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       #Post#: 108--------------------------------------------------
       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: SilkeGiesinger Date: November 27, 2012, 11:43 am
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  HTML http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/04/Antifeatures/komplettansicht
  HTML http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/04/Antifeatures/komplettansicht
       Die Technikmafia
       Schutzgelderpressung war früher ein Verbrechen, heute ist es ein
       florierendes Geschäftsmodell: Hersteller von Kameras, Handys und
       Druckern verschlechtern ihre Modelle künstlich – um uns teure
       Extras verkaufen zu können. Eine Abrechnung
       Angenommen, wir wären Pizzabäcker in einem miesen Mafiafilm.
       Eines Tages, wir haben gerade unser Lokal aufgesperrt, besucht
       uns Don Alfonso mit seinen humorlosen Begleitern. Diese zerren
       uns in die Küche, weil sich Blut von den Kacheln besser
       abwischen lässt, zertrümmern uns das Nasenbein und machen uns
       dann ein Angebot, das wir nicht ablehnen können: Gegen die
       Zahlung einer Gebühr könne man uns künftig vor solchen Unfällen
       beschützen. Nur ein schlechter Film?
       Im richtigen Leben gibt es vergleichbare Mafiamethoden – zwar
       weniger blutig, aber ähnlich kostspielig. Opfer sind wir alle.
       Täter sind die Hersteller von technischen Geräten, von Handys,
       Computern, Kameras. Ihre Druckmittel sind »Antifeatures« –
       Tricks und Kniffe, mit denen sie ihre Produkte vorsätzlich
       schlechter machen, als sie eigentlich sein könnten. Kleine
       elektronische Schweinereien, die uns das Leben mit der Technik
       zur Hölle machen und dafür sorgen, dass wir zahlen und zahlen,
       um sie loszuwerden. Was uns natürlich nie gelingt. Weswegen wir
       noch mehr zahlen und zahlen. Und irgendwann sogar glauben, das
       sei völlig normal.
       Aber das ist es nicht. Das ist Beschiss. Manche Handys zum
       Beispiel kann man nur mit Sim-Karten bestimmter Netzanbieter
       benutzen – das ist ein klassisches Antifeature. Denn technisch
       passt jede Sim-Karte in jedes Handy. Doch Telekom, Vodafone und
       all die anderen Netzbetreiber nehmen uns diese Freiheit, damit
       wir weiter mit ihren teuren Tarifen telefonieren und ja nicht
       mit einem anderen Anbieter fremdgehen. Loswerden können wir die
       Sperre natürlich nur gegen Bares.
       Benjamin Mako Hill bemerkte als einer der Ersten, dass die
       Konzerne solche Schikanen systematisch einsetzen. Hill ist
       Amerikaner, dreißig Jahre alt, schlaksig und unvollkommen
       rasiert. Als Programmierer und Aktivist der Free-Software-Szene
       versteht er sich als eine Art Mafiajäger: Hill findet es gar
       nicht gut, dass die Konzernbosse ein Geheimnis darum machen, wie
       die Dinge funktionieren, die sie uns verkaufen. Er erfand das
       Wort »Antifeature« , um Aufmerksamkeit dafür zu erregen, dass
       Alltagsprodukte künstlich verschlechtert werden – und begann
       öffentlich gegen die absurdesten Auswüchse zu protestieren.
       Aufgefallen ist ihm zuletzt Intel. Seit dem Herbst
       experimentiert der weltweit größte Chiphersteller in den
       Vereinigten Staaten mit einem »Upgrade-Service« für Prozessoren.
       Man kauft also zunächst einen Computer, in dem solch ein
       Prozessor steckt. Ist man mit dessen Leistung unzufrieden, darf
       man für etwa 50 Dollar eine »Intel Upgrade Card« erwerben, mit
       der sich via Internet eine schnellere Prozessorleistung
       herunterladen lässt. Aber Moment mal: Wie ist es möglich, ein
       Stück Hardware per Datendownload zu verbessern? Doch wohl nur,
       weil die Prozessorleistung ab Werk gedrosselt wurde und nun
       durch eine Art digitalen Schlüssel wieder entsperrt wird.
       Kein Drama? Von wegen. Beim Neuwagenkauf würden wir uns so etwas
       nie bieten lassen: Wir investieren 20.000 Euro und wollen
       unseren Spaß haben. Dann merken wir, dass die Handbremse klemmt
       oder uns irgendetwas daran hindert, in den vierten Gang zu
       schalten. Und dann sagt der Autoverkäufer: Handbremse lösen?
       Kostet extra. Hochschalten? Kostet auch extra. Ist das nun
       Service? Oder unverschämt?
       Antifeatures erfüllen verschiedene Zwecke. Sie verleiten uns
       dazu, mehr Geld auszugeben. Oder sie gaukeln uns eine besondere
       Markenqualität vor. Oft sogar beides zugleich, wie bei Apples
       Musikladen iTunes Store . Da sollten einzelne Lieder (»in
       höherer Qualität«) vor Jahren plötzlich 30 Cent mehr kosten –
       damit der digitale Kopierschutz entfernt wird, der zuvor
       verhindert hat, dass man sie auf einigen Musikspielern überhaupt
       abspielen konnte.
       Gemein ist allen Antifeatures, dass sie kaum als solche zu
       erkennen sind. Sie werden uns sogar oft als tolle Innovation
       verkauft. Als Zusatznutzen. Oder als Schutz unserer Geräte vor
       den Gefahren der Welt.
       Wie sagte doch Don Alfonso: Wäre es nicht wunderschön, wenn
       mächtige Freunde für schmales Geld ihre schützende Hand über uns
       hielten? Im Batterie-Business gibt es viele solcher Freunde.
       Angeblich gibt es ja auch viele Gefahren. Wer hat noch nicht
       davon gehört, dass preiswerte Ersatzakkus für Handys, Camcorder
       oder Fotoapparate explodieren können? Sicherheit gibt es
       angeblich nur beim Originalhersteller, nicht beim anonymen
       Onlineversand.
       Wer das glaubt, interessiert sich bestimmt dafür, was etwa
       Panasonic so anbietet. Im Sommer 2009 veröffentlichte das
       Unternehmen für mehrere seiner Kameras ein sogenanntes
       Firmware-Update. Normalerweise verbessert man mit solchen
       Updates die Software seiner Geräte und macht sie
       leistungsstärker. Dieses Mal jedoch installierte man einen
       elektronischen Riegel, der fortan verhinderte, dass fremde – und
       meist preiswertere – Batterien überhaupt funktionierten. Diese
       entsprächen nämlich nicht den strengen Sicherheitsrichtlinien,
       behauptete Panasonic und warnte vor Kurzschlüssen und
       Überladungen, die die Kamera beschädigen könnten.
       Vor allem schmälert es die eigenen Einnahmen, wenn die Kunden
       ihre Akkus woanders kaufen. Aber das erwähnte Panasonic
       natürlich nicht.
       Komisch: In der Werbung ist so oft von Freiheit die Rede. In der
       Wirklichkeit aber werden Konsumenten, wo immer es geht, an die
       Kette gelegt. Es kann ja sein, dass in China
       zusammengeschusterte Billigakkus bisweilen schlechter sind, die
       meisten werden aber wohl in denselben Fabriken produziert wie
       die Originalware. Warum lässt man uns das nicht selbst
       herausfinden? Ein Warnaufkleber auf der Verpackung würde
       genügen. Wir sind doch nicht blöd!
       Fairerweise hat Panasonic auf den Inhalt des Updates
       ausdrücklich hingewiesen. Andere Unternehmen verschweigen, was
       sie einem unterjubeln. Aus strategischen Gründen, wie Ross
       Anderson weiß, Professor für Sicherheitstechnik an der
       britischen Cambridge University. Der Mann hat ein ziemlich
       dickes Buch mit dem Titel Security Engineering geschrieben.
       Darin steht unter anderem, wie man die vermeintlich höhere
       Qualität von Originalakkus vortäuschen kann: indem man das Gerät
       dazu bringt, fremde Batterien schneller zu entladen. Wenn der
       preiswerte Austauschakku eines Mobiltelefons also gar nicht
       funktioniert oder wahnsinnig schnell schwächelt, muss das nicht
       daran liegen, dass er mangelhaft ist. Vielleicht ist lediglich
       ein kleines Antifeature dafür verantwortlich, dass das Handy
       ständig heimlich Energie verbraucht.
       Praktisch haben wir keine Chance, solche Tricks zu durchschauen.
       Umso leichter glauben wir die Qualitätsmärchen der
       Originalhersteller. Mit Verfolgungswahn hat das übrigens nichts
       zu tun; es gibt sogar Firmen, die sich auf die Entwicklung
       solcher Kontrolltechnik spezialisiert haben.
       Die Atmel Corporation zum Beispiel, ein Unternehmen im
       kalifornischen San Jose. Dort arbeiten rund 5.000 Leute ständig
       daran, Nervzwerge wie den AT88SA 100S herzustellen. Dieser bloß
       vier Quadratmillimeter kleine Chip ist so ein Batteriewächter.
       Er ermöglicht Handys und Kameras, zwischen teuren Originalakkus
       und preiswerten Nachbauten zu unterscheiden. 0,65 Dollar netto
       kostet so ein Kontrollchip, und natürlich wird dieser Betrag auf
       den Endkundenpreis aufgeschlagen. Wir bezahlen also dafür, dass
       unser Telefon nicht so funktioniert, wie wir es uns eigentlich
       wünschen würden.
       Dem Irrsinn liegt ein völlig neues Wachstumsverständnis
       zugrunde. Bekamen wir Kunden für mehr Geld früher bessere
       Leistungen, bezahlen wir heute zunehmend für den Abbau von zuvor
       künstlich errichteten Hindernissen. Womöglich wenden die
       Konzerne einen großen Teil der Innovationskraft ihrer
       Forschungsabteilungen längst nicht mehr für die Optimierung von
       Produkten auf, sondern für die Verfeinerung von
       Verschlechterungssystemen.
       Die Sache mit dem .raw-Format ist ein weiteres gutes Beispiel
       dafür. Software-Aktivist Hill hat im vergangenen Jahr auf einem
       Kongress in Australien davon berichtet. Als .raw bezeichnet man
       – vereinfacht – eine Art Negativ bei Digitalkameras. Jeder
       Apparat verwendet dieses Format bei jedem Bild. Doch preiswerte
       Geräte seien oft so programmiert, erzählte Hill, dass sie das
       .raw-Bild automatisch in ein schlechteres .jpg-Format umwandeln
       und die Ursprungsversion anschließend löschen. Warum? Na, um
       Geld zu verdienen! Die Fähigkeit zur Speicherung von
       .raw-Bildern wird nämlich als vermeintlicher Zusatznutzen
       besserer Kameramodelle angepriesen und teuer verkauft. Dabei ist
       sie gar nichts Besonderes.
       Für seinen Vortrag bekam Hill viel Applaus von Gleichgesinnten.
       Mit Anzugträgern hingegen brauche er gar nicht erst zu sprechen,
       erzählt Hill, die gingen immer sofort zurück in die
       Konzernzentrale, um sich neue Antifeatures auszudenken.
       Hersteller von Toner und Druckertinte sind darin besonders
       talentiert und stehen Batteriefabrikanten in nichts nach.
       Wissenschaftler Anderson berichtet, dass auch Druckerfirmen
       Identifikationschips in ihr Originalzubehör einbauen. Bei
       fremder Tinte und Billigtoner halbiert der Drucker einfach seine
       Auflösung – die Ausdrücke werden gröber.
       Apropos Mafiamethoden: Verglichen mit einem gebrochenen
       Nasenbein, ist eine geringere Druckauflösung natürlich
       belanglos. Finanziell gesehen bewegen wir uns aber längst auf
       neapolitanischem Schutzgeld-Niveau. Vor allem bei Druckertinte,
       die sehr schön illustriert, welche Profite durch Antifeatures
       gesichert werden. Gegen die gefärbten Wassertropfen vom
       Originalhersteller ist eine Flasche Veuve Clicquot oder Chanel
       geradezu geschenkt.
       Die Schutzgeldzahlungen an Don Alfonso sind so gesehen günstig.
       Und sie haben noch einen Vorteil: Während die
       Elektronikhersteller uns heimlich erpressen, weiß der
       Pizzabäcker beim Mafiosi immer, woran er ist.
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       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: SilkeGiesinger Date: December 3, 2012, 10:55 am
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  HTML http://www.bewusstkaufen.at/ratgeber/60/mobiltelefone.html
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       Mobiltelefone Ratgeber
       Das Leben ohne Mobiltelefone ist nicht mehr denkbar. Im Schnitt
       senden die ÖsterreicherInnen 575 SM pro Jahr, telefonieren 1.760
       Minuten lang und verbrauchen rund 4 MB Datenvolumen (Stand
       2011).
       
