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       #Post#: 30--------------------------------------------------
       Thema "Gensoja" und Stichwort "Monsanto"
       By: SilkeGiesinger Date: September 26, 2012, 1:37 pm
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  HTML http://www.youtube.com/watch?v=1810e-9HSDQ
  HTML http://www.youtube.com/watch?v=1810e-9HSDQ
       Noch eine Dokumentation zum Thema "Gentechnik" und Monsanto.
       Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen
       Konzerns "Monsanto Chemical Works", dem weltweiten Marktführer
       für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt
       "Monsanto" auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des
       modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im
       Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid "Agent
       Orange" her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch
       veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten
       viele für bedenklich.
       Das 1901 in St. Louis im US-Staat Missouri gegründete
       Unternehmen "Monsanto Chemical Works" war im 20. Jahrhundert
       weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum
       mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte
       "Monsanto" mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte
       das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid
       Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert
       ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff
       Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der
       Milchleistung von Kühen sowie die in der Industrie häufig
       verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter dem Namen
       Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als
       hochgiftig eingestuft wird.
       Heute ist "Monsanto" weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der
       Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten
       gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps,
       Mais und Baumwolle, sind "Monsanto"-Patente. Und über kurz oder
       lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu
       kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile
       transgene Organismen von "Monsanto". Aber noch nie hat ein
       agro-industrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt. Der
       Dokumentarfilm fragt nach den Gründen für die Aufregung und
       erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen
       überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob "Monsanto"-Produkte
       Fluch oder Segen für die Menschheit sind.
       Der Dokumentarfilm stützt sich auf bisher unveröffentlichte
       Dokumente und auf Stellungnahmen von Wissenschaftlern,
       Vertretern von Bürgerinitiativen, Geschädigten, Rechtsanwälten,
       Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug
       Administration (FDA).
       Die mit dem angesehenen Journalistenpreis "Albert Londres"
       ausgezeichnete Regisseurin Marie-Monique Robin hat drei Jahre in
       Nord- und Südamerika sowie in Europa und Asien recherchiert. Sie
       hat mit Bauern in Indien, Mexiko und Paraguay gesprochen, um die
       Geschichte des heute vielleicht mächtigsten Samenherstellers der
       Welt zu rekonstruieren. Dabei zeichnete sich hinter dem von den
       Werbekampagnen bedienten Image des sauberen und
       umweltfreundlichen Konzerns eine gnadenlos nach
       Marktführerschaft strebende Unternehmenspolitik ab.
       #Post#: 157--------------------------------------------------
       Thema "Gensoja" (Monsanto)
       By: SilkeGiesinger Date: December 27, 2012, 12:34 pm
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  HTML https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=5bAhwqQGD6w
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       #Post#: 158--------------------------------------------------
       Re: Thema "Gensoja" und Stichwort "Monsanto"
       By: SilkeGiesinger Date: December 27, 2012, 12:38 pm
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  HTML http://www.transgen.de/aktuell/1698.doku.html
  HTML http://www.transgen.de/aktuell/1698.doku.html
       Brasilien: Boom bei Sojabohnen - jetzt 89 Prozent
       Gentechnik-Anteil
       (19.12.2012) Auch in diesem Jahr haben die Landwirte in
       Brasilien wieder mehr gentechnisch veränderte Pflanzen ausgesät
       als im Vorjahr. Insgesamt steigt der Gentechnik-Anteil bei
       Sojabohnen, Mais und Baumwolle um 14 Prozent. 2013 wird in
       Brasilien bei Sojabohnen eine Rekordernte erwartet. Fast neunzig
       Prozent davon entfallen auf gentechnisch veränderte Sorten. Für
       Sojaimporte nach Deutschland ist Brasilien das wichtigste
       Erzeugerland.
       Auch in der Anbauperiode 2012/13 wächst der landwirtschaftliche
       Sektor in Brasilien weiter, der zunehmend für den Weltmarkt
       produziert. Vor allem die Flächenausweitungen im Sojaanbau
       führen Agraranalysten auf die massiven Ertragsausfälle in den
       USA als Folge der "Jahrhundertdürre" im Sommer zurück. Brasilien
       hofft, von steigenden  Weltmarktpreisen zu profitieren.
       2013 wird bei Sojabohnen eine Rekordernte von 80 Millionen
       Tonnen erwartet. 89 Prozent davon entfallen nach einem Bericht
       der Nachrichtenagentur Reuters auf gentechnisch veränderte
       Sorten, gegenüber 2012 ein Zuwachs um sechs Prozent. Die Angaben
       stützen sich auf Erhebungen des brasilianischen
       Agro-Beratungsunternehmens Céleres.
