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#Post#: 38--------------------------------------------------
Thema "Fleisch/Tiere"
By: SilkeGiesinger Date: September 29, 2012, 5:15 am
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Eine Dokumentation, die vor wenigen Tagen auf SWR im Fernsehen
zu sehen war:
HTML http://www.youtube.com/watch?v=J9XgEJWo5-w
HTML http://www.youtube.com/watch?v=J9XgEJWo5-w
Schweine für den Müllcontainer - Warum es zuviel Fleisch gibt
Fressen und gefressen werden: Die moderne Landwirtschaft hat
diesen Kreislauf durchbrochen. Millionen Schweine werden niemals
gegegessen: Sie sterben nur, um weggeworfen zu werden. Warum ist
das so? Wer verdient daran? Geht es auch anders?
55 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland
geschlachtet. Bis zu einem Drittel davon landen niemals in einer
Bratpfanne, sondern auf dem Müll. Trotzdem boomt die
industrielle Schweinezucht, es entstehen riesige neue
Tierfabriken. Und die sind politisch offensichtlich gewollt. EU,
Bund und Länder fördern eine industrielle Massentierzucht, die
zu Überproduktion führt. Für die großen Züchter lohnt sich
dieses Geschäft selbst dann noch, wenn der Markt längst übersatt
ist.
Der Film nimmt die Zuschauer mit auf die Suche nach den vielen
Geldquellen, die die Politik für immer mehr Billigfleisch
erschließt. Und er zeigt die Folgen. 20.000 Mastschweine in
einem Stall, das bedeutet: Dahinvegetieren in Schmutz, Enge und
Dunkelheit, ständig geplagt von Krankheitserregern. Der Gestank
ist entsetzlich, der Mensch hält es nur kurze Zeit in den
Ställen aus, berichtet ein Tierschützer, die Zustände in
deutschen Zuchtbetrieben mit der Kamera dokumentiert. Rund zehn
Prozent der Schweine sterben dort, bevor sie schlachtreif sind.
Der Film ist an vielen Orten dabei, wo Fleisch auf dem Müll
landet: Von dem, das in den Handel gelangt, werfen die
Supermärkte bald darauf vieles weg, weil es die
Haltbarkeitsgrenze überschritten hat. Die Gastronomie kann sich
zu niedrigen Kosten mit Vorräten eindecken - das Wegwerfen
schmerzt später kaum. Ebenso legen viele Verbraucher abgepacktes
Fleisch quasi auf Verdacht in den Einkaufswagen und werfen es
oft unausgepackt weg.
Die Dokumentation von Edgar Verheyen fragt aber auch nach einer
Alternative. Das Filmteam besucht die Hermannsdörfer
Landwerkstätten, einen Musterbetrieb nachhaltiger Tierzucht.
Sein Gründer ist Karl Ludwig Schweisfurth, einst Pionier der
Fleischindustrie in Deutschland, als Chef des Herta-Konzerns
europäischer Marktführer. Das Geschäft, das ihn einst reich
machte, sieht er längst kritisch: Haben wir das gewollt - immer
billiger, damit wir immer mehr Fleisch fressen? Fazit: Fleisch
essen, ohne sich zu ekeln - das ist möglich. Aber wenn alle
Schweine, die die Deutschen essen, so leben sollten wie in
Schweisfurths Landwerkstätten, dann wäre Fleisch um ein
Vielfaches teurer.
Ein Film von Edgar Verheye
#Post#: 40--------------------------------------------------
Re: Schweine für den Müllcontainer
By: SilkeGiesinger Date: September 29, 2012, 11:50 am
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HTML https://www.youtube.com/watch?v=AD_4KRz0WQA&feature=player_embedded#!
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Nur wenigen Menschen ist bewusst, dass sich ein unsichtbares
Band der Zerstörung von den europäischen Massentieranlagen bis
in die Wälder Südamerikas zieht. Dort vernichten riesige
Sojaplantagen die einheimische Fauna und Flora und beschleunigen
so den Klimawandel. Soja, die zur Fütterung von Hühnern, Rindern
und Schweinen in Europa benötigt wird, wächst in Südamerika
mittlerweile auf einer Fläche von über elf Millionen Hektar --
und die Nachfrage wächst rasant.