       Und das mit mehr als einem Handy pro Person: Denn in Österreich
       ist der Markt derart übersättigt, dass ein Durchdringungsgrad
       von 154 Prozent erreicht ist. Sprich auf 8,44 Millionen
       EinwohnerInnen kommen rund 13 Millionen SIM-Karten, das heißt im
       Schnitt besitzen zwei Personen drei SIM-Karten.
       Damals & Heute
       Was heute so selbstverständlich ist - nämlich jederzeit und
       ortsunabhängig telefonisch erreichbar zu sein - war vor nicht
       einmal 20 Jahren nur für wenige möglich: Zwar gab es bereits
       Ende der 1950er Jahre die ersten verwendbaren Autotelefone im
       deutschsprachigen Raum, doch die Gespräche mussten noch
       handvermittelt werden, und der Preis vom Autotelefon lag quasi
       bei der Hälfte des Preises für den Wagen. Ab 1974 existierte in
       Österreich das B-Netz, in dem schon automatisch vermittelt
       wurde, jedoch musste der Standort des Gesprächsteilnehmers
       bekannt sein, um bei ihr/ihm anrufen zu können. 1985 war dann
       der Start des analogen C-Netzes. Es ermöglichte kleinere
       Endgeräte - klein bedeutete damals ein Kistchen mit Tragegriff
       und einem angeschlossenen Telefonhörer. In dieser Zeit stellte
       auch Motorola das erste kommerzielle Mobiltelefon vor.
       Flächendeckend eingeführt wurden die heute üblichen digitalen
       Mobilfunknetze schließlich Ende der 1980er bzw. Anfang der 90er
       Jahre, damit wurde das Mobiltelefon ein wirklich mobiles, weil
       kleines Endgerät. Im deutschsprachigen Raum setzte sich zu
       dieser Zeit dafür der Begriff „Handy" durch. 1994 konnte
       erstmals ein Handy eine Kurznachricht, also ein SMS,
       verschicken. 1999 erschien das erste Mobiltelefon mit
       integrierter Kamera. Im selben Jahr wurde in Österreich auch das
       Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung beim Steuern eines
       Wagens verboten. Seit dem Jahr 2000 gibt es Telefone, die
       Musikdateien abspielen können.
       
