,
       Filmproduzent, Computerfreak. Ein Mann, 41 Jahre alt, aus einer
       ostwestfälischen Industriellendynastie. Der eine Vorliebe für
       Filme und das Rampenlicht hatte, für Hollywood; er hatte viel
       vor, mit großen Schauspielerinnen wie Charlotte Rampling und
       Drew Barrymore. So zumindest schien es.
       Mindestens 30 Menschen betrogen
       Tatsächlich baute er eine perfekte Scheinwelt auf, wie es
       aussieht, und hat mutmaßlich mindestens 30 Menschen um
       Zigmillionen Euro betrogen. Deutsche, Schweizer, Engländer,
       Amerikaner. Er war ihr bester Kumpel oder Beinahesohn, und er
       trieb sie in den finanziellen Ruin, zerstörte Ehen und ließ sie
       mit der Frage zurück, wie sie ihm bloß je vertrauen konnten.
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780388/2869734779-ci3x2l-w540/Privatfotos-zum-Thema-Felix-Vossen-Deta.jpg
       60 Millionen Euro hat Felix Vossen insgesamt wohl unterschlagen
       Es gibt ein paar private Fotos von Felix Vossen, sie zeigen
       einen Mann in seinen 30ern, mit weichen Zügen und tiefer
       Stirnfalte. Man sieht ihn auf einer Yacht in der Karibik, bei
       einem eleganten Fest auf dem englischen Land, beim Jagdausflug
       oder auf dem roten Teppich der Berlinale, umringt von Filmstars.
       In seinem Gesicht kann man den Jungen erkennen, der er einmal
       war. Lange trug er eine Brille, das gewellte Haar kurz. Zuletzt
       ließ er es wachsen.
       Er hat seiner Ex-Freundin eine Nachricht hinterlassen, eine SMS.
       "Es tut mir so leid. Ich wollte dir nie wehtun und dachte immer,
       dass ich es zum Schluss hinkriegen würde, aber es wurde immer
       schlimmer und schlimmer."
       Es ist nicht klar, was er damit meinte. Als er diese Nachricht
       schrieb, offenbar von einer PlayStation, deren Standort sich
       nicht nachvollziehen lässt, war er schon zwei Wochen
       verschwunden. Er hatte seine SIM-Karte vermutlich längst
       zerstört, damit man ihn nicht orten kann. Er soll danach noch in
       Marbella, auf den Philippinen und in Malawi gesehen worden sein.
       Vielleicht stimmt das, vielleicht nicht.
       Wenn man sich auf die Suche macht, Spuren verfolgt, wenn man mit
       Ermittlern, Geschäftsbekanntschaften und seinen früheren
       Freunden redet, bekommt man eine Idee davon, wer Vossen war.
       Oder besser: wer er vorgab zu sein. "Wir dachten alle, wir
       kennen Felix. Wir haben ihn geliebt." Zwei Sätze sind das, die
       man in vielen dieser Gespräche zu hören bekommt.
       Und dann war da diese Stoppuhr
       Die Ex-Freundin will mit Journalisten nicht sprechen, Vossens
       Familie auch nicht. Einige, die sich seine Freunde nannten, tun
       es. Sie stellen sich nun viele Fragen. Konnten sie wirklich gar
       nichts ahnen? Ständig finden sie mehr Hinweise darauf, dass
       Vossen ihnen seinen Erfolg nur vorgaukelte. Ging etwas schief,
       wovon sie nichts wussten, etwas, das Vossen zwang, zu lügen,
       sich in seinen Lügen zu verheddern, zu fliehen? Oder hatte er,
       schlimmste aller Varianten, alles von Beginn an geplant? Waren
       sie für ihn von Anfang an nichts anderes als Leute, die er bloß
       ausnehmen wollte?
       Er war extrem rigide, geradezu mechanisch. Da war null Emotion,
       das gefiel mir.: Charles Melville,...britischer Investor...
       Begonnen hat alles vor gut 15 Jahren. Anfang der 2000er-Jahre
       ließ Vossen sich in London nieder. Er lebte in einer kleinen
       Wohnung und handelte mit Aktien, zumindest erzählte er das.
       Seinen Freunden hatte er sich als einer vorgestellt, der eine
       doppelte Staatsbürgerschaft besaß, die deutsche und die
       schweizerische. Auf Angelsachsen macht das Eindruck, diese
       Herkunft gilt als durch und durch solide. Das kann bei einem
       Geschäft, in dem es auf Glaubwürdigkeit ankommt, ja nicht
       schaden. Doch er hatte nur einen deutschen Pass.
       "Wir lernten Felix damals durch gemeinsame Freunde kennen, die
       wir auf Antigua trafen", sagt Justin Davis*. Davis heißt in
       Wirklichkeit anders, wie fast alle Menschen, die während der
       Recherchen der "Welt am Sonntag" und der Schweizer
       "Sonntagszeitung" gesprochen haben und in dieser Geschichte
       vorkommen. Sie schämen sich, dass sie sich haben blenden lassen,
       und wollen nicht, dass alle Welt davon erfährt.
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780387/6869734570-ci3x2l-w540/ONLINE.jpg
       Davis arbeitet selbst in der Finanzbranche. Er sagt von sich, er
       sei ein langjähriger Freund Vossens gewesen.
       Er war anfangs von Vossen angetan, weil der so bescheiden
       auftrat. Die kleine Wohnung, all die Computer zu Hause, kein
       Geprotze. Und dann war da diese Stoppuhr auf seinem
       Schreibtisch, die für etwas Wichtiges stand und von der auch
       andere Freunde berichten. Vossen soll sie benutzt haben, um
       seine Aktiendeals stur nach Zeitplan zu beenden. Alle 20 Minuten
       soll er aus einem Deal ausgestiegen sein, selbst wenn die Aktie
       in die Höhe schoss. Diese Uhr also zeigt, wie akribisch, wie
       kühl und ohne Emotion Vossen vorging, wenn er handelte. Das war
       gut. Wer zu sehr nach seinem Gefühl geht, macht leicht Fehler.
       "Er war extrem rigide, geradezu mechanisch. Da war null Emotion,
       das gefiel mir", sagt Charles Melville*. Er sitzt in einem Café
       irgendwo in England und hat sich binnen einer halben Stunde zwei
       doppelte Espressi bestellt. Je länger Melville erzählt, desto
       mehr mahlen seine Kiefer, seine Augen sind voller Zorn. Er hat
       sich selbst immer als umsichtigen Investor gesehen, er hat viel
       Geld auf dem Finanzmarkt gemacht und es dann Vossen gegeben.
       Jetzt ist alles weg.