Um Platz für den Soja-Anbau zu schaffen, werden tausende
Menschen von ihrem Land verjagt und verlieren die Grundlage
eigener Nahrungsmittelproduktion. Indigene Völker werden
vertrieben und riesige Wälder gerodet.
Ein Großteil der Soja ist gentechnisch verändert und führt zu
einem enormen Anstieg des Pestizideinsatzes -- das Ergebnis ist
die Vergiftung ländlicher Gemeinden, Brunnen und der Umwelt.
Unterdessen wird Europas kleinbäuerliche Landwirtschaft, von der
Mensch UND Natur profitieren können, immer weiter von den großen
Agrarmultis zurück gedrängt.
Diese Dokumentation erforscht die Auswirkungen des Soja-Anbaus
in Südamerika. Und zeigt den Menschen in Südamerika und Europa
Alternativen zum zerstörerischen Teufelskreis auf.
#Post#: 184--------------------------------------------------
Re: Thema "Fleisch/Tiere"
By: SilkeGiesinger Date: January 15, 2013, 2:41 pm
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HTML http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2013/0114/schweine.jsp
HTML http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2013/0114/schweine.jsp
WDR-Dokumentation vom 14.1.2013
Er gilt als der größte „Schweine-Baron“ Europas, Adriaan
Straathof. In Ostdeutschland baut seine Firma gerade ein neues
Schweine-Imperium von Mecklenburg-Vorpommern bis Sachsen auf.
Die Mega-Ställe in Ostdeutschland dürfe kaum jemand betreten,
sagen Kritiker. Kontrolleure berichten, auch sie hätten ihre
Schwierigkeiten.
Derzeit laufen mehrere Verfahren. Ein Vorwurf: Ställe seien
angeblich ohne Baugenehmigung gebaut, und es sollen angeblich
viel mehr Schweine gezüchtet werden als zugelassen.
Den Bewohnern um die Schweineanlagen „stinkt“ es jedenfalls
gewaltig und sie protestieren gegen den Fleischriesen aus
Holland.
Vor zehn Jahren gingen in Holland die dortigen Behörden mit
Anwälten und Polizeigewalt gegen Straathof vor. Damals lauteten
die Vorwürfe: Schwarzbauten, Tierquälerei und Überbelegung der
Ställe.
die story macht sich auf die „Spur der Schweine“ und zeichnet
den neuen Weg des „Schweine-Barons“ in Ostdeutschland nach.
#Post#: 295--------------------------------------------------
Dokumentation "Nie wieder Fleisch"?
By: SilkeGiesinger Date: July 30, 2013, 2:30 pm
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HTML http://videos.arte.tv/de/videos/nie-wieder-fleisch--7606762.html
HTML http://videos.arte.tv/de/videos/nie-wieder-fleisch--7606762.html
Wie meistens: für 7 Tage online - ab jetzt! Empfehlenswerte
Dokumentation über die Folgen des Fleischkonsums
NIE WIEDER FLEISCH?
In den letzten 50 Jahren hat sich der weltweite Fleischkonsum
verfünffacht. Während man in Europa schon immer viel Fleisch
gegessen hat, wächst die Lust darauf nun auch in Ländern wie
China und Indien. Doch der Hunger nach Fleisch hat verheerende
Konsequenzen. In China nehmen gesundheitliche Probleme der
Bevölkerung durch die veränderte Ernährung stetig zu, in
Paraguay führt der Futterexport nach Europa zu extremer Armut,
in Frankreich und Deutschland ist das Grundwasser durch die
extensive Landwirtschaft gefährdet und weltweit leidet das
Klima. Viele Masttiere gleichen mittlerweile
Futterverwertungsmaschinen und verbringen ihr kurzes Leben
zusammengepfercht in dreckigen Ställen.
Die Industrie hingegen wirbt mit Heilsversprechen für ihre
Produkte - Fleisch sei gesund und für eine ausgewogene Ernährung
notwendig. Dabei belegen Studien, dass der Konsum von zu viel
rotem Fleisch nicht nur krank macht, sondern das Leben sogar
verkürzen kann. Auch weißes Fleisch ist problematisch, denn
Hühner und Puten werden erschreckend häufig mit Antibiotika
behandelt. Moderne Mastbetriebe haben sich zu Hightech-Firmen
entwickelt, in denen die Tiere lediglich Produkte sind. Dass es
sich um Lebewesen handelt, wird gerne vergessen.