       Heute geht die Entwicklung am Mobiltelefon-Markt zunehmend in
       Richtung Multifunktionsgeräte. So genannte Smartphones verfügen
       nicht nur über Funktionen wie Telefonie, sondern sind auch
       MP3-Player, Fotoapparat, Navigationsgerät und/oder Spielkonsole.
       Jeder der in Österreich tätigen vier Mobilfunkbetreiber, hat
       mittlerweile Multifunktionstelefone im Angebot.
       Mobiltelefone Ratgeber
       Elektrosmog
       Seit Mobiltelefone und Handymasten allgegenwärtig sind, gibt es
       auch die Diskussion über Gefahren durch Handystrahlung. Unter
       Elektrosmog versteht man üblicherweise elektromagnetische Felder
       bzw. Wellen - beim Mobilfunk gehen diese von den Antennen der
       Sendemasten und Telefone aus. Aus der Kommunikationstechnik ist
       bekannt, dass Übertragungsstrecken vor Störeinwirkungen von
       außen geschützt werden: Zum Beispiel durch Installationskabel
       für Telefone oder hochwertige Netzwerkkabel. Wenn
       elektromagnetische Felder also auf Kabel und Leitungen wirken
       und die Signalübertragung stören können, dann ist auch eine
       Wirkung auf die Signalübertragung zwischen den Körperzellen des
       Menschen möglich. Genau aus diesem Grund wurden Grenzwerte
       definiert, die elektromagnetische Felder (EMF) reduzieren.
       Kritiker befürchten, dass elektromagnetische Felder bereits
       unter diesem Grenzwert negative biologische Auswirkungen haben.
       
       Elektromagnetische Belastung
       
       Die tatsächliche Belastung durch Funkquellen ist von Entfernung,
       Frequenz und Abstrahlcharakteristik (Antenne) abhängig. Die
       gesamte Belastung setzt sich aus Rundfunk-Quellen im UKW- und
       UHF-Bereich und den Mobilfunknetzen (GSM, UMTS, LTE, WiMAX)
       zusammen. Hinzu kommen lokale Funksysteme wie WLAN und
       Bluetooth.
       Grundsätzlich wird versucht, die Funktechnik effizient zu
       halten. Also etwa nur mit der maximal nötigen Sendeleistung zu
       senden und die Energie der elektromagnetischen Wellen mit
       intelligenten Antennen effizient zu nutzen. Weniger
       störanfällige Übertragungsverfahren brauchen weniger
       Sendeleistung. So setzt man auch bei Sendemasten auf möglichst
       kleine, engmaschige Zellen mit geringer Sendeleistung. Die sind
       jedoch teurer, was dazu führt, dass mehr Sendemasten notwendig
       werden. Hinzu kommt, dass Rundfunk und Mobilfunk mit der
       zehnfachen Leistung senden müssen, um die Dämpfung von
       Gebäudewänden zu überwinden. Das heißt, dass in der Nähe von
       Rundfunksendeanlagen die Sendeleistungen bis an die
       Strahlenschutz-Grenzwerte heranreichen können.
       