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780385/488660617-ci3x2s-w300-ai2x3l/Madhu-Grover.jpg
       Börsenexpertin Madhu Grover
       Melville war einer der Ersten, die merkten, dass etwas nicht
       stimmt. Es war der 11. März dieses Jahres, früh am Morgen, als
       er endgültig die Geduld verlor. Melville machte da gerade mit
       Freunden Skiurlaub in den französischen Alpen, er hatte sich
       riesig auf die Woche gefreut. Aber diese Sache mit Vossen ging
       ihm nicht aus dem Kopf. Seit vier Monaten drängte er Vossen, ihm
       einen Teil seines Geldes zurückzugeben, 70.000 Euro, die Vossen
       angelegt hatte. Nun erreichte er ihn nicht mehr.
       Also beschloss Melville, mit dem Zug nach Zürich zu fahren.
       Vossen hatte dort mehrere Büros, eines im Bellevue-Haus, einem
       mondänen Bau gleich am Zürichsee, beste Lage. Als Melville dort
       um drei Uhr nachmittags aus dem Taxi stieg und klingelte, machte
       niemand auf.
       Er versuchte, Vossen vom Handy aus anzurufen, erfolglos. Ein
       paar Stunden wartete er vor der Tür. Dann ging er zur Polizei,
       gleich am Bahnhofquai ist eine Wache, dort zeigt er Vossen an:
       wegen Betrugs. "Als ich Felix' Namen nannte", sagt Melville,
       "verließ der Beamte den Raum. Kurz darauf kam er mit einem
       Detektiv zurück."
       Die Familie hatte Vossen als vermisst gemeldet. Der Mutter war
       diese SMS mit den drei Herzen, die sie ein paar Tage zuvor
       bekommen hatte, merkwürdig vorgekommen. Offenbar konnte auch sie
       ihn nicht mehr telefonisch erreichen. Sie, für die er sonst
       jederzeit erreichbar war, wie seine Freunde sagen.
       Spätestens als Melville in einem Büro der Zürcher Polizei stand,
       sah es so aus, als habe Vossen sich aus dem Staub gemacht. Denn
       den Beamten war ein Mann gegenübergetreten, der behauptete, dass
       Vossen ihm Geld schuldete. Und er war offenbar nicht der
       Einzige.
       Auch die US-Amerikanerin Madhu Grover glaubte, Vossen sei eine
       Investition wert. Sie war offenbar einige Zeit enger mit Vossen
       befreundet. Und sie hatte an der Börse schon selbst ein Vermögen
       gemacht, bevor sie Vossen im Sommer 2014 Geld gab, zwei
       Millionen US-Dollar. Sie war eine der Letzten, die in seinen
       VCP-Fonds investierten.
       Wenn man in kurzfristige Fonds investiert, bekommt man sein Cash
       sofort zurück, wenn man es will. Nicht so bei Felix.:   Madhu
       Grover.....verlor zwei Millionen Dollar.....
       "Ich wusste schnell, da stimmt was nicht", sagt Grover. "Die
       Quartalsberichte kamen nicht." Und: "Wenn man in kurzfristige
       Fonds investiert, bekommt man sein Cash sofort zurück, wenn man
       es will. Nicht so bei Felix." Wochenlang wartete sie auf die
       Rückzahlung, dann warnte sie andere Investoren. Sie sagt heute,
       sie hat ihre zwei Millionen Dollar verloren.
       Was genau mit ihrem Geld passiert ist, das weiß sie nicht. Auch
       die anderen Freunde, Vossens Anleger, wissen es nicht. Aber sie
       haben einen Verdacht. Dass Vossen sich eine feine
       Betrugsmaschine ausgedacht haben könnte. In etwa so: Er hat
       Menschen, die er kennt, mit seinem Charme überzeugt, Geld bei
       ihm anzulegen. Er hat ihnen große Gewinne versprochen, bis zu 20
       Prozent, die er lange Zeit auch auszahlt.
       In Wahrheit sind diese "Gewinne" nichts anderes als das Geld
       neuer Kunden, die er geködert hat. Und irgendwann, wenn er keine
       neuen Kunden mehr gewinnt oder zu viele alte Kunden gleichzeitig
       ihr Geld zurückwollen, bricht das System zusammen. Denn er hat
       gar kein Geschäft betrieben, mit dem er genügend Geld verdient
       hätte, um die versprochene Rendite auszuzahlen. Der alte
       Ponzi-Trick, benannt nach Charles Ponzi, der in den 20er-Jahren
       eine Firma in Boston gründete und mit dieser Methode Millionen
       ergaunerte.
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780392/8269734988-ci3x2l-w540/62-Internationalen-Filmfestspiele-Berlin-2012-2-.jpg
       Felix Vossen (l.) als Produzent bei der Berlinale 2012, unter
       anderem mit der Schauspielerin Charlotte Rampling (3.v.l.)
       Es ist eine Spekulation. Sicher ist, dass Vossen ein Netz von
       Firmen und Beziehungen rund um den Globus spannte. Und dass er
       gut darin war, damit großen Eindruck zu machen. So hat er Grover
       und andere Investorenfreunde überzeugt. Ein Hauptschauplatz in
       Vossens Drehbuch war Zürich.
       In Zürich gründet Vossen die VCP Asset Management AG, da ist es
       2008, und ein Jahr später die VCP Analytics GmbH. Er hat seinen
       Wohnsitz nun in Zürich, offiziell angemeldet. Ein paar Schritte
       nur sind es von seiner Wohnung in der Waaggasse zum Paradeplatz,
       wo die großen Banken ihre glamourösen Repräsentanzen haben. Es
       ist eine der besten Adressen der Stadt. Wer dort wohnt, auf
       dessen Klingelschildern stehen nur die Initialen, man mag es
       diskret.
       In Zürich führt Vossen seine Investorenfreunde mit Schweizer
       Bankern und Rechtsanwälten zusammen. Mindestens einmal reist er
       mit einem britischen Freund und Anleger nach St. Moritz, dort
       treffen sie einen Banker der Schweizer Großbank UBS und einen
       Treuhänder.
       Der Schein der Seriösität
       Der Treuhänder sagt heute, er habe gehofft, Vossen als Kunden zu
       gewinnen. Der habe einen "sehr vertrauenswürdigen" Eindruck
       gemacht. Es sei damals hauptsächlich um Fragen der
       Steueroptimierung gegangen. Ein Mandat habe aber nie bestanden.
       Der Banker dagegen will nichts sagen. Er beruft sich auf das
       Bankkundengeheimnis, beantwortet aber auch keine Fragen, die mit
       diesem Geheimnis nichts zu tun haben. Dieses Umfeld, so ahnen
       Vossens Opfer heute, verlieh Vossen den Schein der Seriosität,
       den er brauchte.