       Allein bei Sojabohnen nehmen die mit gentechnisch veränderten
       Sorten bewirtschafteten Flächen um etwa drei Millionen Hektar
       zu. Bei Mais beträgt dieser Zuwachs etwa 1,5 Millionen Hektar,
       bei gv-Baumwolle bleibt der Anbau fast unverändert bei 550.000
       Hektar.
       Brasilien ist zusammen mit den USA der größte Sojaexporteur der
       Welt. Der wichtigste Importeur ist mit weitem Abstand China vor
       der EU. Vor allem zur Verwendung als Futtermittel führt die EU
       jährlich 35 Millionen Tonnen Sojabohnen und -schrote ein,
       Deutschland 3,5 Millionen Tonnen - überwiegend aus Brasilien. In
       einzelnen Bundesstaaten wie Rio Grande do Sul werden fast
       ausschließlich gv-Sojabohnen angebaut.
       Als Folge des anhaltenden Trends zu gv-Sojabohnen wird es in
       Brasilien immer schwieriger und technisch aufwändiger,
       "gentechnik-freie" Sojabohnen zu erzeugen. Ein Anbau mit
       konventionellen Sorten und von der übrigen Ernte getrennten
       Transport- und Verarbeitungswegen findet in einigen Regionen im
       Norden und Nordosten Brasiliens statt.
       Nach Angaben des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG)
       werden in Brasilien jährlich sechs Millionen Tonnen Sojabohnen
       erzeugt, die als "gentechnik-frei" zertifiziert sind und damit
       einen GVO-Gehalt von höchstens 0,1 Prozent aufweisen. (Angaben
       für 2011)
       #Post#: 301--------------------------------------------------
       Artikel "Super-Genmais" darf nach Europa 
       By: SilkeGiesinger Date: August 12, 2013, 11:22 am
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  HTML http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-08/smartstax-eu-monsanto
  HTML http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-08/smartstax-eu-monsanto
       Super-Genmais darf nach Europa
       Der Agrarkonzern Monsanto darf bald den mehrfach gentechnisch
       manipulierten Mais Smartstax in die EU importieren. Kritiker
       warnen: Er ist kaum getestet.
       Die EU-Kommission wird spätestens im Oktober dem amerikanischen
       Agrarkonzern Monsanto den Import des gentechnisch veränderten
       Mais' SmartStax erlauben. "Die Entscheidung liegt bei der
       EU-Kommission und diese wird dem Import im September oder
       Oktober zustimmen", sagte ein Sprecher des
       EU-Verbraucherschutzkommissars Tonio Borg auf Anfrage von ZEIT
       ONLINE. Es habe zuvor ein "stringentes, wissenschaftliches
       Bewertungsverfahren" gegeben.
       SmartStax ist ein Super-Genmais der US-Agrarfirmen Monsanto und
       Dow Agroscience und wird in den USA seit 2011 angebaut. Er
       kombiniert zwei bereits gentechnisch veränderte Maissorten. Die
       neue Sorte ist extrem umstritten, weil sie nicht nur gegen zwei
       Unkrautbekämpfungsmittel resistent ist, sondern auch Gifte gegen
       sechs verschiedene Insektenarten wie etwa den Maiszünsler bilden
       kann. Landwirte erhoffen sich höhere Erträge und einen
       einfacheren Einsatz von SmartStax.
       Kritiker warnen dagegen vor unklaren Folgen für die Umwelt und
       den Menschen. "Keine andere bereits zugelassene Pflanze enthält
       so viele gentechnisch veränderte Bestandteile", sagt Christoph
       Then von der Gentechnik-kritischen Beratungsfirma Testbiotech.
       "Es ist völlig ungeklärt, wie sie zusammenwirken und welche
       Folgen das langfristig hat."
       Seit Jahren schon streiten sich Behörden, Ministerien und
       Genkritiker über die Zulassung von SmartStax. Monsanto und Dow
       Agroscience hatten im Jahr 2008 die Vermarktung in der EU
       beantragt. Damit wird SmartStax zwar nicht auf Europas Äckern
       angebaut, kann aber als Maissilage für Tiere oder in der
       Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen.
       Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA kam im Jahr
       2010 in einer Studie zu dem Schluss, dass SmartStax "so sicher
       sei wie konventionell gezüchteter Mais und kommerzielle
       Varianten, wenn man sich die möglichen Auswirkungen auf die
       Gesundheit von Mensch und Tier und die Umwelt anschaut". Die
       Studie wurde ein Jahr später noch einmal ergänzt, kam aber
       erneut zum gleichen Ergebnis: Es spreche nichts gegen eine
       Vermarktungsgenehmigung.
