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       # taz.de -- das detail: Fifa-Sitz, der
       
   IMG Bild: Zu Hause in Doha: Infantino mit dem Emir von Katar, al-Thani
       
       Man kann sich trefflich darüber streiten, ob nun der Fifa-Präsident die
       Zentrale verlässt oder ob er von der Zentrale zurückgerufen wird. Gianni
       Infantino, so berichten Schweizer Medien, soll seinen Lebensmittelpunkt vom
       Fifa-Hauptsitz Zürich nach Katar verlagert haben. Zwei seiner Töchter
       gingen bereits in Doha zur Schule. Der Schweizer, ohne Haupthaar, aber
       stets ein Lächeln im Gesicht, übt derzeit eine Doppelfunktion aus. Zum
       einen dirigiert er den Weltfußballverband, zum anderen ist er ein
       umtriebiger Botschafter des Emirats Katar, der die Fortschritte der
       dortigen Menschenrechtslage preist. Im Dezember soll dort möglichst
       störungsfrei eine WM stattfinden.
       
       Bei dieser sensiblen Mission ist es offenbar erstmals notwendig, dass der
       oberste Fußballfunktionär seinen Wohnsitz verlegt. Dabei übt Infantino nach
       den Verbandsstatuten eigentlich nur repräsentative Funktionen aus. Im
       geschäftlichen Bereich soll die Generalsekretärin Fatma Samoura wirken.
       
       Möglicherweise will Gianni Infantino ein Zeichen setzen. Im Wüstenstaat
       genießt er größte Wertschätzung. Mitte Dezember während des Arab Cups
       versicherte Infantino in seiner neuen Wahlheimat vor Delegierten aus 86
       Botschaften, dass die Fifa den Spitzenfußball global machen wolle. Noch sei
       dieser auf eine kleine Gruppe von Ländern beschränkt. Was läge da näher als
       ein Umzug nach Katar? In der Schweiz fürchten ohnehin einige um den Abgang
       der großen Organisation, seitdem sich die Fußballfunktionäre dort nicht
       mehr vor den Verfolgungsbehörden sicher fühlen können. Infantino in Doha
       ist vielleicht nur die Vorhut. (jok)
       
       17 Jan 2022
       
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