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#Post#: 13162--------------------------------------------------
Dinge, die einen nicht glücklicher machen
By: Alharacas Date: March 7, 2019, 7:10 pm
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HTML https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/kriminalitaet-in-grossbritannien-wie-die-droge-spice-in-manchester-wuetet/24068658.html
Bin ich die einzige, die es einen Hauch zynisch findet, daß es
offensichtlich nicht möglich ist, die Leute von der Straße zu
holen, daß aber der Gesetzgebungsapparat in Gang gesetzt werden
kann, damit die Droge, die sie sich leisten können, für illegal
erklärt wird, so daß sie sich auch noch damit vergiften?
Und bin ich die einzige, die sich fragt, warum wir aus
Erfahrungen nichts lernen? Daß Verbote nämlich einzig und allein
der Verfestigung krimineller Strukturen dienen?
#Post#: 13167--------------------------------------------------
Re: Dinge, die einen nicht glücklicher machen
By: SHL Date: March 8, 2019, 12:22 am
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Drogenabhängigkeit ist eine echte Erkrankung wie jede andere,
und sollte als solche eingestuft/angesehen werden. Und, deswegen
müssen diejenigen, die daran leiden, unbedingt behandelt werden.
Es ist ein menschlicher Charakterzug, immer das was verboten
ist, verlockender zu finden als andere Sachen, beispielsweise
Drogen, womit wir schon vertraut sind. Als Menschen sind wir
natürlicherweise neugierig. Deswegen ist Spice von bestimmten
Menschen so schnell in Gebrauch gekommen worden. Es ist so daß,
die so genannte Verbotene Frucht, immer süß ist (im Englischen
haben einen Ausdruck dafür, aber im Moment kann ich ihn nicht
erinnern).
So wie bei Heroinsüchtigen, sollte Spice den Drogenabhängigen
von Ärzten/Ärztinnen in gewissen Kliniken verabreicht werden, in
angemessenen Dosen , genau so wie Heroin Heroinabhängigen in
bestimmten Kliniken in Köln verabreicht wird (ich habe vor
kurzem eine ZDF Doku darüber angekuckt). Deswegen ist die
Verabreichung sicher, kostenlos, und sie kann von
Ärtzen/Ärztinnen überwacht werden. Daß spice abhängig macht
ist, laut dem Artikel, glaube ich, unumstritten. Die Kernfrage
ist, meiner Meinung nach, ob die langfristige Einnahme dieser
Droge risikoreich ist. Im Moment wissen wir das nicht, weil die
Droge ziemlich neu ist, oder wenigstens so neu ist daß, der
Dauergebrauch der Droge nicht recherchiert wurde (wenn die
Einnahme risikoreich ist, muß die Droge auf jeden Fall wegen der
Abhängigkeit ausgeschlichen werden).
Im Vergleich dazu ist die langfristige Einnahme von Opiaten
erstaunlicherweise Risikoarm (abgesehen von der wohl bekannten
Nebenwirkung, einer chronischen Verstopfung, die eine typische
Nebenwirkung die mit allen Opiaten zu rechnen ist). Diejenigen,
die Drogenabhängig sind, müssen als krank betrachtet werden, und
dementsprechend behandelt, und nicht als Kriminelle angesehen
werden.
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