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#Post#: 320--------------------------------------------------
Infos zum Werbeverzichtskleber
By: SilkeGiesinger Date: October 26, 2013, 4:36 am
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HTML http://help.orf.at/stories/1696543/
HTML http://help.orf.at/stories/1696543/
Werbeverzichtskleber nur noch "befristet"
Wer keine unadressierte Werbung wünscht, kann dies mit einem
entsprechenden Aufkleber auf dem Postkasten kundtun. Die Kleber
haben allerdings mit der Bezeichnung "Flugblattverzichter" nicht
nur einen neuen Namen, sie sind neuerdings auch befristet, das
heißt, sie verlieren nach einiger Zeit ihre Gültigkeit, und wer
dann weiter von unerwünschter Papierflut verschont werden
möchte, muss sich einen neuen Aufkleber besorgen.
Post
Seitens der Wirtschaft spricht man von einer "kundenfreundlichen
Lösung“. Wer das nicht so sieht, muss sich seinen
"Flugblattverzichter" künftig wohl selber gestalten.
"Bis Ende 2014"
Wer ein Pickerl für seinen Briefkasten möchte, mit dem er
unadressierte Werbung für unerwünscht erklärt, bekommt
neuerdings Kleber mit dem Text: "Flugblattverzichter – Bis Ende
2014".
In einem Begleitschreiben wird man darauf hingewiesen, "dass Sie
mit dem Kleber zwar unerwünschte Sendungen vermeiden,
andererseits aber auch die Zustellung von potentiell
interessanten und für Sie wertvollen Informationen, wie zum
Beispiel Gutscheine oder Warenproben verhindern".
Um "Wildwuchs zu vermeiden"
Außerdem würden "viele Empfänger" überlegen, den bereits
angebrachten Verzichtskleber wieder von den Brieffächern zu
entfernen, heißt es weiter: "Es gibt immer mehr Postkästen, auf
denen unerwünschte, vom Vormieter/Vorbesitzer angebrachte
Aufkleber haften, welche oft nur sehr schwer oder unvollständig
entfernt werden können. Um den Wildwuchs an Verzichtsklebern zu
vermeiden und dem tatsächlichen Bedarf des jeweiligen
Brieffachbesitzers Rechnung tragen zu können, werden daher ab
sofort Aufkleber mit begrenzter Gültigkeit versendet."
Link:
WKO: Flugblattverzichter
Der neue Kleber sei bis Ende 2014 gültig und wird danach von den
Brieffächern entfernt. Anschließend habe man natürlich die
Möglichkeit, einen neuen Aufkleber zu bestellen, heißt es
schließlich.
Um also den "Wildwuchs" an Verzichtsklebern zu vermeiden, wurden
neue Kleber geschaffen, und wer nicht rechtzeitig
"nachbestellt", muss mit zwischenzeitlicher unerwünschter
Werbeflut rechnen. Das Ganze nennt sich dann "tatsächlicher
Bedarf der Brieffachbesitzer".
Rechtlich vertretbar
Rechtlich ist gegen diese neue Idee der Werbemittelverteiler
nichts einzuwenden, gilt doch das Berücksichtigen der
Verzichtskleber als "freiwillige Selbstbeschränkungsmaßnahmen
der österreichischen Werbewirtschaft".
Besitzstörungsklage möglich
Wer dennoch dauerhaft vor unerwünschter Werbung geschützt sein
will, hat allerdings auch andere Möglichkeiten, erklärt
help-Jurist Sebastian Schumacher: "Wenn jemand klar erkennbar
signalisiert hat, dass er kein Werbematerial wünscht, dann darf
auch keine unadressierte Werbung hinterlegt werden. Wer trotz
dieses Hinweises mit unerwünschter Werbung belästigt wird, der
kann sich dagegen wehren. Das ist sogar mit einer
Besitzstörungsklage bei Gericht möglich."
Wichtig ist laut Schumacher, dass der entsprechende Hinweis
eindeutig ist: "Es ist allerdings ohne Relevanz, ob dabei ein
Aufkleber der Wirtschaftskammer verwendet wird. Natürlich kann
man sich auch selber einen solchen Aufkleber basteln."
Eigenbau gilt unbefristet
Ob damit der "Wildwuchs" verhindert wird, sei dahingestellt,
aber immerhin ist diese Reklameablehnung nicht befristet, betont
der help-Jurist: "Jeder Hinweis, dass man keine Werbung wünscht,
gilt grundsätzlich unbefristet. Man muss also die unbefristete
Geltung nicht extra vermerken."
Vom zuständigen Fachverband Werbung und Marktkommunikation der
Wirtschaftskammer Österreich hieß es auf eine help-Anfrage
übrigens, man halte die neu erfundene Befristung der
Werbeverzichtskleber für eine "kundenfreundliche Lösung".
Immerhin wurde versichert, dass die alten – unbefristeten –
Kleber weiterhin gelten und nicht ausgetauscht werden müssten.
Von der Post hieß es auf eine ORF-Anfrage aber auch, man könne
ja bei den neuen Aufklebern einfach den Text "bis 2014"
durchstreichen – dann wären auch die unbefristet gültig.
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