Jährlich produziert Europa rund 40 Millionen Tonnen Fleisch, das
Futter für die Tiere kommt oft aus Südamerika, zum Beispiel aus
Paraguay. Einige wenige Unternehmer verdienen dort an dem Export
sehr gut, die Mehrheit der Bevölkerung leidet darunter. Denn die
Sojapflanzen werden mit extrem giftigen Pflanzenschutzmitteln
besprüht. Eine wissenschaftliche Studie der Universitätsklinik
von Asunción belegt, dass in Dörfern in der Nähe von Sojafeldern
auffällig oft Kinder mit Missbildungen geboren werden.
Aber nicht nur der Import nach Europa, auch der Export führt zu
Hunger und Elend. Fleisch wird in Europa so günstig hergestellt,
dass es für viele Afrikaner billiger ist, europäische Produkte
zu kaufen als selber zu produzieren. Eine Folge ist die
Zerstörung der einheimischen Märkte, denn die Bauern sind der
industriellen und staatlich subventionierten Konkurrenz aus
Europa schutzlos ausgeliefert, wie Berichte aus Ghana und Benin
beweisen.
(Deutschland, 2012, 62mn)
NDR
Erstausstrahlungstermin:
Heute, 20:16
weitere Ausstrahlungstermine:
Donnerstag, 1. August 2013, 08:55
Montag, 19. August 2013, 08:55
Themen:Gesellschaft, Umwelt & Wissenschaft, Dokumentationen
Stichworte:Fleisch, Fleischkonsum, Tierhaltung, Masttierhaltung,
Massenproduktion, Antibiotika, Krankheit, Gesundheit, extensive
Landwirtschaft, Pestizide, Klima, Wasser, Wirtschaft, Armut,
Export, Import, China, Afrika, Europa, USA
#Post#: 297--------------------------------------------------
Artikel: Die Weltrettung hört beim Schnitzel auf
By: SilkeGiesinger Date: August 8, 2013, 11:24 pm
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HTML http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2013-08/veggie-day-gruene-veraenderungen-gesellschaft
HTML http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2013-08/veggie-day-gruene-veraenderungen-gesellschaft
Wir Deutschen sind Weltmeister im Moralisieren. Aber wenn uns
jemand die Wurst vom Brot nehmen will, versiegt der Eifer. Ein
Plädoyer für einen Veggie Day
Die Aufregung um den Veggie-Day, um einen einzigen fleischlosen
Tag in der Woche in den Kantinen und Mensen der Bundesrepublik,
markiert ein Dilemma in der deutschen Befindlichkeit. Einerseits
ist man wohlstandsverwöhnt und behäbig, andererseits möchte man
die Welt verbessern und hat hohe moralische Ansprüche.
Allerorten sind Floskeln und Phrasen zu lesen wie "Neue Wege
gehen", "Mut zur Veränderung", "Zukunft gestalten". Aber wenn es
um das Essen auf dem eigenen Teller geht: bitte nicht!
Sobald jemand einen vernünftigen Vorschlag macht, um unser Leben
auch nur einen Funken nachhaltiger zu gestalten, lautet der
kollektive Aufschrei: Unsere Freiheit wird bedroht! Dass die
Deutschen noch nie so viel Fleisch wie in den vergangenen
Jahrzehnten verzehrt haben, dass die industrielle
Massentierhaltung eine irrsinnige Entwicklung nach sich gezogen
hat, wird nicht reflektiert. Die Deutschen essen heute viermal
so viel Fleisch wie Mitte des 19. Jahrhunderts und doppelt so
viel wie vor hundert Jahren. Aber alles, was sich einmal
etabliert hat, darf nicht mehr geändert werden.