       SAR (Spezifische Absorbationsrate)
       
       Der SAR-Wert ist das Maß für die Aufnahme elektromagnetischer
       Energie, die in Körperwärme umgewandelt wird. Der SAR-Wert wird
       in Watt pro Kilogramm (W/kg) Körpermasse angegeben. Er wird bei
       Mobiltelefonen und Basisstationen erhoben. Das international
       festgelegte Messverfahren  bestimmt den SAR-Wert unter Volllast.
       Sprich, das Handy muss mit maximal möglicher Leistung in einem
       geschlossenen Raum senden.  Eine Sonde misst an einer
       Menschenkopf-Nachbildung die Absorbationsrate. Das NOVA-Institut
       hat eine Liste zur Beurteilung der SAR-Werte von Handys
       erstellt:
       
       Grenzwerte
       Belastung
       Klasse
       SAR-Wert (W/kg)
       NOVA-Vorsorge-Wert
       
       A+
       Unter 0,20
       
       Sehr gering
       A
       0,20 bis 0,40
       Blauer Engel
       Gering
       B
       0,40 bis 0,60
       TCO
       Mittel
       C
       0,60 bis 1,00
       
       Hoch
       D
       Über 1,00
       Energiebedarf
       Elektronische Geräte, darunter fast eine Milliarde Handys und
       zwei Milliarden Fernseher, stünden derzeit weltweit für 15
       Prozent des Stromverbrauchs in Privathaushalten, erklärt die
       Internationale Energie Agentur IEA. Bis zum Jahr 2022 werde sich
       ihr Energiekonsum verdoppeln, bis 2030 verdreifachen: Die dann
       erreichten 1.700 Terawattstunden sind so viel wie derzeit die
       Haushalte in den USA und in Japan gemeinsam an Strom
       verbrauchen. Die IEA-Experten sind davon überzeugt, dass bei den
       elektronischen Geräten noch viel Einsparpotenzial besteht: Ihr
       Stromverbrauch könnte schon mit der heute verfügbaren Technik
       mehr als halbiert werden. Davon würde auch die Stromrechnung der
       Haushalte profitieren.
       Mobiltelefone Ratgeber
       Produktion
       Ein wachsender Anteil der Unterhaltungselektronik wird in
       Entwicklungs- und Schwellenländern hergestellt. Jedes zweite
       Handy zum Beispiel wird in China produziert. Nicht nur die
       Arbeitsbedingungen und Arbeitsrechte werfen Probleme auf, auch
       der Abbau der Metallrohstoffe, die für die Produktion gebraucht
       werden sowie Elektronikschrottexporte, die in
       Entwicklungsländern gesundheitliche und ökologische Probleme
       verursachen.
       
       Ausbeuterische Arbeitsbedingungen
       
       Niedrige Löhne, exzessive Überstunden, Verletzung des
       Vereinigungsrechts (Gewerkschaft), Probleme mit Sicherheit und
       Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sowie die wachsende
       Arbeitsplatzunsicherheit aufgrund von Zeitverträgen und
       Zeitarbeitsfirmen sind die bekanntesten Probleme im Bereich der
       Handyproduktion.  Belegt wird dies unter anderem durch Studien
       von makelTfair, die Arbeitsbedingungen in China und auf den
       Philippinen untersucht haben. Erschreckende Details:
       Beschäftigte mussten 100 bis 180 Stunden pro Monat zusätzlich
       arbeiten ohne einen Zuschlag auf den Mindestlohn von 75 bis 85
       Euro im Monat zu erhalten.
       
       Rohstoffabbau unter gefährlichen Bedingungen
       
       Ein Mobiltelefon enthält ungefähr 30 verschiedene Metalle. Diese
       Rohstoffe kommen häufig aus Minen in Afrika oder Asien und
       werden nicht selten unter Verletzung internationaler
       Konventionen abgebaut. Die Arbeitsbedingungen vieler Bergleute
       ist gesundheitsschädigend und gefährlich. Die Umwelt wird oft
       nachhaltig geschädigt.
       