       Eine besondere Rolle spielte die angesehene Anwaltskanzlei
       Pestalozzi Law, gegründet 1911. Sie hat Büros in Zürich und Genf
       und ist unter anderem auf die Finanzindustrie spezialisiert.
       Vossen war mit seinen Firmen VCP Asset Management AG und VCP
       Analytics GmbH einer der Mandanten.
       Die Verbindung war allerdings noch enger, als es auf den ersten
       Blick sichtbar ist. Denn einer der Partner der Kanzlei, Severin
       Roelli, saß von Juli 2008 bis Oktober 2014 im Verwaltungsrat der
       VCP Asset Management AG. Er schied dort also erst aus, als sich
       schon abgezeichnet haben muss, dass die Firma in Schwierigkeiten
       steckt. Jedenfalls war die Firma laut einer Ende des Jahres 2014
       erstellten Bilanz deutlich überschuldet. Bis April 2015 durfte
       Roelli noch für die VCP unterschreiben. Dann, einen Monat nach
       Vossens Verschwinden, stieg er aus.
       Die Frage ist nun, ob Roelli seinen Geschäftspartner je auf Herz
       und Nieren geprüft hat.
       Roelli sagt auf Anfrage, er sei im Oktober 2014 aus dem
       Verwaltungsrat der VCP ausgeschieden, weil Vossen mit ihm "nicht
       mehr in der Art kooperierte, wie das für ein solches Mandat
       wünschenswert ist". Damals habe "keine begründete Besorgnis
       einer Überschuldung" bestanden. Seine Kanzlei, sagt Roelli, habe
       von Vossens VCP "ausschließlich Zahlungen für anwaltschaftliche
       Vertretung/Verwaltungsrats-Tätigkeit erhalten".
       Außerdem sagt Roelli, die Gesellschaft VCP habe "keine
       Vermögensverwaltungs-Tätigkeit ausgeübt". Dies sei vom
       Verwaltungsrat "so beschlossen und mehrfach bestätigt worden".
       Das ist bemerkenswert. Denn laut Handelsregister ist genau das
       der Geschäftszweck der VCP: "die Erbringung von Dienstleistungen
       im Bereich der Vermögensverwaltung, der Vermögens- und
       Finanzberatung".
       Fest steht, dass Vossen seine Zürcher Firmen nicht von der
       Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma bewilligen ließ, obwohl sie
       Finanzdienste anboten. Und es sieht so aus, als hätte er
       Mitarbeiter seiner Zürcher Finanzfirma VCP erfunden.
       Das Mittagessen dauert zu lange, um die Bücher zu prüfen
       Charles Melville erzählt im Café von einem Tag im Herbst 2014.
       Schon da, sagt Melville, hatte er irgendwie ein ungutes Gefühl.
       Er hat zwar sein Geld bisher immer rechtzeitig bekommen, aber
       auch bei ihm kamen die Quartalsberichte viel zu spät an. Und er
       erfuhr, dass andere Investoren auf Rückzahlungen warteten. An
       einem Freitag im November flog er nach Zürich mit einem Freund,
       der Bilanzbuchhalter und Finanzgutachter ist und der sich als
       möglicher Investor ausgeben sollte.
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780390/4619734779-ci3x2l-w540/Privatfotos-zum-Thema-Felix-Vossen-Deta-19-.jpg
       2006 mit Freundin beim Segeln in der Karibik
       "Als wir Felix trafen", sagt Melville, "überredete er uns als
       Erstes zum Mittagessen. Ich drängte, dass wir sein Büro und die
       Mitarbeiter treffen wollten." Aber wie das halt manchmal so ist
       unter Freunden: Das Essen zog sich hin. Vossen parlierte
       ausgelassen, er konnte spannend erzählen und sich für die
       Interessen anderer begeistern, das war nichts Neues.
       Gegen 17.30 Uhr seien sie dann endlich in Vossens Büro gegangen,
       vierte Etage im Bellevue-Haus am See. Die Computer seien alle
       aus gewesen. Auf den Tischen, sagt Melville, lag kein Papier,
       lagen keine Akten, da stand nirgends eine Kaffeetasse. Vossen
       zeigte den beiden Besuchern sein Büro und den PC, an dem er
       seine Aktiengeschäfte machte. "Aus dem Nichts heraus standen
       plötzlich zwei junge Frauen vor uns, in Mänteln. Felix stellte
       sie als Sekretärinnen vor." Und als Melville sie nach Robert
       Gassner fragte, kamen sie ihm verwirrt vor. "Felix", sagt
       Melville, "übernahm schnell das Gespräch." Heute fragt er sich
       nicht mehr warum.
       Vossens Büro auf der Insel Guernsey
       Robert Gassner war der Name eines angeblichen Mitarbeiters. Ob
       es ihn gab, ist unklar. Und eine der beiden angeblichen
       Sekretärinnen, hat tatsächlich für Vossen gearbeitet. Ob sie
       allerdings seine Bürokraft war oder nur für gelegentliche Gäste
       als Kulissenfigur einsprang, bleibt unklar. Aber man weiß, dass
       sie in ein paar Kurzfilmen mitgespielt hat.
       Und da ist noch eine Begebenheit, an die sich Melville genau zu
       erinnern glaubt. "Als wir nach Visitenkarten fragten, sagte
       Felix, es gebe keine. Sie machten ja keine Außenakquise." Im
       Lift auf dem Weg nach unten, sagt Melville, wusste Felix nicht,
       welchen Knopf er drücken sollte. Er fragt sich, ob Vossen das
       Haus vorher nur selten betreten hatte.
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780384/8379734570-ci3x2l-w540/Harbour-St-Peter-Port-Guernsey-Channel-Islands-United-Kingdom-Europe.jpg
       Steuerschlupfloch: In St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey
       hatte Vossen ein Büro
       Etwa zur selben Zeit, als er sich geschäftlich in Zürich
       niederließ, erkundete er auch Guernsey, eine Steueroase mit
       66.000 Einwohnern. Die Kanalinsel hat eine Finanzindustrie, die
       sich nur teilweise an britische oder EU-Finanzvorschriften
       halten muss. Und sie nimmt ihren Unternehmen kaum Steuern ab.
       Deshalb siedeln sich Zehntausende Briefkastenfirmen dort an, auf
       die Firmen in aller Welt ihre Gewinne übertragen, um Steuern zu
       vermeiden.
       In der Hauptstadt St. Peter Port sind die Häuser kernsaniert und
       strahlen in frischem Weiß und Pastelltönen, in den Cafés und
       Restaurants sitzen schon vormittags viele Gäste, ab Mittag gibt
       es Lobster. Internationale Finanzdienstleister haben sich in
       sorgsam umgebauten Natursteinaltbauten an der Hafenpromenade
       eingerichtet.
