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#Post#: 254--------------------------------------------------
Neues zum Thema "Bienen" - Chemiekonzerne finanzierten
Bienenstudie mit
By: SilkeGiesinger Date: May 11, 2013, 11:59 pm
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HTML http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/1400797/Bericht_Chemiekonzerne-finanzierten-Bienenstudie-mit
HTML http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/1400797/Bericht_Chemiekonzerne-finanzierten-Bienenstudie-mit
Bericht: Chemiekonzerne finanzierten Bienenstudie mit
11.05.2013 | 18:30 | (DiePresse.com)
Bayer, BASF und Syngenta sollen mit 115.000 Euro an der Studie
des Umweltministeriums beteiligt gewesen sein. Minister
Berlakovich sieht darin kein Problem.
Eine Studie des Umweltministeriums zum Bienensterben in
Österreich wurde zum Teil von Chemiekonzernen finanziert. Wie
das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, sollen die drei
weltweit aktiven Pestizidhersteller Bayer, BASF und Syngenta die
Untersuchung mit 115.000 Euro finanziert haben. Das Ergebnis:
Für 2011 erkannten die Studienautoren "Bienenschäden, welche mit
hoher Wahrscheinlichkeit nicht durch insektizide Beizmittel
verursacht waren". Weiters wurde die Zulassung der derzeit
heftig umstrittenen Neonicotinoide empfohlen.
Geld soll an Imker gegangen sein
Die an der Studie beteiligte Agentur für Gesundheit und
Ernährungssicherheit (AGES) hat mit einer Aussendung auf den
Medienbericht reagiert. Bei der Studie habe es sich um das von
2009 bis 2011 dauernde Projekt Melissa gehandelt. Dieses sei zu
16,5 Prozent "durch ein Firmenkonsortium von drei
Pflanzenschutzmittelfirmen und der Vereinigung der
Pflanzenzüchter und Saatgutkaufleute in Österreich" finanziert
worden. Die 115.000 Euro seien als Kostenersatz für die an der
Studie beteiligten Imker geflossen. Das 2012 durchgeführte
Monitoring von Melissa sei ausschließlich durch Bund und Länder
finanziert worden, heißt es in der AGES-Aussendung.
Rücktrittsforderung
FPÖ-Umweltsprecher Norbert Hofer tobt. In einer Aussendung
fordert er den Rücktritt von Umweltminister Nikolaus
Berlakovich, der die Studie in Auftrag gegeben hatte. Der
Bericht zeige "die Chuzpe dieses Giftlobbyisten im
Umweltministerium". Der ÖVP-Minister selbst versucht zu
beschwichtigen. Angesprochen auf die Studie sieht er darin kein
Problem. "Die Wirtschaft war genauso Partner wie die Imker",
sagt Berlakovich.
Kehrtwende nach Widerstand
Nach heftigen Protesten hatte der Umwelt- und
Landwirtschaftsminister seine Haltung zu den Neonicotinoiden
geändert. Österreich hätte ursprünglich auf EU-Ebene gegen ein
Verbot gestimmt. Nun sollen diese Wirkstoffe nicht nur
hierzulande verboten, sondern auch in Europa bekämpft werden.
Für die Kehrtwende Berlakovichs ist unter anderem ÖVP-Chef und
Vizekanzler Michael Spindelegger verantwortlich. "Im Zweifel
sind wir für die Bienen", sagte Spindelegger.
(Red.)
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