       Then kritisiert vor allem die fehlenden Praxistests und spricht
       von "gravierenden Lücken in der Sicherheitsbewertung von
       SmartStax". Zwar wurden die einzelnen Ursprungs-Genpflanzen
       einem 90-tägigen Fütterungstest unterzogen. SmartStax selbst
       wurde aber nie in Europa an Tiere im Vorfeld verfüttert, um
       wissenschaftlich die Folgen abzuschätzen.
       Die EU-Kommission sieht darin kein Problem. Die EFSA habe keine
       Notwendigkeit gesehen, eine 90-tägige Fütterungsstudie zu
       machen, sagt ein EU-Sprecher.
       Then vermutet dahinter ein erfolgreiches Lobbying der
       Agrarkonzerne. "Die EU-Behörden haben eine zu große Nähe zur
       Agrarindustrie, welche die Kosten für die Risikountersuchung
       möglichst gering halten will", sagt er. Die Entscheidung der EU
       sei exemplarisch: Sie zeige, dass der EU-Kommission
       Verbraucherschutz weniger wichtig sei als die Interessen der
       Industrie und Monsanto zu schützen.
       In Deutschland hält SmartStax gleich drei Ministerien auf Trab:
       Das Verbraucherschutzministerium unter Ministerin Ilse Aigner
       (CSU), Philip Röslers Wirtschaftsministerium (FDP) und das
       Gesundheitsministerium (FDP). Die EU-Spielregeln sehen eine
       Zustimmung der nationalen Regierungen vor. Doch die drei
       Minister konnten sich nicht auf eine gemeinsame Position
       einigen.
       Das Verbraucherschutzministerium hatte gegen die Zulassung
       votiert. Gerade in Aigners Heimatland Bayern ist Gentechnik
       verpönt. Aigner will, so sieht es auch der Koalitionsvertrag
       vor, den Bundesländern ermöglichen, eigene Mindestabstände für
       Äcker mit Genpflanzen zu konventionellen Feldern durchsetzen.
       Solange die Bundesregierung sich nicht auf  diese sogenannte
       Flexibilisierung einigen kann, stimmt das
       Verbraucherschutzministerium in Gentechnikfragen auf EU-Ebene
       aus Prinzip mit Nein – eine "politischen Entscheidung" nennt der
       Sprecher daher das Aigner-Nein.
       FPD-Ministerien stimmten für Zulassung
       Anders sieht die Haltung der FDP regierten Ministerien aus, die
       sich dem Votum der EFSA anschlossen. Das Wirtschaftsministerium
       verweist in einer Stellungnahme an ZEIT ONLINE auf den
       Koalitionsvertrag, in dem sich Union und FDP dazu bekannt
       hätten, "die verantwortbaren Potenziale der Grünen Gentechnik"
       nutzen zu wollen, wobei der Schutz von Mensch  und Umwelt
       weiterhin "das oberstes Ziel des deutschen Gentechnikrechts"
       bleibe.
       Der Streit führte dazu, dass sich die Bundesregierung in den
       zwei entscheidenden EU-Sitzungen über die Zulassung im Juni und
       Juli enthalten hat. In beiden Besprechungen wurde keine
       qualifiziert Mehrheit erreicht – weder für noch gegen eine
       Importzulassung. Das EU-Regelwerk sieht vor, dass die Kommission
       dann im Alleingang entscheidet. Dieses Votum wird nun im Sinne
       von Monsanto ausfallen.
       Monsanto: Zulassung "im Interesse des allgemeinen Welthandels"
       Das Unternehmen wollte sich gegenüber ZEIT ONLINE nicht äußern,
       teilte aber mit, dass die Produkte, die von verschiedenen
       internationalen Behörden als sicher bewertet wurden und
       zugelassen seien, "im Interesse des allgemeinen Welthandels auch
       für den Import in die EU zugelassen werden" sollten. Die
       Sicherheit von Monsantos Produkten werde "durch eine riesige
       Datenmenge und einer Vielzahl an Studien belegt".
       In den USA ist der Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen
       inzwischen Standard, nach Angaben der Datenbank TransGen sind
       dort 90 Prozent der angebauten Maispflanzen manipuliert. In
       Europa dagegen stagniert der Anbau auf niedrigem Niveau.
       Insgesamt sind zurzeit rund 30 manipulierte Maissorten für die
       Verarbeitung zu Lebens- und Futtermittel zugelassen. Aber nur
       der Monsanto-Mais Mon810 und die Bayer-Kartoffel Amflora dürfen
       auch angebaut werden. Wegen breiter Proteste hatte Bayer 2012
       die Vermarktung von Amflora eingestellt. In Deutschland und
       Frankreich ist zudem der Anbau von Mon810 wegen
       Sicherheitsbedenken verboten.
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