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#Post#: 321--------------------------------------------------
Film "Alphabet" von Erwin Wagenhofer diese Woche im RI
O in Feldkirch
By: SilkeGiesinger Date: November 1, 2013, 2:26 am
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HTML http://www.vienna.at/alphabet-trailer-und-kritik-zum-film/3729583
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Alphabet: Die Geschichte
Wagenhofer, der selbst Nachrichtentechnik studiert hat, plädiert
mit seiner Dokumentation für ein grundsätzliches Überdenken des
Bildungssystems. “Wir können uns als Erwachsene gar nicht
vorstellen, dass Kinder keiner Belehrungen bedürfen, dass sie
alles, was sie brauchen, bei der Geburt schon haben. Sie müssen
ihre Begabungen nur entfalten können.” “Alphabet” sei ein Film
über Haltung: “Aber es gibt keinen Unterricht zu Haltung.
Haltung muss man einnehmen.”
Die Banken sieht Wagenhofer schon wieder im Casino zocken: “Es
ist ganz klar, dass die nächste Krise vor der Tür steht, und die
wird uns dann hoffentlich zum Umkehren zwingen.” Im Finanz- wie
im Bildungswesen gelte es nun innezuhalten: “Alles läuft in die
Richtung ‘ More of the Same’, anstatt stehen zu bleiben und sich
zu fragen, wohin wir wollen. Wenn wir wirklich einen positiven
Wandel haben wollen, sollten wir uns die Frage stellen, wo
wollen wir überhaupt hin?”
Alphabet: Die Kritik
In “Alphabet” stellt Wagenhofer das immer kompetitiver werdende
Schulsystem in China und den Leistungsdruck an deutschen Schulen
bzw. dem Nachwuchs bei der Unternehmensberatung McKinsey dem
deutsch-französischen Pädagogen Arno Stern gegenüber, der sich
dagegen verwehrt, Kinder “nach Programm” zu “erziehen”. “Was
weiß denn die Schule von den wahren Bedürfnissen der Kinder”,
meint Stern zu Beginn des Films. “Alphabet” porträtiert auch
dessen Sohn Andre, der ohne Schul- oder Hausunterricht aufwuchs
und sich seine Fähigkeiten durch selbstbestimmtes Lernen quasi
selbst erwarb.
Im Gegensatz dazu zeigt Wagenhofer chinesische Familien, die
darum kämpfen, ihre Kinder an den besten Schulen und
Universitäten unterzubringen und dabei zu “Prüfungsmaschinen”
umfunktionieren. Das geht dann selbst dem Erfinder der
PISA-Studie, Andreas Schleicher, bei einem Besuch in China etwas
zu weit – obwohl er aufkeimende Zweifel mit der Akzeptanz dieses
Systems in China bekämpft.
Weitere Protagonisten der ineinander verwobenen Episoden sind
der deutsche Neurobiologie Gerald Hüther, der das Schulsystem
aus einer “Leidensgeschichte” von “Krieg, Elend, Vertreibung und
Angst” entstanden sieht und das “Abrichten” der Kinder im
Schulsystem kritisiert und diejenigen für “bescheuert” hält, die
eine Begabung für höherwertiger als die andere einordnen, sowie
als eine Art Mittler zwischen den beiden Welten den –
mittlerweile ausgeschiedenen – Personalvorstand der Deutschen
Telekom, Thomas Sattelberger, der für strukturelle Veränderungen
plädiert: “Die Welt kann durch Reförmchen nicht mehr reformiert
werden… Wir brauchen Menschen, die die alten Bildungssysteme
zertrümmern und neu angehen.”
(APA)
#Post#: 322--------------------------------------------------
Re: Film "Alphabet" von Erwin Wagenhofer diese Woche i
m RIO in Feldkirch
By: SilkeGiesinger Date: November 1, 2013, 2:27 am
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Alphabet
Österreich, 113 Min., mehrspr. OmU, ab 12 Jahren
Regie und Buch: Erwin Wagenhofer
98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule
sind es nur noch 2%. Wagenhofer ist hinter den Fehlentwicklungen
im Bereich Bildung her und lässt zwischen PISA-Jüngern und
Begabungsfairness Platz für viel gesellschaftspolitischen
Sprengstoff.
„Wagenhofer stellt in seinem Film die Grundsätze dessen infrage,
wie Bildungssysteme international funktionieren. Und trifft
damit einen Nerv.“ (Die Presse)
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