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       # taz.de -- Why not Super Bowl in Fränkfort or Mjünick?
       
       > Nach Gastspielen in Deutschland denkt die US-Football-Liga NFL über
       > weitere Globalisierung nach. Commissioner Roger Goodell hat europäische
       > Franchises im Sinn – und schließt das Finale nicht aus
       
       Roger Goodell ist Commissioner der amerikanischen Football-Liga NFL und
       kümmert sich um die globale Verwertung seiner Sportart. „Wir haben bereits
       diskutiert, den Super Bowl in anderen Ländern auszutragen“, sagte Goodell
       der dpa. Anlass sind drei Saisonspiele der NFL, die in Deutschland
       stattfinden. Am Sonntag um 15 Uhr wird die Partie der New England Patriots
       gegen die Indianapolis Colts das dritte dieser stark beworbenen Events
       steigen. RTL und DAZN übertragen live. Am vergangenen Sonntag gewann
       Super-Bowl-Sieger Kansas City Chiefs mit ihrem Star Patrick Mahomes 21:14
       gegen die Miami Dolphins. „Die Fans waren laut und leidenschaftlich. Sie
       verstehen das Spiel. Es war großartig für die NFL, uns diese Möglichkeit zu
       geben. Ich würde mich freuen, noch einmal hier zu spielen“, sagte Mahomes
       im Anschluss.
       
       Der Quarterback der City Chiefs berichtete noch, dass er in Frankfurt große
       Begeisterung der Bevölkerung erlebt habe. „Wir haben richtig die Liebe
       gespürt.“
       
       Ganz so euphorisch äußert sich NFL-Boss Goodell nicht. „Derzeit gibt es
       nicht viel Unterstützung für diese Idee“, sagt er zur Idee, das gigantische
       Saisonfinale Super Bowl in Europa auszutragen. „Aber wir schließen es für
       die Zukunft nicht aus. Vor allem, wenn wir internationale Franchises
       haben.“ Der weltweit ohnehin perfekt vermarktete Super Bowl woanders sei
       jedenfalls wahrscheinlicher, so Goodell, „als die Austragung der Playoffs
       außerhalb der USA“.
       
       Aber von der Globalisierung seines Sports lässt der 64-Jährige nicht. „Wir
       werden unsere Serie ganz klar auf neue Märkte ausweiten. Es ist eher die
       Frage, wohin wir zuerst gehen.“ Die jüngsten Spiele in London und in
       Deutschland seien so erfolgreich gewesen, dass nun auch andere Länder
       Interesse bekundeten. „Es gibt andere Märkte, die diese Spiele ausrichten
       wollen, und wir sind dabei, dies aktiv auszuloten.“
       
       Zur Globalisierung gehören nicht nur offizielle NFL-Partien bis hin zum
       Super Bowl oder auch Pre-Season-Games, die es in vergangenen Jahren mit
       wechselndem Erfolg gab. Auch die Idee europäischer Teams, für deren
       Realisierung die NFL schon mehrfach Anlauf genommen hatte, ist noch nicht
       vom Tisch. „Frankfurt und München wären gute Standorte für ein europäisches
       Franchise“, sagt Goodell. (taz, dpa)
       
       8 Nov 2023
       
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