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       #Post#: 21--------------------------------------------------
       Was ist Lobbyismus? 
       By: SilkeGiesinger Date: September 19, 2012, 11:27 pm
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  HTML http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=20118
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       Was ist Lobbyismus?
       Demokratie lebt vom Kampf unterschiedlicher Interessen. Ohne
       Pluralismus wäre das Volk nur unzureichend an politischen
       Entscheidungen beteiligt. Die Bezeichnung Lobbyist leitet sich
       vom Wort Lobby ab und bedeutet Vor - oder Wartehalle. An diesem
       Ort außerhalb des Parlaments fand bereits in römischer Zeit ein
       Informationsaustausch statt, der die Willensbildung
       beeinflusste.
  HTML http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/147293/index.html
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       Im Zentrum der Macht
       In Berlin werden Entscheidungen getroffen
       Demokratie lebt vom Kampf unterschiedlicher Interessen. Ohne
       Pluralismus wäre das Volk nur unzureichend an politischen
       Entscheidungen beteiligt. Die Bezeichnung Lobbyist leitet sich
       vom Wort Lobby ab und bedeutet Vor - oder Wartehalle. An diesem
       Ort außerhalb des Parlaments fand bereits in römischer Zeit ein
       Informationsaustausch statt, der die Willensbildung
       beeinflusste.
       In Berlin werden Gesetze gemacht, deshalb siedeln sich hier
       Konzernrepräsentanzen, Verbände, politische Vertretungen,
       Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und politische
       Initiativen an. Sie alle wollen nah am Deutschen Bundestag sein,
       dem Ort der wichtigen Entscheidungen. Außerdem sind die
       gewählten Bundestagsabgeordneten keine Experten und auf das
       Fachwissen von Interessenvertretern angewiesen. Lobbyisten
       übernehmen diese Aufgabe und fungieren als Berater.
       Heute arbeiten rund 5000 Lobbyisten in der deutschen Hauptstadt.
       Mit einem Hausausweis für den Bundestag ausgestattet, haben sie
       uneingeschränkten Zugang zu den politischen
       Entscheidungsträgern. Auf der offiziellen Lobbyliste des
       Bundestages sind mehr als 2000 Vereine und Verbände registriert.
       Sie alle versorgen die Abgeordneten mit Informationen und
       Wünschen.
       Beratung oder schon Manipulation?
       Lobbyisten sind aber nicht nur Berater, sondern wollen für sich
       und ihre Interessensgruppen Vorteile herausschlagen und im
       besten Fall Einfluss auf Gesetze ausüben. Die Akteure des
       Lobbyismus stehen immer mehr im Spannungsfeld zwischen
       notwendiger Interessenvertretung und demokratiefeindlicher
       Manipulation. Nicht zuletzt deshalb ist der Lobbyismus in den
       vergangenen Jahren zunehmend in Misskredit geraten. Eine weitere
       Ursache ist das Personalaustauschprogramm "Seitenwechsel", das
       die Rot-Grüne Regierung 2004 ins Leben rief.
       Mitarbeiter aus den Bundesministerien und aus der freien
       Wirtschaft wechseln als "Leiharbeiter" zeitweise ihre
       Arbeitstische. Sie sollen die Prozesse und Strukturen der
       Gegenseite kennen lernen. Ein reiner Erfahrungsaustausch, hieß
       es. Doch im gleichen Jahr deckten Journalisten auf, dass eine
       Juristin eines Investmentverbandes im Finanzministerium saß und
       ein Gesetz mitformulierte, das Hedgefonds, bis dato auf dem
       deutschen Markt verboten, legalisierte.
       Wirtschaft und Politik sind eng verwoben
       Und im Verkehrsministerium war ein Mitarbeiter von
       Daimler-Chrysler zu einem Zeitpunkt tätig, als an der Umsetzung
       der Lkw-Maut gearbeitet wurde. Er kopierte interne Unterlagen
       und nahm wichtige Papiere mit. Daimler-Chrysler gehörte damals
       zu einem Bewerberkonsortium. Genau dieses Unternehmen bekam den
       Auftrag. Nicht nur in diesen beiden Fällen setzten Lobbyisten
       ihre Eigeninteressen erfolgreich durch.
       Die Verbindungen zwischen Wirtschaft und Politik sind immer
       enger und undurchschaubarer geworden. Ehemalige Lobbyisten
       großer Konzerne sitzen heute in den Ministerien und
       Spitzenpolitiker übernehmen unmittelbar nach der politischen
       Karriere lukrative Aufsichtsrats- oder Vorstandsposten. Roland
       Koch sucht zur Zeit sein Glück in der freien Wirtschaft, Joschka
       Fischer heuerte als Berater für RWE an, wo Wolfgang Clement im
       Aufsichtsrat sitzt und Gerhard Schröder arbeitet für eine
       deutsch-russische Pipeline, um nur einige zu nennen.
       #Post#: 206--------------------------------------------------
       Re: Was ist Lobbyismus? 
       By: SilkeGiesinger Date: February 12, 2013, 3:12 pm
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       Link zur heute von Arte ausgestrahlten Dokumentation "The
       Brussels Business"
  HTML http://videos.arte.tv/de/videos/the-brussels-business--7307822.html
  HTML http://videos.arte.tv/de/videos/the-brussels-business--7307822.html
       Ab heute für 7 Tage online auf Arte zu sehen:
       THE BRUSSELS BUSINESS
       In Brüssel sind rund 2.500 Lobby-Organisationen angesiedelt und
       bilden die zweitgrößte Lobby-Industrie der Welt; nur die in
       Washington DC ist größer. Rund 15.000 Lobbyisten scheuen weder
       Kosten noch Mühen, um die Kommission und die Parlamentarier
       intensiv über die Bedürfnisse der Interessenverbände zu
       informieren. Rund 80 Prozent der gesamten Gesetzgebung, die
       direkten Einfluss auf den Alltag der Europäischen Bürger hat,
       wird hier initiiert.