       Rohstoffabbau Umweltprobleme
       
       17 Metalle umfasst die Gruppe der Seltenen Erden, darunter
       Lanthan oder Neodym. Zur Herstellung von Akkus oder Bildschirmen
       (auch von Smartphones) sind sie unverzichtbar. China
       kontrolliert 97 Prozent der Weltproduktion. Dort wurden oft
       Auflagen missachtet, etwa beim Abbau mit Säuren, die Metalle aus
       Bohrlöchern waschen: Hier entstehen radioaktive Abfälle und
       giftige Abwässer (z. B. Schwefelsäure), die das Grundwasser
       verunreinigen können. Seit dem Jahr 2010 hat China  den Abbau
       gedrosselt, um Umweltschäden zu verringern und eine exzessive
       Förderung zu verhindern. Die Folge: Die Preise der Seltenen
       Erden schnellte nach oben.
       Mobiltelefone Ratgeber
       Umweltprobleme durch Elektronikschrott
       In Österreich fallen jährlich ca. 100.000 bis 120.000 Tonnen
       Elektroschrott an, EU-weit sind es laut Schätzungen bis zu 10
       Millionen Tonnen pro Jahr. Wiederverwendung und  Recycling von
       einzelnen Bestandteilen sind Möglichkeiten zur Reduktion von
       Elektronikschrott. Bei der Ablagerung alter Geräte auf Deponien
       oder Verbrennung des Schrotts werden giftige Chemikalien frei
       und gelangen in die Luft und in den Boden. Aus diesem Grund ist
       die Entsorgung von Elektroschrott auf Mülldeponien bereits in
       vielen europäischen Ländern verboten.
       Recycling spielt jedoch nicht nur bei den wachsenden Müllbergen
       eine wichtige Rolle. In elektronischen Geräten werden seltene
       Metalle verarbeitet, deren Vorkommen durch den industriellen
       Abbau schon stark reduziert wurden. Der Marktpreis für Indium
       (in Flachbildfernsehern) ist beispielsweise in den letzten 5
       Jahren um das Sechsfache gestiegen. Der Preis für Ruthenium (in
       Festplattenlaufwerken) hat sich in nur einem Jahr versieben
       facht. Durch gut entwickelte Recyclingverfahren könnte ein
       Großteil dieser Rohstoffe wiederverwendet, und die Versorgung
       somit sichergestellt werden.
       Problem Entwicklungsländer: Da es in vielen Entwicklungsländern
       Asiens und Afrikas keine angemessenen Recycling- oder
       Abfallsysteme gibt, stellt Elektronikschrott dort ein
       zunehmendes Problem dar. Nicht nur wegen der dort steigenden
       Menge von Elektronikgeräten, sondern durch illegale
       Endlagerungsstätten von Industrieländern.
       Mobiltelefone Ratgeber
       Recycling - nachhaltiger Mehrwert
       Heutzutage gibt es weltweit mehr als 4 Milliarden
       Mobiltelefonnutzer, die in den vergangenen drei Jahren jeweils
       über eine Milliarde Handys gekauft haben. Würden drei von vier
       Verbrauchern ein ungenutztes Handy abgeben, könnten 240.000
       Tonnen Rohstoffe eingespart und die gleiche Menge an
       Treibhausgasen reduziert werden (das entspricht einer
       Verringerung von 4 Millionen Autos auf den Straßen). Fakt ist -
       laut einer Studie von Nokia - dass weltweit nur 3 Prozent aller
       VerbraucherInnen ihre gebrauchten Mobiltelefone recyceln lassen.
       Seitens der Hersteller wäre es möglich, umweltfreundlichere
       Geräte produzieren zu lassen, etwa Bio-Kunststoffe im Gehäuse zu
       verwenden. Eine Studie von Greenpeace untersuchte 50 Produkte
       der Unterhaltungselektronik, darunter auch Handys. Den Titel
       „grünstes Handy" erzielte das F268 von Samsung, das aber nur in
       Asien verkauft wurde. Testsieger bei Smartphones wurde das Nokia
       6210 Navigator.
       Mobiltelefone Ratgeber
       Einkausftipps
       Elektrosmog: Die Seite www.senderkataster.at bietet
       Informationen über Standorte von Handymasten in Österreich und
       deren verwendete Übertragungstechnik
       
       Modell- & Herstellerwahl: Der Neukauf eines Mobiltelefons
       bedeutet zwar immer eine starke Umweltbelastung, aber als KundIn
       kann man zumindest ein umweltfreundlicheres Modell wählen.
       Leitfäden sind: Der jährlich erscheinende „Green Electronics
       Survey" von Greenpeace, das Handy-Ranking von NABU und E-Plus
       sowie der Eco Index von O2.
       
       Gebraucht kaufen: Auch bei Mobiltelefonen gilt, wer gebraucht
       kauft, schont Ressourcen. Umgekehrt: Wenn Ihr Gerät nicht mehr
       Ihren Ansprüchen genügt, aber funktionstüchtig ist, ist es unter
       Umweltaspekten sinnvoll, es zu verkaufen. Entweder über
       Gebrauchthandy-geschäften oder auf Internetplattformen wie
       rebuy, Zonzoo oder Wirkaufens
       
       Nutzungsdauer:  Es muss nicht immer das neueste Modell sein!
       Nutzen Sie Ihr Handy, solange es funktionsfähig ist. Denn für
       die Herstellung von Neugeräten werden Metalle benötigt, darunter
       Seltene Erden, deren Abbau oft mit Umweltproblemen
       zusammenhängt.
       
       Recyceln: Elektroschrott ist kostbar! In alten Handys stecken
       Edelmetalle, Seltene Erden und mehr. Das alte Handy gehört daher
       nicht in den Hausmüll, sondern wird fachgerecht recycelt: Auf
       den Mistplätzen und Recyclinghöfen von Entsorgungsbetrieben oder
       über Handysammelaktionen, die in Österreich regelmäßig
       durchgeführt werden (oft verbunden mit karitativen Aktionen).
       Mehr unter Carla Wien Handysammlung, www.econet-austria.at,
       www.rotenasen.at, www.diehandysammler.com
       
       Reparaturdienste: Lassen Sie alte Mobiltelefone reparieren und
       nutzen Sie es weiter. Spezialisierte Reparaturdienste (oft
       Handy-Shops) machen sogar Smartphones wieder flott.
       Label Blauer Engel und Europäisches Umweltzeichen: Sie
       kennzeichnen energiesparende Geräte, die umweltfreundlich und
       recyclinggerecht konstruiert sind.
       
       Umwelt- und Sozialstandards: Fragen Sie gezielt nach Umwelt- und
       Sozialstandards bei der Herstellung der Geräte, dadurch werden
       Hersteller und Händler auf die Problematik und den Kundenwunsch
       aufmerksam gemacht.
       
       Info-Plattform: Die Website www.topprodukte.at versteht sich als
       Info-Plattform für qualitativ hochwertige und energieeffiziente
       Produkte aus dem Bereich der Haushaltselektronik. Für Handys
       sind auf dieser Seite die SAR-Werte der einzelnen Typen
       angeführt.
       