       "Felix reiste ungefähr seit 2007 regelmäßig nach Guernsey", sagt
       Melville. "Wir hatten ihm geraten, dort einen Firmensitz zu
       eröffnen, weil er sich in London aus steuerlichen Gründen nicht
       von der britischen Finanzaufsicht FCA registrieren lassen
       wollte." Vossen hätte dann in London seinen Fonds gemanagt, wie
       bisher. Doch alle Verwaltung wäre in Guernsey gewesen.
       Er hat die ganze Zeit pausenlos Geld verschoben. So weit ich
       bisher herausgefunden habe, besaß Felix mindestens 180 Konten.:
       Justin Davis,...langjähriger Freund....
       Drei Jahre lang pendelte Vossen zwischen London und Guernsey.
       Doch einen Firmensitz habe er dort nie gehabt, sagen
       Geschäftsfreunde. "Guernsey war nur Teil seiner
       Vernebelungstaktik", sagt Melville. Möglicherweise habe Vossen
       dort auch weitere vermögende Anleger geködert.
       Von Guernsey aus spinnen Steuerflüchtlinge oft ihr Netz weiter,
       etwa auf die Britischen Jungferninseln, die als britisches
       Überseegebiet gelten und ihre eigene Jurisdiktion in
       Finanzfragen haben. Eine der 470.000 Firmen dort ist die Vossen
       Capital Partners L.P. Im Jahr 2007 registriert unter dem Namen
       einer Briefkasten-Holding auf Tortola, der größten Insel des
       Archipels.
       Die Frage, die sich Vossens Anleger und die Ermittler nun
       stellen: Hat Vossen in Guernsey begonnen, ein Netz zu spinnen,
       mit dem er diskret Geld durch die Welt verschieben konnte, von
       dem er eines Tages leben würde?
       Ein Indiz dafür könnte eine Beobachtung sein, an die sich
       Vossens langjähriger Freund Justin Davis erinnert. Davis betrat
       einmal Vossens Büro in der Wohnung am Piccadilly Circus. "Auf
       dem Schreibtisch lagen mindestens 40 von diesen TAN-Generatoren,
       mit denen man Überweisungen online macht." Warum er so viele
       brauche, fragte er Felix verwundert. Für die vielen
       Quartalsberichte, habe Vossen gesagt.
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780391/8449734988-ci3x2l-w540/Privatfotos-zum-Thema-Felix-Vossen-Deta-6-.jpg
       Felix Vossen verlässt eine Credit-Suisse-Zentrale in St. Moritz
       "Rückblickend war das Bullshit. Er hat die ganze Zeit pausenlos
       Geld verschoben. So weit ich bisher herausgefunden habe, besaß
       Felix mindestens 180 Konten." Geld, das alle paar Tage wandert,
       ist nur schwer zu finden, vor allem wenn man es in
       Steuerparadiesen versteckt.
       Und dann, 2010, stieg Vossen in ein neues Geschäft ein: das
       Filmbusiness. Er gründete mit dem Sohn der preisgekrönten
       englischen Schauspielerin Charlotte Rampling und einem
       Schauspieler und Produzenten in London die Produktionsfirma
       Embargo Films. Vossen war für die Finanzierung zuständig. Ein
       paar Jahre lang lief es blendend. Und er posierte mit seinen
       Partnern in Berlin, London, Cannes und Toronto auf den roten
       Teppichen. Vossen nutzte diese Bühne, um seine Investoren zu
       umgarnen.
       2014 aber bekam er ein Problem. Er hatte mit Geschäftspartnern
       einen möglichen Blockbuster in Vorbereitung, "Miss You Already"
       mit Hollywood-Schauspielerin Drew Barrymore. Doch Vossen konnte
       seinen Teil der Finanzierung nicht beitragen. Die anderen
       strichen ihn von der Produzentenliste.
       Vossens Partner bei der Filmfirma Embargo wollen dazu nichts
       sagen, sie wollen öffentlich gar nicht mehr über Vossen reden.
       Dabei ist es eine interessante Frage, ob Vossens Firma VCP Geld,
       also Geld der Anleger, auch auf Konten der Filmfirma Embargo
       transferiert hat. Telefonisch lehnt Barnaby Southcombe, einer
       der Partner, jede Stellungnahme ab, auch E-Mails lässt die Firma
       unbeantwortet.
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780389/553660826-ci3x2s-w300-ai2x3l/Privatfotos-zum-Thema-Felix-Vossen-Deta-18-.jpg
       In welcher Firma seine Rente steckt oder wo es sonst sein
       könnte, das würde Tom Trotter gerne wissen. Trotter ist 78,
       Rentner, er lebt im hohen Norden Englands. Er will das Geld
       wiederhaben, klar. Seine 90.000 Euro, die Absicherung für sich
       und seine Frau fürs Alter. Aber es macht ihm schon auch zu
       schaffen, dass Felix Vossen, der eine Zeit lang so etwas wie ein
       Sohn zu sein schien, ihn offenbar übel hintergangen hat.
       Trotter ist nicht das, was man sich unter einem leichten Opfer
       vorstellt. Er hat mal für die Royal Air Force gearbeitet, in der
       Spionageabwehr. Inzwischen glaubt er, dass Vossen ein Soziopath
       ist. Vossen, sagt er, habe ihm und seiner Frau Joan erklärt, sie
       seien für ihn wie Vater und Mutter. Sie seien so besonders, weil
       sie in bescheidenen Verhältnissen und nicht wie seine
       Millionärsfreunde lebten. "Einmal haben wir über Facetime
       telefoniert", sagt Trotter. "Zum Ende des Gesprächs lehnte er
       sich nach vorn und küsste das Display. ,Das geht jetzt aber ein
       bisschen weit, Felix', habe ich zu ihm gesagt."
       Vossen erzählte den Trotters auch viel über seine Familie. Er
       schwärmte von den Vossen-Besitztümern, von Familienfeiern, den
       beruflichen Erfolgen seines Clans. Zu Weihnachten schickte er
       per SMS Fotos von schneebedeckten Bergen im Sauerland, vom urig
       eingerichteten Jagdhaus. Es sah aus wie das Idyll einer fast
       hundert Jahre alten Industriellenfamilie.
       1925 gründete sein Großvater Burghard Vossen in Gütersloh,
       Westfalen, die Textilfabrik Vossen, die schon bald ein
       ehemaliges Luxusprodukt zum Verkaufsschlager machte: den
       Frottee. Der legendäre weiße Bademantel, den Udo Jürgens als
       Markenzeichen auf der Bühne trug, ist ein Vossen-Produkt. Mitte
       der 90er-Jahre wurde die Firma verkauft, Vossens Vater hatte
       Konkurs anmelden müssen.