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Die Debatte der vergangenen Tage zeigt, dass zumindest ein Teil
der Deutschen für sich beansprucht, jeden einzelnen Tag Fleisch
essen zu müssen, im Durchschnitt 61 Kilo pro Kopf pro Jahr,
egal, welche Folgen das für Menschen, Tiere und Ökosysteme
anderswo auf der Welt hat. Jeder Versuch, Fehlentwicklungen auch
nur in homöopathischen Dosen zu korrigieren, wird als
Freiheitsentzug abgelehnt. Mit dieser Haltung, die ein
spätkapitalistisches Anything-goes als Dauerzustand statuieren
will, können wir uns von der Hoffnung, in Zukunft etwas zu
verändern, verabschieden.
Verändern müssen sich nur die anderen
Rücksicht nehmen, auf etwas Verzichten sollen immer nur die
Anderen. Man schimpft gern über "die Chinesen", die bessere
Umweltmaßnahmen ergreifen sollten, während wir in Massen
Produkte Made in China kaufen. Und die Südamerikaner, die sollen
doch endlich mal zur Räson kommen, was die Rodung ihres
Regenwalds angeht! Wir jedoch essen sehr gern weiterhin
argentinisches Rindersteak. Wir reden unablässig über den
Klimawandel, aber mit uns persönlich haben die Veränderungen
nichts zu tun. Uns etwas abverlangen, gar den Verzicht auf
etwas, dürfen sie nicht.
In letzter Zeit wird vegetarische oder vegane Lebensweise
zunehmend populär – ob man so tatsächlich gesünder lebt, ist
aber umstritten. Wir erklären, was vegetarisch und vegan
bedeuten. Video kommentieren
Jeder, der über den Veggie Day gepeinigt aufgeschrien hat,
sollte im Wahlprogramm der Grünen einmal nachlesen, was Renate
Künast sich darunter vorstellt. Sie möchte eine Empfehlung dafür
aussprechen, dass in Kantinen einmal in der Woche ein
fleischloser Tag eingeführt wird. Von einem flächendeckenden
Gesetz auf Bundesebene ist nicht die Rede, es geht lediglich um
eine Empfehlung. Und nur um einen Tag. Im Übrigen sind die
Grünen nicht die Urheber dieser Idee.
Hierzulande hat beispielsweise der Sportartikelhersteller Puma
schon 2009 den Meat-free Monday eingeführt. Siemens praktiziert
einmal im Monat den sogenannten Terra-Tag, an dem in den 50
Konzernkantinen vegetarische Gerichte auf dem Speiseplan stehen.
Bislang sind weder Puma noch Siemens als esoterisch-randständige
Unternehmen in Erscheinung getreten.
Eigentlich muss man sich wundern, dass erst jetzt, im Jahr 2013,
eine renommierte Politikerin einen konkreten Vorschlag zur
Reduzierung des Fleischkonsums unterbreitet hat. Denn die
Argumente dafür sind hinlänglich bekannt. Für Viehfutter müssen
riesige Soja-Monokulturen angelegt werden, die den Platz zum
Anbau von Getreide zur Ernährung der Bevölkerung einnehmen. Es
besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Hunger und
Viehfutteranbau.
Hinzu kommt die Rodung enormer Waldflächen, allen voran des
Regenwaldes. Was nicht den Monokulturen weicht, weicht den
Weideflächen für weltweit mehr als 1,5 Milliarden Rinder.
Weideland und für Futtermittelanbau genutztes Ackerland machen
fast 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus. Die
Umweltbilanz unseres Fleischverzehrs sieht so aus: Für die
Herstellung eines einzigen Kilogramms Rindfleisch schlagen 335
Kilogramm Kohlendioxid (das entspricht einer Autofahrt von
Hamburg nach Rom) und der Verbrauch von 15.500 Liter Wasser zu
Buche. In der Viehmast eingesetzte Antibiotika und Hormone
verschmutzen das Grundwasser.
Auch wenn Fleisch bei uns ganz selbstverständlich stets
verfügbar in der Kühltheke liegt – es ist ein enormer Luxus,
Fleisch zu essen. Doch wie sagte der Schriftsteller Moritz
Heimann schon vor hundert Jahren: Nichts lernt sich so leicht
wie der Luxus.
Um das Mögliche zu erreichen, müssen Politiker manchmal das
Unmögliche fordern. Es wird keinen fleischfreien Donnerstag oder
Freitag in Deutschland geben, aber vielleicht einige Menschen
mehr, die freiwillig darauf verzichten, jeden Tag Fleisch zu
essen.
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