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#Post#: 66--------------------------------------------------
Die Schlacht um den Teller (Arte Doku)
DIR By: SilkeGiesinger
Date: October 20, 2012, 3:38 pm
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HTML http://www.youtube.com/watch?v=PhhGHV44k6Y
HTML http://www.youtube.com/watch?v=PhhGHV44k6Y
In den USA leben die meisten Fettleibigen, aber längst ist
Adipositas zu einem globalen Problem geworden. 300 Millionen
fettleibige Menschen gibt es auf der Welt. Schuld daran sei die
Nahrungsmittelindustrie, so Nicholas Freudenberg, Professor für
Öffentliche Gesundheit in New York. "Die amerikanische
Nahrungsmittelindustrie gibt 30 Milliarden Dollar jährlich für
Werbung aus. Sie richtet ihre Werbung gezielt auf die Ärmsten
der Gesellschaft, denn die leben am stärksten unter Stress,
Armutsstress." Und weil die Menschen biologisch so disponiert
seien, erläutert der Forscher weiter, essen sie unter Stress
mehr Fett, mehr Zucker, mehr Salz. Eben diese Produkte, die in
großen Mengen konsumiert zu Gesundheitsstörungen führen, bewerbe
die Nahrungsmittelindustrie am stärksten.
Und die Global Player dieser Industrie exportieren ihre Produkte
weltweit. Die Freihandelsabkommen, die die USA mit Mexiko und
jüngst mit Südkorea abgeschlossen haben, helfen ihnen dabei,
neue Märkte zu erobern. So sind Fettleibigkeit und Diabetes auch
im Schwellenland Mexiko zum Problem geworden.
Das noch größere Problem in Mexiko ist, dass zwei Millionen
Kleinbauern in der Folge des Nordamerikanischen
Freihandelsabkommens durch hoch subventionierten Mais und
Genmais aus den USA ihre Existenz verloren haben. Knapp eine
Milliarde Menschen hungert oder leidet weltweit an
Unterernährung. Die meisten sind Kleinbauern. "Einer der
Hauptgründe ist, dass die Kleinbauern politisch marginalisiert
wurden und ökonomisch nicht interessant genug schienen, in sie
zu investieren," sagt Olivier de Schutter,
UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung.
Aber was essen wir morgen? Natürliche, lokale, nachhaltig
angebaute Produkte aus kleinbäuerlichen Betrieben oder
industriell hergestelltes Fast- und Trash-Food? Klonfleisch aus
den USA oder genetisch veränderter Reis, angereichert mit Eisen
und Zink, aus Südkorea? Gemüse aus vertikalen Gewächshäusern,
gebaut in den Zentren der Megalopolen, von dort frisch auf den
Tisch unter Verzicht auf weite, umweltschädliche Transportwege?
Wer wird hungern, wer wird satt? Die Dokumentation sucht
Antworten.
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