       Die Eltern leben heute größtenteils in Argentinien. Im
       nordhessischen Lichtenfels nahe Kassel liegt das Forstgut Faust,
       das im Besitz der Familie Vossen ist. Die Eltern besitzen
       außerdem eine zweistöckige Wohnung in Zürich. Und Vossen hatte
       recht früh einen gewissen Bezug zur Schweiz. Als er zwölf war,
       kam er aufs Internat, weit weg von zu Hause: auf das Lyceum
       Alpinum in Zuoz.
       Das Internat in der Schweiz
       Seine Eltern wollten, dass er dort eine erstklassige Ausbildung
       bekommt. Das 1904 gegründete Internat nahe St. Moritz hat nicht
       nur in der Schweiz einen exzellenten Ruf. Ein internationales
       Haus mit einer oft gut betuchten Klientel. Porsche-Großaktionär
       Ferdinand Piëch ging hier zur Schule, der Schauspieler Götz
       George, das Staatsoberhaupt von Liechtenstein, seine Durchlaucht
       Fürst Hans-Adam II. Pro Jahr kostet das Internat heute je nach
       Alter zwischen 72.000 und 80.000 Schweizer Franken.
       Vossen fiel dort offenbar nicht auf. Als "guten Durchschnitt"
       bezeichnet ihn ein früherer Rektor. "Ich habe ihn nicht als
       Starschüler in Erinnerung. Aber er machte auch nie Probleme."
       Mit 16 verließ Vossen das Internat. Er hatte dort weder die
       Schweizer Matura noch das deutsche Abitur abgelegt. Die Gründe
       dafür liegen im Dunkeln. Später hat er Londoner Freunden
       erzählt, dass er im Internat sehr gelitten habe.
       Offenbar hatte er keine Lust mehr aufs Lernen.
       Er war nicht einmal 20, als er nach Spanien ging und dort einige
       Zeit lebte. Schon damals interessierten ihn Computer. Er baute
       ein kleines IT-Geschäft auf.
       Später hatte er eine Freundin in Washington. So erinnert sich
       Madhu Grover. Aus Amerika habe er damals immer die neuesten PCs
       mit zurück nach Europa gebracht. Doch offenbar hat ihn auch da
       schon die Börse angezogen. Denn dort war zu dieser Zeit
       schnelles Geld zu verdienen, sehr viel Geld. Es waren die
       goldenen Jahre vor dem 11. September 2001.
       An der Wall Street studiert, wie man Geld machen kann
       "Felix", sagt Madhu Grover, die Börsenexpertin, "wollte mehr
       Geld machen als nur mit den Computern. Deshalb besuchte er
       damals in New York Kurse für Aktienhändler, er studierte das
       System, er kannte auch Leute an der Wall Street." Er hat sie
       mehrmals in New York besucht. Sie ist sich sicher, dass er
       damals sehr genau jene Welt studiert hat, deren Teil er offenbar
       unbedingt werden wollte.
       Eine Welt, in der man viel Geld verdienen konnte. Auf viele
       Arten. Mit harter Arbeit. Indem man besser, härter, schneller
       nach den Regeln der Finanzbranche spielte. Oder indem man
       Illusionen schuf, die Fantasie der Menschen befeuerte. Hat ihn
       schon damals die Idee fasziniert, es jemandem wie Charles Ponzi
       gleichzutun, dem legendären Betrüger?
       Diana B. Henriques hat diesen Typ Hochstapler, den Ponzi-Typ,
       studiert. Sie arbeitet für die "New York Times" und hat den
       Bestseller "The Wizard of Lies" geschrieben, zu Deutsch der
       Lügenzauberer. Es erzählt die Geschichte des größten
       Finanzbetrügers unserer Zeit: Bernie Madoff. Madoff galt über
       viele Jahre als großes Investmentgenie, bis sich herausstellte,
       dass er Tausende Anleger um 65 Milliarden Dollar betrogen hatte,
       mit dem Ponzi-Trick. Er wurde 2009 zu 150 Jahren Haft
       verurteilt.
       Konten in Großbritannien sind eingefroren
       "Madoff", sagt Henriques, "wusste genau, wann er welchen Knopf
       drücken musste. Für arrogante Wall-Street-Typen hatte er den
       perfekten Fachjargon, schmiss mit großen Worten um sich, machte
       den Großen unter Großen." Wollte er Künstler gewinnen, gab er
       den Kümmerer für das Talent, das sich nur auf sich selbst und
       nicht das Geld konzentrieren solle. Man könnte auch sagen, er
       war perfekt darin, die Schwächen eines Menschen zu erkennen und
       sie auszunutzen.
       Und er muss gut darin gewesen sein, sich in ihn hineinzufühlen.
       "Nur Menschen, die unser Vertrauen und unsere Bewunderung
       gewinnen, können den Ponzi-Trick betreiben", sagt Henriques.
       "Weil sie es schaffen, unsere inneren Alarmsysteme
       auszuschalten. Deshalb ist der Ponzi-Betrug so diabolisch."
  HTML http://img.welt.de/img/vermischtes/crop149780393/6689734988-ci3x2l-w540/Berlinale-2012-Premiere-I-Anna-2-.jpg
       Glamour genossen: Vossen mit Filmcrew bei der Berlinale
       Felix Vossen, so glaubt sie nach allem, was sie über ihn gelesen
       und erfahren hat, passe mit seinem großspurigen Lebensstil,
       seinem freundlichen Wesen genau in dieses Muster. Weil sich oft
       hinter einer unschuldigen Fassade der perfekte Manipulator
       verstecke. Sie glaubt auch, dass die gegenwärtige Zeit mit ihren
       niedrigen Zinsen eine perfekte Zeit für Männer wie Madoff oder
       Vossen ist.
       Bis jetzt gibt es keinen öffentlich bekannten Beweis dafür, dass
       Vossen jemanden betrogen hat. Aber es gibt 26 Menschen, die sehr
       viel Geld vermissen und die sich zusammengetan haben, um dieses
       Geld vielleicht doch noch zurückzubekommen. Sie erwirkten am
       Obersten Gericht in London, dass Vossens Konten in
       Großbritannien eingefroren wurden. Das ist immerhin etwas. Aber
       es bedeutet noch lange nicht, dass sie auch nur einen Cent
       zurückbekommen.
