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       # taz.de -- Ob mit oder ohne Hells Angels
       
       > Der Beirat Walle hätte nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit über
       > Hells Angels diskutieren dürfen
       
       Von Jean-Philipp Baeck
       
       Recht gegeben hat das Verwaltungsgericht dem Waller Beiratsmitglied der
       AfD, Gerald Höns. Der hatte gegen den Ausschluss der Öffentlichkeit von
       einer Beiratssitzung im Oktober 2016 geklagt. An jenem Tag informierten
       Vertreter von Innenbehörde und Polizei das Stadtteil-Parlament über die
       Hells Angels, die sich in einem Parzellengebiet einzurichten drohten.
       
       Beantragt wurde jene Sondersitzung von der SPD, die damit gutzumachen
       versuchte, was auf der vorausgegangenen Beiratssitzung schief gelaufen war:
       Da hatten die Politiker – beeindruckt von einem Auftritt des
       Hells-Angels-Bosses Michael Wellering – einen Beschluss gegen die
       Rockerbande abgemildert.
       
       Laut Beiratssprecher Golinski (SPD) hatte die Polizeiführung bei der
       folgenden Sondersitzung darum gebeten, die Öffentlichkeit auszuschließen,
       weil auch Vertrauliches besprochen werden sollten.
       
       AfD-Mann Höns, der selbst Verbindungen zu den Hells Angels hat, sah sich
       als Beirat ohne Öffentlichkeit in seiner Meinungsäußerung beschränkt.
       Zurecht, meint das Gericht: Der Beirat hätte in eigener nichtöffentlicher
       Sitzung über eine Vertraulichkeit entscheiden und diese genauer prüfen
       müsse. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
       
       24 May 2018
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Jean-Philipp Baeck
       
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