       Ladegerät: Achten Sie beim Kauf eines neuen Handys auf die
       Kompatibilität Ihres alten Ladegeräts. Außerdem können
       inzwischen 14 Smartphones verschiedener Hersteller mit einem
       Ladegerät verwendet werden: Statt speziell auf ein Handy
       zugeschnittene Ladegeräte zu verwenden, haben sich Amtel, Apple,
       Emblaze Mobile, Huawei Technologies, LGE, Motorola Mobility,
       NEC, Nokia, Qualcomm, Research in Motion, Samsung, Sony
       Ericsson, TCT Mobile (Alcatel) und Texas Instruments darauf
       geeinigt, ihren Smartphones in Europa einen einheitlichen
       Anschluss für ein Ladegerät einbauen zu lassen. In der EU wird
       erwartet, dass bereits 2013 die meisten Geräte über diesen
       standardisierten Anschluss verfügen.
       #Post#: 132--------------------------------------------------
       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: Markus Bösch Date: December 6, 2012, 2:16 pm
       ---------------------------------------------------------
       [quote]Deutsche Fair-Trade-Maus mit ökologischer IT-Technik
       vorgestellt
       Nachhaltiges Wirtschaften unter dem Fair-Trade-Motto ist bei
       Nahrungsmitteln wie Tee oder Schokolade mittlerweile ein
       gängiges Phänomen und sorgt für ein Mindestmaß menschenwürdiger
       Arbeitsbedingungen und umweltfreundlichem Anbau. Auf das gleiche
       Prinzip setzt nun das Unternehmen Nager IT mit einer
       Office-Maus.
       Mit der Fertigung eines IT-Produktes unter entsprechend
       nachhaltigen Bedingungen will der Anbieter vor allem ein Zeichen
       setzen, Grundlagen schaffen und andere Hersteller zur Nachahmung
       ermuntern – vielen Nutzern dürfte vor allem Foxconn aufgrund
       miserabler Arbeitsbedingungen im Gedächtnis sein. Dies soll bei
       dem nun vorgestellten Produkt anders werden, weshalb Nager IT
       die Endmontage nicht nur in die Hände einer Werkstatt für
       behinderte Menschen in Regensburg legt sondern auch über die
       verwendeten Bauteile und ihre Herkunft vollständig Auskunft
       gibt. Allerdings können laut dem Anbieter derzeit nur etwa zwei
       Drittel aller Bauteile fair bezogen werden, was dennoch im
       derzeit „nachhaltigste[n] IT Produkt“ resultiere. In Zukunft
       möchte der Hersteller die Maus schließlich Schritt für Schritt
       komplett verträglich herstellen, wobei auch über den derzeitigen
       Anteil an nachhaltigen Bauteilen und (recycelten) Rohstoffen
       informiert wird. (...)
  HTML http://www.computerbase.de/news/2012-12/deutsche-fair-trade-maus-mit-oekologischer-it-technik-vorgestellt/
       [center]
  HTML http://pics.computerbase.de/4/5/9/2/6/1_m.jpg
       [/center][/quote]
       Quelle: computerbase.de
  HTML http://www.computerbase.de/news/2012-12/deutsche-fair-trade-maus-mit-oekologischer-it-technik-vorgestellt/
       #Post#: 174--------------------------------------------------
       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: SilkeGiesinger Date: January 6, 2013, 11:04 am
       ---------------------------------------------------------
  HTML http://www.youtube.com/watch?v=SSzhizCy5XU
  HTML http://www.youtube.com/watch?v=SSzhizCy5XU
       "Eure alten Computer vergiften hier unsere Kinder", so der
       ghanaische Öko-Aktivist Mike Anane. Toxic City wird
       Agbogbloshie, ein Stadtteil der Hauptstadt Ghanas, deshalb
       mittlerweile auch genannt. Es ist ein schmutziges Geschäft - in
       jeder Hinsicht. Europäische Reeder verschiffen Abfälle nach
       Afrika, wo die Fracht illegal entsorgt wird. Giftige
       Schwermetalle verseuchen die Menschen, die Böden, die Flüsse und
       die Fische - und die Händler verdienen dabei ein Vermögen. Ein
       Großteil des Elektroschrotts kommt aus Deutschland.
       #Post#: 189--------------------------------------------------
       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: SilkeGiesinger Date: January 19, 2013, 2:33 pm
       ---------------------------------------------------------
  HTML http://www.prosieben.at/videokatalog/Wirtschaft/video-Der-geplante-Defekt-Galileo-wissen-Magazin-Elektroger%C3%A4te-Garantie-Kondensator-548848.html?rplay
  HTML http://www.prosieben.at/videokatalog/Wirtschaft/video-Der-geplante-Defekt-Galileo-wissen-Magazin-Elektroger%C3%A4te-Garantie-Kondensator-548848.html?rplay
       Ein Galileo-Beitrag zur geplanten Obdoleszenz:
       Beschreibung: Manche Elektrogeräte gehen ja wirklich schnell
       kaputt. Doch ist es vielleicht sogar eine Masche des
       Herstellers, einen Defekt kurz nach Ablauf der Garantie zu
       programmieren?
       Dieses Video behandelt Themen wie Der geplante Defekt, Galileo
       und wissen. Darüber hinaus sind die Schwerpunkte Magazin,
       Elektrogeräte, Garantie und Defekt. Alternative Themen sind
       Kondensator, Elektroschrott und Kaufland.
       #Post#: 193--------------------------------------------------
       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: SilkeGiesinger Date: January 26, 2013, 1:21 pm
       ---------------------------------------------------------
  HTML http://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument%2FMagazinArtikel%2FDetail&cid=318883933401&pn=1
  HTML http://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument%2FMagazinArtikel%2FDetail&cid=318883933401&pn=1
       Zufall oder Absicht? Viele Geräte geben nach Ablauf der
       Gewährleistung ihren Geist auf. Vieles deutet darauf hin, dass
       es sich um geplanten (künstlichen) Verschleiß handelt.
       Das hat wohl jeder schon erlebt: Kaum ist die
       Gewährleistungsfrist eines Gerätes abgelaufen, ist es auch schon
       defekt. Zufall? Ein Montagsgerät erwischt? Mitnichten. Der
       Wahnsinn hat nach Meinung von Kritikern vielmehr Methode und
       auch einen Namen: geplante Obsoleszenz. Der aus dem Lateinischen
       kommende Begriff bedeutet soviel wie „veralten“. Es handelt sich
       also, wenn man so will, um ein internes Ablaufdatum, welches die
       Lebenszeit von Geräten bewusst beschränkt – am besten (aus der
       Sicht von Herstellern und Handel) auf den Zeitraum kurz nach
       Ablauf der zweijährigen Gewährleistungsfrist. Geplanter oder
       künstlicher Verschleiß?
       Geplanter Verschleiß?
       Danach wird entweder eine (teure) Reparatur fällig oder eine
       Neuanschaffung. Und genau das sei das Ziel, behaupten Kritiker.
       Ingenieure und Designer würden von den Herstellern dazu
       angehalten, die von ihnen entworfenen Produkte so zu
       konstruieren, dass sie bei durchschnittlicher Nutzung innerhalb
       eines vorhersehbaren Zeitraums den Geist aufgeben.
       Fakt oder Verschwörungstheorie?
       „Reine Verschwörungstheorie“, halten Hersteller und Handel dem
       entgegen, sie produzierten einfach (auch) Geräte, die der
       verbreiteten „Geiz-ist-geil“-Mentalität entsprächen, also in
       erster Linie billig sein müssten, da Qualität und Langlebigkeit
       für viele Konsumenten keine Kaufargumente seien. Und Billigware
       habe nun einmal eine kürzere Lebenserwartung als qualitativ
       hochwertige und somit teurere Produkte.
       Kaum echte Beweise
       Im Einzelfall lässt sich tatsächlich schwer ein vorsätzlicher
       Fehlereinbau nachweisen, da sich noch kein Konstrukteur oder
       Designer fand, der dies öffentlich eingestanden hätte. Dieser
       Art von Beweis bedürfe es aber auch gar nicht, sagen die
       Kritiker, denn die täglichen Erfahrungen zahlloser Verbraucher
       und die Kenntnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge seien
       Indiz genug.
       Umfrage: Was haben Sie erlebt?
       Gibt es die Obsoleszenz (künstlicher Verschleiß) oder ist das
       nur ein Mythos? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wie könnte
       man die Müllproblematik in den Griff bekommen? Machen Sie an der
       Umfrage mit, wir werden die Ergebnisse veröffentlichen.
       #Post#: 199--------------------------------------------------
       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: SilkeGiesinger Date: February 2, 2013, 11:55 am
       ---------------------------------------------------------
  HTML http://www.youtube.com/watch?v=EiH4Dh2jSWc&feature=youtu.be
  HTML http://www.youtube.com/watch?v=EiH4Dh2jSWc&feature=youtu.be
       Veröffentlicht am 15.10.2012
       Die Garantie ist abgelaufen und schon geht das Elektrogerät
       kaputt! Immer mehr Hersteller pflanzen Produkten einen
       Selbstmord-Code ein, der deren Lebensdauer verringert und zum
       vorzeitigen Neukauf zwingt. Wir erklären, wie man diese Tricks
       erfolgreich umgehen kann.
       #Post#: 204--------------------------------------------------
       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: SilkeGiesinger Date: February 11, 2013, 1:39 pm
       ---------------------------------------------------------
  HTML http://www.bewusstkaufen.at/news/493/geplanter-schrott.html
  HTML http://www.bewusstkaufen.at/news/493/geplanter-schrott.html
       11.02.2013
       Geplanter Schrott?
       Zufall oder Absicht? Viele Geräte geben nach Ablauf der
       Gewährleistung ihren Geist auf. Vieles deutet darauf hin, dass
       es sich um geplanten (künstlichen) Verschleiß handelt. Der
       Verein für Konsumenteninformation befragt KonsumentInnen zu
       ihren Erfahrungen.
       