       Edouard Fremault ist Experte für geprellte Investoren. Seine
       Firma, Deminor Recovery Services, vertritt rund 4000 Menschen,
       die Madoff in Europa betrogen hat. "Es wird schwierig zu
       belegen, dass die Banken ihre Pflicht vernachlässigt haben",
       sagt Fremault. Und Vossen kann es sich schon lange mit einem
       zweiten Pass in einem Steuerparadies bequem gemacht haben."
       Rinderfilet in Vossens Wohnung
       Felix Vossen hat eine Kunstfigur aus sich gemacht. Er konnte
       sehr verbindlich wirken. Er pflegte die Beziehung zu seinen
       Investoren, rief sie ständig an, machte Geschenke. Ein iPad
       hier, ein teures Küchengerät da. Oder eine Einladung zum
       Rinderfilet in seiner Wohnung mit Blick auf Piccadilly Circus.
       Das Filet war angeblich frisch per Flieger von der Ranch seiner
       Familie in Argentinien gekommen.
       Im wirklichen Leben aber wollte er sich auf nichts einlassen. Er
       war etwa zehn Jahre mit Sophia Raafat liiert, mit
       Unterbrechungen. Raafat hat leicht bekleidet für
       Hochglanzmagazine posiert und eine TV-Auktionsshow moderiert.
       Als ihre Mutter 2010 starb, war er ständig an der Seite seiner
       Freundin. Als die Trauer nachließ, sprach Sophie immer häufiger
       von Heirat, sie wollte Kinder bekommen. Und er?
       "Ehe, Kinder, das war Felix zu intim", sagt Tom Trotter, der
       Rentner und Ersatzvater. "Er schmiss Sophia mehr oder minder aus
       der Wohnung raus." Trotter ist nicht der Einzige, der es so
       sieht. Was ihn und die anderen fast noch mehr schmerzt als das
       verlorene Geld, ist die Perfidie, die sie Vossen nun
       unterstellen.
       Er hat eine Krebserkrankung erfunden
       Justin Davis sieht ihn noch vor sich, den Abend, als er Felix
       Vossen zum letzten Mal sah. Es war Ende Februar, zwei Wochen
       bevor Vossen verschwand. Er hatte Vossen in sein Landhaus in
       Oxfordshire eingeladen. Sie saßen am Esstisch, Davis wollte
       Tacheles reden. Er wollte sein Geld zurück, und Vossen hielt ihn
       seit mehr als einem Jahr hin. "Als wir mit dem Nachtisch
       begannen, kamen Felix plötzlich die Tränen", erzählt Davis.
       "Meine Frau und ich umarmten ihn, fragten, was los sei. ,Mein
       Vater stirbt an Prostatakrebs', brach es aus ihm raus." Er hatte
       die Krankheit erfunden. Er wusste, dass Davis' Vater acht Jahre
       zuvor an Prostatakrebs gestorben war.
       Am nächsten Tag fuhr Vossen zurück nach London. Seither vermisst
       Davis die beiden Aktenordner in seinem Büro, die er über
       sämtliche Geschäftsbeziehungen mit Felix Vossen angelegt hatte.
       Er glaubt, dass Vossen längst irgendwo auf dieser Welt versucht,
       die nächsten Investoren zu ködern. "Und diese Weihnachten
       verbringt er mit seinen neuen besten Freunden."
       Mit Hilfe dieser Webseite wird nach Felix Vossen gesucht
       * Namen geändert
  HTML http://tinyurl.com/jyljoqn
       #Post#: 4648--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: Ilmen
       Date: December 9, 2015, 3:57 pm
       ---------------------------------------------------------
       "Gott zahlt die Schulden nicht"
       Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn tritt im März ab. Heimlich, still
       und leise wird Deutschlands bekanntester und lautester Ökonom
       nicht Abschied nehmen. Das hat er spätestens jetzt klargemacht.
       Eigentlich sollte es eine Stunde lang um die deutsche Konjunktur
       gehen – aber wen interessiert auf einer Abschiedsfeier schon die
       Entwicklung der Wirtschaft? In der Berliner
       Bundespressekonferenz präsentierte das Münchner Institut für
       Wirtschaftsforschung (Ifo) am Mittwoch seinen Konjunkturausblick
       auf das kommende Jahr.
       Mit dabei: Institutspräsident Hans-Werner Sinn, der zum letzten
       Mal an der Präsentation teilnahm. Vor allem seinetwegen waren
       die Journalisten gekommen.
       Der 67-Jährige wird im März kommenden Jahres in Rente gehen und
       das Ifo verlassen. Bis dahin allerdings wird noch viel von Sinn
       zu hören sein; sein Abschied wird ein lauter sein; das machte
       Sinn auf dieser Pressekonferenz deutlich. Kurz soll er ohnehin
       nicht werden, darauf achten Sinn und das von ihm geführte
       Institut.
       Die Teilnahme Sinns an der Präsentation des Konjunkturberichts
       war angekündigt, und auch seine Abschiedsvorlesung am Montag
       findet in großem Rahmen statt. Einige Nachrichtenseiten haben
       gar vor, einen Livestream der Vorlesung aus der Großen Aula der
       Ludwig-Maximilians-Universität zu übertragen.
       Da kommt es gerade recht, dass der Hochschulverband Sinn zu
       Beginn der Woche zum "Hochschullehrer des Jahres" gekürt hat. Es
       dürfte nicht die letzte Ehrung dieser Art gewesen sein, bevor
       sich der Ökonom von der Spitze des Instituts verabschiedet.
       Sinn: "Mir hat das großen Spaß gemacht"
       Und so geht es denn auch bei der Präsentation des
       Konjunkturausblicks, ganze vier Monate vor dem geplanten
       Abschied vom Ifo, bereits schon um die Bilanz des
       Ifo-Präsidenten. Als er vor 17 Jahren zum Institut gewechselt
       sei, sei ihn schon mulmig gewesen, gibt Sinn zu. "Ich wusste
       damals, dass es die Abkehr von der akademischen Forschung sein
       würde", sagte der Wirtschaftswissenschaftler mit dem markanten
       Abraham-Lincoln-Bart. "Die war bisher mein Lebenselixier
       gewesen."
       Überrascht sei er gewesen, wie sehr es ihn befriedigt habe, sich
       in die aktuelle Debatte einzumischen, erinnert sich der Ökonom.
       "In den zeitgebundenen Fragen ist es leichter, der Erste zu
       sein", strahlt Sinn. In der Wissenschaft, wo schon weite Teile
       des Feldes abgegrast seien, sei das ungleich schwerer.
       "Mir hat das großen Spaß gemacht, ich will es auch nicht
       aufgeben", sagt Sinn noch. In den großen Talkshows dürfte er
       also weiterhin auftauchen, um sich zu den Themen der Stunde zu
       äußern – sei es die Flüchtlingskrise oder die Schuldenkrise in
       der Euro-Zone.