       "Die EU-Gesetzgebung ist kompliziert, sie durchläuft viele
       Stufen", erklärt Olivier Hoedeman, Gründer von Corporate Europe
       Observatory. "Alles beginnt mit der Europäischen Kommission.
       Dort werden neue Anträge für Gesetze und Richtlinien entworfen,
       welche dann die Institutionen durchlaufen - das Parlament und
       den EU-Ministerrat. Vom Moment an, in dem die Europäische
       Kommission erste Schritte zu neuen Gesetzen und Richtlinien
       unternimmt, ist die Industrie vor Ort um sie zu beeinflussen."
       Die Bemühungen, den Lobbyismus in der EU zu regulieren, stießen
       zunächst auf wenig Resonanz. Dann geschah im Winter 2004/2005
       etwas Unerwartetes: Siim Kallas, EU-Kommissar aus Estland,
       zuständig für Verwaltung, griff das Thema auf. Im Zuge der
       Europäischen Transparenzinitiative sollte der Lobbyismus in
       Brüssel streng reguliert werden - ein Pflichtregister,
       Auskunftspflicht, Offenlegung der Geldflüsse. Nach drei Jahren
       politischer Streitereien und Bemühungen stellte Siim Kallas
       schließlich im Sommer 2008 das Lobby-Register vor. Doch die
       Enttäuschung war groß: Das Lobby-Register war freiwillig - und
       damit völlig zahnlos.
       Im Oktober 2008, einen Monat nach Ausbruch der weltweiten
       Finanzkrise, ernannte Kommissionspräsident José Manuel Barroso
       eine unabhängige hochrangige Gruppe zur Aufsicht der
       Finanzmärkte. Ihre Aufgabe ist die Regulierung dieser Märkte, um
       einen Weg aus der Krise zu finden. Doch bei näherem Hinsehen
       entpuppt sich diese Gruppe von acht "EU-Weisen" als gar nicht so
       unabhängig: drei der acht Weisen sind direkt mit jenen US-Banken
       verbandelt, die die Krise ausgelöst haben. Der Kopf der Gruppe
       ist Vorsitzender einer großen Finanzlobby. Steht nach 20 Jahren
       Deregulierung und Liberalisierung die Europäische Union selbst
       plötzlich am Rande des Zusammenbruchs? Und steht nicht vielmehr
       die Demokratie selbst auf dem Spiel, und mit ihr jene Werte, die
       uns teuer sind?
       (Belgien, Österreich, 2011, 74mn)
       ZDF
       Erstausstrahlungstermin:
       Heute, 20:17
       weitere Ausstrahlungstermine:
       Sonntag, 24. Februar 2013, 01:35
       Dienstag, 5. März 2013, 09:45
       #Post#: 207--------------------------------------------------
       Re: Was ist Lobbyismus? 
       By: SilkeGiesinger Date: February 12, 2013, 11:44 pm
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  HTML http://videos.arte.tv/de/videos/im-vorzimmer-der-macht--7307826.html
  HTML http://videos.arte.tv/de/videos/im-vorzimmer-der-macht--7307826.html
       Auch noch für eine Woche online "Dokumentation "Im Vorzimmer der
       Macht"
       IM VORZIMMER DER MACHT
       Die geheimen Machenschaften der Lobbyisten bleiben der
       Öffentlichkeit meist verborgen. Doch werden die Rufe nach mehr
       Transparenz auch auf nationaler Ebene immer lauter. Wer macht in
       der deutschen und französischen Demokratie eigentlich die
       Politik? Von wem werden wir eigentlich regiert? Wer zieht die
       politischen Strippen in Paris und Berlin? Ob
       Glücksspiel-Staatsvertrag, Gesundheitsreform oder Mehrwertsteuer
       - bei nahezu allem sind Lobbyisten mit am Werk. Es geht um Macht
       und Einfluss, um Wirtschaftsinteressen und viel Geld. Doch wie
       gehen Lobbyisten vor? Wie beeinflussen sie die Politik? Wie
       setzen sie ihre Interessen durch? Und wie erfolgreich sind sie?
       Die Spurensuche eröffnet exklusive Einblicke in eine Welt, die
       sonst im Verborgenen bleibt. Lobbyisten lassen sich nicht gerne
       in die Karten schauen, das gefährdet ihr Geschäftsmodell. Wenn
       Politiker von heute auf morgen ihre politische Karriere mit
       einer hoch dotierten Managerlaufbahn tauschen, deutet auch das
       darauf hin, dass ihr politisches Netzwerk und ihr heißer Draht
       zum Parlament durchaus von großen Unternehmen geschätzt und
       honoriert werden. Der Reportage gelingt es, gleich mehrere
       Lobbyisten bei ihrer Arbeit zu begleiten. Helmuth Prinz etwa,
       Chef des Floristenverbandes, der gegen eine
       Mehrwertsteuer-Erhöhung kämpft. Oder Karl Jurka, Vollprofi und
       "alter Hase", der seine Dienste jedem zur Verfügung stellt, der
       das notwendige Kleingeld mitbringt - und offen dazu steht.
       (Deutschland, Frankreich, 2011, 27mn)
       ZDF
       Erstausstrahlungstermin:
       Gestern, 21:33
       weitere Ausstrahlungstermine:
       Sonntag, 24. Februar 2013, 02:50
       Dienstag, 5. März 2013, 11:00
       Themen:Dokumentationen, Gesellschaft, Europa
       Stichworte:Parlamentarier, Lobbyisten
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