       Das hat wohl jeder schon erlebt: Kaum ist die
       Gewährleistungsfrist eines Gerätes abgelaufen, ist es auch schon
       defekt. Zufall? Ein Montagsgerät erwischt? Mitnichten. Der
       Wahnsinn hat nach Meinung von Kritikern vielmehr Methode und
       auch einen Namen: geplante Obsoleszenz. Der aus dem Lateinischen
       kommende Begriff bedeutet soviel wie „veralten". Es handelt sich
       also, wenn man so will, um ein internes Ablaufdatum, welches die
       Lebenszeit von Geräten bewusst beschränkt - am besten (aus der
       Sicht von Herstellern und Handel) auf den Zeitraum kurz nach
       Ablauf der zweijährigen Gewährleistungsfrist. Geplanter oder
       künstlicher Verschleiß?
       
       Geplanter Verschleiß?
       
       Danach wird entweder eine (teure) Reparatur fällig oder eine
       Neuanschaffung. Und genau das sei das Ziel, behaupten Kritiker.
       Ingenieure und Designer würden von den Herstellern dazu
       angehalten, die von ihnen entworfenen Produkte so zu
       konstruieren, dass sie bei durchschnittlicher Nutzung innerhalb
       eines vorhersehbaren Zeitraums den Geist aufgeben.
       
       Fakt oder Verschwörungstheorie?
       
       „Reine Verschwörungstheorie", halten Hersteller und Handel dem
       entgegen, sie produzierten einfach (auch) Geräte, die der
       verbreiteten „Geiz-ist-geil"-Mentalität entsprächen, also in
       erster Linie billig sein müssten, da Qualität und Langlebigkeit
       für viele Konsumenten keine Kaufargumente seien. Und Billigware
       habe nun einmal eine kürzere Lebenserwartung als qualitativ
       hochwertige
       und somit teurere Produkte.
       
       Kaum echte Beweise
       
       Im Einzelfall lässt sich tatsächlich schwer ein vorsätzlicher
       Fehlereinbau nachweisen, da sich noch kein Konstrukteur oder
       Designer fand, der dies öffentlich eingestanden hätte. Dieser
       Art von Beweis bedürfe es aber auch gar nicht, sagen die
       Kritiker, denn die täglichen Erfahrungen zahlloser Verbraucher
       und die Kenntnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge seien
       Indiz genug.
       
       Umfrage: Was haben Sie erlebt?
       
       Gibt es die Obsoleszenz (künstlicher Verschleiß) oder ist das
       nur ein Mythos? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wie könnte
       man die Müllproblematik in den Griff bekommen? Machen Sie an der
       Umfrage mit, wir werden die Ergebnisse veröffentlichen.
       