       Es war vor allem die Rettungspolitik in der Euro-Zone, die der
       geborene Westfale in den vergangenen Jahren wieder und immer
       wieder kritisierte – zuletzt in einem mehr als ein Kilo schweren
       Buch über die Gemeinschaftswährung. Dabei hat der streitbare
       Finanzökonom immer wieder auch Beharrungsvermögen bewiesen; etwa
       als seine Thesen zur verdeckten Finanzierung der Krisenländer
       durch die Zentralbanken öffentlich in Zweifel gezogen wurden.
       Harte Kritik an EZB-Chef Draghi
       Umso genussvoller greift Sinn heute die Rettungspolitik der
       Europäischen Zentralbank an, zu der ultraniedrige Zinsen und der
       Aufkauf von Staatsschulden gehören. "Im Ganzen geht es Europa
       besser", diagnostiziert der Ökonom, aber warum Mario Draghi den
       Aufkauf von Staatsanleihen noch einmal ausgeweitet habe, das
       verstehe er nicht.
       "Das ist eine verdrehte und verkehrte Welt", warnt Sinn. "Die
       Niedrigzinsen sorgen dafür, dass Schuldner wie Italien und
       Frankreich jede Disziplin verlieren. Dadurch werden Blasen
       aufrechterhalten, und die Krise wird für den Moment vermieden,
       aber nicht dauerhaft."
  HTML http://img.welt.de/img/videos/crop149785738/4359278184-ci3x2l-w300/Ifo-Konjunkturprognose-2016.jpg
       Die Zuwanderung wird der deutschen Wirtschaft laut Ifo-Institut
       einen Wachstumsschub bescheren. Was die Münchner Forscher
       außerdem noch für 2016 prognostizieren, erläutert Präsident
       Hans-Werner Sinn.
       Eigentlich sollte es eine Stunde lang um die deutsche Konjunktur
       gehen – aber wen interessiert auf einer Abschiedsfeier schon die
       Entwicklung der Wirtschaft? In der Berliner
       Bundespressekonferenz präsentierte das Münchner Institut für
       Wirtschaftsforschung (Ifo) am Mittwoch seinen Konjunkturausblick
       auf das kommende Jahr.
       Mit dabei: Institutspräsident Hans-Werner Sinn, der zum letzten
       Mal an der Präsentation teilnahm. Vor allem seinetwegen waren
       die Journalisten gekommen.
       Der 67-Jährige wird im März kommenden Jahres in Rente gehen und
       das Ifo verlassen. Bis dahin allerdings wird noch viel von Sinn
       zu hören sein; sein Abschied wird ein lauter sein; das machte
       Sinn auf dieser Pressekonferenz deutlich. Kurz soll er ohnehin
       nicht werden, darauf achten Sinn und das von ihm geführte
       Institut.
       Die Teilnahme Sinns an der Präsentation des Konjunkturberichts
       war angekündigt, und auch seine Abschiedsvorlesung am Montag
       findet in großem Rahmen statt. Einige Nachrichtenseiten haben
       gar vor, einen Livestream der Vorlesung aus der Großen Aula der
       Ludwig-Maximilians-Universität zu übertragen.
       Da kommt es gerade recht, dass der Hochschulverband Sinn zu
       Beginn der Woche zum "Hochschullehrer des Jahres" gekürt hat. Es
       dürfte nicht die letzte Ehrung dieser Art gewesen sein, bevor
       sich der Ökonom von der Spitze des Instituts verabschiedet.
       Harte Kritik an EZB-Chef Draghi
       An einer Stelle musste gar Gregor Mayntz, der Vorsitzende der
       Bundespressekonferenz, Sinn ermahnen, nachdem der Starökonom
       lange seine Sicht der Euro-Krise dargelegt hatte. Ob es nicht an
       der Zeit sei, Timo Wollmershäuser, den jüngeren Leiter der
       Ifo-Konjunkturabteilung, ans Mikro zu lassen, um die
       Konjunkturprognose zu präsentieren?
       Allerdings war wohl auch Wollmershäuser klar, dass der
       scheidende Institutspräsident mehr Interesse weckte als der
       Konjunkturausblick – bewegt sich die deutsche Wirtschaft doch
       gerade in relativ ruhigem Fahrwasser. Getragen von einem
       Immobilienboom und der weiterhin außergewöhnlich hohen
       Bereitschaft der hiesigen Verbraucher, Geld auszugeben, wächst
       die Wirtschaftsleistung sehr solide um voraussichtlich 1,5
       Prozent in diesem Jahr.
       Deutsche Wirtschaft wächst noch schneller
       In den kommenden Monaten soll sich das Wachstum sogar auf ein
       überdurchschnittlich hohes Tempo beschleunigen: Um 1,9 Prozent
       soll die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr zulegen. "Das
       Wachstum beschleunigt sich, weil die Flüchtlinge, die nach
       Deutschland kommen, zusätzliche Nachfrage schaffen", erklärte
       Wollmershäuser.
       Zum einen steigen die Ausgaben des Staates, weil Bund, Länder
       und Gemeinden zusätzliches Geld in die Hand nehmen, um die
       nötige Infrastruktur für die Neuankömmlinge zu schaffen. Hinzu
       kommen die Transfers, die die Flüchtlinge erhalten und wiederum
       in ihren eigenen Konsum stecken.
       Wollmershäuser gab allerdings zu bedenken, dass alle
       Berechnungen zu den konjunkturellen Auswirkungen der
       Flüchtlingskrise mit extremen Unsicherheiten behaftet sind. "Es
       ist schwer, konkrete Zahlen zu diesem Thema zu bekommen", klagt
       der Ökonom. "Wir wissen ja noch nicht einmal, wie viele
       Flüchtlinge überhaupt da sind.
       Die einzig konkreten Zahlen könne man zu den Auswirkungen der
       Flüchtlingskrise auf die Staatsfinanzen machen, weil die
       entsprechenden Haushalte bereits geplant seien. Der Überschuss,
       den Finanzminister Schäuble und seine Kollegen in vielen Ländern
       und Gemeinden erzielen, werde im kommenden Jahr durch die
       zusätzliche Belastung um rund 20 Milliarden Euro geringer
       ausfallen als bisher prognostiziert.
       "Gott zahlt aber die Schulden nicht"
       Während der Gesamtstaat im laufenden Jahr noch einen Überschuss
       von rund 31 Milliarden Euro erzielt, der etwa einem Prozent der
       Wirtschaftsleistung entspricht, werden es im kommenden Jahr
       wegen der zusätzlichen Ausgaben für die Neuankömmlinge nur noch
       zwölf Milliarden sein – und damit nur noch 0,4 Prozent der
       Wirtschaftsleistung.
