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#Post#: 22--------------------------------------------------
Film "Gekaufte Wahrheit" am 26.9. und 27.9.2012 im
Kino in Feldkirch
DIR By: SilkeGiesinger
Date: September 22, 2012, 9:14 am
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Im neuen Kino "Rio" (früheres Oscar-Kino bzw. Namenlos) in
Feldkirch gibt's im Rahmen des "TAS-Kinoprogramms" am 26.9. und
am 27.9. folgenden Film zu sehen:
Gekaufte Wahrheit
Deutschland 2010, 88 Min., deutsche Fassung
Regie und Buch: Bertram Verhaag
DarstellerInnen: Árpád Pusztai, Andrew Kimbrell, Ignacio Chapela
u. a.
„Informativer Dokumentarfilm über die Machenschaften der
Gentechnologie-Industrie und ihre Versuche, prominente Kritiker
mundtot zu machen. Am Beispiel zweier namhafter Biologen
beobachtet er eine Re-Feudalisierung von Wissenschaft, die zum
Büttel privatwirtschaftlicher Investoren wird, mit
weitreichenden Folgen für ein demokratisches Gemeinwesen. Zudem
beschreibt er auch erfolgreiche Versuche der Gegenwehr.“
(film-dienst)
„Ein regelrechter Thriller – leider keine Fiktion.“
(Abendschau)
Mi
Do
*Die genaue Beginnzeit hängt von der Spieldauer des vorher
gezeigten Filmes ab.
#Post#: 23--------------------------------------------------
Re: Film "Gekaufte Wahrheit"
DIR By: SilkeGiesinger
Date: September 22, 2012, 10:14 am
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HTML http://www.alpenparlament.tv/playlist/445-gekaufte-wahrheit-wie-sich-die-gentechnik-mit-luegen-den-weg-bahnt
HTML http://www.alpenparlament.tv/playlist/445-gekaufte-wahrheit-wie-sich-die-gentechnik-mit-luegen-den-weg-bahnt
Michael Vogt im Gespräch mit Filmemacher Bertram Verhaag über
die Machenschaften der Gentechnikkonzerne und ihrer willfährigen
«Wissenschaftler».
Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, daß 95% der
Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden.
Nur 5% der Forscher sind unabhängig. Die große Gefahr für
Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die
Öffentlichkeit – können wir alle – den Wissenschaftlern noch
trauen?
Zwei Beispiele erschrecken: Zwei führende Molekularbiologen in
Schottland und Kalifornien veröffentlichten kritische Ergebnisse
ihrer Forschung zu gentechnisch veränderter Nahrung. Sie
verloren unmittelbar ihre Arbeit und wurden darüber hinaus
persönlich durch Streichung der Forschungsmittel und Zerstörung
ihres wissenschaftlichen Rufs ruiniert.
Fall 1: Im Frühjahr 2001 macht die renommierte us-amerikanische
Fachzeitschrift NATURE etwas, das es zuvor noch nie getan hat.
Zum ersten Mal in ihrer 137-jährigen Geschichte zieht das
weltweit wichtigste Wissenschaftsmagazin einen Artikel zurück.
Das ist merkwürdig und sehr besorgniserregend, denn: Ein
Wissenschaftler wird angegriffen, weil er seine Arbeit getan
hat. Der renommierte Biologe Dr. Ignacio Chapela hat diesen
Artikel einige Monate zuvor bei NATURE eingereicht. Er berichtet
über die Vermischung von einheimischem mexikanischen Mais mit
gentechnisch veränderten Sorten, also in einem Land, in dem
gentechnisch angebaute Produkte strikt verboten sind. Die
druckfrische Ausgabe der Zeitschrift ist noch nicht fertig
verteilt, als bereits eine Flut von - wie sich später
herausstellt - durch den AgroChemiemulti Monsanto gesteuerten
E-mails die Redaktion von NATURE überschüttet. Die
Untersuchungen des Wissenschaftlers, seine wissenschaftliche
Kompetenz und seine per-sönliche Integrität werden von Grund auf
in Frage gestellt. Warum hat ein scheinbar so gewöhnlicher
Artikel einen solchen Aufruhr verursacht?
Oaxaca, wo der gentechnisch veränderte Mais gefunden wurde, ist
nicht irgendein Winkel dieser Erde. Hier ist das genetische
Reservoir der Urmais-Sorten für die ganze Welt; von hier aus hat
der Mais vor 5.000 Jahren seinen Siegeszug als heute
zweitwichtigste Kulturpflanze der Erde angetreten. Chapelas
Entdeckung war daher höchst alarmierend und trifft eine
Achilles-Ferse der Gentechnik-Betreiber: die Frage der
Koexistenz. Ist der Schwur der Gentechnik-Konzerne, daß
natürliche Pflanzen völlig unbeeinträchtigt neben gentechnisch
veränderten Pflanzen wachsen würden, doch nicht haltbar? Chapela
hatte den Beweis erbracht – und mußte diskreditiert werden.
Fall 2: Im August 1998 gibt der führende Wissenschaftler für
Nahrungsmittelforschung, Dr. Árpád Pusztai, im britischen
Fernsehen ein kurzes Interview. Er erklärt, daß er zwar an den
segensreichen Nutzen der Gentechnik bei Nahrungsmitteln glaube,
aber vor der Zulassung unbedingt Langzeittests durchgeführt
werden müßten. Nach dem bisherigen Wissensstand würde er keine
genveränderte Nahrungsmittel essen. Seine Gründe für diese
Äußerungen sind einfach. Er hat Testreihen durchgeführt, in
denen Ratten mit einer gentechnisch veränderten Kartoffel
gefüttert wurden. Sie erlitten gravierende Organkrankheiten,
Entzündungen, Immunschäden und retardiertes Organwachstum.
Innerhalb weniger Stunden ist Pusztai im heftigsten politischen
Kreuzfeuer. Man berichtet von einer Intervention durch den
damaligen britischen Premierminister Tony Blair. Pusztai wird
verboten, sich weiter zu seinen Forschungen zu äußern. Seine
Unterlagen werden konfisziert, der Zugang zu seinen Labors
versperrt. Wenig später erhält er die Kündigung und wird aus dem
nationalen Wissenschaftsgremium, der Royal Society,
ausgeschlossen. Druck von höchsten politischen Instanzen erwirkt
innerhalb weniger Tage Árpád Pusztais persönlichen und
beruflichen Ruin.
Doch Árpád und Ignacio nehmen dies nicht klaglos hin. Beide
Wissenschaftler stellen bei ihren öffentlichen Auftritten immer
wieder heraus, daß es nicht so sehr um ihr persönliches Drama
geht sondern um eine elementare Errungenschaft unserer
Demokratie: um die Freiheit der Forschung. Wenn multinationale
Konzerne Wissenschaftler von Forschungen und Veröffentlichungen
abhalten können, wer bleibt dann übrig, um den Konsumenten die
Wahrheit zu sagen?
Bertram Verhaag www.gekauftewahrheit.de
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