       Online-Fragebogens: "Geräte mit Ablaufdatum - Mythos oder
       Realität?"
       
       #Post#: 205--------------------------------------------------
       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: SilkeGiesinger Date: February 11, 2013, 2:08 pm
       ---------------------------------------------------------
       Zum Fragebogen geht's hier:
  HTML https://response.questback.com/vereinfrkonsumenteninformat/obsoleszenz/
       #Post#: 236--------------------------------------------------
       Re: Stichwort "Elektronik"
       By: SilkeGiesinger Date: March 20, 2013, 11:44 am
       ---------------------------------------------------------
       Müssten wir Verbraucher nicht ständig neue Produkte kaufen, weil
       die alten zu früh kaputtgehen, blieben uns im Jahr 100
       Milliarden Euro übrig. Das ist verdammt viel ... aber dazu
       müssen wir auch daran arbeiten, nicht immer das Neueste besitzen
       zu wollen ....
       Hier der Artikel dazu: "Geplanter Verschleiß ist kein
       Massenphänomen" vom 20.3.2013:
  HTML http://www.sueddeutsche.de/geld/studie-zu-elektrogeraeten-geplanter-verschleiss-ist-ein-massenphaenomen-1.1628942
  HTML http://www.sueddeutsche.de/geld/studie-zu-elektrogeraeten-geplanter-verschleiss-ist-ein-massenphaenomen-1.1628942
       Weiche Gummisohlen, nicht austauschbare Akkus, billiges Plastik:
       Zahlreiche Geräte sind so gebaut, dass sie just dann kaputt
       gehen, wenn die Garantie abläuft. Zufall? Eine Studie sagt:
       Nein. Und spricht von "geplanter Obsoleszenz" zur
       Renditemaximierung.
       Von Andreas Jalsovec
       Darüber hat sich fast jeder Verbraucher schon einmal geärgert:
       Kaum ist das elektrische Gerät zwei, drei Jahre alt, gibt es den
       Geist auf. Die Zahnbürste, deren Akku man nicht tauschen kann.
       Der Rührmixer, dessen Kunststoffrädchen im Innern so abgenutzt
       sind, dass sich die Besen nicht mehr bewegen.
       Das alles passiert oft ausgerechnet dann, wenn die Garantiezeit
       gerade abgelaufen ist. Kann das Zufall sein? Mitnichten, heißt
       es in einer Studie, welche die Bundestagsfraktion der Grünen in
       Auftrag gegeben hatte und die an diesem Mittwoch vorgestellt
       wird. Schuld sei die "geplante Obsoleszenz".
       Eingebautes Verfallsdatum
       Gemeint ist damit der beabsichtigte oder bewusst in Kauf
       genommene vorzeitige Verschleiß von Produkten, die eigentlich
       viel länger halten könnten. Weil die Hersteller Schwachstellen
       einbauen oder minderwertige Materialien verwenden, verkürzt sich
       die Lebenszeit. Leidtragende sind die Konsumenten.
       "Geplanter Verschleiß ist ein Massenphänomen", sagt Stefan
       Schridde, der die Studie zusammen mit dem Aalener
       Ökonomieprofessor Christian Kreiß erstellt hat. Die Autoren
       belegen das an gut 20 beispielhaft ausgewählten Massenprodukten.
       So gibt es bei Tintenstrahldruckern interne Zähler, die nach
       einigen Tausend Seiten Wartungsbedarf melden, obwohl das Gerät
       weiterdrucken könnte.
       Für Schuhsohlen werden Gummisorten verwendet, die schnell
       abreiben und verklebt sind, sodass man die Sohle nicht tauschen
       kann. In Jacken gibt es Reißverschlüsse, deren Zähne
       spiralförmig angeordnet sind, weshalb sie frühzeitig den Dienst
       versagen. Und sie fanden Waschmaschinen, deren Heizstäbe
       verdächtig schnell rosteten: Ihre Reparatur ist meist sündhaft
       teuer.
       Kosten von 100 Milliarden Euro pro Jahr
       Warum aber sollten die Hersteller solche Produkte schneller
       kaputtgehen lassen? "Es geht um Renditemaximierung", sagt Stefan
       Schridde. Der Einbau minderwertiger Teile spare Kosten. Weil die
       Geräte schnell kaputtgehen, machen die Firmen andererseits mehr
       Umsatz. "Die Strategie allmählicher Qualitätsverschlechterung",
       so heißt es in der Studie, "wird in Form steigender Gewinne
       belohnt."
       Eine Argumentation, die Werner Scholz nicht nachvollziehen kann.
       Der Geschäftsführer der Hausgeräte-Fachverbände im Verband der
       Elektroindustrie (ZVEI) sagt: "Die Hersteller wären schlecht
       beraten, wenn sie so handeln würden." Ein Verbraucher, dessen
       Waschmaschine nach vier Jahren kaputtgehe, werde das nächste
       Gerät anderswo kaufen.
       "Wir brauchen klare Vorgaben für die Reparierbarkeit"
       Er habe keine Anhaltspunkte, dass die Haltbarkeit zurückgehe:
       Laut einer vom Verband in Auftrag gegebenen Studie sind von den
       fast 180 Millionen in deutschen Haushalten eingesetzten Geräten
       mehr als 75 Millionen älter als zehn Jahre.
       Für die Grünen ist die Studie dennoch Anlass, schärfere
       gesetzliche Regelungen zu fordern. "Wir brauchen klare Vorgaben
       für die Reparierbarkeit und Austauschbarkeit von Einzelteilen",
       sagt die verbraucherpolitische Sprecherin Nicole Maisch.
       Schließlich seien mit geplantem Verschleiß Müllberge und Kosten
       verbunden.
       Wie hoch diese sind, dazu liefert die Studie eine Schätzung:
       Müssten die Verbraucher nicht ständig neue Produkte kaufen, weil
       die alten zu früh kaputtgehen, blieben ihnen im Jahr 100
       Milliarden Euro übrig.
       *****************************************************
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