       Im Jahr 2017 dürften die öffentlichen Kassenwächter demnach
       gerade noch einen ausgeglichenen Haushalt erzielen und keine
       Überschüsse mehr. Die Staatsverschuldung werde unter diesen
       Bedingungen weiter sinken – von gegenwärtig rund 71 Prozent des
       Bruttoinlandsprodukts auf nur noch 66 Prozent am Ende des Jahres
       2017; ein Wert, der allerdings immer noch über dem Grenzwert
       liegt, den der Maastricht-Vertrag vorschreibt.
       An dieser Stelle musste Hans-Werner Sinn noch einmal ans
       Mikrofon: Diese 20 Milliarden würden die Konjunktur nur
       kurzfristig aufpolieren, weil sie aus zusätzlichen
       Staatsschulden finanziert seien, stellte der Ökonom klar. "Zu
       einem späteren Zeitpunkt werden sich diese Ausgaben negativ auf
       die Konjunktur auswirken. Gott zahlt aber die Schulden nicht",
       warnte Sinn. Nein, ein leiser Abschied wird es wohl wirklich
       nicht werden.
  HTML http://www.welt.de/wirtschaft/article149804458/Gott-zahlt-die-Schulden-nicht.html
       #Post#: 4690--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: JobelAg
       Date: December 10, 2015, 1:20 pm
       ---------------------------------------------------------
       Ey guggt doch ma, was die Sparkasse da macht... und wie schamlos
       sie 0,2% Zinsen bewerben.
       Fast wie Kinderüberraschung: 2 Sachen auf einmal in einem Bild
       zum Kucken und schmunzeln
       [Speichergrenze erreicht]
       #Post#: 4729--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: JobelAg
       Date: December 11, 2015, 4:08 am
       ---------------------------------------------------------
       "Schaumstoff" aus Gold entwickelt.
       Forschern der ETH Zürich ist es gelungen, einen Schaumstoff aus
       echtem Gold herzustellen. Das Produkt besteht zu zwei Teilen aus
       festem Material und zu 98 Teilen aus Luft. Dies könnte für die
       Uhren- und Schmuckindustrie ebenso interessant sein wie für die
       chemische Katalyse.
       Link zum Artikel
  HTML http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/11/wissenschaftler-entwickeln-gold-das-so-leicht-ist-wie-milchschaum/
       #Post#: 4988--------------------------------------------------
       Re: Auro loquente omnis oratio inanis est. Hier ist die Metall
       Ecke
   DIR By: Ilmen
       Date: December 15, 2015, 7:26 am
       ---------------------------------------------------------
       Edelmetalle Gold Indien: Was lehrt uns das Beispiel Indien bei
       Gold?
       Vor einigen Tagen erschien ein für mich bemerkenswerter Artikel
       in den Medien, der folgende Überschrift trug: Die indische
       Bevölkerung zeichnete 14 Unzen Gold. Ok, dazu muss man
       allerdings den Hintergrund wissen um mit dieser Größenordnung
       etwas anfangen zu können.
       Hintergrund der Nachricht ist, dass die indische Regierung über
       die Reservebank von Indien einen Fonds als Anlageform auflegte,
       bei der die Bevölkerung Gold in Stückelungen von 1g bis 100g
       erwerben kann (maximal 500g pro Person) und – man höre und
       staune – die Regierung noch mit einer Garantieverzinsung
       „aufbessert“. Der politische Wille, so zumindest laut
       Finanzministerium, wäre es, die Bevölkerung dazu zu animieren,
       Edelmetall nicht zu erwerben um es daheim und zinsenlos zu
       horten, sondern über den aufgelegten Fonds zum Goldwert
       zusätzlich über die angebotenen Zinsen während der Laufzeit
       einen Mehrwert zu schaffen.
       So weit, so gut. Der politische Wille ist das eine, die Wünsche
       und Spürnase der Bevölkerung das andere. Nach über 2 Monaten der
       mit viel Werbung proklamiertem neuen Anlage- und Sparform
       verzeichneten die Verantwortlichen des Fonds ein desaströs
       ernüchterndes Ergebnis. Eben nur die oben genannten 14 Unzen im
       Gegenwert von rd. USD 15.000,- waren es der Bevölkerung wert,
       sich dieses „Zuckerl“ der Regierung zu gönnen. Obwohl
       Premierminister Narendra Modi höchstpersönlich dafür die
       Werbetrommel rührte. Nur 14 magere Unzen, und das bei einer
       Milliardenbevölkerung, das muss man sich auf der Zunge zergehen
       lassen. Erst jetzt gewinnt diese Nachricht so wirklich an
       Aussagekraft.
       Es ist aus meiner Sicht ein untrügliches Zeichen dafür, dass die
       Bevölkerung der eigenen Regierung in gar keiner Weise traut und
       allen Goldbesitz, den es hält, auch in privaten Händen belassen
       will. Nicht, weil der Goldbesitz in Indien traditionell schon
       immer privat gehortet wird und auch nicht weil Indien eventuell
       auf einmal kein zusätzliches Gold mehr besitzen möchte, sondern
       schlicht und einfach deswegen, da landesweit Zweifel an der
       Ehrlichkeit der Politiker bestehen.
       Und genau diese Zweifel darf man im schlimmsten aller Fälle auch
       getrost in anderen Ländern haben, so auch bei uns. Denn jedes
       offiziell deklarierte und geparkte Gold ist für jeden Staat in
       einer Schräglage jederzeit greifbar. Nachvollziehbarer Besitz
       ist ein offenes Buch für die Begierlichkeit einer Regierung, das
       hatten wir schon mal. Auf Gold in Privatbesitz kann bereits nur
       sehr schwer zugreifen, wenn es einem Staat darum geht, die Werte
       für seine Schuldentilgung einzuziehen.
       Was Indien mit ihrer Misstrauenskundgebung durch die Ablehnung
       des staatlich geführten Geschenkes auf eindrucksvolle Weise
       dokumentierte, sollte auch uns als mahnendes Beispiel dienen.
       Gold glänzt, aber nur für denjenigen der es besitzt und dessen
       Besitz nicht durch die Willkür von Regierungen gefährdet ist. Es
       gibt in unseren rechtsstaatlichen Systemen genügend
       Möglichkeiten sich vor dem enteignenden Zugriff der Mächte zu
       schützen. Machen wir es doch wie die Inder, zu unserem eigenen
       Wohle und der eigenen Vermögenssicherung.
  HTML http://www.miningscout.de/blog/2015/12/15/was-lehrt-uns-das-beispiel-indien-bei-gold/
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